Ben darf so was gar nicht essen ...
Aufgrund seiner Neurodermitis sind wir sehr stark eingeschränkt, was die Auswahl an Lebensmitteln betrifft. Bislang kennt er einige, wenige Sorten Obst und Gemüse und zwei Getreidebreie sowie Mais- Knäckebrot.
Er isst eigentlich gerne (und viel!) vom Löffel, hat aber, wie gesagt, immer wieder Probleme mit Verschlucken und/ oder den Mund so weit aufzumachen, dass der Löffel reinpasst. An manchen Tagen klappt es aber auch ganz gut .
Ben bekommt wegen der Neurodermitis Globuli, die ich ihm in die Backentasche lege. Das findet er immer total blöd und wehrt sich, wenn ich ihm was in den Mund stecke, aber wenn er dann merkt, dass die Globuli süß schmecken, wird geschmatzt .
ähmm... und meinst du Mund-zu-Mund-Fütterung im wörtlichen Sinn??! Ich habe grade das Bild von zwei Vögeln und einem Wurm vor Augen ...
Ich glaube, dass ist nichts für mich...
alle, die dir sagen, Ben sieht nicht dehydriert aus, haben sicherlich recht. Wie gesagt, unser Gabriel trinkt jetzt noch praktisch nix, wenn ich Glueck haben kommen wir auf 50ml und wahrscheinlich ist es nicht mal so viel.
Deswegen, so wie du das machst, uebers Essen die Fluessigkeit zufuehren, so machen wir es auch.
Klar, dass man das nicht immer so haben will. Wir "trainieren" mit Gabriel ja auch das Trinken, aber gut Ding braucht Weile... und vor allem Geduld , ohne die geht gar nix.
Liebe Gruesse,
Birgit _________________ Mama von Gabriel (*2002, Sauerstoffmangel waehrend der Geburt; allgemeine Entwicklungsverzoegerung; komplexe Wahrnehmungsstoerung: Magensonde zw. 15 Monaten und 2,5 Jahren; derzeit non-verbal, aber verwendet Gebaerden) und Julian (*2004, gesund) und Florian (*gerade noch 2008 ;o) und ein gesundes, ganz liebes und braves Baby)
Hallo zusammen,
bin gerade auf diesen Thread gestossen und möchte gern einige Missverständnisse ausräumen, wenn ich darf
Liebe Ella,
ich weiss nicht, wie alt Dein Ben ist, aber doch noch recht klein? Es ist nicht unbedingt bekannt (dafür sorgt die Babynahrungsindustrie), aber Babys unter einem Jahr haben öfter "Probleme" damit, festere Kost zu schlucken. Das ist fast schon normal - es gibt Hinweise darauf, dass menschliche Babys natürlicherweise im ersten Jahr nichts anderes als Muttermilch bekommen sollen. Sogar in Baby-Ratgebern aus dem späten 19. Jhdt. findet sich die Empfehlung, Babys 12 Monate ausschliesslich zu stillen! 6 Monate ist der früheste Zeitpunkt, zu dem sie überhaupt in der Lage sind, anderes als Milch vernünftig zu verdauen. Und der etwas andere Schluck-Vorgang muss eben auch erst eingeübt werden. Manche Babys sind von der Muskelreife einfach noch nicht so weit. Ein Problem ist das eigentlich nicht.
Esgibt klassische Zeichen der Beikostreife, an denen man erkennt, ob ein Baby bereit für Beikost ist:
-es kann den Kopf aufrecht halten
-es kann alleine selbständig sitzen
-es kann die Hände bewusst zum Mund führen
-der Extrusions- oder Zungenstreckreflex ist verschwunden - d.h. die halbfeste Nahrung wird nicht sofort wieder mit der Zunge aus dem Mund befördert
Das ist bei manchen mit 4 mOnaten so, bei anderen mit 6 oder erst 8 oder noch später. Ich kenne einige Kinder, im zweiten Lebenshalbjahr Festeres ablehnen - und es dann später umso lieber essen. Das ist ein normales Verhalten vieler Säuglinge und ganz gewiss keine Störung, auch wenn viele Therapeuten bei sowas gern sofort auf KISS verweisen.
Zum Trinken bei Mahlzeiten: wenn Du den Brei etwas flüssiger machst, muss Ben dazu nicht unbedingt etwas trinken. Was er an Flüssigkeit braucht, wird er sichdann mit dem Brei selbst bei der nächsten Stillmahlzeit holen. Überhaupt kannst Du Dich freuen, dass er so gut stillt: ein besseres Training für seine Gesichtsmuskulatur gibt es gar nicht. Da wird das Essen/Kauen später umso besser klappen, und die Sprachentwicklung wird optimal gefördert.
Bevor Du also zur Spritze greifst,warum nicht einfach noch mal stillen? Damit tust Du ihm was Gutes, und es ist doch viel einfacher...
BirgitW hat folgendes geschrieben:
Es gibt so eine Flasche, wir hatten sie bekommen, weil Gabriel zu Beginn Medikamente in (abgepumpter) Muttermilch bekam, und die Spezialflasche diente natuerlich dazu eine Saugverwirrung zu vermeiden.
Zum Haberman Feeder: der ist zwar klasse für alle Stillkinder, und ich denke auch, dass der bei Ben funktionieren könnte!! Unbedingt ausprobieren! Aber das hat nichts damit zu tun, dass man saugen können muss, damit man daraus trinken kann. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: er wurde für Babys entwickelt, die nicht saugen können, insbesondere bei Gaumenspalten. Der Haberman wird durch die gleiche melkende Bewegung von Zunge und Unterkiefer geleert wie die Mutterbrust (und darum beugt er auch Saugverwirrung vor).
LG, Kirsten _________________ Kirsten mit David (5/00), Fiona (5/02) und Noel (2/04), Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalte rechts, und Kendra (12/08), völlig gesundes ehemaliges SGA-Baby
Ben wird diesen Monat ein Jahr alt, ich habe ihn 7 Monate voll gestillt und dann sehr langsam (er hat Neurodermitis) zugefüttert. Am Anfang waren das wochenlang nur wenige Löffelchen Pastinakenbrei, mittlerweile isst er einen kompletten Mittagsbrei und auch abends verdrückt er eine große Portion.
Zwischendurch wird er immer noch gestillt. Ich stille ihn übrigens nach wie vor sehr gerne , auch wenn mich einige Mitmenschen schon seltsam anschauen und beäugen , das Kind wird ein Jahr und trinkt noch an der Brust?! Und dann folgt die Litanei, was die eigenen Kinder in dem Alter schon alles gegessen haben... Aber ganz ehrlich, das ist für mich kein Maßstab und kein Druckmittel. Mein Kind hat sein eigenes Tempo und warum soll ich mit Kuhmilch zufüttern, wenn ich selber stillen kann?! Ich kenne niemanden hier, der ähnlich lange stillt oder gestillt hat, habe aber schon früh den Rat bekommen, mal "ein paar Möhrchen" ins Fläschchen zu geben, "dann schlafen sie schneller durch". Kam für uns aber gar nicht in Frage !!
Ben isst sehr gerne vom Löffel, auch wenn er nicht jeden Tag gleich fit ist und es nicht immer gleich gut klappt.
Wenn es mal gar nicht funktioniert, stille ich einfach die Mahlzeit und versuche den Brei später noch einmal.
Ich füge seinem Brei immer extra Flüssigkeit zu, damit er damit einen Teil seines Bedarf damit decken kann.
Mit mittlerweile (fast) einem Jahr finde ich es schon wichtig, dass er außer der MuMi noch andere Flüssigkeiten bekommt, egal ob Wasser oder auch hin und wieder mal Tee. Denn es fällt ihm eben nicht immer so leicht, wenn er was in seine Windel machen möchte; das quält ihn an manchen Tagen schon.
Momentan klappt es aber wieder besser, weil ich jedem Brei die Extra- Flüssigkeit zufüge und außerdem viel Obstmus füttere.
Es macht mir nichts aus, damit noch einige Wochen zu überbrücken, finde es aber mittelfristig schon wichtig, Ben an das Trinken heranzuführen. Daher auch meine Suche nach Alternativen.
Der Babynahrungsindustrie gegenüber bin ich eher skeptisch eingestellt, wenn ich sehe, was da teilweise "ab dem 6. Monat" angeboten wird, kriege ich die Krise...
Ich verwende nur reine Obst- bzw- Gemüsegläschen ohne Zusätze und füge dann Reis oder Hirseflocken als Getreide hinzu.
Noch lieber würde ich selber kochen, aber Ben isst nur extrem fein püriertes . Alle paar Wochen versuche ich es nochmal, aber momentan mag er es noch nicht und würgt sehr beim Essen. Natürlich kann es sein, dass er sich erst an die neue Konsistenz gewöhnen muss, es kann aber auch daran liegen ,dass er wegen des KISS- Syndroms sehr empfindlich ist, wie der Physio vermutet.
Vielleicht schaffe ich mir aber mal so einen Zauberstab an (so heißen diese Superpürierstäbe doch, oder?!) und versuche das mal.
Bens KISS ist zwar erst vor wenigen Wochen diagnostiziert worden , aber ich habe seit seiner Geburt viele Symptome beobachtet, die vom KiA abgetan wurden. Die Folge mangelnder Auseinandersetzung mit diesem Thema seinerseits ist eine Schädelverformung , die mittels Helmorthese behandelt wird, um weitere Folgeschäden zu vermeiden.
Am Anfang war ich auch etwas irritiert, weil es bei KISS- Kindern ja oft nicht richtig funktioniert mit dem Stillen, bei Ben ging es aber schon.
Aber die Summe aller anderen Symptome war halt doch auch sehr deutlich...
Ella, wenn ihr euch einen Pürierstab zulegen wollt, was mit Sicherheit eine gute Idee ist , achtet auf die Wattzahl. Wir haben einen von Braun mit 300 Watt , der 600-er ist aber noch besser - der hat echt Power ! _________________ Liebe Grüße!
___________
Daniela (*1973, LKGS) mit Sohn (*2004, Neurodermitis, KISS und diverse
Nahrungsmittelallergien), Tochter (*2009) und unseren Zwillingssternchen (*2008/+ 2008) ganz tief im Herzen
wir haben so einen Pürierstab, den man auf den Moulinex- Mixer aufsetzen kann, der hat 350 Watt und bringt es einfach nicht mehr , obwohl er gar nicht soo billig war ... ich glaube, für Ben müssen es schon 600 Watt sein- mindestens !!
Also wir haben auch ziemliche Trinkprobleme! Moritz trinkt für sein Alter viel zu wenig und nimmt wenn überhaupt nur sehr langsam zu. Er hat auch einen sehr schlechten Mundschluß, manchmal hört man richtig wie er Luft schluckt. Dann hat er manchmal Bauchweh und pupst wie ein Weltmeister.
Allerdings ist er nicht dehydriert.
Wir benutzen Nuk Sauger für Breithalsflaschen.
Meine KA meinte wir sollen doch mit Brei anfangen, das hat die ersten Tage auch gut geklappt. Doch mittlerweile lehnt er den Brei vollkommen ab. Sobald er den Löffel sieht schreit er. Und wenn doch was im Mund landet dann schluckt er es nur wiederwillig runter.
Stillen konnte ich nie da er eine Extrem Frühgeburt war. Durch den ganzen Stress mit Hirnblutungen, HC usw war meine Milch auch nach 6 Wochen weg. Also gibt es bei uns nur Fläschchen.
Hier ein Auszug aus der heutigen Speisekarte:
Das ist doch wirklich wenig oder? Und das ist heute noch ein guter Tag gewesen. Manchmal ist es sogar noch schlechter.
Er hat ja auch meistens Hunger aber er will einfach nicht mehr. Kann das an seinem HC liegen???
Ich bin echt ratlos. Bitte bitte wenn ihr einen Rat für mich habt dann schreibt mir, gerne auch per pn!!!
Liebe Grüße Ina _________________ Mama Ina(10/81) und Moritz(03/07):Frühgeburt in der 26 SSW- shuntversorgter multilokaler HC und Retinopathie 3.Grades, Pulmonale Dysplasie, Hemiparese
Wieder ein *problemchen* was ich mit Benedikt auch habe. Ich kann sagen, das Benedikt gar nichts trinkt. Keinen Tee, Wasser, Säfte ect. Auch nicht vom Löffel oder gar aus der Tasse. Bis vor kurzem hat Benedikt abends Griesbrei bekommen, als er danach dann in seinem Bett lag hat er etwas getrunken, aber nur in seinem Bett. Und wenn er wirklich nicht will, dann schubst er die Flasche weg. Benedikt bekommt ja Morgens und nachmittags seine Milasan Milch, manchmal auch noch eine vormittags im KiGa. Da ist zwar Flüssigkeit drin, aber wenn ich höre das er in dem Alter 700ml trinken sollte, sind wir weit entfernt.
Auch Essen war/ ist wieder ein Kampf geworden. Mittags gabs immer Gläschen, seit etwa 1 Jahr auch mit winzigen Stückchen. Abends Griesbrei. Seit neuestem will er Mittag kein Gläschen mehr, sondern von meinem Teller essen, und zwar alles. Es muss zwar nach wie vor alles klein gemacht werden, aber er hat wenigstens Interesse am Essen. Aber was ich mit dem Trinken mache weiß ich auch noch nicht. Vielleicht mal Strohhalm probieren???
Über Tipps bin auch ich dankbar
LG ANja _________________ Laura 03/96,Benedikt 06/04, Monosomie 3p25, Vinzent 04/07
Hallo an alle Gleichgesinnten!
Unsre Nina ist jetzt schon 2 Jahre alt und das Trinken immer noch ein leidiges Problem! Als kleines Baby hat sie nur Milch getrunken und das wg. ihrer extremen Trinkschwäche sehr sehr wenig. Wir waren um jeden Schluck froh! Nina ißt jetzt vom Löffel ( Gummilöffel!!) Obstbrei, Joghurt und Milchbreie. Obstgläschen nur die Sorte Apfel-Banane. Diesen Geschmack gibt es auch als Saft. Nur und nur den trinkt sie mit etwas Wasser verdünnt über den Tag ca. 250-300 ml. Mehr geht auch unter Anstrengung nicht. Ich denke, daß sie sich alles von der breiigen Kost holt und der Körper sich auch irgendwie auf diese Menge einstellt.
Auch heute noch gerate ich leicht in Panik, wenn sie kaum trinkt, doch der KA meint, wie alle anderen auch, daß sie keinen Mangelzustand hat.
Viele liebe Grüße an alle und gute Nerven und Ruhe beim Trinken _________________ Claudia und Toni mit Tochter Laura, geb. 2000 und Nina, geb. 2005 seit dem Sauerstoffmangel während der Geburt schwere Tetraparese, Schluckstörung, Strabismus, Refluxproblematik...
Bei uns ist die Situation nach wie vor so, dass Ben nichts trinkt. Nichts neues also ...
Mittlerweile habe ich erfahren, dass Obstgläschen, wenn sie pur gefüttert werden, zu 100% als Flüssigkeit angerechnet werden können.
Das erhöht Bens Flüssigkeitsaufnahme erheblich , denn er isst täglich so ca. 300g Obstmus und wird nach wie vor ca. 3mal täglich gestillt.
Gestern habe ich nochmal versucht, etwas zu füttern, das nicht feinpüriert, sondern etwas stückig war und Bens Gesichtsausdruck ist kaum zu beschreiben...
Nach dem zweiten Löffel hat er sich dann geweigert, den Mund nochmal aufzumachen und auch heute war er noch äußerst skeptisch, was ich ihm da wohl auf dem Löffel anbiete.
Nach einem kurzen Test (Ergebnis: Ja!! Wieder fein püriert!) hat er anstandslos alles gemampft.
Nach einem erneuten Gespräch mit unserem KG bin ich mittlerweile bereit, einfach abzuwarten, wann Ben trinken will und Interesse an stückigerem Essen bekommt.
Er bekommt ja wohl genug Flüssigkeit und wird satt von seinen "Breichen"- ich verlasse mich jetzt einfach mal darauf, dass der Rest irgendwann von selber kommt.
Danke Birgit, ihr macht es ja auch so und es klappt, gut zu wissen!
Ben hat ja ein Jahr lang unter seinen Blockaden an der HWS gelitten und daraus ist seine Schluckstörung entstanden.
Da jetzt alle Blockaden gelöst sind, denke ich, dass er einfach etwas Zeit braucht... und dann wird seine Neugier hoffentlich siegen und er Gefallen an Essen und Trinken finden.
@Anja, mag Benedikt vielleicht Obstmus? Dann könntest du seine Flüssigkeitsaufnahme damit erhöhen. Ich habe auch immer alle Breie (z.B Grieß) dünner wie normal gemacht, damit Ben so mehr Flüssigkeit aufnehmen kann- aber das war halt auch nur eine Notlösung. Und eine echte Kleckerei beim Füttern ...
Das kenne ich gut, was du schreibst. Ben schubst auch immer alles weg: Tasse, Flasche- ganz egal, Hauptsache, weg damit.
Ich drücke dir die Daumen, dass du Benedikts Interesse am Essen mit deinem Teller wecken kannst und er dann vom Tisch mitessen will.
Ich habe mir auch angefangen, vor Bens Augen viel zu trinken, in der Hoffnung, dass da eine gewisse Neugier und evtl. auch ein Nachahmungseffekt geweckt werden !
Was übrigens prima klappt, seit Bens Blockaden weg sind, ist das Füttern: Mund auf- Löffel rein- Mund zu- schlucken und das alles ohne Probleme!! Vorher war es eher so: Mund ein bisschen auf- Löffel mit der Zunge wieder raus drücken- ein bisschen Brei schlucken- viel Brei aufs Lätzchen kleckern... UFF!
Seit zwei Wochen macht das Füttern richtig Spass ! Vorher war es doch sehr anstrengend ...
Wir sehen jetzt den direkten Zusammenhang zwischen Bens Verhalten mit Blockaden und jetzt ohne- und deshalb bin ich auch sehr optimistisch, dass sich jetzt weitere Verbesserungen einstellen.
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