Ich bin nicht selbst betroffen, studiere jedoch Sonderschullehramt, und habe auch zwei Praktika an Regelschulen absolvieren müssen. Ich möchte versuchen, aufzuzeigen, welche Faktoren in meinen Augen auch eine Rolle spielen würden.
Zum einen hat die Klassengröße eine enorme Bedeutung. In einer großen Klasse mit 25, 30 oder mehr Schülern- Das ist ja keine Seltenheit mehr.- ist es einer Lehrkraft, die alleine in der Klasse ist, nicht oder nur schwer möglich, ein Kind "besonders" zu betreuen. Die individuelle Förderung im Unterricht ist in einer kleinen Klasse besser möglich.
Wie ist denn die Klasse Deines Sohnes im Bezug auf das Verhalten?
Gibt es in der Klasse verhaltensauffällige Kinder? In Klassen, in denen der Lehrer sehr um Ruhe und Ordnung kämpfen muss, wird seitens des Lehrers nur noch wenig Kraft bleiben, um ein "besonderes Kind" zu betreuen, denn nebenbei muss er auch noch seinen Unterrichtsstoff durchkriegen. Vielleicht wird ein solcher Lehrer auch eher versuchen, ein Kind loszuwerden.
Bei einer großen und sehr schwierigen Klasse würde ich versuchen, das Kind in eine andere Klasse wechseln zu lassen, in der vielleicht mehr Ruhe herrscht, und dann auch mehr Zeit bleibt. Ich denke, das käme Deinem Sohn auch zugute.
So weit meine Sicht der Dinge.
Gruß, Isa. _________________ Isa (*1984) Studentin der Grundschuldidaktik für das Lehramt an Sonderschulen (Sprachbehindertenpädagogik/ Lernbehindertenpädagogik) mit bestandenem ersten Staatsexamen
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