ich trags seit heute morgen mit mir rum, schlucke und schlucke und bekomme es nicht runter... heute früh hat die schule angerufen- wollte wissen ob max nun einen platz in altdorf hat... nein, hat er nicht, die warteliste ist ellenlang... wir brauchen den fahrdienst, den gibts aber nur in der ganztagseinrichtung und da ist alles zu. selber fahren ist, auch wenn frau schuldirektorin das so gar nicht versteht nicht drinn- 60 km hin und zurück- zweimal täglich ist nicht machbar- finanziell. zumal ich bei der mittagstour täglich die kleinen mitschleppen müsste...
tja, sie muss ihn weiter nehmen, dank schulpflicht- ABER: die nachmittagsstunden verweigern sie ihm. begründung: die lehrkraft ist da allein mit betreffender klasse und traut sich max betreuung nicht zu. sie hat angst und der anblick des krampfenden kindes ist ihr unheimlich
ich müsse das verstehen, der grand-mal vor den ferien und der zuckerschock waren für sie alle nicht leicht zu verkraften.
mann wölle mein kind definitiv nicht diskrimenieren...
ha, was ist das denn dann? meinen die für uns mütter ist der anblick unserer kinder leicht? können wir sie deswegen umtauschen? (wenn wirs denn wöllten, meinen max gäbe ich nicht her ) was passiert wenn sich ein kind verletzt? kann sies dann nicht versorgen weils ekelig ausschaut?
ich bin so- ach ich weiß nicht- sauer, frustriert,wütend,traurig....
und ich ärgere mich über mich selber- weil ich das ganze angenommen habe ohne mich zu wehren... ich kann aber andererseits grad nicht an noch einer front kämpfen
das musste jetzt irgendwo seinen platz finden _________________ Liebe Grüße, Michaela
"Ja, ich lebe in meiner eigenen Welt. Das ist okay, da bin ich wer!"
Ich kann gut verstehen, dass Du mit dieser Situation alles andere als glücklich bist.... Und ehrlich gesagt kann ich nicht so ganz verstehen und auch nicht glauben, dass eine Lehrerin tatsächlich aus diesen Gründen die Betreuung eines Kindes verweigern kann...
An Deiner Stelle würde ich erst mal eine Nacht drüber schlafen (ist bei mir eine seeeehr beliebte Taktik, um die Wut /Enttäuschung... erst mal abflachen zu lassen) und morgen dann überlegen, ob und wenn ja, WIE Du weiter vorgehen möchtest. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass man in einer solchen Situation ein Gespräch zum Thema Integration ansetzt - und ich würde mir vielleicht auch die Option offen halten, evtl. die (örtliche) Presse o.ä. einzuschalten, damit man sieht, dass es mir ernst ist..... Wie gesagt, das sind MEINE perönlichen Ideen....
Ganz ehrlich - ich denke, ich hätte auch erst mal alles so hingenommen, wie es mir gesagt wurde und mich dann hinterher geärgert.....
Fühl Dich erst mal virtuell gedrückt und getröstet - eine echt blöde Situation!
Vielleicht sieht die Welt ja morgen etwas klarer aus und Du weisst dann, was Du weiterhin unternehmen möchtest.
Viel Kraft und Geduld!
GLG Anja _________________ Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.
Vaclav Havel
Anja (*1969)mit F. und D. (*1998), D.: ADHS, L. (*2001) vorgeburtl. Schlaganfall, Hemiparese, Epi, GB und Y. (*2004) V.a. ADHS
ich würd sagen, dass das eine Bodenlose Frechheit ist...bei uns ist es so an der Schule, das Kinder, bis zu einem gewissen Grad der Behinderung oder Krankheit eine "integrativ Begleitperson" gestellt bekommen, für die ganze Zeit des Unterrichts und auch für die Nachmittagsbetreuung.....ist sowas evtl beieuch auch möglich ?
Sonst hoffe ich, dass ihr bald einen Platz bekommt.... _________________ Melanie und Marco mit Maximilian (1/03) und Lena-Marie (2/07) 30 SSW (990 gramm/35 cm) , Goldenhar-Sequenz,stark Entwicklungsgestört- verzögert durch PVL, cerebrale Bewegungsstörung,Tetraspastik re betont, Schwerhörig, fixiert nicht, West-Syndrom (BNS Epi), Entwicklungsstand 6 Monate,PEG, Tracheostoma seit Jan '09
danke ihr zwei
naja der schule den kampf ansagen? ich schlafe jedenfalls mal drüber... nur es gibt halt auch die anderen drei kinder- alle jünger als max, alle auf diese schule angewiesen.- zumindest die ersten 4 jahre. ausserdem hab ich grad soviele baustellen... .... integrationsfachkräfte sind mangelware hier. dazu kommt das max einen solche kategorisch ablehnt....aber er lehnt im prinzip auch die körperbehindertenschule ab _________________ Liebe Grüße, Michaela
"Ja, ich lebe in meiner eigenen Welt. Das ist okay, da bin ich wer!"
Welche Schule wäre denn die Alternative zu der, die Deinen Sohn jetzt abgelehnt hat?
Irgendwo muß er ja hin, ganz egal, ob er krampft oder nicht. Und wenns keine näher gelegene Schule der gleichen Schulform gibt, dann müssen Dir zumindest die Fahrtkosten erstattet werden.
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Verfasst am: 06.09.2007, 20:36 Titel:
Hallo Anja!
Also ich finde es auch diskriminierend deinem Sohn gegenüber, was seine Lehrerin da sagt. Aber ich möchte dir von meinem Integrationskindergarten erzählen. Wir hatten damals ein Mädchen,3 Jahre,das an Epilepsie litt. Die Mutter erklärte mir, wie ich mich bei einem Krampf verhalten soll und welche "Vorzeichen" es oft kurz vor einem Krampf gibt. Wir beschossen gemeinsam Katja bei einem Krampf in die Kuschelecke zu bringen. Das ist ein eigener Raum nur mit Polstern und Decken. Eine Erzieherin würde dann bei ihr bleiben. Soweit sogut.
Der erste Krampf kam aber dann an einem Nachmittag, ich war allein mit allen Kindern. Ich durfte den Raum nicht verlassen, wegen Verletzung der Aufsichtspflicht. Ich wollte mit ihr aber auch nicht im Gruppenraum bleiben. Katjas Mutter meinte dass sie das Gefühl hätte Katja würde bei einem Krampf bei vollem Bewußtsein sein. Und so befürchteten wir es die Blicke der anderen Kinder würden ihr unangenehm sein
Aber ich durfte nun mal nicht anders. Und das war ganz, ganz schlimm. Ich saß neben Katja, ein Junge meinte sie wäre wohl schwerkrank und weinte bitterlich. Und ein anderes Kind war so verschreckt,dass sie gar nicht mehr kommen wollte.
Der Kranpf ging vorüber und das Ereignis DAS Thema der folgenden Wochen und Tage. So gut wie möglich erklärten wir den Kindern, was passiert sei, mit Bilderbüchern und auch Katjas Mama half mit.
Leider war sie seit dem trotzdem eine Ausenseiterin und nach einem halben Jahr meldete sie ihre Mutter ab. ( was ich voll und ganz verstehe).
Was ich damit sagen will: Vielleicht hat seine Lehrerin Angst oder Bedenken, dass so etwas passieren könnte. Oder vielleicht fühlt sie sich noch zu unsicher was das Verhalten bei einem Krampf angeht. Vielleicht sprichst du nochmal in Ruhe mit ihr. Sag ihr, dass du dich verletzt durch ihre Worte verletzt fühlst und vielleicht kommt sie ja mal zu euch nach Hause. Mir hat es damals total geholfen, einen Krampf vorher mal gesehen zu haben und die Mutter beobachtet zu haben.
Ich wünsche dir ganz viel Glück und Kraft dabei
Jessica
ich weiß von unseren nachbarn, das sie ein taxi bezahlt bekamen ( von hier ( weißt ja wo das ist nach SR) da die tochter dort zur schule ghen wollte/ sollte
ein ehemaliger mitschüler unseres großen wurde jeden tag mit dem taxi von der förderschule geholt und in eine tagesstätte gebracht, vieleicht würtet ihr ja sowas durchbekommen ( evtl mit attest das dein kind nicht in die nachmittagsbetreuung gehen kann)
ansonsten; habt ihr schon einen termin???
mir graut so vor der neuen schule, denke aber nach dem vorfall am montag das er derzeit gar nciht auf eine "normale" schule gehen könnte.
liebe jessica! ich weiß, du meinst es gut mit deinem erfahrungsbericht, nur: über das stadium sind wir schon lange hinaus... erstens ist max 12, inm alter verstehen kinder das es andere kinder mit behinderungen gibt. zweitens: oooch, gesprächsthema eins haben wir auch durch- spätestens seit juni. da nähmlich hatte den letzten großen grand mal mit zuckerschock und dauerstatus. vorm sekretariat, was bei unserer schule heißt auf dem marktplatz. somit wissen auch alle kinder bescheid. beim krampf beobachtet hat sie mich damit auch schon und mein kind ebenfalls. ebenso hat sie das vorgehen der notärzte beobachten könen. nein, alles ausreden. sorry. eine beschulung durchs SPZ ist übrigens angeboten worden für den gesammten lehrkörper und findet auch in den nächsten wochen statt.
ich seh das eher so: es handelt sich um den werk und handarbeitsunterricht (wtg) durch seine gesammte problematik ist max da sehr unselbstständig und braucht viel hilfe. das wurde ihereseits schon immer bis ins zeugnis moniert. die gelegenheit ist ganz einfach güstig!
die nächste körperbehindertenschule ist halt eben die in altdorf... hier in neumarkt gibts nur eine reine förderschule. wo bekomme ich den infos zu dieser fahrtkostenerstattung bzw. dem taxi?
rosi was bei euch los ist hab ich noch gar nicht mitbekommen- bin doch getsernnahct erst ausm urlaub zurückgekommen... ich les aber nachher gleich noch nach! _________________ Liebe Grüße, Michaela
"Ja, ich lebe in meiner eigenen Welt. Das ist okay, da bin ich wer!"
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Verfasst am: 07.09.2007, 07:38 Titel:
Liebe Michaela!
Sorry, ich dachte er gehe in die Grundschule (war wieder mal zu blöd zum Lesen). Was du schreibst hört sich für mich auch nach "Bloß keinen Stress". So was gibt es auch bei meinen Kollegen. "Was, das tust du dir an? Da siehst du dich drüber aus?"
Aber leider kämpfen die Eltern da oft auf verlorenem Posten. Und die Leidtragenden sind wie immer die Kinder.
Bei uns die die nächste Körperbehindertenschule auch ein Stück weit weg. Da Fährt ein Kleinbus von der Lebenshilfe die Dörfer ab und bringt alle dorthin. Aber ich bin von Österreich, also auch keine Hilfe.
Trotzdem weiterhin alles Gute und viel Kraft beim Kampf für deine Kinder
Jessica
Lehrer und Schulen machen es sich meist recht einfach.
Hab ein Beispiel was zwar nicht ganz passt, aber doch zeigt was ich meine:
Mein 11jähriger Sohn ist ein schwieriges Kind. Wie sich jetzt rausstellte leidet er an einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens, ADS inbegriffen.
Mein Sohn schrieb nur 5en und 6en in den wichtigen Fächern....nur in Sachen wie Sport oder Werken war er besser.
Hausaufgaben war immer schon Luxus.....er stört den Unterricht.....prügelt, lügt, klaut......
Seine Noten waren Ende des Schuljahres so schlecht, das er hätte eigentlich nicht versetzt werden dürfen.
Die Lehrer haben aber "beschissen" und auf dem Zeugnis bessere Noten eingetragen......laut deren Aussagen wollen sie ihm eine "Chance" geben........er kam also noch auf die Hauptschule.
Mit den eigentlichen Noten hätte ihn die Hauptschule abgelehnt......in allen Hauptfächern nur 5 und 6......ein "Fall" für die Förderschule, oder halt Wiederholung der 4.Klasse.
Bei mir kommt das eher so rüber als wenn die ihn schnell loswerden wollten.....darum die besseren Noten.......die wollten wohl nicht das er noch ein Jahr auf der Grundschule bleibt. _________________ Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05), Dravet-Syndrom ( und Mercy - ihr Anfallsmeldehund )
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