Verfasst am: 23.06.2007, 21:01 Titel: Asthma wird immer schlimmer
Hallo alle miteinander,
Ich habe gesehen, dass hier viele Eltern auch Asthmakids habe.
ich habe seit 8 Jahren Asthma, ausgelöst häuptsächlich durch Infekte, Lungenentzündung. Ich reagiere aber auch auf Pollen. Das Asthma wurde lange Zeit gar nicht erkannt. Zu Anfang kam ich gut mit Sprays klar, aber seit einiger Zeit komme ich von den Kortisontabletten gar nicht mehr weg. Hat jemand von euch ein Kind oder ist selbst betroffen, der das genauso schlimm hat? Wie kommt ihr mit der Atemnot klar? Ich war schon mehrmals in der Reha, aber langfristig bringt das bei mir wenig.
Berichtet mir einfach mal.
Wenn du langfristige Medikation brauchst, wirst du einen Pneumologen aufsuchen muessen, damit er dich auf die korrekten Medis bringt.
Ich habe schweres Asthma und nehme seit Ewigkeiten Kortison, allerdings in Spray (bzw. Inhalierpulver), was immer besser ist als in Tablettenform, denn es hat viel (sehr viel) weniger Nebeneffekte.
Das Asthma wird sich veraendern mit deinem Leben und es ist wichtig, dass du einen Arzt hast der dich dabei begleitet.
Wenn du allergisches Asthma hast ist es wichtig, dass du ein Antihistaminikum nimmst, da du berichtest, dass es schwer ist, muss man dir ein Inhalierpulver geben (z.B. Atmadisk, Seretide), oder man kann es mit nicht Kortisonhaltigen Pillen versuchen (etwas was Montelukast enthaelt zum Beispiel). Begleitet, aber nur im Anfall oder bei schlimmeren Stoerungen von Salbutamol.
Wichtig ist, dass du ein normales Leben fuehren kannst (klar mit auf und abs, aber wenigstens so normal wie moeglich).
Also geh so bald wie moeglich zu einem Pneumologen, machen einen Peakflow ueber 2 Wochen (vor dem gehen am besten, dmait er die Resultate sehen kann), man muss eine Messung von deinen Bronchien machen (vor und nach Salbutamol, also keines nehmen bevor du zum Arzt gehst, denn er wird es dir geben). Und praktisch alle Asdthmatiker kommen mit der richtigen Medikation zu einem Zustand in denen es ihnen gut geht.
Gruss, CJ
P/s: ich war noch nie zur Kur und habe seit 18 Jahren schweres Asthma... was wirklich hilft ist deinen Koerper einzustellen, sodass du nicht immer drunter leidest und weiss wann du mehr oder weniger Medikamente brauchst. _________________ C.J., humangenetische Beraterin (MGenCoun) mit zweitem Master in foetaler Medizin und praenataler Genetik.
Be who you are and say what you feel for those who mind don't matter and those who matter don't mind! (Dr. Seuss)
Kur bringt auch nix. Ich nehme Kortisonspray Viani forte, nehme erst Kortisontabletten seit die Sprays und Theophyllin nicht mehr ausreichen. Ich denke so lange Du mit Sprays es im Griff halten kannst, geht es ja noch. Ich bin beim Lungenarzt, obwohl ich Lungenfachärzte schrecklich finde. Ich habs erst so richtig schlimm seit der letzten Lungenentzündung, aber ich werde mal wieder an die See fahren. Ich bins schon gewohnt, dass meine Bronchien öfters . Ich frage mich nur manchmal was das Asthma langfristig für Schäden anrichtet, wenn mans nicht im Griff hat.
Liebe Grüße
Charlotte _________________ Charlotte (1982): Sonderpädagogikstudentin, schwere Epilepsie, Asthma und diverse andere "Strickfehler"
Unser ganzes Leben gleicht einer Reise. Es kommt nicht darauf an, die Hindernisse zu umgehen, sondern sie zu meistern. (Augustinus)
Hallo Charlotte,
mein kleiner Sohn (heute 4) hat auch schweres Asthma. Die ersten Anfälle kamen im Alter von 6 Wochen. Bis Ende des ersten Lebensjahres hatte Justin 6 Lungenentzündungen. Bei Infekten ist er immer wieder schwer kurzartmig und extrem verschleimt. Die ganzen Infekte dauern auch sehr lange bis sie wieder weg sind. Zusätzlich bekommt er jetzt auch noch ein Belastungsasthma.
Aber, wir sind seit 2 Jahren bei einem sehr guten Lungenarzt und haben jetzt eine individuelle Asthmatherapie. Das heißt, wir geben die Medikamente angepaßt nach den Beschwerden. Wir haben die Dauertherapie mit einem Kortisonspray, ein Langzeitasthmatikum und einen vorbeugenden Saft der abends gegeben wird. Wenn es ganz schlimm ist bekommt er zusätzlich Sultanol und bei akuter Luftnot, und wenn es überhaupt nicht mehr anders geht, Kortisonzäpfchen.
Auch wir haben eine Zeit lang sehr viel Kortison gebraucht, dadurch ist unser Kleiner dann nicht mehr richtig gewachsen. Hat er aber nun zum Glück wieder aufgeholt. Seitdem wir die neuen Medikamente haben hatte er nur noch 1 Lungenentzündung.
Nur mit der richtigen Einstellung kommst du von den hohen Dosen auf Dauer runter. Geh unbedingt noch mal zum Lungenarzt und schildere dein Problem.
Liebe Grüüße
Katrin _________________ Katrin *70 , Michael *69, Patrick 99 mit Hirntumor WHO I°, Rezidiv 02/08, therapieresist. Epilepsie, Hemiparese, ADHS, komb. Entwicklungsst., Dyskalkulie, Legastheni, 2/3 Temporallappenresektion 10/08. Justin* 03 schweres Asthma, verzögerte Imunsystemreifung, Dyskalkulie, feinmotor. Etwicklungsstörung, ADHS, V.a. Rolando-Epilepsie.
versuch es mal langfristig mit Homöopathie. Kann ich Dir nur empfehlen. Wir hatten
in einem Jahr acht Lungenentzündungen und hatten letzten Winter dank unseres
Homöopathen kein Antibiotikum gebraucht. Schau auch mal nach den seelischen
Aspekten. Gibt es etwas in Deinem Leben, das Dir die Luft nimmt?
danke für eure Antworten. Ich denke ich werde mich schon weiter durchkämpfen auch wenn es etwas frustrierend ist, weil sich viele Asthmatiker mit einfachen Medikamente ja gut behandeln lassen.
Homöopathie habe ich schon ausprobiert, aber ich halte nicht so viel davon und auf die Bachblüten habe ich sogar recht heftig allergisch reagiert.
Vielleicht fahre ich im März wieder nach Davos zur Reha, aber ich weiß es nicht genau, weil mein letzter Davosaufenthalt mich gar nicht weitergebracht hat.
Liebe Grüße
Charlotte _________________ Charlotte (1982): Sonderpädagogikstudentin, schwere Epilepsie, Asthma und diverse andere "Strickfehler"
Unser ganzes Leben gleicht einer Reise. Es kommt nicht darauf an, die Hindernisse zu umgehen, sondern sie zu meistern. (Augustinus)
ich komme gerade mit unserem Sohn aus dem KKH, da liegt ein Kind auf Intensiv, weil die Mutter nur homöopathisch gearbeitet hat- gegen den ausdrücklichen Rat des Arztes. Das kann nur unterstützend gemeint sein.
Nein, es geht Dir nicht alleine so. Bei unserem Sohn wird das Asthma auch mit Dauertherapie und fachärtztlicher Hilfe (erstmal) wieder schlimmer. Es gibt ja im Internet einige Fachseiten dazu, die explizit darauf hinweisen, daß trotz antientzündlicher Therapie eine Verschlimmerung sein kann!
Dann müßte aber die Therapie kurzfristig nach Stufenplan angehoben werden.
Und das bedeutet auch viel "ausprobieren", bis der richtige Cocktail wirkt.
Mit Davos weiß ich momentan auch nicht mehr- die dortige Therapie war wohl im Grunde nicht richtig, deshalb haben wir jetzt wieder große Schwierigkeiten.
Es IST frustrierend, da stimme ich Dir voll und ganz zu.
ja, da scheine ich wohl nicht die einzige zu sein, der es so geht. Ich denke es ist wichtig zu lernen den Krankheitsverlauf zu akzeptieren. Hat Dein Sohn allergisches Asthma? Für schweres allergisches Asthma gibt es noch Xolair, einen Antikörper der sich gegen IGE richtet, wird aber nur bei sehr schwerem Asthma eingesetzt. Mir würde es nicht viel bringen, da der überwiegende Teil meines Asthmas nichtallergisch ist. Asthma wird zwischendurch ja auch wieder besser, aber das auf und ab kann auch anstrengend sein.
Was hat denn Davos bei euch falsch gemacht?
Liebe Grüße
Charlotte _________________ Charlotte (1982): Sonderpädagogikstudentin, schwere Epilepsie, Asthma und diverse andere "Strickfehler"
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nein, Peter hat intrinsisches Asthma und legt zur Zeit nach hinten los, er hat ständige Lungenentzündungen wo man mittlerweile schon die wildesten Sachen untersucht.
Er ist 8,5 Jahre alt und hat das seit 8,5 Jahren.
Ich wünschte mir schon manchmal, er hätte wenigstens irgendeine Allergie, irgendetwas greifbares wenigstens. Aber es ist nichts zu finden.
Gestern waren wir wieder bei einer Spiegelung mit Biopsie, weil die letzte keine guten Ergebnisse geliefert hatte.
Jetzt müssen wir wieder 2 Wochen warten.
Sein Asthma geht eigentlich nie richtig weg. Er ist nie wirklich belastbar, was seit der Einschulung jetzt noch viel deutlicher geworden ist.
der Arzt gestern riet uns zu einem KlimaWECHSEL. Dauerhaft.
Wenn es jetzt nicht im nächsten halben Jahr besser werden sollte.
Asthmagetriggert wird er schon bei feuchtem Wetter,bei Infekten, bei Abgasen, bei Staub, bei vermehrter Pollenbildung (obwohl nicht allergisch) etc.
Und ich bin zur Zeit auch nicht gut drauf, weil ich das Gefühl habe ihm geht es wirklich nicht gut.
Frage: Kennst Du das dann auch, daß Du Dich gar nicht belastbar fühlst? Bist Du vielleicht auch immer müde, unkonzentriert?
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