ich habe zwar auf den Beitrag von Sascha geantwortet, aber eben gesehen das ihr ja aus Berlin kommt.
Berlin hat erst im letzten jahr sein Schulgesetz geändert und damit sind die Schranken gefallen. Deswegen geht mein Kind ja jetzt mit einer 1 zu 1 Betreuung zur Schule. Integration wurde zum Regelfall, das hat Vorteile und Nachteile. Ich kann Dir das Material zukommen lassen, was ich dazu habe.
ich habe von meinem Sohn auch nicht das Bild das er so behindert wäre...
Er hat aber trotzdem die Pflegestufe 2 und einen Schwerbehindertenausweis.
Er selber hat auch nicht das Bild von sich das er so behindert ist...
Trotzdem benötigt er Unterstützung, muss eine sichtbare Kennzeichnung tragen, auch wenn er der meinung ist das er alles sieht und und und...
Ich denke man sollte einfach schauen welche Schule geeignet ist und da passiert gerade hier in Berlin im Moment wirklich viel. Aus welchem Stadtbezirk kommt ihr.
Pankow hat z.B. eine Private Schule, wo man das Schulgeld nach Einkommen zahlt, die katholischen Schulen haben so geringe Schulgebühren, das die jeder zahlen kann. Welche Schule habt ihr denn im Visier?
An staatlichen Schulen wäre z.B. eine in Steglitz, die traumhafte Verhältnisse bietet.
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Verfasst am: 06.10.2007, 22:08 Titel:
Hallo Madleleine,
wir wohnen in Friedrichshain.
Wir haben uns die Paul und Charlotte Kniese Schule (Förderschule Sehen) in Lichtenberg angeschaut und fanden dort die kleinen Klassen und die gute Ausstattung schon sehr ansprechend. Großes Interesse haben wir an der Pfefferwerk Grundschule (freie Schule).
Du hast geschrieben, dass du mir Material zukommen lassen könntest. Was brauchst du dazu, E-Mail oder Postadresse von mir.
Grüße
Thorsten
Postanschrift wäre klasse, da ich meinen Scanner noch immer nicht instaliert bekommen habe.
Per PN?
LG Madeleine
P.S.
Ich habe mir gerade mal das Konzept der Schule angesehen und kann Dir sagen, das es in Berlin haufenweise Schulen gibt die mit diesem Konzept arbeiten und in staatlicher Hand sind. Meine Tochter hatte das Glück außer der Reihe noch einen Platz zu bekommen, wobei da man darauf Rücksicht genommen hat, das ihr Brudere in die benachbarte Schule geht.
Ich müsste auch noch eine Liste von solchen Schulen haben. Ab wann soll es denn bei Euch losgehen? Im Moment öffnen doch jedes Jahr neue Schulen. Ich habe viele gefunden, die für uns nicht geeignet waren, weil meine Tochter schon in die 5. Klasse geht, aber die meisten Schulen noch in den Kinderschuhen stecken (1-3 Klasse).
die Privatschulen haben meist keine kleineren Klassen, denn diese müssen rechnen.
Wichtig ist die offene Unterrichtsform, dann bleibt nämlich genug Zeit für die Betreuung von Einzelnen.
Das Konzept der Schule, die für Euch infrage kommt wird tatsächlich vereinzelt an öffentlichen Schulen angeboten. So gut wie jede Schule die im Moment eröffnet arbeitet mit diesem Ansatz, eben aber auch öffentliche Schulen die daran arbeiten besseren Unterricht anzubieten.
Das ganze hat ja noch den Vorteil, das dadurch viel leichter Lehrermangel ausgeglichen werden kann.
Nehmen wir die oben von mir erwähnte Schule in Steglitz. Unabhängig davon das mein Sohn auf die benachbarte Blindenschule geht und ich diese inzwischen (nach 3 Absagen) überreden konnte meine Tochter zu nehmen und ich vorbelastet bin bietet diese alles was Du in dem Konzept der von Dir ausgesuchten Schule finden kannst.
Es werden jeweils 3 Klassenstufen zusammen unterrichtet. 1-3 und 4-6 Klasse. Der Unterricht ist offen gestaltet, sehr viel Freiarbeit etc. Keine vorgegebenen Hausaufgaben,sogar mal einen Kuchen backen oder zu stricken ist als eine anerkannt. Je nach Möglichkeit und Interessenlage des Kindes. Es gibt Pflichtaufgaben, aber nur in der Anzahl, weniger im Inhalt.
Aber was hältst Du eigentlich von der Blindenschule? Diese nimmt ab nächstem Schuljahr zusätzlich zu den Blinden und Sehbehinderten Kindern auch gesunde auf. Die Klassengröße wird 12 nicht übersteigen, das sind wirklich traumhafte Verhältnisse. Und der Lehrplan ist derselbe wie in einer regelschule.
OK, diese ist zu weit von Euch entfernt, aber eigentlich brauchst Du das vielleicht?
Das ist übrigens ein gemeinsames Projekt der Schule die meine Tochter besucht und der Blindenschule. Ähnlich arbeiten die schon mit dem benachbarten Gymnasium zusammen. Realschule haben sie selber im Haus.
Wenn Dein Kind sowieso auf eine Förderschule gehen sollte würdest Du vielleicht eine Chance haben den Fahrdienst mit ins Boot zu holen.
LG Madeleine
p.s. Das Problem mit den großen Klassen, egal ob privat oder staatlich hat mich davon abgehalten Integration überhaupt in Betracht zu ziehen. Jetzt hat mein Sohn regelmässig Unterricht mit der benachbarten Schule (Sport, Musik, demnächst Religion, und Kunst). Demnächst werden beide Schulen nochmehr zusammenrücken und das ist auch gut so.
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