Verfasst am: 26.07.2007, 19:17 Titel: Was sollen wir davon halten? Verhalten des Arztes
Hallo ihr,
mein Freund hat sich bis zu diesem Jahr von einer Neurologin behandeln lassen, die sehr gute Arbeit geleistet hat - bekam ihn sogar sturzfrei !!! Dann sagte sie irgendwann, dass sie nicht mehr weiter kommt und hat ihn an einen Epileptologen überwiesen. Die Zusammenarbeit klappte auch - bis jetzt. Es kam das Lamictal raus und Trileptal rein. Ist ja auch okay, man muss ja (leider) ausprobieren. Nur ist es unter Trileptal schlechter!! Chrisitan stürzt wieder, was für uns ein großer Rückschritt ist .
Heute war er dort und schilderte das. Auch, dass er mit den Nebenwirkungen vom Trileptal nicht klar kommt. Mein Freund hat gefragt, ob er denn das Lamictal wieder haben kann, weil es damit besser war (keine Stürze). Davon wollte der Arzt gar nichts wissen, will aber auch nix ändern (???). Und als mein Freund dann sagte, dass die Neurologin vermutet, dass er beim Trileptal überdosiert ist (daher die starken NW), sagte er doch allen ernstes:
"Zu der gehen Sie nicht mehr, mit der will ich nichts mehr zu tun haben!" Ohne Begründung! Hallooo? Was ist das denn bitte?? Mein Freund möchte nun nicht mehr zu dem Epileptologe gehen, weil seiner (und auch meiner) Meinung nach die Neurologin viel besser ist. Ich meine er fällt sogar wieder um! (was lange nicht war) und der will nichts ändern! Ich finde es unmöglich und er auch. Wir hoffen nun, dass ihn die Neurologin wieder sturzfrei bekommt und evtl. das Lamictal wieder rein nimmt.
Ich meine, mein Freund ist 26 und nicht 6! Wenn er sagt, dass ihm das Trileptal nicht gut tut, dann wird das wohl stimmen! Mein Freund war heute zum letzten mal bei diesem Arzt und das kann ich verstehen. Er hat ganz klar gesagt, dass er wieder stürzt, das geht nicht! Und trotzdem verhält sich der Arzt so. _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
Hm, das finde ich allerdings auch sehr merkwürdig!!! Dieser Arzt soll doch bitte seine persönlichen Probleme mit einer Kollegin nicht auf dem Rücken seiner Patienten austragen...!!!
Wenn es Deinem Freund so viel schlechter geht unter Trileptal - dann muß doch was geändert werden! Das wird bei Louisa auch so gehandhabt! Und gerade unter Trileptal geht es ihr häufig schlecht. Sie bekommt zur Zeit beides, also Lamictal und Trileptal, wobei das Trileptal eigentlich schon längst ausgeschlichen sein sollte - aber es kommt immer wieder irgendwas dazwischen.... Kürzlich im Urlaub ist sie uns richtig eingebrochen, wir sind dann dort zum KKH und haben den Spiegel bestimmen lassen - viiiiiel zu hoch, Dosis sofort runter. Und da im Ausland, wo sie keiner kannte....
Neeeee, das würde ich mir nicht bieten lassen! Vielleicht nochmal den Versuch eines klärenden Gespräches starten (?) aber dann in Anwesenheit eines Dritten, und ansonsten sofort wieder zurück zu der "alten" Neurologin!
Alles Gute für Deinen Freund!!!!!
GLG Anja _________________ Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.
Vaclav Havel
Anja (*1969)mit F. und D. (*1998), D.: ADHS, L. (*2001) vorgeburtl. Schlaganfall, Hemiparese, Epi, GB und Y. (*2004) V.a. ADHS
Hallo Ihr Beiden,
das hört man leider immer wieder.....manche Doc's sind sich spinnefeind.
Geht zur Neurologin zurück und bittet Sie, entweder weiterzubehandeln, oder einen anderen Doc zu empfehlen.
Wenn Ihr Hintergrundwissen über die ortsansässigen DOC's haben wollt - wendet Euch an eine Selbsthilfegruppe.
LG Heike
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