Ich glaube nicht, daß es schwierig wird. Bis zum Schulwechsel haben sich die meisten Kinder doch sowieso eine Art eigene Handschrift zugelegt. Der Unterschied zwischen den einzelnen Kindern wird mindestens genauso groß sein, wie der zwischen den verschiedenen Anfangsschriften. Es ist ja kein andere Buchstabensatz sondern nur ein paar Schnörkel und Schleifen mehr oder weniger.
Naja, eine eigene Handschrift haben sie sich bis zum Schulwechsel nicht unbedingt zugelegt - weil sie nicht dürfen (war zumindest bei meinem Bruder und mir so). Wir mussten schreiben wie im Lehrbuch.
Ich habe noch die lateinische Ausgangsschrift gelernt (erst Schwungübungen, dann Schreibschrift, Druckschrift kam irgendwann im Lesebuch und durfte nicht geschrieben werden, Schreiben wurde auch nie geübt), mein Bruder hatte die VA (erst Druck-, dann Schreibschrift), weil die Lehrerin sich dafür entschieden hatte (die Parallelklasse hatte die LA). Meine Mutter regt sich bis heute auf, weil sie meint, mein Bruder hätte gar keine gescheite Schrift entwickeln können, weil die Grundlage fehlt. Und ich weiß von etlichen Gymnasiallehrern, die den ersten Schülern mit der VA Fehler angestrichen haben, bis sie erfahren haben, dass das jetzt in den Grundschulen gelehrt wird (also nicht aus bösem Willen, aber sie wären nie darauf gekommen, dass die Kinder das wirklich so gelernt haben).
Mich stört an der VA auch, dass es keinen richtigen Schreibfluss gibt (was sicher noch verstärkt wird, wenn man mit der Druckschrift anfängt - welches Kind mag noch entsprechende Übungen machen, wenn es eigentlich schon schreiben kann...), das e und auch das kleine s, denn wenn "se" undeutlich geschrieben wird, ist es sehr schwer zu lesen.
Ich habe im Laufe meiner Schul- und Studienzeit ja schon etliche Handschriften gesehen, aber ich habe den Eindruck, dass die Sauklauen im Durchschnitt bei der LA nicht so schlimm sind. Muss mal im Praktikum drauf achten
Hat jemand zufällig einen Link, wo man sich die Schulausgangsschrift anschauen kann? Ich find keinen... und eigentlich klingt das ganz interessant, ein paar Schnörkel kann man ja meinetwegen weglassen, aber ich finde die VA furchtbar. An die neue Rechtschreibung hab ich mich ja (weitestgehend) gewöhnt, aber mit der VA, die ich genauso lange kenne, hat das noch nicht funktioniert (sollte es aber wohl demnächst, da ja fast alle Kinder sie lernen...) _________________ Liebe Grüße, Elke
(Hashimoto, Depression, soziale Phobie mit selbstunsicher-vermeidenden Persönlichkeitszügen, V.a. Asperger...)
ich finde die VA unmöglich. So ein Chaos. Ich kann Tim noch nicht mal helfen, sie zu schreiben, muss jedes Mal selbst im Schreiblehrgang nachsehen, teilweise 3 mal, um es nachzuschreiben. Tim findet das lustig und meint da wäre er ja noch schneller. Aber Tim ist feinmotorisch auch etwas langsam und für ihn ist es ein Horror, wenn ich sage, heute bitte Schreiblehrgang machen. Wir dürfen das nämlich schön zuhause alleine mit den Kleinen machen, als Hausaufgabe haben wir den nämlich hier. Als Schulsekretärin eines Gymnasiums kann ich nur sagen, dass hier auch niemand begeistert von der VA ist, da man teilweise beim schnellen Schreiben die Buchstaben nicht mehr identifizieren kann.
das e und auch das kleine s, denn wenn "se" undeutlich geschrieben wird, ist es sehr schwer zu lesen
Genau, das sieht dann aus wie ein x in der LA und wenn in der VA z.B. ein "le"
nicht sauber geschrieben wird, sieht es aus wie ein "be". Sowas sind Hindernisse. _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
Ich hab gerade mal interessehalber bei www.lehrerforen.de nach "Schulausgangsschrift" gesucht - da sind die Meinungen sehr gespalten, Vor- und Nachteile werden aufgezählt und es wird als sehr wichtig angesehen, dass die Schrift ordentlich und korrekt geschrieben wird, weil man sie sonst kaum lesen kann... es ist auch ein Link da: Pro und Contra
Unten unter "Seminararbeiten" gibt es ein paar Erörterungen dazu, falls sich jemand von euch dafür interessiert, was so die Vorteile sind (sein sollen)
Auch habe ich eine treffende Charakterisierung gefunden: "krakelig"
Außerdem weiß ich jetzt, warum das e so (in meinen Augen) komisch geschrieben wird: Alle Kleinbuchstaben müssen auf der Mittellinie beginnen und enden (ohne Rücksicht auf Verluste ). Manche Lehrer ändern das auch und schreiben das "normale" e.
Die Reihenfolge Druckschrift -> Schreibschrift ist gewollt, da die VA der Druckschrift ähnelt und sich aus ihr entwickeln soll (bzw. für NRW heißt es z.B. nur, dass eine "verbundene Schrift" entwickelt werden soll, und die VA wird empfohlen). Irgendwie finde ich es ja sehr gewöhnungsbedürftig, dass aus einer Druckschrift heraus eine Schreibschrift entstehen soll, andersherum finde ich logischer _________________ Liebe Grüße, Elke
(Hashimoto, Depression, soziale Phobie mit selbstunsicher-vermeidenden Persönlichkeitszügen, V.a. Asperger...)
hier lernt man ja ständig was dazu . Ich hätte nie gedacht, daß ich mich mal so eingängig mit Schreibschriften beschäftigen werde.
Ich denke, daß die Reinfolge Druckschrift - Schreibschrift auf dem Lesen basiert. Der Kontakt zur Schrift läuft über das Lesen lernen - also in Druckschrift. Wenn die Kinder diese Schrift dann zunächst schreiben, verstehen sie auch, was sie da gerade tun - eben schreiben und nicht "malen".
Eine richtige Meinung dazu habe ich nicht. Frida (meine Tochter) hat recht schell und gut schreiben gelernt mit der Reihenfolge: Druckschrift (ca 1/4 Jahr) und dann Schulausgangsschrift. Bei Konrad wird es sicher nicht so einfach. Das liegt dann aber wahrscheinlich weniger an der Schriftart...
Interessierte Grüße
von Jule _________________ ... mit Konrad (*2002) - Frühchen (28+3 SSW), Epilepsie (V.a. Panayiotopoulos Syndrom) (anfallsfrei), Sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84.8), Zystennieren - daraus resultierender Bluthochdruck Unsere Vorstellung
ich war ehrlich gesagt sehr überascht,das in der SChule meiner Kids die LA gelehrt wird ab ca. der 3. Klasse.Anfangen tun die mit Druckschrift.Lara kommt das mit der LA ganz gut entgegen,da sie sich meine Schrift abschaut und ich ja auch nach der Lateinischen Ausgangsschrift schreiben gelernt habe.Leon tut sich jetzt schon mit der Druckschrift unheimlich schwer.Die VA finde ich vom aussehen her schon fürchterlich _________________ Liebe Grüße von Bettina(Rheuma,ADHS und andere Strickfehler)mit
L.J.(2/99) ADHS,V.a.Asperger Syndrom,Dyskalkulie
L.F.(4/00) ADHS,Abscencen, auditive Wahrnehmungsstörung
H.J.(9/02) ADHS,Infektasthma,Neurodermitis
P.K.(6/08)NF1 genetisch gesichert.Von der Entwicklung aber topfit
N.K.(7/10)
Mir geht es wie Bettina. Ich war auch überrascht, daß meine Tochter jetzt in der 2. Klasse die Lateinische Ausgangsschrift lernt. Mir persönlich sind die Schnörkel beim H und beim L ein Dorn im Auge. Die Schulausgangsschrift ist der LA ziemlich ähnlich, hat aber weniger Schnörkel.
Aber wahrscheinlich ist das alles nur eine Sache der Gewöhnung. Ich persönlich habe, da ich in der DDR aufgewachsen bin, die Schulausgangsschrift gelernt. Diese finde ich am besten. Die VA sieht komisch aus und die LA hat mir zuviele Schnörkel. Mal sehen wie meine Tochter, die feinmotorische Probleme hat, damit klar kommt.
Ich warte erst mal ab, vielleicht kann man ja bei den schwierigen verschnörkelten Buchstaben KOmpromisse in Anlehnung an die Schulausgangsschrift machen.
Wir brauchen wohl alle viel Geduld bis unsere Kiddies schön schreiben können.
Christiane
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