Verfasst am: 27.06.2007, 18:20 Titel: Lange Autofahrt mit behind. Kind - 2 x 600 km an einem Tag
Hallo, ich habe mal eine Frage wie ihr das vielleicht mit euren Kinder handhabt. Ich würde gerne im Juni nach Nürbur fahren das sind knapp 600km von uns, dort ist dann ca 2 Std Aufenthalt und am selben Tag die Strecke zurück. Nun Frage ich mich aber ob das für Paul vielleicht zuviel ist? Für gesunde Kinder ist die Strecke ja bestimmt schon anstrengend. Ich möchte ihn aber eigentlich ungern fremdbetreuen lassen da es sich ja um meherer Std bzw den ganzen tag handelt. Also, was nun? Mitnehmen oder nicht? Sollte ich dazu vielleicht den Arzt befragen? Gruß Jill
Deine Frage lässt sich wohl so pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich wichtig wäre schon zu wissen, wie Paul das Autofahren sonst so verträgt und wie er auf kurze oder auch etwas längere Strecken reagiert. Dazu kommt noch die weitere Frage, ob du mit deinem Kind ganz allein unterwegs wärst. Wie gut ist seine Epilepsie eingestellt? Benötigt er permanente Betreuung?
Du schreibst, dass er höchstens auf dem Entwicklungsstand eines 6 Monate alten Babies ist. Also ich würde mit einem so kleinen Kind keine 1200 km am Tag fahren!!! Nicht wegen dem Kind und auch nicht wegen mir selber. Aber natürlich kann es z. B. auch sein, dass er normalerweise im Auto schläft und gut zufrieden ist - dann ist es schon zu überlegen. Alleine mit dem Kind so weit zu fahren halte ich für ein ziemliches Wagnis - man kann eben leider auf der Autobahn nicht überall und einfach so anhalten!
Wir fahren regelmäßig zu unserer ältesten Tochter, das sind 730 km - eine sehr weite Strekce, immer eine Herausforderung für die Kinder. Doch wir sind eben zu zweit und einer kann sich um die Kinder kümmern, sie mit Trinken und Essen versorgen, mit ihnen spielen......! Für und mit unserem S. ist die Fahrt jecoch immer wieder eine Herausforderung!
Überleg es dir wirklich gut ob es Sinn macht!
Liebe Grüße
Iggis _________________ Mutter und Pflegemutter von
3 leibl. erwachsenen Kindern (83, 87, 89) - jüngste Tochter CF, AV-Malformation, herzkrank (war 15 Jahre tracheotomiert)
6 Pflegekinder (93, 98, 02, 03, 08, 09) dadurch
Erfahrung mit Autismus, Autoaggression, Deprivation, FAS, Missbrauch, Misshandlung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung......
das kommt wohl sher auf das Kind an. Ich würde nicht mal in einem Tag nur eine Strecke mit Linn schaffen. Unsere Grenze sind 4 h, länger schafft sie es nicht. Und 2 h sind so ungefähr die Grenze für uns an einfacher Fahrt, dass wir an dem Tag auch wieder zurückkönnen, ansonsten muss es mit Übernachtung sein.
LG
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
An einem Tag find ich das auch viel,und nicht nur für Paul.Hast du schon mal an Jugendherberge gedacht?Es gibt mittlerweile recht gute behindertengerechte.
LG Marion _________________ Marion35+Sara 14,28ssw frühkindlicher Autismus mittelgradige kognitive Behinderung und Jannis 15 kerngesunder Teeni
Hallo Jill!
Meine Kleine ist auf dem gleichen Entwicklungsstand wie Paul.
Ich würde vielleicht meine kleine Maus mitnehmen.Sie fährt gerne Auto - auch lange Strecken. Nur wenn jemand bei ihr hinten sitzen würde, um bei ihr zu sein - falls ein Anfall kommt. Und sie müßte sich bei dem 2-stündigen Aufenthalt die Möglichkeit haben sich mal hinzulegen.
Überlege es dir in Ruhe. Ich hoffe du hast eine entspannte Reise.
Sandra _________________ Isabelle (31.08.01)keine Diagnose,kann nicht laufen-stehen-sitzen,schwere Epilepsie,VNS von 03.2006 bis 03.2008
wir waren dieses Jahr mit Nina am Gardasee - ein idealer Urlaub. Tagesstruktur von Nina hat gepasst, Hotel hat gepasst, Gesundheit war stabil, Wetter war klasse ... Mein Mann und ich waren der Meinung, dass es unser bisher bester Urlaub zu dritt war. Nina (8,5 Jahre - Entwicklungsstand ca. 5 Monate) fährt gern Auto und ich glaube, es sind von uns aus so 900 km (Dresden - Torbole > bin schlechte Schätzerin).
Wir fuhren früh 5.30 Uhr los, Nina schlief die ersten Stunden im Auto. Wir hetzen nicht, sondern fahren zügig spritoptimal. Essen, Trinken, Windelutensilien, Notfallmedikament aufgrund der Epilepsie und eine Matte, so dass wir Nina in unseren Pausen hinlegen konnten - also eine durchdachte Vorbereitung, war für uns Voraussetzung. Und wir haben uns gegenseitig als Unterstützung gehabt.
Wir hatten vorher den Arzt gefragt, da wir ursprünglich nach Mallorca fliegen wollten, und bekamen auch schon ein Prospekt bezüglich Epilepsiemedikamente und Zeitverschiebungen bzw. Verhalten bei Flügen - mit einem Rollstuhl im Flugzeug scheint es aber nicht so einfach zu sein.
Ich denke, Du müsstest sehr gut planen und trotzdem auf Unerwartetes eingestellt sein und Dich nicht zwingen, tats. allein die Strecke in der geplanten Zeit schaffen zu müssen.
Empfehlen würde ich Dir aber erst einmal ein Gespräch mit dem Arzt.
was macht paul sonst den ganzen tag
sitzt er viel im reahstuhl oder so.
dann finde ich es fast egal, ob er nun im rehastuhl oder buggy oder autositzt ist, lieblingsmusik und kinderkasetten, wenn er so was mag, und viele pausen.
ich nehm meine kids auch mit, eigentlich lieben sie auch autofahren, wenn der kindercasettenrecorder mit ist,
lg natascha
über eine zwischenübernachtung würde ich auf jeden fall nachdenken, nicht nur wegen paul auf wegen euch _________________ natascha mit julia 93, gina 97 mageneingangfehlbildung mit reflux (hiatushernie) morotrische defizite, maria und anna 02, zehenfehlstellung, empfindliche lungen, maria extrem mit narbenbildung nach lungenentzündung, die 4 sind das wundervollste chaos dieser welt
ich schaffe 800 km an die Ostsee alleine mit den Kindern an einem Stück. Allerdings habe ich zwei Kinder, die sehr pflegeleicht beim Autofahren sind.
Meintest Du eigentlich Nürnberg? Dann würde ich an Deiner Stelle mit dem ICE fahren. Der müsste doch in 5 Stunden unten sein und Du fährst umsonst (Ich nehme an, Du hast für Paul einen Behindertenausweis?) Obwohl ich sehe gerade, dass er vor kurzem 6 geworden ist, aber trotzdem das ist ja nur eine halbe Fahrkarte und wenn Du Glück hast, bekommst Du ein Städteticket für 19 €.
Viele Grüße
Sabine _________________ Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)
Hallo, vielen dank für eure Antworten!!! Ich denke ich werde Paul dann doch mit nach Nürbug nehmen. Wir fahren ja auf jeden Fall zu zweit oder evnetuell sogar zu dritt. Und alle haben einen Führerschein. Im Auto ist Klima falls es zu heiß sein sollte und ich denke dann dürfte das gehen. Hatte auch eher bedenken wegen dem langen sitzen. Die längste Fahrt im Auto mit Paul war bis jetzt nach Pelzerhaken und das sind von hier knapp 1,5 Stunden. Ich werde einfach hinten bei den Kids sitzen und wenn er nicht mehr sitzen mag lege ich ihn auf die Sitzbank. Wozu haben wir den jetzt so ein Highend Auto??? Lieben dank nochmal für eure meinungen und tipps, werde dann nach unseren ersten großen Fahrt berichten ob alles gut gegangen ist. Gruß Jill
wenn er nicht mehr sitzen mag lege ich ihn auf die Sitzbank.
Das wiederum würde ich bleiben lassen da verboten. Außerdem ist das lebensgefährlich bei einem Unfall. _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
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