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Movicol - immer oder im Notfall?
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Amrei
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BeitragVerfasst am: 12.10.2007, 16:35    Titel: Movicol - immer oder im Notfall? Antworten mit Zitat

Meine Tochter hat vor einem Jahr zum ersten Mal Movicol bekommen (als sie im Krankenhaus war), das Zeug wirkt super, es gab jedoch keine klare Ansage, ob wir das dauerhaft geben können oder sollen oder nicht. Ich habe Angst, daß Movicol wie andere Abführmittel, ihren Darm lahmlegt und auf lange Sicht einfach schädlich ist. Deshalb gebe ich es nur, wenn hier nichts geht und sie komplett verstopft ist.
Ich glaube, daß, wenn sie es regellmäßig nähme, sie sich fast alleine leeren könnte.
Meine Frage an Euch:

Gebt Ihr Movicol regelmäßig und wenn ja, in welcher Menge?
Leeren sich die Kinder dann spontan?
Habt Ihr Nebenwirkungen bemerkt oder nicht?
Seit welchem Zeitraum gebt ihr Movicol?

Danke an Alle, dies ähnelt ja einer Umfrage, hihi!
Amrei
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Annika und Marvin
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BeitragVerfasst am: 12.10.2007, 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ! Wir geben regelmässig 2 mal ein halben beutel pro tag ! Marvin ist 12 jahre !
Kinderärztin meint , es ist kein problem es dauerhaft zu geben !
Nebenwirkungen habe ich bisher nicht festgestellt !
geben es auch allerdings erst 2 mon. !
Aber klappt super mit dem stuhlgang , jeden tag 1 - 2 mal spontan .
LG Annika Very Happy

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Annika (33j) mit Marvin-Marcel 15 Jahre

Lissencephalie , Epilepsie , motorische Retardierung , CH 20 PEG seit 2004 , beatmet über Trachealkanüle - seit 2004 ( 2008 Button CH 18 ) , Tracheomalazie
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anner
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BeitragVerfasst am: 12.10.2007, 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Amrei,

Benedict bekommt seit fast 3 Jahren täglich Movicol.
Er ist momentan zwar wund, hat aber wohl andere Ursachen.

Wir haben vorher das ganze Programm durchgemacht (alle möglichen Einläufe, Medis noch und nöcher), aber so konsequent geholfen, hat wirklich nur Movicol.

Anne

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DUM SPIRO SPERO
(solange ich atme, habe ich Hoffnung) CICERO

Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits,Makrocephalie, Gaumenspalt u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen
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Nicomum
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BeitragVerfasst am: 12.10.2007, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Nico nimmt Movicol seit mittlerweile fast einem Jahr, wir waren vor kurzem beim Kinderchirurgen um ev. körperl. Ursachen auszuschließen. Der Arzt dort hat uns auch gesagt, dass man es problemlos längere Zeit nehmen kann. Der Darm wird nicht geschädigt, wie das bei Abführmitteln sonst üblich ist und es führt angeblich auch nicht zu Gewöhnung, wobei ich schon Fälle kenne, wo die Dosis erhöht werden musste, das sind aber auch extrem hypotone Kinder, die selber nicht drücken können.
Nebenwirkungen hab ich auch noch keine bemerkt, manche Kinder bekommen davon Blähungen.
Movicol ist sicher eher sinnvoll wenn man es regelmäßig nimmt, da es ja auch ein paar Tage dauert bis es wirkt.

Liebe Grüße
Elke

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Elke

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Amrei
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BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Infos, meine Paulin ist auch 12 Jahre alt und in den Jahren habe wir eigentlich alles durch. Momentan gebe ich Einläufe, Klysma salinisch, mal gehts gut, mal nicht so gut, aber insgesamt okay. Das ist die einzige Methode, bei der ihr fast nie übel wird und was sie gut wegsteckt.
Allerdings ist es manchmal mühsam und sehr zeitintensiv, sie bekommt den Einlauf mit einer langen Sonde gelegt, liegt dann eine Weile damit im Bett und geht dann zu Toilette, das dauert dann ganz unterschiedlich lange, aber manchmal eben auch eine Stunde. Das alles kann bis zu 2,5 Stunden dauern (wenns schlecht läuft) und die Zeit haben wir oft nicht mit Schule und Hausaufgaben. Das nervt ganz ordentlich und insofern sind wir eben zu dem Schluß gekommen, daß wir Movicol mit regelmäßiger Gabe probieren.
Pauli hat jetzt eine Woche Projektwoche und danach zwei Wochen Ferien, da bietet sich so ein Versuch an. Sie mag nicht woanders auf die Toilette gehen, wir sehen mal, wie sich die Sache entwickelt, ob ihr Körper dann feste Toi-Zeiten entwickelt.
Wir haben eben angefangen und beschlossen, auch mit 2 mal einen halben Beutel zu starten, vielleicht reicht es ja. In Notfällen hat sie 2 mal 1 bekommen und dann für ein paar Tage, das ging gut, aber auf Dauer probieren wir es jetzt mal so.

Danke für Euer Engagement, ich berichte dann, wie es für uns läuft! Der Gedanke, daß Paulin sich damit ein großes Stück Freiheit "ertrinkt", ist entzückend!
Bis bald, liebe Grüße
Amrei
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Susanne K
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BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,

hänge mich mal kurz mit rein, unser Arndt bekommt jetzt auch Movicol, er konnte nur alle 10 Tage Stuhlgang entleeren, hatte fürchterliche Schmerzen dabei, zwei Tage vorher hat er dann schon so gut wie nichts mehr gegessen.
Mit dem Movicol, jetzt täglich einen Beutel, hat er Stuhlgang, aber der ist extrem weich, um nicht zu sagen flüssig. Bei jedem Wind geht Stuhl mit ab, er merkt es immer zu spät, beziehungsweise erst wenn es in der Hose ist. Kann es sein, das er einfach nicht spüren kann, wann Stuhlgang da ist. Unser Neurologe meinte vor ein paar Wochen, das eventuell ein Morbus Hirschsprung, die Ursache der Verstopfung wäre.
Das Ganze wird eigentlich nur in der Schule ein Problem, denn es ist jetzt nur eine Frage der Zeit, wann es den anderen Kindern auffällt, das da was nicht stimmt, und ich bin im Augenblick so froh, das er so gerne in die Schule geht. Wenn er dann gehänselt wird, gibt es eine Katastrophe, zudem ist er ja nur zur Probe in der Regelschule zugelassen, ursprünglich wollte man ihn in eine L-Schule stecken. Nur denke ich das ist nicht die richtige Schule für ein intelligentes Kind mit motorischen und gesundheitlichen Problemen.

Liebe Grüße Susanne K
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Nicomum
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BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,

hast du schon mal probiert das Movicol etwas zu reduzieren. Wenn der Stuhl zu flüssig ist, ist wahrscheinlich die Dosierung zu hoch. Das könnte auch der Grund sein, wieso er es zu spät merkt.
Habt ihr medizinisch schon mal was abklären lassen, würd ich ev. doch machen lassen bei einem Kinderchirurgen der sich damit auskennt.

Liebe Grüße
Elke

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Susanne K
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BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Elke,

danke für Deine Antwort, reduzieren ist auch mein Gedanke, geht es ihn einfach nur die Hälfte austrinken zu lassen, er trinkt eh nicht gerne, er verzieht immer das Gesicht als wäre etwas zu trinken, für ihn furchtbar ekelig.

Lieber Gruß Susanne K
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Nicomum
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BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,

es schmeckt aber auch wirklich furchtbar grauslich, leicht salzig nach den Mineralstoffen die noch drinnen sind, also ich verstehs wenn er das Gesicht verzieht Wink .

Nico trinkt es bis jetzt nur aus dem Milchflascherl und da auch nicht in der vorgeschriebenen Flüssigkeitsmenge sondern in mehr, aber es wirkt trotzdem.

Liebe Grüße
Elke

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Amrei
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BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susanne, ich bastele auch noch an der Dosierung herum, sie hat jetzt wohl mal gemacht, aber von der Menge absolut nicht ausreichen. Wir haben ein paar Tage 2 mal einen halben Beutel gegeben, ich versuche als nächstes 1mal 1 zu geben, vielleicht reagiert sie anders, obwohl es die gleiche Menge ist, aber eine einmalige Gabe - möglich ist alles. Wenn das nicht "flutscht" probieren wir uns weiter durch.
Paulin übrigens trinkt es in Saftschorle, der metallische Geschmack ist dann - laut Paulin - nicht so schlimm.
Gutes Gelingen,
Amrei
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