Verfasst am: 06.09.2007, 19:17 Titel: Mein Adhs-Sohn scheint die Schule wahnsinnig zu machen...
Mein Sohn hat ADHS, ist in seiner Schule natürlich dadurch nicht sonderlich "beliebt". Er wäre aggressiv und würde andere Kinder schlagen, treten und schubsen, das sie z.B. mit dem Kopf an die Wand gedotzt wären. Ich bin erschüttert...KEINS dieser Kinder ist jemals zu mir gekommen und hat mal was schlechtes über meinen Sohn gesagt. Auch keiner der Eltern ist jemals auf mich zugekommen. Lediglich am Schulfest habe ich 2-3 Sätze mit einer Mutter gewechselt die meinte ihr Sohn hätte schon öfter von Michel erzählt. Dann hab ich etwas schräg geguckt und sie meinte dann: Nein, nur gutes. Sind doch Jungs
Ich weiß um die Probleme meines Sohnes und ich weiß das er auch aggressiv sein kann, aber ich habe so den Eindruck das er ziemlich gemobbt wird. Und die Klassenlehrerin scheint das noch zu unterstützen/ anzufeuern. Er würde im Unterricht ununterbrochen bellen und knurren. Sagt man ihm er soll leise sein, fängt er an zu miauen... Michel hat keine Freunde in seiner Klasse, er nässt auch manchmal noch ein (meist natürlich in blöden Situationen) und daraus wird jetzt wieder ein Riesenproblem gemacht. Die Kinder würden ihn immer auslachen und ärgern. (Hab ich auch noch nie mitbekommen. Die Kinder kamen zu mir und haben mir einfach so gesagt: Der Michel hat eine nasse Hose. Aber da war kein Ärgern, Ekel, Lachen...dabei)
Er hat jetzt seit Anfang des Schuljahres eine Integrativlehrerin, die mich jetzt auch dazu drängt das Problem Einnässen anzugehen und einen Arzt aufzusuchen. Wir haben seit 5 Jahre einen Ärztemarathon hinter uns, das kann sich keiner vorstellen...Komischerweise hat er in den Sommerferien 5 Wochen am Stück nicht eingenässt.
Ich bin mittlerweile nur noch am heulen, wenn nur ein weiterer Brief von der Schule kommt. Ich will das schon gar nicht mehr lesen. Das geht jetzt seit mehr als 2 Jahren so. Alle in seiner Klasse scheinen die reinsten Engel zu sein und er ist der Teufel der immer andere Kinder ohne Grund schlägt, ärgert und den Unterricht so dermaßen stört das er aus der Klasse rausmuß.
Ich bin mittlerweile am überlegen ob ich endlich der Schule nachgeben soll und ihn auf eine andere Schule schicke.
Aber man kann auch nicht immer vor seinen Problemen davon laufen.
Aber wäre vielleicht eine Förderschule nicht doch besser für meinen Sohn? Er ist letztes Jahr getestet worden und es wurde Förderbedarf festgestellt. Allerdings hat er auch einen IQ von 113 und daher kann er weiter mit einer Integrativlehrerin auf eine Regelschule gehen....Ich bin so ratlos...
Was macht man in so einem Fall? Was würdet ihr als Mütter tun? Tu ich meinem Sohn einen Gefallen wenn ich ihn auf Gedeih und Verderb auf unserer Regelschule sehen will?
Hmm war ein bißchen viel jetzt...sorry...aber das musste mal raus...Ich halt das hier nicht mehr aus....Besonders weil ich meinen Sohn ganz anders sehe, als ihn die Schule mir immer beschreibt...
Danke fürs lesen...Verzweifelte, traurige Grüße Ilka _________________ M. geb. 04/99, Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen mit Hyperaktivität, entwicklungsverzögert, lebt in einer heil.päd. Wohngruppe
und A. geb. 10/00 immer wieder Paukenergüsse, V.A. Dyskalkulie und F. geb. 03/05, Schiel- Op- Restschielwinkel 0,2 Grad
ich kann dich sehr gut verstehen , habe diese Geschichte in der Schule auch mitgemacht. Mein Sohn war der böse und alle anderen Kinder die braven. Bis mir der Kragen geplatzt ist und ich mich an das Schulamt gewendet habe. Bei der Klassenlehrerin bin ich ja auf taube Ohren gestoßen.
Das ist der Link worum es damals bei meinem Sohn ging. War nur die Spitze des Eisberges.
Da mein Sohn im neuen Schuljahr , beginnt am Montag, habe ich ihn nicht von der Schule genommen wegen der Lehrerin.
Vielleicht gibt es bei dir die Möglichkeit in in die Paralleklasse zu versetzten. Ansonsten wirklich mal beim Schulamt anrufen die beraten dich auch in solchen Fällen und suchen gemeinsam eine Lösung.
ich kann dich verstehen..
aber eine Förderschule hat mit dem IQ nichts zu tun...
Lea ist auch auf einer Förderschule und hat einen hohen IQ-- geht in Richtung HB mit 145...
also das kein Hinderungsgrund.. Lea fühlt sich halt deutlcih besser dort aufgehoben anstatt in der Regelschule---
LG Melle _________________ Melanie und der Sonnenschein Lea
Ich meinte auch unsere Schule für Lernhilfe. Eine Förderschule ist ja immernoch was anderes. Hätten wir eine Förderschule in der Nähe, wäre es keine Frage meinen Sohn dort hinzuschicken. Aber da hätten wir das selbe wie jetzt mit der Tagesgruppe: Freunde die für meinen Sohn wichtig wären, findet man nicht unbedingt in einer Schule die 20km entfernt ist und meistens ganztags geht... _________________ M. geb. 04/99, Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen mit Hyperaktivität, entwicklungsverzögert, lebt in einer heil.päd. Wohngruppe
und A. geb. 10/00 immer wieder Paukenergüsse, V.A. Dyskalkulie und F. geb. 03/05, Schiel- Op- Restschielwinkel 0,2 Grad
Wenn dein Sohn andere Kinder verletzt, würde ich das ernst nehmen. Ich gehöre zu den Müttern, die sich umgehend beschweren, wenn Kinder übergriffig/gewalttätig werden. Man muss dem Motiv auf den Grund kommen und die Situation verändern. Und eventuelle Opfer schützen. Wenn mein Kind mit dem Kopf gegen die Wand gehauen würde, würde ich auf jeden Fall Maßnahmen ergreifen.
Ich würde einen Schulwechsel andenken, denn das Einnässen ist ja auch ein Indikator für Stress und Unzufriedenheit.
ich habe dafür keinerlei "Beweise" das mein Sohn andere Kinder schlägt, tritt und schubst..Ich bekomme das nur von der Lehrerin erzählt und muss mich darauf verlassen. Ich habe es bei meinem Sohn auch noch nie mitbekommen das er andere Kinder "so derbe" schlägt.
Kleines Beispiel: Wir haben hier einen Jungen, der (auch) relativ aggressiv ist. Die beiden ersparen sich oft nichts und hängen sich bei der kleinsten Streiterei in den Haaren. Aber in solchen Momenten (muss ich mal so sagen) haut mein Sohn vielleicht mal zu, trifft nicht und rennt eigentlich eher weg. (Wo der andere Junge noch hinterher ist und richtig gezielt zugeschlagen und getreten hat) Und da will mir die Lehrerin erzählen das mein Sohn gezielt schlägt und andere "mit dem Kopf an die Wand schlägt"? Das könnte er von seiner Motorik her gar nicht.
Ich meinte auch, wenn die Kinder sooo arg drunter leiden würden, wie es mir die Lehrerin versucht weiß zu machen, warum erzählen sie es daheim denn nicht? Wenn das Kind mit dem Kopf an die Wand geschlagen wurde, muss es ja eine Beule haben. Warum erzählt es das denn daheim nicht? Warum bemerkt die Mutter nichts?
Mein Problem mit dem Schulwechsel ist ja auch, das es uns wahrscheinlich nicht weiterhilft. Man kann nun mal nicht immer vor seinen Problemen wegrennen. Mein Sohn muss auch lernen, wie man sich in "der Gesellschaft" benimmt und das es eben mit Schlagen und so nicht geht. In einer Schule in der nun mal "Entschuldigungen" für sein Verhalten gefunden werden ist ihm auch nicht geholfen. Und bei uns käme im Moment erstmal nur die Schule für Lernhilfe in Frage und dort geht es um einiges aggressiver zu als auf unserer örtlichen Regelschule... _________________ M. geb. 04/99, Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen mit Hyperaktivität, entwicklungsverzögert, lebt in einer heil.päd. Wohngruppe
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