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marianne
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BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ich kann nur Mariella zustimmen, dass ich es sehr wichtig finde, dass die Eltern BEIDE die Erwachsenen sind und nicht eine/r der Beiden sich auch noch als Pflegefall benimmt.

Als ich merkte, dass Janoschs massiven Verhaltensauffälligkeiten mir alle Kraft aussaugten und weder für mich selber noch für meinen Mann noch für Hobbys oder Freunde Kraft übrig blieb, habe ich auch gezielt aus diesen Gründen nach Verbesserung der Situation gesucht, denn ich bin mit einem Großvater aufgewachsen, dessen chronische Erkrankung er allen aufzwang. Die ganze Familie musste jede Körperregung sozusagen mit durchdiskutieren und zu ihrem Problem machen. Sowas, finde ich, geht zu weit. Jede Einzelperson in einer Familie, ob behindert oder nicht, braucht ihren Raum und Selbstausdruck. Das klappt natürlich nie gleichmäßig und natürlich stecken Erwachsene wegen der Kinder je kleiner und kränker sie sind, mehr zurück, aber mir war es immer sehr wichtig, dies als Übergangssituation zu sehen, die so schnell wie möglich entlastet werden musste.

Heute leben wir Eltern unsere gesunden Anteile, immer mehr auch mit Janosch zusammen und er bekommt genug Bestätigung und Liebe durch uns wie auch unter Seinesgleichen in seiner Schule und HPT. Ohne Ganztagsbetreuung wäre ich aber der Meinung, dass sowohl er als auch wir Eltern zu kurz kommen.

Nach den ersten schwersten Jahren mit Janosch war ich gesundheitlich sehr angeschlagen. Aber ich bin nie in die Krankenrolle meinem Mann gegenüber gerutscht, obwohl ich krank war. Aber ich habe selbstverantwortlich die Auszeit genommen und gestaltet, die ich brauchte, ohne dass ich mich wie ein Pflegefall oder ein krankes zweites Kind benahm. Das fand ich extrem wichtig.

Lieber Gruß! Marianne

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Janosch (06/00), leichte geistige Behinderung, Autismus-Spektrum-Störung (AS), Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

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marianne
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BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich meine ich NICHT die Eltern behinderter Kinder, die selber behindert sind, mit meiner Kritik, sondern die Haltung, wenn ein Elternteil sich (egal ob krank oder gesund) wie ein krankes Kind benimmt und dem anderen die alleinige Erwachsenenrolle aufdrückt.
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Janosch (06/00), leichte geistige Behinderung, Autismus-Spektrum-Störung (AS), Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

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Marion+Sara
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BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marianne

Danke Marianne für die Aufklärung,hab ganz vergessen das dazuzuschreiben.Aber natürlich gibt es auch Eltern die wirklich krank oder behindert sind,nur daß die sich in den seltensten Fällen so aufführen.

LG Marion

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Marion35+Sara 14,28ssw frühkindlicher Autismus mittelgradige kognitive Behinderung und Jannis 15 kerngesunder Teeni
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Sabine/Kimea
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BeitragVerfasst am: 22.07.2007, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Das Gefühl kenne ich auch und wie, habe auch oft das Gefühl eines der Kinder kommt zu kurz. Die Kidis sehen das aber irgendwie anders. Ich versuche mir für jedes einzelne Kind im Wechsel Zeit zu nehmen, so wies halt grad passt.

Für mich ist super wichtig dass ich für mich was tun kann (habe dies in meiner Arbeit gefunden, da tanke ich Energie für die Familie) und ein grosses Anliegen ist mir die Partnerschaft zu pflegen. Klar mein Mann kann für sich selber sorgen, aber ein Abend/Morgen oder was immer mit ihm ganz alleine nur für die Beziehung brauchts auch. Finde wenn die Beziehung stimmt hat man auch mehr Kraft für den Alltag. Klar die Kinder gehen vor. Dies sind nicht Tage im Monat sondern mal hier ne Stunde am Abend oder morgen oder so.

LG
sabine

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Sabine (68), Marc (64), Timo (90) gesund, Kim (93) Spina bifida+Diabetes insipidus renalis, Jessica (96) Diabetes insipidus renalis, Luca (01) ein besonderes Kind und Michelle (07) gesund
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Claudia+Jakob
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BeitragVerfasst am: 23.07.2007, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr alle,

wir machen uns auch oft genug Gedanken darüber, ob wir mit Lukas richtig umgehen. Da bei uns die Nächte zum Teil nicht zum Schlafen da sind, weil Jakob da einfach keine Lust drauf hat (und das seit es Jakob gibt) - so kann sich bestimmt jeder vorstellen, wie wir am nächsten Früh gelaunt sind. Und die Stimmung muß meistens Lukas abfangen, wenn er irgendwelchen Quatsch macht.
Ich finde es selbst nicht gut, aber ich hab den Weg aus dieser doofen Situation noch nicht gefunden.

Auf der anderen Seite kommt Lukas nicht übermäßig zu kurz. Seitdem Jakob auf der Welt ist haben wir uns immer - abwechselnd einer von uns - Zeit für Lukas genommen. Und das ist auch heute noch so, z.Bsp. Zoobesuche, Freunde besuchen, ...

Ganz wichtig finde ich auch den Bereich Partnerschaft. Wir sind auch an einem Punkt angekommen, wo wir ganz dringend etwas für uns tun mußten. Wir haben nun regelmäßig einen Babysitter und die Zeit zu Zweit tut richtig gut.

Liebe Grüße Claudia

_________________
Claudia (03/80) und Wini (08/74) mit Lukas (08/03) gesund und Jakob (02/05) komplexe Entwicklungsverzögerung, Mikrozephalus, Balkenhypoplasie, PEG, Epilepsie
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