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Ehekrise bzgl. der Behinderung
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Bianca.juhl
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BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 20:26    Titel: Ehekrise bzgl. der Behinderung Antworten mit Zitat

Huhu,

Wer kann mir vielleicht helfen ???
Wir haben eine fast 3 Jährigen Sohn der 100% Behindert ist.
seit der Geburt läuft vieles anders.
Und nun sind wir kurz vor dem aus, mein mann versucht den Probl. zu entfliehen und ich kämpfe wie ein stier um Unsere EHE.

Wer kennt so was noch. ??
Die Familienterapeutin sagte er hätte so etwas wie ein trauma.
Hat vielleicht jamand ein paar tips oder einfach nur sonstige Infos für mich.
Bin bin fertig mit den Nerven Ich kann nicht mehr.

Lg Bianca

_________________
Bianca (29), Atila(33), Maximilian (6j.), Angelique(10j. u. Ullrich-Turner-Syndrome) Robin Maurice 14.10.04; nicht ketotische Hyperglycinämie ( Stoffwechselkrankheit); 100% mehrfach Behindert ; Epilepsie; Blind
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Moritz Inge
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Wohnort: Oberhausen

BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bianca!
Das ist wirklich traurig,haben auch unsere Probleme ,ich glaube das ist so wenn man Behinderte Kinder hat ,man ist dadurch immer sehr angspannt ,

Ich wünsche Euch alles Gute und das es sich wieder einrenkt. Wink
GLG
Inge u. Sven Wink

_________________
Asphyxie d. Mekonium Aspiration;appalischen Syndr,
geb.am;07.03.01 ,ein Engel und bei seinem Papa seit ,*22.1.2010
Ich werde Dich immer lieben!
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Nicole369
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BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, bei uns ist die Situation sehr ähnlich. Wir kämpfen auch mal gemeinsam mal habe ich Eindruck gegeneinander. Wenn wir die Chance bekommen Zeit für uns zu finden beruhigt es sich immer mal wieder bis zum nächsten - mir wächst alles über den Kopf - Streß.
Uns hat auch ein Urlaub geholfen - besteht hier nicht eine Möglichkeit für Euch ?
Liebe Grüße und ich kann Deine Situation zu gut verstehen
Nicole - ich drück Dich mal schnell
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Simonek
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BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bianca!
Ich bin jetzt sei 19 Jahren verheiratet.
Schon unser 1.Kind kam behindert zur Welt. Auch zu 100% durch Rötelnembryopathie geschädigt.Mein Mann war da gerade mal 28 und ich 22Jahre alt.
Er hatte damals noch in Schicht gearbeitet, aber uns zuliebe dann seinen Beruf gewechselt.
Je älter das Kind dann wurde, desto mehr hat er sich von ihm abgewand.
Das ist diese bescheuerte Umwelt, Sprüche von angeblichen Kumpeln:Der kriegt ja nicht mal ein normales Kind fertig, und sogar von seinem feinen Bruder:Früher wäre so was vergast worden...
die die Männer fertig macht, sie zweifeln lässt und letztendlich die Frau verlassen lässt, weil SIE ja keine "anständigen" Kinder in die Welt setzen kann.
Denkt diese Familientherapeutin etwa, wir als Frauen haben kein "Trauma".Keiner wünscht sich ein behindertes Kind, aber wenn sie da sind und diese Diagnose getellt wird, dann heisst es kämpen.
Aber wenn er nicht damit klar kommt, lass ihm eine Auszeit, vieleicht gehst du mal auf Kur.
Ich war auch in dieser Krise, dann war ich sieben Wochen auf Kur, und mein Mann rief jeden Tag mindestens 2mal an...und so haben wir uns halt zusammengerauft.Er hat sich danach auch zum Kind ganz anders verhalten, eben wie ein "richtiger "Vater.
Ich denke, diese Phase hat jeder Mal, möchten wir nicht auch manchmal alles hinschmeissen...?
Ich wünsche dir alles Gute, kannst dich jederzeit an mich wenden, aber wirklich helfen und entscheiden kannst du nur alleine!
PS ich habe meinen Mann daran erinnert, dass ich das Kind nicht alleine "gemacht"habe und er es auch gewollt hat,
Liebe Grüsse
Simone

_________________
Simone(Moni)Bj.66,Dietmar,Bj.60
3 besondere Kinder 88/94/2002
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Yvonne H.
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BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Auch ich bin von dem Vater meines Sohnes getrennt, kurz nach der Geburt von Pierre-Maurice finge es an. Ich habe mich ständig um den kleinen gekümmert und er fühlte sich vernachlässigt. Er ist aber nie auf die Idee gekommen mal zu helfen. Wenn ich z.B. gespühlt habe sah das aufpassen so aus das der kleine auf dem Sofa lag und er auf dem anderen Sofa, hin und wieder mal einen Blick rüber aber das wars. Nunja nun sind wir seit Mai getrennt und ich bin in einer neuen Beziehung. Wir waren 6 Jahre zusammen.

so mkann es gehen, muss aber nicht!

Liebe grüße Yvonne

_________________
Yvonne (30.12.1980) Mirko (13.09.1979), Pierre Maurice *31.07.03 BNS, LGS, Hydrocephalus internus mit VP-Shunt links, schwere entwicklungsretadierung, ICP , PEG 2005, Optikusatrophie (Blind), Reflux, Marie-Chantal (01.09.2003 Stieftochter, Gesund),Kevin (14.06.06 Stiefsohn lebt bei der Ex-Frau, Gesund) Lucie-Sophie *18.09.2008 Gesund
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andrea & coline
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BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bei uns ist die Situation ähnlich seit wir wissen das mit der Kleinen etwas nicht stimmt zieht mein Mann sich immer mehr zurück. Um die Kleine kümmert er sich nur wenn es umbedingt sein muss und auch mir weicht er aus er will nicht über die Behinderung unserer Tochter reden. Abends geht er früh ins Bett und am Wochende findet er tausend Sachen die wichtiger sind als die Familie. Aber zumindest kümmert er sich noch um unseren Sohn. Ich kann momentan nur hoffen das er bald wieder aus seinem Schneckenhaus raus kommt. Aber ich kann momentan nicht um ihn kämpfen ich muss die neue Situation selbst erst verarbeiten (die Diagnose haben wir seit 1 1/2 Wochen erst).

Ich drücke dir die Daumen das es bei euch bald wieder in Ordnung ist.

_________________
Gruß Andrea mit Leon 8.12.04 (gesund) und Coline *13.11.06 (Mukolipidose Typ 2) (seit 22.01.12 unser Schutzengel)
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Tania07
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Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Bianca,
vielleicht hilft Dir ja eine Erfahrung weiter. Vor zwei Monaten wandte ich mich mit dem selben Problem an dieses Forum. Es war tatsächlich kurz vor zwölf. Ich telefonierte bereits nach Wohnungen, plante eine Zukunft als Alleinerziehende. Was stoppte den Zug? Vielleicht die Therapeutin meines Kindes (diejenige, bei der ich meinen ganzen Seelenschmerz abladen konnte und die mich verstand). Ich bat sie darum,meinen Mann anzurufen und ihn um ein Gespräch zu bitten. Er fuhr zu ihr hin, um sich auch dort einmal seelisch "zu erleichtern". Daraufhin schilderte sie mir sozusagen als Übersetzerin die Sicht meines Mannes und es rührte mich zu Tränen, als sie mir sagte, ich und mein Sohn seien für ihn der Antrieb für alles...(klingt kitschig, war aber so)
Sie schlug vor, die Therapiestunden meines Kleinen wegen der aktuellen Situation durch Schlichtungs-Gespräche mit uns beiden Eltern zu ersetzen, doch das lehnte ich ab. Nein, da erschien mir - und auch wieder meinem Mann - doch die teuren Stunden für unseren Sohn kostbarer.
Ich hatte einen Urlaub für mich allein geplant und kaufte dann doch noch ein Ticket für meinen Mann, wir verbrachten drei Tage allein und dann noch einen gemeinsamen Urlaub mit Kind. Wir fanden uns mal wieder als Pärchen und nicht als "Dienstleister für den Kleinen" zusammen. Wir erkannten, dass es doch vielleicht besser, diesen ganzen Wahnsinn vielleicht doch lieber gemeinsam "zu wuppen". Der Kleine braucht beide Elternteile, das macht ihn glücklich= das macht die Eltern glücklich. Es werden noch x Krisen kommen. Aber diese Riesen-Krise ist für mich erstmal überstanden.
Bianca, ich wünsche Dir alles Gute
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vera
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Beiträge: 1022
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BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bianca,
schwer was dazu zu sagen, wenn man so wenig weiß. Aber ich glaube, viele von uns Müttern ärgern sich, dass die Väter mit der Situation so ganz anders umgehen. Aber dass viele die Erfahrung teilen, macht die Sache vielleicht doch leichter.
Inwiefern "flieht" er? Männer setzen sich oft nicht so offen mit dem Thema auseinander wie Frauen, sondern haben andere Wege.
Mich hat lange frustriert, dass mein Mann so viel im Internet hing, sich dort aber sicher nicht mit dem Thema Behinderung beschäftigt hat...
Bei mir lagen die Nerven auch blank, schon wegen des Schlafmangels und dem Kampf um Maltes Ernährung.
Da fehlt dann schon mal leicht die Toleranz für die verschiedenen Wege, mit Krisen umzugehen...
Ich glaube, Du merkst schon, dass Du nicht alleine bist.
Alles, alles Gute!
Vera

_________________
Vera mit Malte, 05/03 - 05/09, V.a. Mitochondriopathie, Gehirnfehlbildungen, Tetraplegie, Epilepsie, PEJ, blind
und Bruder, 07/05
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nilsmama
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BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Bianca!

Ich denke auch, Du siehst an den vielen Beiträgen hier, dass Du nicht alleine bist. Versuche zu kämpfen, vielleicht schafft ihr es. Es würde es Dir so sehr wünschen. Mein nunmehr geschiedener Mann hat sich bereits von uns abgewendet, als wir in der Schwangerschaft die niederschmetternde Diagnose erhalten hatte. Er zog sich immer mehr zurück, kümmerte sich auch um unseren ersten Sohn immer weniger.... Nils Geburtstag war der letzte gemeinsame Tag in unserer Wohnung, dnach hat ist er in den Urlaub gefahren und hat sich nicht mehr um uns gekümmert. Wir waren zehn Jahre zusammen, eine verdammt lange Zeit. Ich habe versucht zu kämpfen, aber meine Beziehung verloren. Dafür habe ich zwei wunderbare Kinder, die so manchen Schmerz vertreiben. Es ist sicherlich nicht immer leicht alleine mit zwei Kinder, vor allem bei anstehenden KH-Aufenthalten usw.... Aber ich sag mir immer besser alleine mit zwei Kindern, als allein zu zweit!!!

Liebe Grüße
Alex

_________________
Alex (06/77) mit Finn (13.03.04) und Nils (8.12.05: renale multizystische Dysplasie, kompens. Hypertrophie; Urethrocelen, div. Nahrungsmittelallergien,FI, Neuroderm., Flexionskontraktur, hyperreagibles Bronchialsystem und uvm.)
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Annette Schmidt
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BeitragVerfasst am: 29.08.2007, 22:25    Titel: Re: Ehekrise bzgl. der Behinderung Antworten mit Zitat

Hallo Bianca!

Auch für Väter ist es ein Schock, ein behindertes Kind zu bekommen, ganz anders, als sie es sich erträumt haben.
Und oft kommt es dann genau zu dem Problem, was Ihr gerade habt.

Vielleicht hilft Euch (und allen anderen mit dem gleichen Problem) das weiter:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....rauer+krisenbew%E4ltigung

In diesem Thread habe ich in meinem 2. Beitrag auch Links gepostet, wo es darum geht, wie Väter damit umgehen,wie sie das verarbeiten, bzw. ihr Probleme mit der Verarbeitung.

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr eine Lösung findet und Eure Ehe retten könnt!

Liebe Grüße

Annette

_________________
Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
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