Ich habe totale Probleme,denn Emily hält keine Regeln ein, läuft ständig weg, haut andere Kinder, ständig fliegen die Spielzeuge durch die Gegend
und noch 100000 Sachen mehr die das Zusammenleben wirklich nachhaltig beeinträchtigen.
Dazu kommt noch mein Vater der immer sagt: Laß sie doch sie ist behindert!"
Voll Panne.......
Ich habe es bisher so versucht wie ich es eben für richtig gehalten habe,
mit ganz viel Loben,dann bin ich dazu über gegangen mit Strafen zu arbeiten (darüber lacht sie nur und macht weiter)
Ein Belohnungs-und Strafsystem versteht sie aber nicht , das habe ich schon getestet.
Ich bin mittlerweile echt fertig und merke selber wie meine Toleranzgrenze einfach sinkt und ich sie dann auch schon mal anbrülle.
Ich weiß das d a s auf jeden Fall nicht der richtige Weg ist, aber meine
Nerven sind momentan wirklich so zum zerreißen gespannt
das ich einfach nicht mehr weiß was ich machen soll!
Ich habe mir nun einen Termin in der Erziehungsberatung geholt , das dauert aber noch fast 3 Wochen.
Mein Kinderarzt hat schon gesagt das die mir auf Grund der speziellen Situation wohl nicht weiterhelfen können,aber das es einen Versuch wert wäre.
Halt auch einfach das ich ein besseres Gefühl dabei habe.
Mein Gefühl momentan ist halt einfach das ich komplett versage.
Denn da man meiner Tochter auf den ersten Blick die Behinderung nicht
ansieht, bekomme ich auch auf der Straße ganz oft böse Blicke und
die Aussage: " Sie müssen Ihr Kind mal besser erziehen"
die hat sich schon sehr in mein Gehirn gebrannt!
Habt Ihr noch Tips für mich??
Oder kennt Ihr Erziehungsberatungsstellen Rund um/in Raum
Hamburg /Lübeck die sich speziell mit besonderen Kindern
auskennt???
Ist nun doch etwas länger geworden!
Danke fürs lesen! _________________ Liebe Grüße von Emily und Maren
dazu fällt mir nicht viel ein *sorry* aber dich so stehen lassen mag ich auch nicht.
Wenn rein gar nichts was bringt.... wenn nichts ankommt, kannst du ja gar nichts machen, außer immer gleich neben ihr zu stehen und aufzupassen *seufz*
Die Leute.... *bäh*
Ich weiß es tut weh....
Mein Sohn ist mittlerweile 12 Jahre alt, 175 cm groß.... und benimmt sich wie ein 6jähriger und noch kleiner, wenn ich Pech habe... mittlerweile bin ich dem erhaben....
Zur Erheigerung:
Kevin war 2 Jahre alt und mochte noch nie U-Bahn fahren.... er quängelte, maulte, schrie, heulte usw.....
Ich war damals noch mit meinem Ami verheiratet d.h. wir sprachen nur englisch.....
neben uns zwei ältere Frauen, motzten über Ausländer und überhaupt, Erziehung usw.....
da guckte ich sie an und sagte auf deutsch: Kümmern Sie sich doch bitte um ihre eigenen Angelegenheiten!!!!
*stumm*
damit hatten sie nicht gerechnet.... hihi....
Viel Glück, das du Infos bekommst.
Gruß Tina _________________ Tina (*68), Thomas (*59), Kathleen (*91) und Kevin (*94) psychisch und seelisch krank
God, grant me the serenety, to accept the things I cannot change.
The courage to change the things I can.
And the wisdom to know the difference!
Hey du
Ich kann dir so gut nachfühlen, meine Tochter ist auch sehr kompliziert in ihrem Verhalten. Es gibt Tage, da mag ich gar nicht mehr mit ihr weggehen, weil sie sich oft so aufführt.
Ich bin sehr konsequent in der Erziehung, aber bis jetzt schlägt einfach nix an. Auch in der Schule sind sie ziemlich ratlos, was man noch machen kann...Wir haben schon alles ausprobiert, manchmal hat´s was geholfen und ich hab mich schon gefreut, aber nächsten Tag wars wieder vorbei.
die Probleme, welche du beschreibst, kenne ich nur zu gut
Mein Sohn ist Autist, man sieht ihm seine Behinderung auf den ersten Blick auch nicht an. Lediglich am Verhalten merkt man, dass er "anders" ist.
In punkto Erziehung kam ich mit ihm auch sehr schnell an meine Grenzen.
Behinderte Kinder sind meist in ihrer Entwicklung und in ihren allgemeinen Fähigkeiten eingeschränkt, aber genauso sind ihre Fähigkeiten "Erziehung anzunehmen" eingeschränkt.
Doch Erziehung ist auch für Behinderte Kinder sehr wichtig, und ich würde dir auf jeden Fall raten, dich an ein SPZ in einer Kinderklinik deiner Nähe zu wenden.
Ich habe am Anfang dieses Jahres einen Erziehungs-Kurs für Behinderte Kinder im SPZ in einer größeren Kinderklinik gemacht. Dieser Kurs nennt sich "Triple P" und richtet sich speziell auf die Erziehungsprobleme behinderter Kinder. Du brauchst eine Überweisung vom Kinderarzt und ein Rezept für diesen Kurs, welcher von der Krankenkasse bezahlt wird. Der Kurs geht in den Abendstunden einmal in der Woche und dauert ein paar Monate.
Ich denke schon, dass dieser Kurs in den größeren Städten angeboten wird. Frage am Besten mal bei deinem Kinderarzt oder direkt in der Klinik an.
Vielleicht hast du Glück und dieser Kurs findet auch in deiner Nähe statt.
Danke für die Antworten besonders auch an AngelaB!!
Darum werde ich mich gleich kümmern, wo es sowas gibt!
So ein Angebot irgendwo zu bekommen das ist ja mehr als ich mir je zu hoffen gewagt habe!!
Dann wird sich meine Krankenkasse ja mal wieder "freuen" *fg*, denn unser Kinderarzt ist super. Das Rezept habe ich shcon so gut wie in der Tasche! _________________ Liebe Grüße von Emily und Maren
Robin hört überhaupt nicht. Auf der Strasse ist es unmöglich ihn auf dem Gehweg zu halten, er saust dann auf die Strasse.
Manchmal bin ich froh wenn dann ein Auto um die Ecke kommt und ich dann sagen kann: Pass auf da kommt ein Auto. Dann bekommt er riesige Angst und bleibt zumindest 2 min bei mir.
Ich würde mit ihm niemals an einer Hauptstrasse laufen, da würde er nach noch nicht mal 5 Min. angefahren werden.
Probleme mit Kindern haben wir nicht, er haut und tritt nicht, dafür wirft er mit Spielsachen um sich und am liebsten mit Sand. Wenn ich schimpfe dann lacht er mich aus und findet es witzig. Ich habe es auch mit Geduld mit schimpfen mit aus dem Sandkasten nehmen versucht, aber bisher hatte ich leider keinen Erfolg.
Manchmal habe ich einfach keine Nerven mehr und lasse ihm einiges durchgehen - ja ich weiss der Weg ist auch nicht der beste - aber ich kann einfach auch mal nicht mehr.
Heute hat er sich kopfüber von der Couch gestürzt obwohl ich bestimmt 20 x gesagt habe er soll aufhören zu hüpfen. Er hat jetzt eine dicke fette Beule auf der Stirn und geweint wie ein Weltmeister. Da könnte ich dann aus der Haut fahren, weil ich mich dann immer wieder frage wofür ich überhaupt noch was sage...
Einkaufen ist auch ein leidiges Thema, er liegt vor dem Bezahlen fast immer quer vor der Kasse und bockt. Lass ich ihn liegen wirkt es nicht wirklich, nehm ich ihn einfach mit, brüllt er und beim nächsten mal das selbe.
Die Leute schauen, tuscheln und ich bin die junge Mutti die ihr Kind nicht erziehen kann.
LG
Leena - die weiss wie du dich fühlst.. _________________ R. 11/2004 v.A. Asperger-Autimus Störung der Graphomotorik, Feinmotorik, Störung der allg. Motorischen Entwicklung
Hi , Triple P ist nicht speziell für behinderte Kinder!!!!Für alle Kinder geeignet!
Hab da grad mein Referat drüber geschrieben.... Kurse gibts immer wieder mal deutschlandweit , auch in kleineren Städten. www.triplep.de -da finden sich auch aktuelle Termine.
Wobei Triple P ja auch sehr viel mit Belohnungssystem (Punktekarten usw) arbeitet.....
N Versuch ist Triple P jedenfalls wert.
Viel Erfolg!
Caroline
in diesem Kurs "Stepping Stones - Triple P", den ich belegt habe, ging es ganz speziell nur um die Erziehung Behinderter Kinder.
Dieser spezielle Kurs ist recht "neu", ursprünglich für gesunde Kinder gedacht. Doch es wurde jetzt auch einer für Eltern behinderter Kinder eingeführt.
Der Kurs wurde extra für alle Eltern mit Kinder, welche Behinderungen wie Down-Syndrom, Autismus, schweren Entwicklungsstörungen ect... eingeführt.
Natürlich kann man die Erziehungsmethoden zum Größten Teil auch an Gesunden Kindern anwenden, jedoch wurde in diesem Kurs speziell auch auf die Erziehungsproblematik besonderer Kinder eingegangen.
In den begleiteten Videos waren auch nur besondere Kinder zu sehen.
Themen wie Stereotypen, (Auto-)Aggresion, Weg-Lauf-Tendenz, Selbständigkeitserziehung, und die Besonderheiten der jeweiligen Körper- oder Geistigen Behinderung ect... wurden vorrangig behandelt.
Die Kinder wurden vor diesem Kurs von einer Ärztin in der Kinderklinik (SPZ) untersucht und auf ihren Entwicklungsstand geprüft.
Liebe Maren,
Dieser Kurs hat mir persönlich sehr viel gebracht, da ich mir über die eigenen Grenzen ( Erziehungtechnisch) klar geworden bin.
Nicht alles kann man mit Erziehung ändern.
Jedoch kann man einiges tun um sich den Alltag einfacher zu machen, du solltest ersteinmal herausfinden wo die Grenzen deiner Tochter liegen, indem du die Erziehungsmethoden anwendest.
So manch unerwünschtes Verhalten muss man aber auch akzeptieren.
Zum Thema Weglaufen, welches auch ein großes Thema für mich war:
Dieses Problem habe ich mit den besten Tipps und Tricks nicht lösen können, das SPZ hat mir letztendlich geholfen einen Reha-Buggy für meinen Sohn zu bekommen.
Liebe Maren, informieren kostet nichts, vielleicht hast du Glück und dieser spezielle Kurs läuft auch in deiner Nähe.
du hast Recht, ich hätte gleich etwas ausführlicher den Unterschied erklären sollen .
Ich weiß ja nicht wo die "normalen" Kurse angeboten werden, aber diese speziellen Kurse gibt es mit Sicherheit nur in Kinderkliniken oder auch nur in SPZ´s. Sie werden von Kinderärzten gehalten, welche glaube ich aus der Fachrichtung Kinderpsychologie kommen.
Dieses Angebot bekam ich damals von Patricks Kinderärztin und die Kosten liefen auch die Krankenkasse.
Vielleicht kannst du mir rein interessehalber erklären wo die anderen Kurse stattfinden und wer diese finanziert.
Danke im Voraus.
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