ich denke , was Jule V.a. meinte ist die überraschende Tatsache, daß sich IKEA-Kinderbetreuungen eher imstande fühlen ein Epikind zu betreuen als eine Erzieherin im Kindergarten. Das finde ich sehr lobenswert und egal, welche Ausbidlung jemand hat, mit Anfällen umgehen lernt irgendwann jeder auch eine Nicht-Erzieherin. Ich finde es eher beachtlich, daß es für die Dame bei IKEA eine Selbstverständlichkeit war, daß Konrad nicht ausgeschlossn wird aufgrund seiner Epi und das Ganze auch ohne Oma.
Viele Beiträge hier im Forum beweisen leider immer wieder das Gegenteil, daß Epilepsie zum Ausschluß führen kann, selbst bei Personen, die mit Kindern geschult sind und wissen müßten, daß nicht jeder Mensch gesund auf die Welt kommt. IKEA hat einfach eine andere Philosophie, was man hier in Deutscland gar nicht erwarten würde. Aber wir können uns an Ländern wie Schweden ein großes Beispiel nehmen wie selbstverständlich dort mit Kindern umgegangen wird, egal, was sie haben. Wo findet man hier sonst in Deutschland bei einem anderen Möbelhaus ein Stillzimmer?
Lieben Gruß
Petra _________________ E. (01/04): Panayiotopoulos-Rolando-Epilepsie, komplizierte Fieberkrämpfe, Dyspraxie, V.a. auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung, Autismus, einfache Aufmerksamkeitsstörung
Genau wie Petra das sagte.. Ich denk auch, dass das so gemeint ist..
Sieht man ja schon an den Reaktionen der Eltern. Viele trauen sich gar nicht ihr Kind mit Epi (oder was auch immer) irgendwo kurz allein zu lassen, weil sie Angst haben müssen, dass das Kind falsch (z.B. übervorsichtig..) behandelt wird oder gar nicht erst mitspielen darf.
Wäre ich Erzieherin wäre es mir auch lieber, wenn ich kurz erklärt bekomme was speziell bei dem Kind zu beachten ist und was ich im Falle des Falls genau tun muss.
Hatte ich schon mal irgendwie geschrieben. Durch jeden Epi-Anfall fühlt man sich sicherer als Aussenstehender, weil man irgendwann den Ablauf kennt und einfach besser handeln kann als wenn man sowas zum ersten Mal sieht. .. Klar hat man immer Angst, gerade bei Familienmitgliedern, aber man handelt einfach bewusster, als wenn man das erste Mal in eine Situation kommt...
Darum nochmal: Dickes Lob an IKEA, dass sie sich das Ganze zutrauen und die Kinder mit sowas nicht einfach ausschließen...
das Erfreulich an diesem Erlebnis war, wie Petra und Katha es geschrieben haben, wirklich die Bereitschaft und Selbstverständlichkeit in der Konrad + Epi begegnet wurde. Es vermittelt Normalität und bremst damit auch die eigenen Ängste.
Besonders nach der Erfahrung im Kindergarten freue ich mich immer wieder, wenn Konrad als Ganzes und nicht nur als krank oder gar abschreckend gesehen wird, denn Konrad ist wesentlich mehr als nur ein Kind, welches jeden Moment krampfen könnte.
Das komische bis ironische an der Begebenheit ist, daß man diese nette, aufgeschlossene Reaktion (besonders im Begründungszusammenhang mit einer Ausbildung) wohl eher in einem Kindergarten als in der Kinderbetreuung eines Möbelhaus erwartet hätte.
In diesem Sinne - ein Hoch auf IKEA (übrigens die Fiale in Güntersdorf bei Leipzig)
Jule _________________ ... mit Konrad (*2002) - Frühchen (28+3 SSW), Epilepsie (V.a. Panayiotopoulos Syndrom) (anfallsfrei), Sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84.8), Zystennieren - daraus resultierender Bluthochdruck Unsere Vorstellung
Neulich waren meine Mutter, ich und meine Kinder kurz (ich wollte nur eine große weise Kerze) und spontan bei Ikea. Natürlich wollte Frida (fast 7 Jahre) sofort in die Kinderbetreuung und wenn Frida will, dann will Konrad auch. Ja was mach ich - nur Frida abgeben ist gemein - beide nicht abgeben ist auch gemein... gut also Oma mit Rektiolen auf dem Sofa vor der Kinderbetreuung abgestellt und die Kinder angehalten sofort wenn sich Konrad "komisch" fühlt nach Oma rufen.
Beim Abgabeprozedere fiel der "Betreuungstante" die Oma auf dem Sofa auf und sie sagte ständig: "Oma kann doch mitgehen", "Oma muß nicht warten." ... Nachdem alles abwiegeln nichts half, klärte ich sie über Konrads Epi auf.
Einschub: Konrad flog auf Grund seiner Epilepsie aus seinem Kindergarten.
Die nette Ikea-Kinderbetreuungsfrau schaute mich verständnislos an und sagte: "Wissen sie, wir haben hier alle eine Ausbildung - die Oma kann mitgehen - es ist kein Problem."
Natürlich blieb Oma trotzdem auf dem Sofa sitzen - sicher ist sicher.
Was heißt das, wenn ich unzuläßig verallgemeinere:
Sind Ikea-Kinderbetreuungsdamen besser ausgebildet als 10 Kindergärtnerinnen samt Heilpädagogin in Konrads alten Kindergarten?
Wäre Ikea eine Alternative in unser kindergartenlosen Zeit?
Jule - die das irgendwie lustig und nett findet
Haben die sich das im Kiga nicht zugetraut? Auch nicht mit Integrationskraft?
ja, dort hat sich das keine Erzieherin zugetraut.
Eine Integrationskraft für Konrad gab es nicht - weil Regelkindergarten.
Aber das Problem war weniger das nicht Zutrauen, eher die gesamte Herangehensweise: Epilepsie - nein Danke!
Bevor auch nur einer mit mir gesprochen hatte oder Informationen eingeholt wurden war alles beschlossene Sache und wir konnten sehen wo wir bleiben...
Deshalb freue ich mich immer, wenn die Epilepsie nicht als unüberwindliches Hindernis gesehen wird.
hey, das lass ich unserem kiga auch lesen. unser kleiner wurde auch aus der gruppe geworfen wegen der anfälle! nun hat er eine zweite chance in einer anderen gruppe bekommen... aber täglich gehe ich mit dem gefühl heim "wie lange hat er noch bis der nächste rauswurf kommt"....
das ist ja mal echt ne nette Geschichte! Aber meinst Du nicht, dass die Anfahrt etwas weit ist? Und so ein bundeslandübergreifender Fahrdienst ist immer schwierig
LG
Nellie, die auch mal wieder zu IKEA gehen will _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
ja, dort hat sich das keine Erzieherin zugetraut.
Eine Integrationskraft für Konrad gab es nicht - weil Regelkindergarten.
Aber das Problem war weniger das nicht Zutrauen, eher die gesamte Herangehensweise: Epilepsie - nein Danke!
Bevor auch nur einer mit mir gesprochen hatte oder Informationen eingeholt wurden war alles beschlossene Sache und wir konnten sehen wo wir bleiben...
Deshalb freue ich mich immer, wenn die Epilepsie nicht als unüberwindliches Hindernis gesehen wird.
Liebe Grüße
Jule
Bei meiner Tochter sind die Anfälle erst in der Schule aufgetreten. Sie ist vorher schon als Integrationskind in der normalen Grundschule gewesen.
Die haben dort total super reagiert. Haben lange Gespräche mit uns geführt, Diazepam ist dort hinterlegt und es gibt einen "Notfallplan" wer was tut, wenn ein Anfall auftritt.
Hallo,
wißt ihr, was ich mir dabei denke, wenn ich das lese? IKEA ist nun mal ein schwedisches Unternehmen und die Firmenphilosophie ist in allen Ländern gleich. Damit will ich sagen, für die macht es keinen Unterschied ob jemand anders ist oder ob er Epilepsie hat. Sie sind für die alle gleich und es wird nicht so ein Tamtam gemacht. Sie sind einfach nicht so kompliziert.
Ein anderes Beispiel: wir waren auch bei IKEA, Kinder im Kinderparadies abgegeben. Auf einmal klingelte das Handy und ich dachte schon, Max hat einen Anfall War aber nicht, sondern Windel war übervoll, Max hatte Durchfall . Ich also meine Kinder abgeholt. Da wurde ich erst mal gefragt, warum ich auch meine Tochter abholen wollte, ich könnte doch Max wieder bringen und zum anderen hätten sie ihn auch gewickelt aber das dürften sie nicht. Sie haben sich wirklich tausendmal entschuldigt, dabei war es mir doch super peinlich.
Eigentlich sollten wir unsere Kinder jeden Tag zu IKEA bringen, statt in den KiGa. Es wäre sogar billiger, aber nur, wenn wir nicht auch im Haus bleiben.
LG
Barbara _________________ Max, *1-2003, Polymicrogyrie links mit daraus resultierender Hemiparese rechts und fokale Epilepsie, rezeptive und expressive Sprachentwicklungsstörung
Carla-Maria *3-2000, 36 SW.; 1930g, 44cm - ADHS
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