ich muss mal gerade meinen Frust loswerden.
Jan-Paul ist mittlerweile 3,5 Jahre alt und kann weder krabbeln noch robben. Stehen oder laufen schon gar nicht.
Sowohl sein Kinderarzt als auch seine KG haben dringend die Anschaffung eines Stehgeräts (Heidelberger Stehgerät) empfohlen.
Wir haben einen Kostenvoranschlag für ein solches Stehgerät über 4.170,78 EUR an unsere PKV die ARAG weitergeleitet mit der Bitte um Kostenübernahme. Beiliegend ein ärztliches Schreiben seines KiA warum ein Stehgerät medizinisch sinnvoll und in diesem Fall auch notwendig ist.
Heute kam die äußerst knappe Antwort der ARAG:
Zitat:
Sehr geehrter Herr Mosch,
vielen Dank für den Kostenvoranschlag für ein Heidelberger Stehgerät für Ihren Sohn Jan-Paul.
Hilfsmittel, für die wir leisten, sind in den Versicherungsbedingungen namentlich aufgeführt. Für Aufwendungen, die nicht genannt sind, besteht kein Leistungsanspruch.
Bitte haben Sie Verständnis, wenn uns eine Kostenzusage nicht möglich ist.
Freundliche Grüße
ARAG
Krankenversicherungs AG
Na Spitze. Aber ich hatte eigentlich nichts anderes erwartet.
Und um den Frust komplett zu machen lese ich gerade dieses hier:
Gesundheitsministerin Schmidt will die private Pflegeversicherung abschaffen. -> http://www.stern.de/politik/deutschland/539826.html
Das wäre der Super-GAU für uns. Denn zumindest über die private Pflegeversicherung konnten wir bisher das ein oder andere wichtige Hilfsmittel ergattern. Die Frau Schmidt sollte mal nachdenken bevor sie automatisch privat Versicherte = "Gutverdiener" assoziiert!!!
Grummeliege Grüße
Thomas _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
den frust kann ich gut verstehen (wir haben auch tierischen, gestern wollte ein gutachter der kk kommen, hat 10min vorher abgesagt und für heute um 13.00 einen termin ausgemacht, hat sich bisher weder telefonisch gemeldet noch ist er erschienen!!!!), finde es eine absolute frechheit, aber irgentwo ganz tief in meinem gedächtnis weilt ein gerichtsurteil gegen eine privaten pflegeversicherung, in dem es hieß, das auch hilfsmittel, welche nicht im katalog stehen, wie stehtrainer und klostühle, gezahlt werden können, unter der vorraussetzung, das dieses hilfsmittel überwiegend pflegeerleichternd ist, und nicht für die behandlung der erkrankung oder zum ausgleich der behinderung dient. also im prinzip genau andersherum wie üblich.
wäre das ein weg, den man zumindest mal versuchen sollte????? allerdings weiß ich nicht, was an einem stehtrainer pflegeerleichternd ist, wir haben keinen.
ansonsten gäbe es doch auch stehrollstühle, wenn die partout keinen stehtrainer zahlen, rollstühle müssen die doch mit sicherheit?
gruß jessie _________________ "wir können die kinder nach unserem sinne nicht formen. so wie gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben, sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren." (j.w. von Goethe)
Rollstühle stehen genausowenig im Hilfsmittelverzeichnis...
Gruß
Thomas _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
wie echt?? das ist ja unfassbar. wie kann man denn rollstühle ausschließen? dürfen die das? was machen denn die senioren, wenn die knochen nicht mehr so wollen? gibt ja nicht nur behinderte, soll ja schon mal vorgekommen sein, das man im alter auch nicht mehr so mobil ist. was ist, wenn man mal einen unfall hat, und querschnittsgelähmt ist? bekomme ich dann einen zivi, der mcih trägt?
gruß jessie _________________ "wir können die kinder nach unserem sinne nicht formen. so wie gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben, sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren." (j.w. von Goethe)
da ja alle privat Versicherten laut Ulla Schmidt "Gutverdiener" sind, können die doch sowas locker aus der Portokasse zahlen...
Mehr zum Thema Private Krankenversicherung hier: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2517.html
Schönen Gruß
Thomas _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
Wir haben einen Kostenvoranschlag für ein solches Stehgerät über 4.170,78 EUR an unsere PKV die ARAG weitergeleitet mit der Bitte um Kostenübernahme. Beiliegend ein ärztliches Schreiben seines KiA warum ein Stehgerät medizinisch sinnvoll und in diesem Fall auch notwendig ist.
Hallo Thomas,
Sonja hatte anfangs auch ein Stehgerät, weil es uns von den Orthopäden unseres Rehazentrums empfohlen wurde. Die haben damals gesagt, das viele Kinder so ein Gerät nur eine zeitlang brauchen würden, und es dann oft überflüssig werden würde. Daher haben die das erste Stehgerät aus Holz, für 300 DM Materialkosten selbst gebaut. Alles was mehr kostet, sei fürs erste raus geworfenes Geld sagten die damals. Erst wenn sich heraus stellt, das ein Kind gerne in so einem Gerät steht, und es einige Jahre gebrauchen wird, lohne sich ein Kauf eines teueren Gerätes. Wenn du handwerklich einigermaßen zurecht kommst, und dir die nötigen Maße von einem Orthopäden geben läßt, ist was fürs erste vielleicht garnicht so schlecht. Es gibt eine "Klosterfirma" ( hab ich auf der Rehacare gesehen, komm gerade nicht auf den Namen ) die bauen solche Geräte aus Holz, und sind beim selbermachen auch gerne mal behilflich.
Helmut _________________ Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.
Hallo Helmut,
bei allem Respekt!! Bitte, muss ich jetzt auch noch handwerklich begabt sein um mein behindertes Kind zu fördern????? Und die "Klosterfirma" wird auch nicht umsonst arbeiten!!!
Also, ich finds nicht mehr in Ordnung. Monatelange Kämpfe mit den KK (egal ob privat oder gesetzlich), eigentlich braucht man die Kraft für seinen Beruf, die Familie und das behinderte Kind!
Bin gespannt auf den Artikel,
Martina
HALLO???
ja wo leben wir eigentlich.
wenn die lage nicht so ernst und leider traurig wäre dann würde ich glatt vorschlagen diese stehhilfe umzubenennen, in irgendetwas was in deren blöden versicherungsbedingungen steht.
einfach unfassbar, aber wehe deren kinder sind darauf angewiesen....
ich drück euch die daumen das ihr trotzdem auf irgendeine weise die erforderliche stehhilfe bekommt!
lg pam
ps:WAS steht denn in der liste???
Hallo Helmut,
bei allem Respekt!! Bitte, muss ich jetzt auch noch handwerklich begabt sein um mein behindertes Kind zu fördern????? Und die "Klosterfirma" wird auch nicht umsonst arbeiten!!!
Also, ich finds nicht mehr in Ordnung. Monatelange Kämpfe mit den KK... (egal ob privat oder gesetzlich), eigentlich braucht man die Kraft für seine
Hi Martina,
mit privaten Krankenversicherungen ist das genau so, wie mit der Reklame für Nutella. Bei Nutella sagen die in der Werbung klar und deutlich... : Nur wo Nutella drauf steht, ist auch Nutella drin.... . Überträgt man das auf die private KK kommt raus : Kostenübernahme nicht für "alles was man braucht", sondern nur für das, was drin steht ! Das ist so bis hin zum BSG abgeklärt. Daher ist es in solchen Fällen preiswerter, seine Kraft in handwerkliches Geschick, statt in nichts änderndes beschriebenes Papier zu investieren.
Helmut _________________ Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.
Brillengläser, Brillenfassungen bis zu einem Rechnungsbetrag von 105 Euro, Kontaktlinsen, orthopädische Schuheinlagen, Bandagen, Gummistrümpfe, Leibbinden, Bruchbänder, Hörgeräte, Stützapparate und Prothesen.
Ende der Liste.
Das eine Sitzschale ein Stützapparat ist wollte die ARAG auch schon nicht anerkennen...
Schönen Gruß
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Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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