Hi Angela ,
die "normalen " Triple P Kurse gibts eigentlich so ziemlich in jeder Stadt.
Sie werden von Trainern gehalten, die neben einer medizinischen oder pädagogischen Ausbildung (zb. Psychologen oder Diplompädagogen) noch den Trilpe P Trainer Lehrgang gemacht haben.
Bei uns hat der Kurs im Frauen-und Mütterzentrum stattgefunden, in anderen Städten ists unterschiedlich : Kitas, Mütterzentren, Erziehungsberatungsstelöllen usw.
Auch die Finanzierung ist unterschiedlich, teilweise werden die Kurse bezuschusst ( durch wen, weiß ich leider nicht), so daß die Eltern die Kosten nur teilweise oder gar nicht tragen müssen, teils müssen die Eltern komplett selber zahlen.
Aber das mit den speziellen Kursen würd mich auch mal näher interessieren- vielleicht wirklich mal ne Berufsidee für mich? ( bloß leider reicht da wahrscheinlich die Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilpädagogin nicht....)
Caroline _________________ HEP ,Heilpädagogin und angehende Kommunikationspädagogin (Fachmensch für UK)
Hallo,
was genau hat dein Kind denn nun?
Ich denke auch, die Erziehungsberatung dürfte da der falsche Ansatz sein. Vielleicht Frühförderung? _________________ LG Gaby. (*8/64) ADS
mit Daniel (*1/99) Asperger Syndrom
und Alexander (*2/02) ADHS
der Triple P-Kurs für besondere Kinder hört sich gut an. Wir haben so ein "Elterntraining" mal privat bei einem Kinderarzt/Kindertherapeuten mitgemacht.
Bei allen Tipps und Vorgehensweisen (Konsequenz, Verstärken etc.) ändert sich eins gar nicht oder nur sehr langsam: man muss bei Kindern, die keine oder wenig Impulskontrolle haben, immer wachsam und konzentriert sein, um in Sekundenbruchteilen handeln zu können. Wenn ich mit Elena an schwierigen Tagen draußen bin und die Situation für sie unüberschaubar wird, nehme ich nur noch mein Kind war und blende alles andere aus. Natürlich weiß ich, was ich für Blicke bekommen ("Fies, wie streng die zu dem Kind ist! Wie dies das rumkommandiert!")
Ich weiß natürlich nicht, ob eure Kinder sich anfassen lassen und Halt brauchen / annehmen können.
Ich wünsche euch viel Kraft. Ich weiß, wie anstrengend das ist.
Liebe Grüe
Anke
Ein Trumpf habe ich aber immer: bei Elena hilft Körperkontakt. Ich fasse sie mit Druck an, so dass sie mich anschaut, streiche ihr die Schultern und Arme aus oder ich nehme sie fest in dem Arm, bis sie sich ausgetobt hat und sich wieder besser spürt. Mehr als einmal habe ich schon in der Stadt auf Pflanzkübeln gesessen und ein Kind außer Rand und Band gehalten. Einmal war sie so durcheinander, dass sie ständig geschrien hat: "Mama anrufen, Mama anrufen", als ich sie aus dem Geschäft getragen habe. Ehrlich gesagt, hatte ich da Glück, dass niemand die Polizei gerufen hat, weil sie denken, hier wird ein Kind entführt
Wenn sie allerdings eine gute Phase hat und innerlich im Gleichgewicht ist, ist sie super kooperativ und "lenkbar". In so einer Phase bin ich mal mit ihr (4 Jahre) und ihrem Bruder (1 Jahr, also in der Karre) alleine mit dem Zug nach Hamburg (Hauptbahnhof !!) gefahren, dann noch Bus, ein Besuch und alles retour. In einer schlechten Phase wäre sie mir auf die Gleise gesprungen, bevor ich die Karre auch nur aus dem Zug gehoben habe.
Seit ich einen Weg weiß, ihr inneres Gleichgewicht zu stabilisieren, geht es echt bergauf. _________________ Anneke (Aspergerautistin) mit Enna (* 2003) frühkindliche Autistin und seit Aug.09 mit Schulbegleitung in einer Regelschule sowie Daniel (* 2006)
Ich sehe gerade, dass die Absätze irgendwie durcheinander geraten sind. Ich hoffe, ihr versteht es trotzdem.
Gruß Anke _________________ Anneke (Aspergerautistin) mit Enna (* 2003) frühkindliche Autistin und seit Aug.09 mit Schulbegleitung in einer Regelschule sowie Daniel (* 2006)
Die Aussage: "Lass sie doch, sie ist halt behindert" würd ich keinesfalls so akzeptieren. Auch behinderte Kinder können lernen, wenn halt nur oft ganz anders als gesunde Kinder. Viel langsamer und einfacher eben.
Vielleicht helfen Euch im Straßenverkehr einfache Rituale. Am Bordstein bleibt man stehen. Immer!!! Und wenn es nur die popeligste Nebenstraße an einem Sonntagmorgen ist (wo sowieso nix kommt). Und ansonsten gilt: Immer an der Hand gehen.
Es wird Dich ganz schön Kraft kosten, diese Grundsätze bei Deiner Tochter durchzusetzen. Ich würd es ihr erklären, und hält sie sich nicht dran, dann geht Ihr halt sofort wieder nach Hause. Das ist besonders hart, wenn sie sich auf nen Spielplatzbesuch oder so was freut.
Auf das Gerede anderer Leute mußte gar nichts geben. Oder die ganz groß angucken und sagen: Ach, sie wollten mir helfen? Find ich aber nett. Bitte, dann übernehmen Sie mal. Was meinste, wie schnell die Leute sich verkrümeln!
Ich hatte mal so ne Oma, die meinte, rumzumotzen, weil mein Sohn mit 5 Jahren noch im Buggy saß. So ein großer Junge, der könnte doch wohl laufen. Ich guck meinen Sohn an und sag ihm: Guck mal, Volker, und so ne große Frau, die weiß immer noch nicht, wann man besser die dumme Klappe hält.
ist teilweise ganz gut zu hören, dass es anderen Familien genauso geht, wie uns.
Nico ist eigentlich ein ganz lieber Sonnenschein.
Doch manchmal, wie aus dem Nichts, fängt er an zu jammern, Sachen wegzuschmeisen und zu hauen.
Da er weiss, dass er mich nicht an den Haaren ziehen soll, macht er es erst recht. Doch das tut richtig weh, und ich kann da nicht drüber hinwegsehen.
Auch wenn er was anstellt, kann ich ihm 10 Mal sagen, dass er damit aufhören soll, doch er lacht nur, und macht weiter.
Manchmal bekomme ich das nervlich ganz gut hin, doch manchmal läuft dann bei mir das Fass über. Dann brülle ich ihn auch schon mal an, was nicht richtig ist.
Nico hat ein sehr gutes Sprachverständnis. Er versteht ganz genau, was man sagt.
Werde mich auch mal über diesen Stepping-Stones Triple-Kurs informieren.
Entschuldige, dass ich erst jetzt antworte, ich habe Dein Posting jetzt erst gesehen. Ich war bei der Erziehungsberatung in Ratzeburg. Ich war vor den Sommerferien echt durch mit den Nerven, wir hatten viele kleine Probleme. Ich war bei Michael Jansen vom Jugendamt. Erst habe ich gedacht, ich bin da völlig falsch. Wir haben über Hörbehinderungen gar nicht geredet. Die Schwerhörigkeit bestimmt aber meinen Alltag. Stellte sich heraus, dass unsere Probleme ganz normal sind. Ablösung, Grenzen, Freiheit... Wir haben uns sehr, sehr gut verstanden, haben tatsächlich Tränen gelacht, so witzig war unser Gespräch. Ich bin da mit einem Schatz an Tipps rausgegangen, die ich sofort umsetzen konnte. Unsere Probleme waren binnen weniger Stunden gelöst. Es war großartig. Ich bin bei Instant-Lösungen normalerweise skeptisch, aber das war für mich ein Paradigmenwechsel. Ganz erstaunlich.
Was mir vor allem gut getan hat, war, mal nicht über das Kind als reparaturbedürftig und fehlerhaft sprechen zu müssen, sondern seine Stärken herauszuarbeiten. Das schleicht sich ja automatisch ein, wenn man so viel Kontakt mit Ärzten und Therapeuten hat, dass man sich so stark auf die Behinderung konzentriert. Tatsächlich ist unser Sohn aber ein sehr pfiffiges, kreatives, liebes, freundliches Kind mit ungeheuer vielen Stärken. Und genau das hat er mir aufgezeigt während des Gesprächs. Und er hat mir auch gezeigt, dass das Kind deshalb so gut gelungen ist, weil wir so ziemlich alles richtig machen. Das tut einem wahnsinnig gut. Er hat meinen Blickpunkt verändert, und das hält bis heute an. Ich habe wieder viel mehr Vertrauen in die Zukunft, dieses ganze Schwere, Belastende ist von mir abgefallen, und das überträgt sich auch auf das Kind.
Ich habe die Alltagsprobleme mit der Schwerhörigkeit geschildert, und dazu hat er nur gesagt: "Ich kann mir vorstellen, dass das alles für Sie wahnsinnig anstrengend ist." Ansonsten muss ich aber damit leben. Das hat mich gefreut, dass er nicht versucht hat, meine Anstrengungen klein zu reden. Dann hat er versucht, mir Wege aufzuzeigen, wie ich mich entlasten kann. Stellte sich aber heraus, dass ich sehr wohl Dinge delegieren kann und auch bereits Hilfe hole, wenn ich sie brauche. Er war sehr zufrieden mit mir, und ich dann dadurch auch. Ich bin richtig glücklich nach Hause gefahren.
Nun sind Kontakte zwischen Menschen ja schlecht vorhersehbar. Ich weiß nicht, wie er Dir gefallen würde. Ich bin jedenfalls ein überzeugter "Wiederholungstäter" geworden, bei nächsten Konflikt, so er denn kommt, würde ich jederzeit wieder zu Herrn Jansen gehen. Was ich auch gut fand, war, dass es eine individuelle Beratung war, ich also nicht gezwungen war, mehrere Abende lang Dinge zu hören, die mich nicht betreffen. Für mich wäre ein Kurs nichts gewesen.
@Barbara ich war auch bei Herrn Jansen! und es hat mir gut gefallen!!!
Auch ich bin mit einem sehr gestärkten Rücken aber auch mit einem sehr verheulten
Gesicht gegangen.
Ich konnte einige Sachen schon ändern und versuche wenn das alles so richtig klappt
dann etwas neues dazu zu nehmen!
Ich finde das er sich richtig klasse in einen hineinversetzen kann!!
@Rita das kenn ich auch nur zu gut!! bin von dem Kurs aber wieder ziemlich abgekommen, da mein netter Erziehungsberater mir davon abgeraten hat und
gesagt hat das ich meinen Kurs weiter verfolgen soll! Emily und ich sind nämlich schon
auf einem guten Weg!
@RitaP Cooler Spruch den merk ich mir!! und ich werde mich da auch nicht mit
zufrieden geben,denn sie hat schon do viel gelernt und da kommt bestimmt auch noch mehr!
Halt langsam aber das schaffen wir schon!!
@Gaby Sorry habe jetzt erst gesehen das hier noch mal drauf geantwortet worden ist
meine Tochter hat eine Chromosomendeletion und ist dadurch in der Entwicklung ca 2-2,5 Jahre zurück, sie ist nun 4,5 Jahre und ansonsten ein pfiffiger Sonnenschein!
@Anke Sch leider kann Emily mit Körperkontakt ganz schlecht umgehen, dann brüllt sie sich so in Rage das ich dann alles vergessen kann!
Das mit der permanenten Wachsamkeit das kenn ich auch nur zu gut!!!!
Mache es ansonsten ähnlich wie Du und das haut schon ganz gut hin!
Gut zu wissen das es auch bei anderen Kindern durch immer und immer und immer
wieder alles wiederholen doch auch die gewünschten ERfolge bringen kann!! _________________ Liebe Grüße von Emily und Maren
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