Verfasst am: 02.07.2007, 17:50 Titel: Ich komme nicht auf die Höhe!!!!
Im April 2006 ist unsere kleinste Tochter "Svea" mit fast 1 Jahr an einer sehr seltenen Krankheit (Parvovirus B19 m. akutem Leberversagen) erkrankt. Wir mussten zu diesem Zeitpunkt sehr um ihr Leben kämpfen. Wir mussten auch viele Krankenhausaufenthalte auf uns nehmen und das Klinikum war fast 700 km von daheim weg, sodas meine beiden Großen (5 und fast 7) da immer bei der Oma waren, weil mein Mann mitgefahren ist. Wir durften nach einem 3-wöchigen Aufenthalt in Essen dann über ein halbes Jahr alle vier Woche zur Infusion dort hoch fahren, es war sehr nervenaufreibend weil wir dann zwischen 10-12 Std. für die Infusion auf der Intensivstation saßen. Seit Januar 2007 ist dies zum Glück vorbei, wir müssen jetzt alle 2 Wochen zur Blutentnahme. Die andere Infusion kann sie zum Glück bei uns jetzt in der Kinderklinik bekommen. Ihr geht es soweit jetzt auch gut, aber daher sie Immunsupresiv ist, kann jede größere Krankheit bei ihr das Ende auslösen. Daher die Krankheit auch noch sehr unerforscht ist, weiß man nicht wie es weitergeht und ob sie es ein Leben lang überlebt.
Es ist für uns eine sehr heftige Belastung und vorallem komme ich irgendwie nicht auf die Höhe. Wir waren jetzt im Mai auf Familienreha, es war sehr schön, aber danach gings mir bald wieder schlecht. Ich habe Tage da könnte ich einfach nur noch weinen.
Ich würde mich auch freuen, jemanden zum schreiben zu finden der auch ein chronisch krankes Kind hat und dem es ähnlich geht wie mir.
ich selbst habe kein chronisch krankes Kind, aber ich kann aufgrund der Überlastung sehr gut verstehen, wie es dir geht. Mich selbst hat damals das "Drumherum" der Frühgeburt meiner Tochter psychisch aus dem Gleichgewicht gebracht.
Du hast ja schon so einiges durchmachen müssen und vieles steht noch bevor. Ich denke, es ist wichtig, dass du versuchst, neben all den Belastungen auch gut für dich zu sorgen, dir Gutes tust und dir mal die eine oder andere Auszeit nimmst. Dies ist leider immer leichter gesagt, als getan, ich weiß. Aber trotzdem!
Wenn du dich - verständlicherweise - durch die ganze Situation überlastet und dadurch auch überfordert fühlst, gibt es die Möglichkeit, dass dich jemand entlastet? Dass es dir kurz nach der Reha schnell wieder schlechter ging, ist m. E. auch ein Zeichen der Überbelastung und Überforderung. Hast du dir ggf. schon einmal Gedanken gemacht, dir psychologische Unterstützung zu holen?
Wichtig ist, dass du dir Hilfe suchst. Leider kann ich aus eigener Erfahrung Romane darüber schreiben , aber wichtig ist, dass du es tust. Sicherlich mußt du auch noch die schlimme Erkrankung deiner Tochter verarbeiten. Das kann man auf Dauer alles nicht schaffen.
ich kann Dich sehr gut verstehen-- bin zur Zeit auch völlig fertig und etwas überlastet mit der ganzen Sache... wenn Du magst kannst ja eine PN schreiben...
LG Melle _________________ Melanie und der Sonnenschein Lea
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