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Wachkoma, Gerichtsentscheidung
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Haase
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BeitragVerfasst am: 15.10.2007, 16:48    Titel: Wachkoma, Gerichtsentscheidung Antworten mit Zitat

aus www.wdr.de
Gericht überlässt Eltern Entscheidung über Wachkoma-Kind
Im Streit um lebenserhaltende Maßnahmen für ein im Wachkoma liegendes vierjähriges Mädchen hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm den Eltern das Recht zugesprochen, die künstliche Ernährung zu beenden. Anhaltspunkte für einen Sorgerechtsmissbrauch lägen nicht vor, erklärte das OLG am Montag.

Das Gericht (Az. 1 UF 78/07) hatte schon im Mai einen Beschluss des Amtsgerichts Minden über den teilweisen Entzug der elterlichen Sorge aufgehoben. Wie das "Westfalen-Blatt" berichtet unter Berufung auf den Anwalt der Eltern, das Kind sei inzwischen zu Hause gestorben.

Das Mädchen hatte dem Bericht zufolge wegen eines Behandlungsfehlers einen irreparablen Hirnschaden erlitten und wurde über eine Magensonde ernährt. Nach Meinung der Ärzte war es für immer ohne Bewusstsein. Das Gericht befand, die Eltern hätten ihren Entschluss nach reiflicher Überlegung getroffen. Die Entscheidung, einer Fortsetzung der lebenserhaltenden Maßnahmen nicht weiter zustimmen zu wollen, erscheine als "einfühlbar und das Kindeswohl wahrend".

(Az. 1 UF 78/07)


Ellen
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Haase
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BeitragVerfasst am: 15.10.2007, 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu noch der Link zum Westfalenblatt, aus dem der WDR zitiert:
http://www.westfalen-blatt.de/start.....;width=500&height=450
und das Urteil:

http://www.westfalen-blatt.de/start.....e/1_UF_78_07beschluss.htm

Ellen
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Moritz Inge
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BeitragVerfasst am: 15.10.2007, 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo !
Wer es kann!? Ich könnte es nicht!

LG
Inge u. Sven

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Asphyxie d. Mekonium Aspiration;appalischen Syndr,
geb.am;07.03.01 ,ein Engel und bei seinem Papa seit ,*22.1.2010
Ich werde Dich immer lieben!
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BeitragVerfasst am: 16.10.2007, 08:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Schließe mich der Inge an. Ich könnte es wahrscheinlich auch nicht. Ich finde es aber grundsätzlich nicht verkehrt. Nur mit der Art und Weise, wie das Mädchen sterben soll, kann ich mich gar nicht anfreunden.

LG von Moni, die hofft nie in eine solche Situation zu kommen.
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JennyB
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BeitragVerfasst am: 16.10.2007, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
ich kann und ich will es auch nicht annähernd nachvollziehen.

Das man sein Kind nicht durch lebenserhaltende Maßnahmen qäulen will, wenn seine Zeit offensichtlich um ist, kann ich theoretisch noch nachvollziehen.

Aber jemanden verhungern und verdursten lassen?
Da hört es bei mir auf.
Und da finde ich hört auch die Würde auf.
Man lässt jemanden verhungern und verdursten, aber schmerzlos einschlafen lassen wäre Mord?

Bin ich die einzige die das nicht nachvollziehen kann???

Wenn meine Zeit gekommen ist - und ich an Apparaten hänge oder mein Leben aus welchen Gründen auch immer nicht mehr Lebenswert ist - dann will ich für mich die Entscheidung treffen dürfen.
Oder auch für mein Kind.
Aber doch nicht auf diese Weise?
Warum gestehen wir unseren Haustieren im Tod mehr Würde zu als unseren Mitmenschen?

Gruß
Jenny

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Kind1 (F84.0, F90.0) Kind2(M41)
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BeitragVerfasst am: 16.10.2007, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jenny
Das ist ja genau das, was ich meine. Die Art und Weise finde ich schlimm. Eine erhöhte Dosis Schmerzmittel oder Insulin, wäre die wahrscheinlich humanere Lösung. Aber das wird Deutschland nie verstehen.
LG Moni
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Karin65
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BeitragVerfasst am: 16.10.2007, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr lieben,

ob ich es in solch einer Situation könnte oder nicht, kann ich heute nicht beurteilen. Aber warum muß es verhungern und verdrusten sein. Wenn man die Beatmung abschaltet, das mag ja gerade noch so sein, (obwohl ich das auch nicht verstehe) es wäre dann doch wirklich humaner, wenn man betäubt würde und dann eben eine Überdosis dieses Betäubungsmittel bekommen würde. Das wäre für mich persöhnlich Ähtisch eher zu vertreten.

Ich glaube, da muß auch ein Umdenken der Ähtiker stattfinden, denn so kann es nich sein. Das ist nicht Human!!! Genau wie Jenny schon schreibt, bei Tieren darf man es, aber ein Mensch lässt man dann (verzeihung Bitte!!!!!) "jämmerlich verrecken"!!

Gruß Karin65

Gruß Karin65

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UlliB
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BeitragVerfasst am: 16.10.2007, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
habe gerade den Artikel und das Urteil gelesen. Daraus geht nicht hervor, dass das Mädchen beatmet war. Findest du ersticken humaner??? Auch wenn sie sediert dabei wäre???
Wie bitte sollen die Eltern denn anders ihre Tochter "sterben" lassen??? Überdosis Schmerzmittel ist ja nicht erlaubt.
Ich kann die Eltern verstehen und ziehe den Hut vor ihnen. Diese Entscheidugn war sicherlich die schwerste in ihrem Leben. Sie hätten sich sicher auch gewünscht eine andere Entscheidung finden zu könnenn oder einen anderen WEg gehen zu können. Und wenn das Kind schon nach zwei TAgen zu Hause gestorben ist - dann sicherlich nicht an Nahrungsentzug - so schnell verhungert man nicht.
als ich den Artikel gelesen habe und das Urteil lief es mir eiskalt den Rücken runter. Da ist nämlich genau das passiert, wovor wir immer Angst haben: Den Eltern ist das Sorgerecht aberkannt worden, weil sie die Maximalbehandlung nicht mehr wollten. Das ist eine Entscheidung, die jeder im einzelfall selber treffen muss. Aber es ist eben manchmal das beste fürs Kind. Das Mädchen litt total. WArum durfte dieses Kind nicht nach Hause und zu hause im Kreis seiner FAmilie sterben??? Warum wurde den Eltern zuerst das Sorgerecht entzogen und dem Kind noch diese Pumpe implantiert??? Wenn ich mir vorstelle, dass würde bei uns passieren???!!! Ich würde schier verrückt werden. Man weiß doch als Eltern am besten, was gut ist für das Kind und was nicht. Und da passiert etwas mit meinem Kind von dem ich genau weiß, dass es diesem eben nicht gut tut!!!!
Ihr habt recht: ich als Erwachsener darf entscheiden - die Kinder aber nicht!! Deshalb haben wir für Malte eine Notfallverfügung geschrieben und hinterlegt und hoffen, dass im Notfall sich die Ärzte auch daran halten.
Diese Eltern hatten aber im Vorfeld ja nciht die Chance so etwas zu formulieren, denn das Kind war ja gesund und ist durch ärztlichen Kunstfehler zum schwersten Pflegefall geworden - das kennen ja auch einige von euch.
Es ist sicher die schwerste Entscheidung, die man treffen muss oder eben nicht.
Aber pauschal verurteilen sollte man keinen. Es macht sich auch keiner die Entscheidung leicht.
Aber es sollte einem im Zweifelsfall nicht so schwer gemacht werden, man dann da ja sehr schnell in die Illegalität abrutschen - leider.
Ulrike

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"Am leichtesten ist eine Feder,
am schwersten ist eine Last auf der Seele!"

Ulrike, Merle (*3/2002), ein Wirbelwind, Zwillingsbruder Malte
nach Enzephalitis 2005 geistig und körperlich schwer behindert, nicht einstellbare Epilepsie, Button, wahrscheinlich Impfschaden nach FSME-Impfung - unser Kämpfer!!! und Svea (*9/2008) die Minimaus
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kristina h.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2007, 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ich ziehe einen Riesenhut vor den Eltern, glaube nicht, dass ich die Kraft dazu hätte.......
Aber warum ist es in diesem Land nicht erlaubt, einen Menschen, der einem unendlich viel bedeutet und den man sicher lieber lebendig zuhause hätte, in Würde sterben zu lassen???
Ich erwarte nicht wirklich eine Antwort hierauf, aber ich habe mit diesem Thema eh grundsätzlich ein Problem (vll liegts an der Nähe zu den Niederlanden?)

Ich wünsche uns allen, niemals diese Entscheidung treffen zu müssen!!!! Sad

_________________
kristina


Kristina * 05.1974 und Sebastian * 01.2003, Sichelfuss und Hüftdysplasie (beides behandelt, keine Probleme mehr), schwerhörig

*unsere Vorstellung*
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Nicomum
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BeitragVerfasst am: 17.10.2007, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Gott in was für einer Welt leben wir, wo irgendwelche Menschen, die keine Ahnung haben, was da los ist, hinter ihrem Schreibtisch entscheiden, was für ein Kind gut ist.

Da wünscht man sich wahrscheinlich man hätte sich nie ein Kind gewünscht.

Liebe Grüße
Elke

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Liebe Grüße
Elke

Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
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