Verfasst am: 09.08.2007, 12:14 Titel: Stress mit Orthopädie- und Rehatechniker
Hallo
Ich brauche mal dringend euren Rat! S. benötigt seit vielen Jahren permanent Hilfsmittel, die teilweise auch speziell für ihn angefertigt werden müssen. Vor vielen Jahren kamen wir so an einen Orthopädie- und Rehatechniker mit einer Werkstatt und einem eigenen Geschäft. Längere Zeit klappte die Versorgung ganz zufriedenstellend, danach leider immer schlechter (lange Wartezeiten, schlechter Service). Die letzten Armorthesen (speziell angefertigt) waren von Anfang an zu eng - der Mann ist immer unter Spannung und auf dem Sprung. Er vermittelt mir immer den Eindruck, dass er eigentlich keine Zeit hat....!
Im Winter war der Rolli für S. eindeutig zu klein - wir rechneten mit einer Neuversorgung - der Techniker versuchte den alten entsprechend anzupassen - leider ohne wirklichen Erfolg. Der Rolli war weiterhin zu klein, die Fixiergurte waren nun auch nicht mehr wirklich brauchbar festgemacht. Wir reklamierten natürlich - der Mensch hatte immer und immer wieder eine Ausrede parat. Nun, es war uns klar, dass S. einen neuen Rolli benötigen würde, der Techniker kam tatsächlich auch Anfang Juli um genau dies festzustellen. Er meinte dann S. wäre innerhalb weniger Wochen so extrem gewachsen. Für uns war klar, dass wir recht schnell - spätestens aber bis Mitte August (da bin ich mit den Kindern für 2 Wochen komplett allein und ohne Hilfe) einen neuen Rolli benötigen und teilten dem Techniker dies auch mit. Bei mehreren folgenden Telefonaten wurden wir vertröstet - am 23. Juli hat er dann den alten Rolli abgeholt (um Einzelteile der Fixierung an den neuen anzubauen). Gestern habe ich nun angerufen und nachgefragt, wann er denn nun ausliefern könnte - die Sekretärin sagte mir, der neue Rolli sei noch nicht von der Kasse genehmigt, also sei auch noch keiner bestellt......! Sie hätte en Kostenvoranschlag auch erst am 30.7. rausgeschickt!!! Ich war ziemlich wütend und habe das auch gesagt. Heute morgen kam nun der Techniker mit S. altem (zu kleinen) Rolli wieder, versuchte sich rauszureden und verlies - nachdem ich ihm gesagt hatte, dass ich mit seinem Service und seinen Leistungen derzeit nicht zufrieden bin - einfach wort- und grußlos das Haus.
Und jetzt???? Der Kostenvoranschlag ist wohl (hoffentlich) tatsächlich raus! Kann ich jetzt noch ein anderes Sanitätsgeschäft einschalten ohne dass alles wieder ganz von vorne losgeht und die Versorgung weitere Wochen in Anspruch nimmt?
Habt ihr eine Idee wie ich recht schnell an einen brauchbaren Rolli und die zusätzliche Fixierung kommen kann? Soll ich die Krankenkasse einschalten? Was meint ihr?
Fragende Grüße
Iggis _________________ Mutter und Pflegemutter von
3 leibl. erwachsenen Kindern (83, 87, 89) - jüngste Tochter CF, AV-Malformation, herzkrank (war 15 Jahre tracheotomiert)
6 Pflegekinder (93, 98, 02, 03, 08, 09) dadurch
Erfahrung mit Autismus, Autoaggression, Deprivation, FAS, Missbrauch, Misshandlung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung......
Ich hatte neulich ein ähnliches Problem und die KK hatte einen speziellen Mitarbeiter der sich dann mit dem Sanihaus in Verbindung setzte und diesem auf die Füsse trat. Er drohte ihm damit das Sanihaus unverzüglich zu wechseln und die entstandenen Mehrkosten in Rechnung zu stellen.
Er war sehr nett und das Sanihaus danach unglaublich geschmeidig. Trotzdem war das die letze Versorgung die dieses für uns übernommen hat.
Hallo, wir hatten schon zwei mal das selbe Theather. Einmal habe ich dann das Sani Haus gewechselt, das kann ich Dir aber Leider nicht Raten. Den die müssen dann ganz von vorne Anfangen. Also neu vermessen, neuen Rolli aus dem Pool bestellen oder Kostenvoranschlag anfertigen. Was ich Dir raten kann, ist selber immer wieder bei der Kasse anzurufen, dort klar machen, wie wichtig der neue Rolli ist. Ruhig Jammern! Leider
Und selber immer wieder nachhacken. Ein bisschen selber Sani Haus spielen.
Ich habe zuletzt schon fast wöchentlich angerufen. Und bin Kasse und Sani Haus solange auf die Nerven gegangen, bis es endlich vorwärts ging.
Das ist Nervig ich weiß aber nur so kommt Ihr schnell und sicher zum Rolli
Starke Nerven
LG Andrea _________________ Selina, 9.2001 ICP athaxie, dystonie, Tetraspastik ect... und Marinus 11.2006 gesund und sehr munter.
Behinderung ist der nicht gelungene Umgang mit verschiedenheit.
Nun, dann werde ich nachher gleich mal bei der Krankenkasse anrufen!
Das Verhalten des Rehatechnikers (übrigens der Chef selber) regt mich aber immer noch auf - ich habe echt keinen Bock mehr auf eine Zusammenarbeit mit ihm. Wer verdient denn durch wen das Geld? Muss ich mir bieten lassen, dass er einfach ohne Gruß und ohne ein Wort das Haus verlässt? Bin ich echt so auf ihn angewiesen? Er baut Mist ohne Ende in letzter Zeit und ich bin die Leid tragende!
Ich habe nun in der Tat genau das, wovor ich schon im Winter echt Bammel hatte: Sommerferien, keine Hilfe und kein brauchbares Hilfsmittel! Ich kann mit meinen Kindern nicht mal allein das Haus verlassen! Soll S. nun 2 Wochen lang in seinem Bett liegen müssen? Und das alles nur, weil dieser Typ überlastet ist?
Danke für den Wunsch der starken Nerven! Die liegen nämlich echt blank!!!
LG
Iggis _________________ Mutter und Pflegemutter von
3 leibl. erwachsenen Kindern (83, 87, 89) - jüngste Tochter CF, AV-Malformation, herzkrank (war 15 Jahre tracheotomiert)
6 Pflegekinder (93, 98, 02, 03, 08, 09) dadurch
Erfahrung mit Autismus, Autoaggression, Deprivation, FAS, Missbrauch, Misshandlung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung......
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