Verfasst am: 13.09.2007, 11:37 Titel: Sind das die Folgen des Turbo-Abi (statt 13 in 12 Jahren)?
Hallo Ihr Zusammen,
mich hat im Moment was das Thema Schule betrifft doch ziemlich
die Schreibwut gepackt, weil es auch meinen großen Sohn betrifft.
Ich stelle einige Sachen fest, muß aber nicht damit zusammenhängen:
z. B in unserem Kindergarten ist das letzte Kiga-Jahr VORSCHULE ge-
worden. Ich habe festgestellt, daß die Kinder ganz intensiv auf die
Schule vorbereitet werden z. B einfache Rechnenaufgaben, viel Mal-
und Bastelarbeiten, einfache Schreibübungen (Schwünge). Das hat
mein Sohn Jan 11/98 auch mitgemacht. Es wurde sogar spielerisch
Englisch gelernt (eine Mutter hat später in der 1. und 2. Klasse mit
unseren Kindern eine Stunde pro Woche mit ihnen weiter spielerisch
Englisch weitergemacht, damit nicht alles verloren ging, ab der 3.
Klasse haben sie soundso Englisch als Fach). Ich kann mich nur an
meine Schulzeit erinnern, ich bin übrigens nie in einen Kindergarten
gegangen, in der 1. Klasse habe ich die Sachen gemacht, die Jan
im Kindergarten hatte)
1. und 2. Klasse Schreiblehrgang Druck- bzw Vereinfachte Ausgangs-
schrift. Ist zwar nicht schlecht, aber so etwas gab es bei uns nicht
zu meiner Zeit. Ich habe entweder von meinem Eltern bzw. in der
ersten Klasse vielleicht nebenbei die Druckschrift gelernt. Bei
uns war es die lateinische Ausgangsschrift. Ich habe in der zweiten
Klasse in Sachunterricht, Deutsch (Diktate u. ganz einfache Auf-
sätze), Mathe und einige andere Fächer schon Noten bekommen.
Wir mußten einiges mehr tun als jetzt (wir bekamen ab der 2.
Klasse schon Noten). 2. Klasse ist auf Jans Schule immer noch
Schongang.
Aber jetzt ab der 3. Klasse setzen sie jetzt ganz gewaltig an. Ja
das muß wohl heute so sein. Gleich 6 Stunden mehr auf dem
Plan, mehr Hausaufgaben machen. Jetzt müssen die Kinder
richtig am Riemen reißen, um in der 4. Schulklasse gute Schul-
empfehlung zu bekommen.
Ich frage mich allerdings, warum man nicht schon in der 2. Klasse
damit angefangen hat langsam die Stundenzahl zu erhöhen z.B
2. Klasse 3 Stunden mehr als die 1. Klasse. Ich denke, daß ist
nicht so schlimm, als plötzlich 6 Stunden mehr. So etwas
gab es zu unser Zeit nicht, ich finde wir hatten vernünftige und
etwas langsamere Steigerung der Stundenzahl gehabt. Und
wir haben in der 2. Klasse mehr gelernt.
Erst Schongang dann die große Leistungskeule? Ist das der
Weg zum ABi in 12 Jahren? Oder bin ich nicht mehr auf den
laufenden oder bilde ich mir das alles nur ein?
PS: Ich bin vor über 35 Jahren zur Grundschule gegangen, damals
ging man nach der 4. Klasse aufs Gymn. oder Beobachtungsstufe,
nach der 6. Klasse dann Gymn., Real od. Hauptschule. In Nieder-
sachsen gibte es seit Jahren keine Orientierungsstufe mehr, nach
der 4 Klasse wird entschieden.
Vielleicht könnt Ihr mir was dazu sagen in Puncto Grundschule.
mein Sohn ist jetzt auch in der 3. Klasse und ich muss auch sagen,dass es richtig anstrengend geworden ist!!!
Er kommt an 3 Tagen um 14.00 und an den anderen beiden Tagen um 13.15 nach Hause.Das bedeutet 28 Stunden Unterricht!!!Die Hausaufgaben sind sehr viel,er sitzt immer 1-1,5 Stunden dra und er ist Klassenbester!Andere kinder sitzen da doppelt so lang dran.Wir müssen auch üben,das kommt noch dazu,er ist momentan freitags immer völlig platt von der Woche!!
Natürlich sollen die kids auch was lernen,aber er hatte in der 2. Klasse nur 20 Unterrichtsstunden und nu direkt 8 mehr
Alles wird benotet!Bei mir war das früher auch noch nicht so!!!!
LG
Alex _________________ Alexandra mit 2 Jungs (13 und 10 Jahre) und Pflegekind (8 Jahre), FAS Syndrom,geistig behindert,Schlafstörung,Zöliakie,Essstörung.Und ab und zu ein kleiner wirbelwind in Bereitschaftspflege
Das sind die Folgen von PISA und nicht die des normalen Abis nach 12 Jahren. Die deutschen Kinder sind älter und viel weniger gebildet als fast alle anderen Kinder. Und dagegen wird endlich etwas getan, mit Vorschule, früherer Einschulung und einem entsprechenden Leistungskatalog. Dass dies alles zu schaffen ist, zeigen andere Länder, die Kinder dort sind ja bei weitem nicht neurotische Lernroboter! Das sind fröhliche, normale Kinder. Während früher die Förderung allein vom Elternhaus abhing, die Eliten aber immer mehr schwinden, sind sie jetzt auf den Trichter gekommen, dass sie über die Masse besser werden müssen, sonst werden die Zahlen der Schulabbrecher und Lebensversager immer größer, mal vereinfacht gesagt.
Dass sie die 13. Klasse endlich abgeschafft haben, finde ich prima. Die 11. Klasse war eine reine Wiederholungsklasse, ich habe sie übersprungen und die Zeit statt dessen im Ausland verbracht. Wie die meisten guten Schüler bei uns. Ich kam mit einem Schulabschluss aus den USA zurück und musste in Deutschland noch zwei Jahre zur Schule gehen. Total verschwendete Zeit!
Eine normale Schulbildung als "Turbo" zu bezeichnen, nur weil sie international angepasst wird, finde ich völlig übertrieben. Dass sie mehr Stunden in der Oberstufe haben, ebenfalls, ich habe Stunden um Stunden in irgendwelchen Aufenthaltsräumen verwartet. Ich hätte mich gefreut, wenn das schreckliche Kurssystem anspruchsvoller gewesen wäre. Das setzt sich ja an der Uni fort, wo dann etliche Studis ihr Leben weiter vertrödeln, weil sie Bildung und Wissen gar nicht als Wert erkennen, sondern nur auf die Marker schauen, also die Zensuren, und sich nicht von sich aus bilden. Das habe ich immer als schrecklich empfunden (und die mich vermutlich als Streber).
Und der 3. Punkt: Das ist den Kindern alles zuzumuten!!! In anderen Ländern gehen sie viel länger zur Schule als bei uns, und sie machen Schularbeiten und Sport und so weiter gleich dort, so dass man als Frau sogar die Chance hat, einen vernünftigen Job im Berufsleben zu machen. Wenn die Kinder also die Vormittagsschule als Stress empfinden, dann doch nur deshalb, weil die Erwartungshaltung von Zuhause zu groß ist.
Ich kann die ganze Diskussion in Deutschland nicht nachvollziehen. Was ist schlimm daran, dass man sich anstrengen muss? Nur die Dinge, die man sich erarbeitet, haben doch wirklich Wert. Gleichzeitig begreife ich nicht, warum Zensuren von Eltern so überbewertet werden. Mich interessiert bei meinen Kindern, ob sie die Dinge VERSTANDEN haben, ob sie in der Lage waren, sich dies selbst ANZUEIGNEN - Zensuren interessieren doch im späteren Leben sowieso keinen Menschen mehr, es zählt allein die Fähigkeit zu denken. Und ob man die in täglich fünf oder sechs Stunden erwirbt - ist das nicht, aufs Leben gesehen, ziemlich gleichgültig?
Wenn man selber locker bleibt bei diesen Dingen, außerdem selbst gern neue Dinge lernt, nützt man den Kindern mittelfristig und langfristig am meisten.
Hallo,
meine Tochter ist jetzt in der 2. Klasse und sie hat jetzt schon 25 Stunden auch hatte sie in der 1. Klasse schon ziemlich viel auf.
Es stimmt schon was Barbara sagt, aber ich finde, man hätte erst mal das Schulsystem komplett verändern müssen. Es kann nicht sein, dass die 5Jährigen schon in die Schule müssen (in Bayern ist Stichtag der 30. September und nächstes Jahr dann schon der 31. Oktober) aber das Schulsystem bleibt wie vor 30 Jahren. Natürlich müssen wir international konkurrenzfähig bleiben aber dann muß unser Schulsystem auch dementsprechend geändert werden. Hier wird das Pferd immer von hinten auf gezogen.
Die Mutter von der besten Freundin meiner Tochter ist Schwedin. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sie sich über unser deutsches Schulsystem aufregt. Und sie hat Recht! Auf der einen Seite sollen Ganztagsschulen angeboten werden, aber es werden keine neuen Lehrer eingestellt und die Schulen bekommen auch nicht genügend Geld, um es gescheit aufzuziehen. Diese Ganztagsschulen werden oft nur Aufbewahrungstellen, da das Geld fehlt, um eine gebundene Ganztagsschule auf zu bauen.
Man hat einfach gepennt und den Zug verpasst. Man hätte vor 10 Jahren schon anfangen müssen, das Schulsystem langsam zu reformieren und dann hätte alles andere heute auch einen Sinn.
Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben aber wenn man ein mal dabei ist...
LG
Barbara _________________ Max, *1-2003, Polymicrogyrie links mit daraus resultierender Hemiparese rechts und fokale Epilepsie, rezeptive und expressive Sprachentwicklungsstörung
Carla-Maria *3-2000, 36 SW.; 1930g, 44cm - ADHS
ich kann deine positive Einstellung gegenüber der Reformwut der Politiker nicht wirklich teilen:
Zitat:
Und dagegen wird endlich etwas getan, mit Vorschule, früherer Einschulung und einem entsprechenden Leistungskatalog.
Viele der heute früher eingeschulten Kinder sind aus entwicklungspsychologischer Sicht schon ohne Behinderung nicht in der Lage, die Schule, so wie sie mehrheitlich in Deutschland abläuft, erfolgreich zu überstehen, denn anders, als in den als Vorbild für die frühe Einschulung immer zitierten Ländern findet in Deutschland Schule bereits ab Einschulung statt, während andere Länder dies zwar als Schule bezeichnen, es sich aber tatsächlich eher um Vorklassen oder gar Kindergarten handelt. Was soll es denn einem Fünfjährigen bringen, der im herkömmlichen Sinne zwar nicht schulreif ist, aber dennoch nach dem Willen der Politiker eingeschult wird und den Schulstar gleich als Misserfolg erlebt, weil er bereits die erste Klasse wiederholen muss? Dann dem Kind zu helfen, ein positves Selbstkonzept aufzubauen, dürfte auch für Fachleute ziemlich schwierig werden.
Zitat:
Dass sie die 13. Klasse endlich abgeschafft haben, finde ich prima. Die 11. Klasse war eine reine Wiederholungsklasse, ich habe sie übersprungen und die Zeit statt dessen im Ausland verbracht. Wie die meisten guten Schüler bei uns. Ich kam mit einem Schulabschluss aus den USA zurück und musste in Deutschland noch zwei Jahre zur Schule gehen. Total verschwendete Zeit!
Sicher ist das derzeitge Schulsystem für hochbegabte Kinder ein Ort der großen Langeweile. Ich weiß auch, dass es durchaus noch nicht ausreichend Schulen gibt, die Hochbegabung wirklich fördern können. Aber es gibt doch nicht nur Hochbegabte. Der ganz normale Schüler benötigt die 11. Klasse um nachzuholen, was durch den enormen Unterrichtsausfall (in der Schule meiner Tochter durchschnittlich 40 %) in den früheren Schuljahren versäumt wurde. Und in immer kürzerer Zeit immer mehr (Fakten)-Wissen in die Schülerköpfe zu stopfen, kann nicht zu einer Verbesserung der Fähigkeiten und Fertigkeiten führen.
Zitat:
Gleichzeitig begreife ich nicht, warum Zensuren von Eltern so überbewertet werden. Mich interessiert bei meinen Kindern, ob sie die Dinge VERSTANDEN haben, ob sie in der Lage waren, sich dies selbst ANZUEIGNEN - Zensuren interessieren doch im späteren Leben sowieso keinen Menschen mehr, es zählt allein die Fähigkeit zu denken.
Nicht die Eltern, sondern die Schule bewertet die Zensuren über. Nach den Zensuren, und nicht nach dem Wissen oder gar dem Verstanden-Haben wird entschieden, welche Empfehlung die Kinder für die weiterführende Schule erhalten. Und die Zahl nach dem Komma in der Abi-Note entscheidet darüber, ob und welchen Studienplatz man erhält. Bei einer späteren Einstellung im öffentlichen Dienst haben nur die eine Chance, die mit guten Noten aufwarten können, egal, wie die zustande gekommen sind.
Und zum Schluss: Andrea hat sich lediglich darüber beschwert, dass der Sprung von der zweiten zur dritten Klasse so groß ist. Sie hast sich lediglich gefragt, ob man die Anforderungen nicht langsam erhöhen kann, wenn man denn das Ziel "Turbo"-Abi erreichen will. Und ich finde, diese Frage ist berechtigt.
Viele Grüße _________________ Kaja mit Sohn (2003) - Mikrodeletion 8p23.1 (u. a. Herzrhythmusstörung, Epilepsie, Apnoen (Monitor), Entwicklungstörung im motorischen und sprachlichen Bereich), hochgradige Schwerhörigkeit, HFA, div. Nahrungsmittelallergien, ehemaliges Frühgeborenes (30. SSW)
ich denke der größte Hemmschuh für richtiges Lernen ist die soge-
nannte Halbtagsschule. Hausaufgaben müssen zu Hause erledigt werden,
in der Ganztagsschule hat man die Möglichkeit sie dort zu machen,
Lehrer helfen dabei den Lösungsweg zu finden, haben also auch die
fachliche Kompetenz. Eine richtig gute Ganztagsschule hat auch Freizeit-
angebote. Man kann nach dem eigentlichen Unterricht mit seinen Mit-
schüler lernen und spielen. AG werden angeboten.
Aber da sind wir noch weit weg von. Unsere Kinder setzen nach Schul-
schluß an den Hausaufgaben, als Eltern gibt man sein bestes, wenn
es Hilfe brauch. Gegen Hausaufgaben ist ja auch nichts einzuwenden,
aber irgendwann kommt dann der Punkt, als Eltern wissen wir da
auch nicht mehr weiter, besonders bei weiterführenden Schulen. Was
machen denn bildungsfremde Eltern? Solche Kinder haben es ja
noch schwerer.
Ich merke ja schon bei meinem Sohn Jan, der die 3. Klasse be-
sucht, schnell mal eben Hausaufgaben machen ist nicht. Es dauert
daß ist ebenso, manchmal 1,5 Stunden und da müssen wir durch.
Ich sitze selten daneben, Jan macht sie selbständig. Aber er brauch
dann doch mal Rat. Die jetzt 6 Stunden mehr haben auch noch
mehr Auswirkung auf das Familienleben. Von einigen Mitschülern
weiß ich, daß sie ihren Vereinssport eingestellt haben, weil sie
nach ihrer freiwilligen AG und nach mindestens 1 Stunde Hausauf-
gaben keine Zeit mehr dafür haben (liegt einfach daran, die
Trainingszeiten sind zwischen 14:30 und 15:30 Uhr, Vereine
passen sich schlecht an). In der Ganztagsschule hat man dieses
Problem nicht, Sport läuft als Nachmittagsangebot. Es ist wirklich so,
Nachmittags nimmt man sich nichts mehr vor, wenn wird es spontan
gemacht. Normale Untersuchungstermine z. B bei Zahnärzten wird
in die Ferien verschoben. Man muß wegen Schule soundso auf
Überraschungen gefaßt sein. Der einzigste Lichtblick ist der
pädagogischer Mittagstisch, organisiert von Eltern, bis 16:00 Uhr.
Dort gibt es Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und ein bißchen
Programm. Das ist zwar ergänzend, aber kein Nachmittagsschul-
progamm. Das einzigste was bei Halbtags- und Ganztagsschule
gleichbleibt, lernen für Klassenarbeiten, Referate vorbereiten nach
der Schule und das ist auch ok.
Ich nehme es so hin wie es ist mit der Halbtagsschule. Den Nach-
mittagsunterricht machen wir zu Hause als Eltern als Nachhilfe-
lehrer so gut wir können. Aber das hat in Deutschland wohl Tradi-
tion und so schnell wird sich daran nichts ändern. Für berufstätige
Eltern ist das so und so ein Spagatakt. Ein Hort und ein pädagogischer
Mittagstisch ist ergänzend, mehr nicht, was schulisches Lernen anbe-
trifft. Es liegt einfach daran, daß an der Schulbildung immer noch
gespart wird und das ist bitter, weil zuwenig Schulen in Ganztags-
einrichtungen umgewandelt werden. In Europa alles bis auf wenige
Ausnahmen Ganztagsschule eine Selbstverständlichkeit, nur in
Deutschland und ganz wenigen anderen Ländern nicht
in der DDR gab es das ABi immer nach 12 Jahren Schule und nicht nach 13 Jahren. Und das Bildungsprogramm welches jetzt neu "erfunden" wird für die Vorschule hatten wir ( die alten DDR Bürger) schon lange. Hätten die Politeiker nach der Wende einfach das Politische weggelassen, wäre das ein fast idealer Bildungsplan gewesen.
Das ändert aber nichts an der tatsache, dass es mehrere Meinungen gibt, dass die 3. Klasse plötzlich ein enormen Druck ausübt auf die vorher behüteteren Kinder. Das muss schleunigst geändert werden.
Meine Tochter hat jetzt ( 2 Wochen nach der Einschulung) immer noch Kennenlerntage. Da frage ich mich, ob wir noch im KIGA sind.
LG
Doreen _________________ Charlotte, 16.08.2000, ehem. Frühchen 31.SSW und Friederike, 15.07.2004. extrem. Frühgeb. in der 24.SSW (720g., 33 cm), nach Hirnmittellinienzyste HC, shuntversorgt , entwicklungsverz., sehbehindert, Minderwuchs, Balkenagenesie Meine Galerie
Anmeldedatum: 07.09.2007 Beiträge: 203
Wohnort: Eifel Nähe Monschau
Verfasst am: 14.09.2007, 11:15 Titel:
Was soll die Diskussion bezwecken? Unser Schulsystem ist total marode und die sogenannten Reformen sind nur notdürftigstes Flickwerk. Die die Reformen beschließen haben sowieso das Geld ihre Kinder bzw. Enkel auf Privatschulen zu schicken. Ich habe 5 Kinder und habe schon eine Menge erlebt in Schulen. Die Krönung ist meine Tochter mit Down Syndrom darf nicht lesen und schreiben lernen bzw. nicht zu viel, sonst ist sie später in der Werkstatt aufsässig. Gut wir bringen es ihr selbst bei.
Warum gibt es an vielen Grundschulen keine Bücher mehr? Ich habe 2 Kinder in der 4. Klasse, die lernen nur durch Arbeitsblätter. Die Bücher die die 2 in der Grundschule gesehen haben kann ich an einer Hand abzählen.
Warum soll mein Kind in eine Ganztagsschule gehen, wenn dort kein Lehrer Nachmittags da ist. Unsere Hausaufgabenbetreuung bekommt die Arbeitsblätter mit den Lösungen, damit sie weiß was richtig ist.
Meine 11 jährige Tochter hat in den ersten 2,5 Grundschuljahren 10 verschiedene Lehrerinnen als Klassenleitung gehabt.
Ich möchte niemanden angreifen, mein Mann arbeitet selbst als Lehrer, aber es muß wirklich etwas passieren.
Wir als Eltern haben gar keine Mitbestimmung mehr, was mit unseren Kindern in der Schule geschieht.
Die meisten Lehrer sind auch nicht zufrieden mit diesem System, denn ihnen sind ja auch vielfach die Hände gebunden.
Das ist meine persönliche Meinung. Ich glaube ohne uns Eltern als Ersatzlehrer würde es gar nicht gehen.
Bis bald
Astrid _________________ Michael 1984, Angelina 1993 Down Syndrom Asthma und Neurodermitis, Rebecca 1994 Hochwuchs, Franziska 1996 und Viktoria 1998 fünfeinhalb Wochen zu früh und Grauer Star angeboren
Homepage Lernspiele astrid123.npage.de
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