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Verlustängste bei der Schwester

 
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UlliB
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BeitragVerfasst am: 27.06.2007, 16:47    Titel: Verlustängste bei der Schwester Antworten mit Zitat

Hallo,
Malte ist nun zwei Jahre ein "anderer" Bruder für seine Zwillingsschwester Merle. ich glaube sie hat alles gut verkraftet und verarbeitet immer wieder aufs neue - mit dem Älterwerden ändern sich die Fragen und das Verständnis.
Seit einiger Zeit hat sie aber ziemliche Verlustängste: sprich, wenn sie irgendwohin fährt (z.B. gerade jetzt mit meinem Mann alleine zur Schwiegermutter für drei Tage) ist so superoft am weinen, hat Bauchweh, weil sie mich so sehr vermisst .... Das kenne ich so überhaupt nicht von ihr. Merle hat schon oft Urlaub alleine bei den Großeltern oder meiner Schwester gemacht.
In letzer zeit ist mir das aber verstärkt aufgefallen. Ich glaube dass es sicherlich vorallem mit Maltes Erkrankung, der KH Zeit und der immerwieder kehrenden Todesbedrohung von Malte zusammenhängt.
Soll ich Merle mit profesioneller Unterstützung helfen lassen????
Sie ist sonst supertaff, steht voll im Leben und hat superviel Energie.
Ulrike

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"Am leichtesten ist eine Feder,
am schwersten ist eine Last auf der Seele!"

Ulrike, Merle (*3/2002), ein Wirbelwind, Zwillingsbruder Malte
nach Enzephalitis 2005 geistig und körperlich schwer behindert, nicht einstellbare Epilepsie, Button, wahrscheinlich Impfschaden nach FSME-Impfung - unser Kämpfer!!! und Svea (*9/2008) die Minimaus
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tina40
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BeitragVerfasst am: 27.06.2007, 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ulrike!
Ich denke, dass deine Merle schon stark an der Situation knabbert. Es ist immer schwierig und ich kenne diese Trennungsängste von meiner Sophie auch ..besonders, wenn wir zu einer besonderen Untersuchung mit Hannah fahren, ist sie es, die erst nicht mit möchte, abr kaum ist es soweit, wird sie krank vor Sorge, dass sie uns verlieren könnte. Ich würde versuchen, über den KiA eine geeignete Person zu finden, die feststellen kann, ob Merle vielleicht Hilfe von anderer Seite benötigt. Wir haben schon zwei SPZ.-Untersuchungen in dieser Art für Sophie gehabt..Dadurch allleine schon fühlt sie sich sehr ernst und wichtig genommen..
Ich hoffe, ihr findet einen Weg.Bestimmt kommen noch andere Vorschläge. Wink

LG Tina

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H(02 96)spastische ,armbetonte Hemiparese rechts;Strabismus konvergenz rechts;Epilepsie,mentale Retardierung und Legasthenie;und S(01 99)gesund
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Melanie und Lea Marie
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BeitragVerfasst am: 29.06.2007, 07:51    Titel: Antworten mit Zitat

HAllo Ulrike

ich denke mal das Merle ja auch noch einen besonderen Bezug zu ihrem Bruder hat den kein anderer verstehen kann..-- die TZodesbedrohung merkt Merle bestimmt mit als erstes-- oder??

Ich würde mit Merle versuchen eine Therapie zu machen...

LG Melanie

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Tina.
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BeitragVerfasst am: 29.06.2007, 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ulrike,

Zwillinge haben immer ein ganz besonderes Verhältnis zueinander. Und wenn es den einen dann auch noch schlecht geht, dann wohl noch Inniger.

Meine Geschwister sind ein Zwillingspärchen und meine Schwester spürt heute noch, wenn es ihm schlecht geht.

Ich weiß nicht, ob ihr es nicht evtl. erst einfach mit viel Liebe schaffen könnt ihr zu helfen. Aber wenn du dir nicht sicher bist, kannst du ja den Kinderarzt fragen, ob Merle therapeutisch geholfen wäre.
Das ist super schwer einzuschätzen.

Gruß Tina

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Tina (*68), Thomas (*59), Kathleen (*91) und Kevin (*94) psychisch und seelisch krank

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UlliB
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BeitragVerfasst am: 29.06.2007, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tina,
Maltes Erkrankung ist ja nun zwei Jahre her und ich glaube, wir haben schon super viel auffangen können durch unseren Umgang mit allen, durch unser zu Hause sein als Familie, durch Lebensbejahung auch wenn uns manchmal nicht unbedingt danach war.
Was bei Merle gut ist, dass sie immer redet, wenn sie was beschäftigt!! Sie fragt, wir antworten so ehrlich als möglich (ohne drumherum zu reden).
Vielleicht ist das mit den Verlustängsten uns oder Malte gegenüber ja auch ganz normal, vielleicht hat sie so eine Phase, ich finde es auch superschwer!!
Wir möchte ihr doch helfen, gut mit allem klar zu kommen. Sie ist uns genauso wichtig wie Malte.
Ulrike

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BeitragVerfasst am: 29.06.2007, 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ulrike,

ich kann das gut nachvollziehen, dass ihr ihr helfen wollt. Deshalb dachte ich auch erstmal mit einfach dasein. Wenn sie merkt, das Malte immer wieder kommt, auch nach einer kurzen Reise und das es ihm besser geht, kann ihr Vertrauen wieder aufgebaut werden.
Wer könnte das besser als ihr zu Hause.

Schön das sie redet... das hilft auch.... ihr könnt ihr viel erklären und versichern, dass alles gut ist.

Aber wie gesagt, ich bin kein Fachmann....
Das kann nur ein Arzt entscheiden, ob Merle nicht doch eine Therapie braucht.

Bei meinen Geschwistern war mein Bruder auch der Schwächere. Er hatte Sauerstoffmangel bei der Geburt. Konnte seinen linken Arm nicht bewegen usw... Meine Schwester war schon immer die Robustere und Kräftigere.
Wie gesagt, sie spürt ihn heute noch. Aber er war Derjenige, der nie in eine andere Klasse gekonnt hätte als meine Schwester. Meine Eltern haben die Beiden bis zur Oberschule in einer Klasse gehabt, weil mein Bruder es nicht hätte aushalten können von ihr getrennt zu sein.

Scheint also wirklich auch ein Phänomen von Zwillingen zu sein.
Ich war immer neidisch, weil die beiden sich so nah waren.

Gruß Tina

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UlliB
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BeitragVerfasst am: 29.06.2007, 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tina,
ich glaube auch, dass die beiden eine ganz besondere Verbindung haben. Wenn jemand zu Malte vordringen kann, dann merle.
Die beiden sind auch zusammen in einer KiGA Gruppe (ist gottseidank ein integrativer KiGA). Aber nächstes Jahr in der Schule müssen wir sie trennen. Mal sehen wie das dann wird.
Ich finde es schwierig, da ich eigentlich glaube, bei ihr ist zur zeit alles OK, aber dann habe ich auch wieder Sorgen, dass man als Eltern doch manchmal so einen verstellten Blick hat. Sehen wir alles so wie es ist.
Mal sehen wie merle gleich drauf ist, wenn sie von ihrem Urlaub wiederkommt und mal sehen wie sie das in vier Wochen macht, da will sie nämlcih alleine bei meinen Eltern Urlaub machen (da war sie schon dreimal alleine), aber wir werden sie hinbringen (und dann ja zwangsläufig ohne sie fahren - mir graut schon davor).
Alles LIebe Ulrike
PS: Habe auch schon ganz viel gelesen über GEschwister behinderter Kinder und suche gerade nach einer Geschwistergruppe für merle. Bin aber noch nciht fündig hier geworden.

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Tina.
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BeitragVerfasst am: 30.06.2007, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ulrike,

wenn du aber denkst das alles in Ordnung ist zur Zeit, dann würde ich es erst recht so belassen.
Ich habe bei mir eher andersrum Angst, das ich Sachen hochspiele, wo sie nicht so schlimm sind.
Wie bei meiner Tochter zur Zeit.
Sie ist ja nun das gesunde Geschwisterkind. Und ich mache mir ständig Sorge um ihre Psyche.... gerade jetzt wieder. Wir waren beim Arzt, weil sie oft sehr schlapp ist und manchmal einfach auf dem Bett sitzt und sich nicht zum Aufstehen motivieren kann. Oder beim Sport macht sie öfter schlapp und kann nicht mitmachen.
Die Ärztin meinte, in unserer Situation haben wir alle Rechte der Welt zusammen zu klappen...... auweia.....
Heute beim Frühstück gab es auch Stress mit den Kindern. Weil Kevin halt immer frecher und besserwisserischer wird, wollte sie ihm eine Ansage machen, beim Duschen nicht vor lassen und ihr Boxen wieder wegnehmen.....
ich musste sie erstmal beruhigen.
Sie versicherte mir wieder, das sie Kinder hasst und niemals eigene bekommen möchte, wegen Kevin... *schluck*

Ich meinte zu ihr, sie soll hier mal schreiben....
wird sie nicht tun, das weiß ich jetzt schon und ich mache mir wieder mal Sorgen, wie ich sie halten, stützen und stark machen kann.....

So sind wir Eltern, was?
Gruß Tina

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