Verfasst am: 16.09.2007, 08:47 Titel: Kein Brei vom Papa
Hallo,
unsere Nele isst nun mittags und abends ihren Brei. War ziemliches Theater am Anfang, doch nun klappt es recht gut. Allerdings isst sie ihn nur von mir. Die Flasche darf ihr Papa ihr geben aber bei Brei hört es auf.
Er ist ziemlich traurig darüber. Dabei verstehen die zwei sich so toll. Wenn sie bei mir rumzickt und er rein kommt, fängt sie an zu lächeln und ist das liebste Baby der Welt. Wir haben schon überlegt, dass er sie mittags versucht zu füttern und ich geh raus. Nur was passiert, wenn sie trotzdem nichts isst? Ich weiss auch nicht. Kennt ihr sowas auch?
L.G. von einer etwas ratlosen Beate _________________ Nele 17.12.06; FG 28/0 SSW, schwere Asphyxie unter d. Geburt, Atemnotsyndrom, Hirnblutung 3° bds., HC mit VP-Shunt 4/07, Revision 12/11
Hallo,,
lach, das kenne ich auch. Bis unsere Kleine 18 Monate war, hat sie sich strickt geweigerttvom Papa irgendetwas zu essen oder zu trinken zu nehmen. Es war nichts zu machen. Wenn ich nicht da war, trank sie 10ml Milch oder aß einen halben Löffel Brei um nicht zu verhungern, nach dem 3. oder 4. Versuch seitens Papa. Erst als mit 19 Monaten eine schwere Erkältung hatte, änderte sich das von heute auf morgen. Als sie wieder Gesund war ließ sie sich von Papa füttern als ob nie was gewesen wäre. Konnte dir zwar jetzt nicht helfen aber du siehst das Problem haben auch andere gehabt. LG Ina _________________ Dana geb.1994, HFA- Autistin, Sehbehindert 20% Sehkraft mit imlant. Kunstlisen bds),kombinierte beidseitige Schwerhörigkeit (auf einem Ohr taub)
Mara geb.1997, Aortaerweiterung d. Herzklappenfehlbildung, ADHS
Hallo Beate,
bei uns war das auch so. Ich war für eines, Michael für anderes gut.
Später war es so, dass sie bei uns nicht essen wollte, dafür super trank, im Kiga das Trinken weinend verweigerte, aber supergut aß. Ich denke, das sind Phasen, die man einfach akzeptieren muss.
In den schlimmsten Zeiten, als wir um jedes Mililiterchen kämpfen mussten, hat Jana bei uns den größten Zirkus gemacht. Dann kam meine Mutter, hat die Flasche angesetzt und Jana hat sie in einem Zug leer getrunken. Gibt die Oma heute die Flasche, spielt Jana mit ihr rum, als wolle sie sagen, Oma, du bist doch zum Spielen da, nicht zum Trinken.
Lasst Eurem Kind Zeit, du kannst nichts erzwingen. Ich würde es so versuchen, wie du es beschrieben hast. Eine Zeit vor dem Essen rausgehen, damit Nele merkt, dass nur der Papa da ist und wenn sie dann 1 x nicht isst, ist das o.k. so. Vielleicht kriegt sie es dann geregelt, dass auch der Papa lecker Brei füttern kann. Wenn du dann nach dem erfolglosen Versuch deines Mannes doch da bist und fütterst, weiß sie ja sofort, dass es auch so geht. Dass du immer da bist, wenn sie Hunger hat.
Viel Spaß beim Ausprobieren und macht es Euch nicht zu schwer.
LG
Petra _________________ Petra, Michael, Jana (02.02.01 - 14.01.09) Hirntumor + -infarkte, Neurofibromatose Typ 1, Makrocephalie, Epilepsie, Verlust rechtes Auge mit 1,5 Jahren wg. Glaukom, spastische Hemiparese links, Hirnatrophie. Fotos unter http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=9824 + http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=4282
Jaja - das kommt mir sehr bekannt vor!
Unser Matthias kann das auch!
Er ist ja inzwischen viereinhalb Jahre alt, aber es hat als er noch ein Baby war ewig gedauert, bis er aus der Flasche trank.
Als es dann endlich einigermaßen funktionierte, klappte es am Anfang auch nur bei mir.
Er lernte bei mir aus der Flasche zu trinken, und es war, als ob er es mit einer anderen Person auch erst lernen musste.
Mit der Zeit klappte es dann aber schon bei anderen auch, aber es ist noch immer so, dass er gewisse Dinge am liebsten bei gewissen Personen macht.
Z. B. trinkt er noch immer sehr schlecht bei seinem Papa, manchmal überhaupt nicht. Das Essen mit Papa geht einigermaßen, aber am liebsten möchte Matthias mit ihm raufen oder spielen.
Wenn er seinen Papa sieht, jammert Matthias so lange, bis er zu ihm kommt und sich mit ihm beschäftigt oder spielt.
Das kann manchmal sehr anstrengend sein!!!
Ich würde es so versuchen, dass du rausgehst, vielleicht schon etwas früher, und Nele dich gar nicht erst sieht.
Dann kann ihr Papa ja versuchen mit ihr zu essen. Ich denke es wird vielleicht nicht gleich auf Anhieb klappen, aber wenn ihr es immer wieder versucht, akzeptiert sie es vielleicht mal.
Übrigens macht Matthias das auch, wenn er bei mir rumzickt, dass er sich freut wenn sein Papa reinkommt, oder auch umgekehrt .
na beruhigend dass wir mit diesem Problem nicht alleine dastehen. Irgendwie lustig. Warum machen die Kleinen das bloß. Na wir werden dran bleiben. Bin gespannt wann sich das einrenkt.
Ich hoffe es dauert nicht auch Monate.
L.G. Beate _________________ Nele 17.12.06; FG 28/0 SSW, schwere Asphyxie unter d. Geburt, Atemnotsyndrom, Hirnblutung 3° bds., HC mit VP-Shunt 4/07, Revision 12/11
Laß ihr doch einfach Zeit. Auch mit dem Brei hat sie doch Zeit. Da muß man sich doch nicht stressen und Theater haben.
Wer nicht will der muß nicht. Ich denke je entspannter man das ganze angeht desto besser ist das.. _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
Hallo Beate,
kann mich den obigen posting nur anschließen - unsere Kinder brauchen für alles etwas mehr Zeit, das ist nun mal leider so.....
Das wird schon noch !!
nur mal als Info.
Wir haben es hinbekommen. Sie isst jetzt von Micha als wäre nichts gewesen.
Wir haben es einfach mit viel Geduld weiter probiert und siehe da es klappt.
Klar hat sie auch mal geweint, weil sie eben einfach nicht wollte, aber mit gut zureden und einfach auch mal 5 Min. bocken lassen funktioniert es nun.
Bin ganz schön erleichtert. Der Mittwochabend ist nämlich mein Handballabend und den kann ich jetzt wieder genießen ohne immer an zu Hause zu denken. Vielleicht bißchen egoistisch, aber ich brauch diesen Abend für mich.
L.G. Beate _________________ Nele 17.12.06; FG 28/0 SSW, schwere Asphyxie unter d. Geburt, Atemnotsyndrom, Hirnblutung 3° bds., HC mit VP-Shunt 4/07, Revision 12/11
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