Verfasst am: 26.06.2007, 11:44 Titel: Die Todessehnsucht meiner Mutter belastet sehr
Habe leider mal wieder ein unschönes Thema.
Meine Mutter ist ja psychisch total auf dem Nullpunkt.
Jeden Tag ist das Einzige, was sie von sich gibt, daß sie sterben möchte oder wünscht nie geboren zu sein.
Da sie bei ihrer Geburt wohl auch in sehr labilem Zustand war
(1500 Gramm und das 1929) sagt sie oft,es wäre das beste, wenn sie damals gestorbrn wäre.
Zu Jonas hat sie ja leider auch gar keine Beziehung aufgebaut.
Am vergangenen Sonntag saß sie nun daneben, als Jonas einen heftigen Anfall bekam.Sie sagte dann:ach Jonas. Ich habe mich schon gefreut und dachte endlich zeigt sie mal Gefühle für ihren Enkel.
Was dann weiter folgte bringt mich so zum Zittern und Weinen, daß ich kaum weiterschreiben kann. Sie sagte: Wenn ich gleich bei der Geburt gestorben wäre, müßte es dich jetzt auch nicht geben...
Heute morgen hat mein Bruder sie zur Tagespflege gebracht, als er zurück
gekommen ist hat er berichtet, daß sie wohl gestern erbrochem hat
und heute kaum gehen konnte, total zittrig war.
Genauso war es letztes Jahr kurz vor ihrem Herzinfarkt, das war mein erster Gedanke und daß sich ihre Todessehnsucht vielleicht doch bald
erfüllt.
Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe meine Mutter, aber die ganze Situation, ist manchmal nicht mehr zun Aushalten.
wie alt ist denn deine Mutter? Lebt sie mit dir in deiner Wohnung/Haus?
Habe ich das richtig verstanden? Sie geht zur Tagespflege????
Hat sie Pfleger?
Viele Fragen.... nech???
Ich verstehe deine Gedanken...... schöner wäre es natürlich, wenn ihr geholfen werden würde.... Menschen die solche Kommentare von sich geben sind egoistisch.... Meine Mutter kann auch so sein. Und ich musste lernen, wenn sie so drauf ist zu gehen. Aufzulegen oder mich anders zu schützen. Denn ich bin nicht für ihre Verfassung verantwortlich oder zuständig. Leider hat meine Mutter schon vor Jahren eine Therapie abgelehnt, weil sie meinte, sie wäre zu alt dafür... Man ist nie zu alt..... Nein!
Lass dich nicht runterziehen....
Du hast ein schönes Leben....
Und es ist schön, das du geboren bist und auch dein Sohn.
Fühl dich mal umarmt....
Gruß Tina _________________ Tina (*68), Thomas (*59), Kathleen (*91) und Kevin (*94) psychisch und seelisch krank
God, grant me the serenety, to accept the things I cannot change.
The courage to change the things I can.
And the wisdom to know the difference!
Hallo Tina,
meine Mutter wird im Juli 78 und lebt bei mir im Haus.Tagsüber ist sie unter der Woche im Pflegeheim zur Tagesbetreuung.
Sie war auch 2003 7 Monate in der Neurologie, was aber leider keine große Besserung gebracht hat, außer daß sie jede Menge Psychpharmaka bekommt,
die sie dämpfen.
Danke für dein Verständnis
Jutta _________________ Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-) Unsere Galerie
Hallo Jutta,
Depressionen sind eine ernsthafte Erkrankung und Du solltest Dir Hilfe suchen für Deine Mutter.
Gibt es in der Tagespflege keine Hilfen ? Da sitzen doch die Fachleute, die Dir einen Rat geben könnten.
Wenn Deine Mutter schon Tabletten nimmt, muß sie vielleicht auch anders eingestellt werden.
In manchen Städten gibt es Besuchsdienste, die Deine Mutter vielleicht etwas ablenken können ???
Habe ein bißchen Angst um Dich, denn ich weiß, wie solche Stimmungen einen selbst "runterziehen" können.
Dabei mußt Du doch bei Kräften bleiben ! Dein Kind und Deine Mutter brauchen Dich !
Such Dir bitte ganz schnell Entlastung, bzw. Hilfe - vielleicht kann auch Dein Bruder mal verstärkt einspringen.....
Sind alles nur Überlegungen, ich wünsche Dir alles Gute und für deine Mutter hoffentlich bald positivere Gedanken !
stimmt.... es ist gefährlich, wenn die Depressionen auf dich übertragen werden, weil du für dich und dein Kind stark sein musst.
Mit der Einstellung finde ich auch eine gute Idee....
Oder ganz hart... hast du drüber nachgedacht, sie ganz abzugeben? In professionelle Hände???? Nicht böse sein..... ist vielleicht nicht richtig... tut auch weh... aber wenn es der Situation hilft?????
Was machst du jetzt?
Weiterhin wünsche ich dir Kraft
Tina _________________ Tina (*68), Thomas (*59), Kathleen (*91) und Kevin (*94) psychisch und seelisch krank
God, grant me the serenety, to accept the things I cannot change.
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And the wisdom to know the difference!
Hallo Heike, hallo Tina,
meine Mutter ist in ambulanter Behandlung noch in regelmäßigen Abständen beim
Neurologen.
Mit Medikamenten ist da nicht beizukommen.
Wir haben schon von mehreren Ärzten gesagt bekommen, daß man "in diesem
Alter" diesen Zustand akzeptieren muß.
Nun meine Geschwister nehmen schon viel ab und unter der Woche ist meine Mutter ja auch erst ab abends wieder da, die Betreuung im Pflegeheim tut ihr eigentlich auch gut, da läßt sie ihre Aussagen allerdings auch ab, nur da ist sie nicht die einzige.
Eine vollstationäre Unterbringung ist bei PS 3 sehr teuer...
Hallo, liebe Jutta! Ich kann dich sehr gut verstehen und nachvollziehen, wie es dir im Moment geht. Kannst du denn nicht den Anspruch einer Haushaltshilfe dir bewilligen lassen?
Ich denke mir, daß du dich vielleicht mit professioneller Hilfe unterstützen lassen solltest.
Bitte denke an dich und deine Familie.
Sie brauchen dich alle und du mußt jetzt einfach stark sein.
Liebe Grüße
Doris
Ich schicke dir ein dickes Kraftpaket
Hallo, liebe Jutta! Ich kann dich sehr gut verstehen und nachvollziehen, wie es dir im Moment geht. Kannst du denn nicht den Anspruch einer Haushaltshilfe dir bewilligen lassen?
Ich denke mir, daß du dich vielleicht mit professioneller Hilfe unterstützen lassen solltest.
Bitte denke an dich und deine Familie.
Sie brauchen dich alle und du mußt jetzt einfach stark sein.
Liebe Grüße
Doris
hallo jutta
also ich schließe mich doris an , du mußt echt an deine familie denke und vor ab an deinen sohn , und wenn das soweiter geht hast du auch balt keine kraft mehr.
was deine mutter fühlt und denkt kann ich nachvollziehen ich war schon mal in der selben situation wie deine mutter. sie hat es auch nicht einfach.
ich schicke dir ganz viel kraft grüße an dich und deine familie .#
Hallo Tina, Doris und Daniela
danke für euren Zuspruch, tut gut.
Hm proffessionelle Hilfe wäre gut.
Aber wir haben da schön an mehreren Stellen angefragt, auch als ich mit Jonas
das letzte Mal im KKH war.
Die Ärzte waren sehr nett und haben sich extra kundig gemacht, ob es noch
irgendwo Hifsmöglichkeiten gibt.
Leider gibt es für unseren speziellen Fall keine Einrichtung.
Es gibt da wohl die eine oder andere Organisation, aber meist für Familien mit mehreren Kindern oder entsprechenden Problemen bei der Erziehung.
In meinem Fall wäre es ja eine Hilfe für eine alleinerziehende Mutter mit behindertem Kleinkind und psychisch kranker Mutter.
Das passt wohl in keine Schublade, ist keiner für zuständig.
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