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Sehr harter Stuhl bei einjährigem Kind
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Anja29
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BeitragVerfasst am: 30.09.2007, 19:25    Titel: Sehr harter Stuhl bei einjährigem Kind Antworten mit Zitat

Ich bin neu hier und möchte gerne fragen, wie es bei euren Kindern war mit dieser Verstopfung. Meine Kleine hatte mit 3 Monaten schon das Problem sehr erschwert den Stuhl abzugeben. Nach 3 oder 4 Wochen war das Problem wieder irgendwie behoben. Mit 7 Monaten begann es wieder. Musste ihr immer Milchzucker geben. Ebenfalls nach 3 Wochen war alles wieder ok. Nun mit 1 Jahr hat sie wieder das Problem. Dieses Mal dauert es schon über 4 Wochen an. Mein Kinderarzt sagt, ich soll statt dem Milchzucker Movicol geben. Nun habe ich nachgelesen, dass man dieses Medikament erst mit 2 Jahren verabreichen darf. Ich habe es mal mit Cranio Sacral Therapie versucht. Beim 1. Besuch war der Stuhl sofort weicher und hielt 3 Tage an. Beim 2. Besuch war nur am selben Tag eine Besserung danach musste meine Kleine wieder sehr viel weinen, um den Stuhl abzugeben.
Ich fragen nun euch, weil mein Kinderarzt nicht wirklich eine Antwort gegeben hat, was kann da die Ursache sein? Kennt irgend jemand eine Anlaufstelle oder einen anderen Arzt, an dem man sich wenden kann? Diese Situation mit dem harten Stuhl kann doch nicht irgendwie kommen und wieder gehen? Mein KiArzt hat gemeint, dass es kein psychisches Problem ist. Aber was dann? Er hat auch gesagt, dass man in diesem Alter mit der Ernährung kaum was am harten Stuhl änderen kann. Mein praktischer Arzt hat auch gesagt, dass der Milchzucker gar nicht hilft, wenn das Kind nicht genügend trinkt. Meine Kleine kommt am Tag inkl. Milchfläschchen auf max 500 ml. Sie trinkt einfach so nichts. Ich habe es auch schon mit Traubensaft (mit Wasser vermischt) probiert. Es hilft momentan kaum etwas.
Lieben Dank für eure Antworten
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claudia64
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BeitragVerfasst am: 30.09.2007, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja!

Ich hatte das Problem, das meine Tochter nichts mehr trinken wollte, sobald sie eine Erkältung bekam. Und gerade dann ist es ja so wichtig...

Ich habe dann -nach Rücksprache mit dem Forschungsinstitut für Kinderernährung, wo ich mit beiden Kindern an der DONALD-Studie teilnehme- , einfach mehr Wasser ins Essen gemischt, notfalls wieder stärker pürrieren oder zerdrücken,dann passt mehr Wasser 'rein. Und wenn sie Milch trinkt, gib' ihr ein 2. Fläschchen, du kannst jetzt mit einem Jahr gut auf 1,5 % Milch umsteigen, spezielle Babynahrung ist nicht mehr erforderlich (sofern sie ansonsten ausgewogen isst), dann bekommt sie auch nicht zu viel Kalorien.(Nur dann auf andere Milchprodukte wie Joghurt,Quark oder Käse verzichten, sonst kriegt sie zu viel Eiweiß.)
Längerfristig würde ich spezielle Becher versuchen, lustige Form, hübsche Farbe,es heißt zwar, die Kinder können aus normalen Bechern trinken, was auch sicherlich bei "Dauertrinkern" besser für die Zähne ist, aber besondere Situationen erfordern halt besondere Mittel. Very Happy
Da fällt mir gerade ein, liegt es vielleicht am Becher als solchem? Manche Kinder brauchen lange, um sich das Fläschchen abzugewöhnen, dann gib' ihr halt die Zeit...
Vielleicht helfen dir diese einfachen Tips ja schon weiter!

Liebe Grüße,

Claudia

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Claudia, Bj. '64, mit Rebecca, * '96, Asperger, HB, ADHS, Asthma, und Melissa, * '00, Asthma
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Ursula H.
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Beiträge: 130

BeitragVerfasst am: 30.09.2007, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,
unser Sohn ist jetzt auch ein Jahr, und hat auch Probleme mit der Verdauung.
Vermehrt festen Stuhl hat er, wenn in seinen Mittagsgläschen viel Möhren drin sind, denn die stopfen.
Außer seiner Milchflasche nimmt er auch kaum Föüssigkeit zu sich.
Da ich der Meinung bin das ich ihn ansonsten ausgewogen ernähre, mache ich ihm seine Milch bei Bedarf einfach etwas dünner, einfach 1,5 Löffel weniger Pulver hinein.
Um ihn den Stuhlgang zu erleichtern, wenn er zu feste drücken muss, und es nicht richtig kommt, rege ich den Darm etwas mit dem Thermometer an. Dann kann er auch leichter machen, und er ist danach sichtlich erleichtert und fröhlich.
Wenn du der Meinung bist das die Verstopfung nicht von der Nahrung kommt, kann das auch durch einen Infekt sein.
Ein Darminfekt äußert sich nicht immer nur durch Durchfall, sondern kann auch Verstopfung herforrufen.

Schöne Grüße
Ursula H.
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AnjaH
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BeitragVerfasst am: 01.10.2007, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Und bitte keine 1,5% MIlch. Kinder brauchen das Fett aus der Milch noch. Und wenn du Vollmilch gibst nur maximal 500ml am Tag...
Milch ist eine Nahrung keine Flüssigkeit.

Als Flüssigkeit würde nur eine PRE Milch zählen. Ach ja Milchzucker verstärkt das Problem noch.


Laß mal alles stopfende wie Kartoffeln, Karotten, Bananen ect weg, mach mehr Flüssigkeite ins Essen und schau mal ob du ihr das Milchfläschen mit Fencheltee statt mit Wasser anrühren kannst

_________________
LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
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Anja29
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BeitragVerfasst am: 01.10.2007, 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo AnjaH,

danke für deine Nachricht. Eine Frage habe ich an dich: Warum verstärkt Milchzucker das Problem mit dem harten Stuhl? Der Kinderarzt hat es mir extra gegen harten Stuhl verschrieben!!

Weißt du woher das Problem kommt? Einfach nur wenig Flüssigkeit?

Heute hat meine Tochter ca 500 ml Flüssigkeit getrunken. 200 ml zusätzlich Milch Beba 2. Im Essen habe ich schon mehr Wasser hiinzugerüht.

Danke für deine Antwort!
LG
ebenfalls Anja
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claudia64
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BeitragVerfasst am: 01.10.2007, 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo anjaH,

habe jetzt extra noch mal auf der Seite vom Forschungsinstitiut für Kinderernährung nachgeschaut, ob ich mich da mit meiner Empfehlung für 1,5% Milch für 1-3 jährige so vertan habe.

icon_thumright.gif Habe ich nicht...

Kannst du nachlesen auf der genannten Seite, unter "Wissenswertes", Kleinkindermilchgetränke.

Generell war die Empfehlung, dem Kind ein 2.Fläschchen zu geben,auch nur als "1. Hilfe" gedacht.
Milch ist ein Nahrungsmittel,da hast du Recht. Saft aber auch.

@Anja:
habe gerade auch gesehen, das es eine Broschüre für die Ernährung von behinderten Kindern gibt, muß man bestellen(kostet was). da gibt es auch ein Kapitel über chronische Verstopfung drin.
Und zum Thema Milchzucker: der ist prima gegen Verstopfung, sofern dein Kind ihn verträgt. Es gibt aber immer mehr Menschen auch hierzuland (Asiaten haben es fast alle), die an einer Lactose (=MIlchzucker-) -Intoleranz leiden. Da kann man dann sämtliche Verdauungsbeschwerden kriegen, Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen, und auch Verstopfung. So ist das. Aber die meisten Menschen vertragen es halt, und da führt es leicht ab.

LG, Claudia

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Laila
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BeitragVerfasst am: 01.10.2007, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo claudia64,

da liegst du komplett richtig! Sofern Kinder Milchzucker vertragen ist es in Ordnung und bei Kleinkindern darf man ausnahmsweise auch die Messanleitung der Milch abwandeln.

Wenn es nicht sein muss natürlich nicht, aber dagegen ist nichts einzuwenden.

Laila
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AnjaH
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BeitragVerfasst am: 02.10.2007, 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

Also erstmal zum Milchzucker

Zitat:
Milchzuckerzugabe hat folgende unerwünschte Nebeneffekte:
1 TL Milchzucker fasst 3 g = plus 12 kcal
Die Milch schmeckt süßer -> Süßtrimmung
Das ganze führt zu Blähungen, Darmgase werden gebildet.
Milchzucker entzieht dem Darm Wasser -> verlagert es in die zu verdauende Masse und das ergibt weichen bis spritzenden Stuhl. Man nimmt dem Kind nicht die Blähungen, sondern verstärkt sie, bis das Baby schier explodiert.
Ausserdem macht er dick!

Auch die Hersteller von Milchzucker weisen darauf hin, dass die Milchzuckerzugabe zur Flaschenmilch sich auf Frischmilchflaschen bezieht.
Und umgekehrt weisen die Babynahrungshersteller auf jedem Päckchen darauf hin, dass NICHTS den Fertignahrungen zugegeben werden soll - und die Dosierungsanweisung exakt beachtet wird.

Früher als die Muttermilch bei nicht gestillten Babys durch Halbmilch oder Zweidrittelmilch (von der Kuh) ersetzt wurde - wurde diese Kuhmilch-Wasser-Mischung u. a. auch mit Milchzuckerzusatz aufgewertet.
Wurde kein Milchzucker zugesetzt, waren die Babys zum einen mit Kalorien völlig unterversorgt, und die positiven Effekte des Milchzuckers, wie Einfluss auf die Darmperistaltik, Keimbesiedelung und die Weichheit des Stuhlgangs blieben ebenso aus. Eine Art von Mangelernährung war die Folge.
Wenn man diesen Hintergrund kennt ist es nicht verwunderlich, das vorzugsweise Kinderärzte, ältere Hebammen und unsere Großmütter und Mütter den Einsatz von Milchzucker gut heißen, ja sogar dafür plädieren! Er war bei der Frischmilchflaschenernährung einfach wichtig gewesen.


Der Aufbau der Muttermilch sieht folgendermaßen aus:
Pro 100 ml kommen 7 g Kohlehydrate. Davon sind 90 % Milchzucker, der Rest sind prebiotisch wirkende Oligosaccharide, die auch mit zum Milchzucker gezählt wurden.

Milchzucker wird Laktose genannt. Um die Laktose zu verdauen brauchen wir ein Enzym mit dem Namen Laktase. Diese Laktaseaktivität ist erst zur 37. Schwangerschaftswoche ausgebildet.
Daher brauchen Frühgeborene eine ganz spezielle Pre Nahrung, da sie die normale Pre nicht verdauen können.
Auch am Termin geborene Säuglinge haben manchmal einen Laktasemangel und reagieren infolge dessen auf diesen hohen Laktoseanteil. -> 3 Monatskoliken.

Ein gesundes, reifgeborenes Kind welches gestillt wird, hat in der Regel eine ausreichende Laktaseaktivität - problemloser Stuhlgang, Winde die ohne Schmerzen oder Krämpfe abgehen. Die Laktaseaktivität ist auf das natürliche "Produkt" Muttermilch mengenmäßig eingestellt.

Wird nun Milchzucker z.B. über Tee zusätzlich verabreicht, ist es fraglich, ob die Laktaseaktivität auch diese (unnatürlich) zugeführten Mengen spalten kann.
Soll der Milchzucker wegen Blähungen gegeben werden, wird genau das Gegenteil erreicht. Blähungen werden durch Milchzucker geschürt! Siehe oben, es entstehen Darmgase!
Quelle: WHO


Das ist das was die WHO dazu schreibt.

Dann zum Forschungsinstitut für Kinderernährung:
Dieses Institut ist leider nicht unabhängig sondern arbeitet für die Kinderlebensmittelindustrie und für HErsteller von Säuglingsnahrung. Heißt sie bekommen ihr Geld aus der Industrie und werden den Teufel tun irgenwas zu empfehlen was gegen ihre Geldgeber spricht.

Ich halte mich deshalb lieber an die Empfehlungen der WHO. Das ist eine weltweit arbeitende wirklich unabhängige Organisation die keinerlei finanzielle interessen vertritt.

Und dort ist ganz klar zu lesen das man Kinder nicht mit Fettreduzierten Lebensmitteln ernähren soll.
Außerdem soll eben der Anteil von Milchprodukten nicht mehr als 500g/ml am Tag betragen da der Eiweißanteil bei einer größeren Menge ungesund für die NIeren wird.

Aber das empfiehlt sogar das Forschungsinstitut... Wink

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LG
Anja+ Felix
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Anja29
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BeitragVerfasst am: 02.10.2007, 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für all eure Antworten:
Zusammenfassend sehe ich nun, dass es besser ist Movicol zu geben als Milchzucker. Milchzucker hat sowieso nie funktioniert und meine Kleine hat auch immer Bauchweh und Blähungen bekommen! Obwohl der Arzt immer sagt, bei Milchzucker gibt es keine Nebenwirkungen!!

Ich werde meinen Plan so fortsetzen: die Cranio-Sacral-Therapie fertig machen, wenn das nichts hilft, dann werde ich auf Movicol umsteigen. Angeblich ist bei diesem Medikament erst nach 3 Monaten ein Erfolg zu sehen. War das bei euch auch so?

Zusätzlich werde ich schauen, dass meine Kleine genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Im Brei mehr Wasser, Kompott und zum Trinken genügend anbieten. Werde ihr unter Weintrauben auch anderes Obst geben und hin und wieder werde ich ihr Wasser mit Traubensaft mischen. Irgendwann muss der Stuhl doch weicher werden!!

Ich hoffe, dass es bald vorbei ist. Meine Kleine tut mir schon so leid!!

Ganz liebe Grüße
Anja
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Elisabeth
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BeitragVerfasst am: 02.10.2007, 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,

nur mal nebenbei - und zugegebenermaßen "out of topic":
Woher beziehst du deine Infos über Ernährung von Kindern der WHO? Gibt es da eine I-net-Seite? Oder eine Broschüre?

Ich bin sehr interessiert daran, solche Infos zu haben, weil ich immer an der Ernährung meines Sohnes "basteln" muss und natürlich bestrebt bin, das alles so gesund und ausgewogen wir möglich zu machen.
Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße,
Elisabeth

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