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Verfasst am: 01.07.2007, 21:28 Titel: Kann das Epilepsie sein?
Hallo,
Nico hat die Angewohnheit, dass er ständig durch die Gegend hüpft und dabei mit den Armen rudert, beim Buchanschauen z.B. sitzt er auf den Füßen und hüpft auch, ausserdem spannt er dabei immer den ganzen Körper ziemlich an, besonders das Gesicht und zieht die Luft laut durch die Zähne ein. Das Ganze sieht dann auch fast so aus als würde er zittern.
Jetzt haben mich schon mehrere Leute drauf angesprochen, ob das Krämpfe sein können.
Also ich war eher der Meinung, dass er das bewußt steuert, mach mir aber jetzt doch so meine Gedanken und überlege ob es sinnvoll wär ein EEG zu machen.
Das wurde auch bei der Entwicklungsdiagnostik in der Kinderklinik empfohlen, aber eher wohl nur als Routineuntersuchung, damit das halt auch gemacht ist.
Wie denkt ihr denn da drüber, soweit man das halt aus der Ferne beurteilen kann.
Liebe Grüße
Elke _________________ Liebe Grüße
Elke
Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
mit großem Bruder und großer Schwester
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Verfasst am: 01.07.2007, 21:29 Titel:
Hallo nochmal,
was ich noch sagen wollte bei Aufregung oder wenn er sich freut verkrampft er sich auch immer total.
LG Elke _________________ Liebe Grüße
Elke
Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
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natürlich kann ich dir nur raten, ein Schlaf EEG machen zu lassen, wenn du dir unsicher bist und die Kinderklinik meint ja auch das eines nötig wäre.
Aber soweit mir erklärt wurde, muss man im EEG nicht unbedingt was sehen, obwohl ein Krampfleiden vorhanden sein kann.
Aufgrund deiner genauen Beschreibung wird dir ein erfahrener Neurologe aber trotzdem helfen können.
Bei meinem Sohn Patrick konnte aufgrund seiner extremen Unruhe kein EEG gemacht werden, doch er wurde nach zwei gescheiterten EEG´s trotzdem eingestellt. Patrick hat ja auch eine ganz ungwöhnliche Anfallsform. Er biß sich regelmäßig und plötzlich, manchmal sogar 2-3 mal täglich auf die Zunge, gezuckt hat er auch ein paarmal.
Der erfahrene Arzt war sich sicher, dass es eine Form von Epilepsie ist.
Seit er auf Ofiril long eingestellt ist, hat er sich zum Glück nicht mehr gebissen und auch nicht mehr gezittert .
Du schreibst, dass dein Sohn im Kreis hüpft und mit den Armen rudert.
Das macht Patrick auch sehr oft und sehr lange am Tag. Aber bei ihm liegt es eindeutig an seinem Autismus und der Hyperaktivität, warum er das macht. Es ist eine sogenannte Stereotype. Es ist eine Form von Stressabbau und befriedigt auch seinen Bewegungsdrang.
Ist dein Sohn sonst auch sehr unruhig?
Hat er denn autistische Züge?
Das hört sich, aus der Ferne beurteilt , so an, als wäre dein Sohn auch ziemlich unruhig und angespannt.
Bei Aufregung verkrampft sich Patrick auch, und dann hüpft er erst recht
Ein "zittern" sollte aber sicher abgeklärt werden.
Hallo Elke, kann mich nur Angela anschließen. Das Sich-Anspannen, Hüpfen und mit den Armen flattern kenne ich auch von unserem Janosch bei Freude oder Aufregung und er geht dann auch in den Zehenspitzengang. Aber das Zittern kenne ich nicht. Wir haben bei Janosch vorsichtshalber zweimal ein EEG machen lassen, das beide Male unauffällig war.
ich habe eben gerade gesehen, dass du schon einmal eine ähnliche Frage gestellt hattest, aber im Bezug auf Krankengymnastik, Frühförderung.
In diesem Thread wurde ja auch darüber diskutiert, ob dein Sohn autistisch oder hyperaktiv ist. Vermehrte Unruhe konntest du verneinen.
Wie du schreibst, liegt bei deinem Sohn glaube ich der Verdacht auf einen Gen-Defekt vor.
Das schließt eine autistische Störung aber nicht aus, und Autismus ist, wie dir bestimmt schon gesagt wurde, ein breites Feld.
Ich würde dir raten das EEG zu machen, um Klarheit zu bringen und deinen Sohn aber auch einem Kinder- und Jugendpsychiater vorstellen.
Nur er kann geeignete Untersuchungen und Tests machen, um Autismus auszuschließen.
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Verfasst am: 02.07.2007, 22:12 Titel:
Hallo Angela,
hab hier im Forum schon einiges über Autismus gelesen und hab ihn da noch nirgends entdecken können. Er ist generell nicht unruhig, kann sich auch konzentrieren, nimmt Blickkontakt auf und ist eher leicht lenkbar und kann auch regeln einhalten, soweit man sie ihm sprachlich verständlich machen kann.
Bei ihm ist eher auffällig, dass er noch nie eine wirkliche Trotzphase hatte.
Natürlich bin ich nur ein Laie, aber auch bei der Entiwcklungsdiagnostik und bei der Humangenetik wurde Autismus immer ausgeschlossen (wobei mir schon klar ist, dass das auf dem Gebiet keine Spezialisten sind). Meinem Gefühl nach würde ich aber Autismus ausschließen.
Was mir halt auffällt sind seine Stereotypien.
Auf die Zunge hat er sich eine Zeit lang auch sehr oft gebissen. Auf die Idee, dass es Epilepsie sein könnte wär ich ja da nie gekommen, hab eher gedacht, dass sie vielleicht zu groß ist, aber mittlerweile passiert ihm das nur noch selten.
Liebe Grüße
Elke _________________ Liebe Grüße
Elke
Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
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vielleicht ist es doch sinnvoller, wenn Du ein EEG machen lässt und deinen Sohn einem Kinderneurolgen vorstellst. Nur so kannst Du in absehrbarer Zeit sicher sein, ob das Verhalten deines Sohnes ganz normal ist, oder ob vielleicht eine Epilepsie oder anderes zugrundeliegt. Denn Du machst Dir schon Deine Gedanken und meiner Erfahrung nach sollte man versuchen, empfohlene Untersuchungen in Angriff zu nehmen, wenn auch nur um das eine oder andere auszuschliessen.
Mein Sohn (11) hat eine fokale Epilespie, die glücklicherweise bis jetzt nicht sehr schlimm ist und im täglichen Leben sind weder er nur wir beeinträchtigt. Er geht normal zu Schule. Der einzige Unterschied ist, dass er 2xtäglich Tabletten nehmen muss. Aber ich bin schon froh zu wissen, was er hat, und ich mit dem Thema auseinandersetzen kann.
Als er ca. 3 J. alt war fand ich zum ersten mal, er spricht nicht so gut wie andere. Hinzu kamen nächtliche Zuckungen, die ihn natürlich in keinster Weise beeinträchtigten. Auch wir dachten, das wäre nicht weiter schlimm und würde sich schon geben. Auch sein KA hat das ganze nicht als so schlimm angesehen. Obwohl er ihn dann doch zur Logopädie und Ergotherapie geschickt hat. Ich hatte damals grosse Sorge, dass er mit den anderen Kindern seines Alters irgendwie nicht mithalten könne bzw. dass er vielleicht ein Problem hätte. Das mit der Sprache hat sich auch gegeben, aber im Alter von 8 Jahren hatte er dann einen ersten nächtlichen Anfall. Daraufhin wurde Epilepsie diagnostiziert. Wenn ich heute zurückdenke hätte ich viel früher meinem Gefühl nachgeben müssen, dass er vielleicht doch etwas hat. Aber ganz ehrlich gesagt wollte ich von keinem Arzt hören, dass mit meinem Sohn vielleicht etwas nicht ganz o.k. ist. Denn eigentlich war ja im großen und ganzen alles in Ordnung. Also habe ich nicht tief genug nachgehakt.
Ich will dir mit unserer Geschichte eigentlich nur aufzeigen, dass, wenn man schon das Gefühl hat, irgendetwas könnte da sein, sollte man seinem Gefühl zu Wohl des Kindes nachgeben und alle empfohlenen Untersuchungen machen. So kann deinem Sohn vielleicht schon so früh geholfen werden, dass Du schon bald nichts mehr davon merkst und Dir keine unnötigen Gedanken machen musst, die einen natürlich auch belasten.
Trotzdem wünsche ich euch, dass bei deinem Sohn alles in Ordnung ist, was ja genauso gut möglich ist. Und wovon man natürlich auch ausgehen sollte.
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Verfasst am: 03.07.2007, 14:39 Titel:
Hallo Margarete,
hat sich bei deinem Sohn etwas verändert, nachdem du ihm die Medikamente gegeben hast, hat er dann diese nächtlichen Zuckungen nicht mehr gehabt.
Ich denke mir manchmal, vielleicht bin ich schon leicht hysterisch und ich will ja auch nicht wegen jeder Kleinigkeit immer gleich zum Arzt rennen.
Komisch, ich konnte früher mit der Schulmedizin eigentlich wenig anfangen, behandel auch jetzt meine Kinder fast ausschließlich homöopathisch, aber bei Nico, mit den ganzen Aufregungen die wir schon hatten gelingt mir das nicht mehr so ganz. Ich mach mir einfach viel mehr Gedanken, die ich mir bei meinen Großen nie gemacht hab.
Auch bei dieser Frage die hier gestellt hab, überlege ich, ob ihr mich vielleicht für hyterisch haltet, weiß auch nicht warum .
Ich werd wohl in der Kinderklinik anrufen und einen Termin ausmachen.
Liebe Grüße
Elke _________________ Liebe Grüße
Elke
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Liebe Elke,
auch mir ging es so, dass ich Angst hatte als hysterisch zu gelten oder als übervorsichtig. Ich denke aber, dass niemand Dich hier für hysterisch hält, denn alle User hier im Forum haben die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Ihren Kindern und auch mit dazugehörigen Ängsten und Fragen. Ich würde sagen, kläre ruhig all deine Fragen ab, nur so hast Du Gewissheit. Und ich glaube nicht, dass z.B. ein Kinderneurologe Dich einfach so ohne Untersuchung wegschicken würde oder Deine Ängste als hysterisch abkanzelt. Manchmal möchte man ja nur etwas ausschließen, und das wissen die Ärzte auch und handeln entsprechend. Und wenn man Gewissheit hat, wird vieles auch einfacher.
Bei meinem Sohn hat sich durch die Medikamente kaum etwas verändert, er verträgt sie sehr gut, ausser dass er morgens müde ist (das liegt aber auch daran, dass er nicht früh genug schläft). Er ist ein einfach zu handhabenes Kind, treibt Mannshaftssport (Fussball, Tennis) und hat keinerlei Schwierigkeiten mit Freunden,Lehrern oder anderen Personen. Seine Anfälle kommen in großen Abständen (alle paar Monate). Leider weiss ich nicht, wie häufig er Anfälle bekäme, würde er keine Medikamente nehmen. Ich gehe schon davon aus, dass seine Medikamente das meiste epileptische Potenzial unterdrücken und ohne Medikamente ginge es glaube ich nicht so gut (das ist so mein Gefühl, wenn ich ehrlich zu mir bin).
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Verfasst am: 03.07.2007, 16:46 Titel:
Hallo Magdalena,
danke für deine Antwort, da bin ich schon wieder etwas beruhigter, tut doch gut mit Leuten zu reden, die wissen, was in einem vorgeht.
Schön das es deinem Sohn so gut geht, wie's ohne Medikamente wär kann man wohl nur vermuten, aber darauf läßt man es ja nicht ankommen.
Vielleicht ist es auch meine Angst, was tun wenn die Untersuchung doch auffällig ist, aber nicht Wissen macht es auch nicht besser.
Also werd ich gleich mal in der Kinderklinik anrufen.
Liebe Grüße
Elke _________________ Liebe Grüße
Elke
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