Verfasst am: 11.07.2005, 11:14 Titel: Wir haben die OP hinter uns
Bei Elisabeth haben wir schon vor 1 Monat machen lassen (sie war erst 16 M.): Röhrchen rein und Polypen raus....naja die OP hat sie schon gut überstanden aber sie war nicht ohne....
In der Tat hört sie schon besser, aber das hat nicht dazu beigetragen, dass sie jetzt plötzlich große Fortschritte macht (wie manch ein Artz gehofft hatte).
Elisabeth ist muskelhypothon, krabbelt aber kann noch nicht stehen, spricht nicht und das ganze hat wohl mit einer Myelinisierungsstörung zu tun.
Liebe Grüsse
Nerina
die Myelin ist die substanz im Gehirn, die für die Nervenverbindung zuständig ist...oder besser gesagt, alle Nerven bekommen eine Myelinschicht, die für die Isolierung zuständig ist (so wie bei einem Kabel). Wenn die Myelin fehlt kommen die Impulse einfach nicht weiter.
Die myelinschicht wächst von der geburt ständig bis zur Pubertät (aber am meisten natürlich die ersten 2 J.). Bei elisabeth entspricht die Myelinschicht, die von einem 5 m. baby....
Aber, wie geht es euch? Wie habt ihr euch entschieden?
Liebe grüsse
Nerina
Marlon hat im Februar die Polypen raus bekommen und die Mandeln mit Laser verkleinert bekommen. DAs war der beste KH-Aufenthalt unseres Lebens!! (und wir haben schon viele hinter uns....)
Donnerstag OP und Sonntagmorgen sind wir rausgekommen. Seid dem speichelt Marlon nicht mehr, weil er wieder durch die Nase atmen kann, hatte keinen gripalen Infekt mehr, schnarcht nicht mehr.... alles nur super!!
Wir waren in der HNO-Klinik in Köln. Sehr entspanntes Ärzteteam Die ersten, die nur ihren Auftrag erfüllt haben und nicht einmal nach Marlon Entwicklungsverzögerung erkundigt haben. Fand ich äußerst angenehm. Denn dafür waren wir ja nicht dort.
@Nerina: Bei Marlon haben sie auch eine "Demylenisierung der Sehbahn" bei so einer komischen Untersuchung mit Lichtbrille... im 3. Monat festgestellt. Hat aber nie wieder ein Arzt angesprochen
Wird das bei Deiner Tochter regelmäßig überprüft? Gibt es Theroapien/Medikamente (naiv frag) oder kann man nur abwarten und hoffen ,dass es noch kommt ?
Viele Grüße,
Judith _________________ Judith & Sohn (Schulkind mit frühkindl. Autismus, evtl. HFA)
"Don´t limit yourself by a definition of yourself!"
Verfasst am: 11.08.2005, 21:15 Titel: Stand der Dinge
@Nerina: Es geht Sarah soweit gut. Bei der MRT war keine Störung der Polypen etc. zu erkennen. Ich hatte mich sowieso in Absprache mit unserem Homöopathen entschieden, über den Sommer jetzt erstmal nichts zu tun und die Sache homöopathisch zu begleiten. Sarah spricht sehr gut darauf an und ist momentan gesundheitlich sehr stabil. Wenn im Winter die Infekte dann wieder zu Ohrenentzündungen führen sollten, versuchen wir es zusammen mit dem Homöopathen in den Griff zu kriegen. Parallel dazu ist Sarah aber regelmäßig bei einer sehr guten Ohrenärztin zur Vorstellung.
Liebe Grüsse
Karin _________________ Karin 45, Albrecht 39, mit Daniel 11, gesund und Sarah 8, entwicklungsverzögert
ich wollte mal berichten, wie sich die Ohrengeschichte inzwischen entwickelt hat:
Bisher wurde Sarah nicht operiert, keine Paukenröhrchen u.s.w.
Den letzten Winter hat sie ziemlich gut überstanden und kaum eine Ohrenentzündung gehabt.
Wir handhaben es inzwischen so, dass wenn Sarah eine stark verstopfte Nase bekommt, wir ihr z.B. Nasivin Sanft für Kleinkinder geben. Dies aber höchstens 3 Tage. Dann ist das Gröbste auch schon vorbei und sie bekommt solange die Nase noch läuft ein paar Mal am Tag Salzwasser in die Nase gesprüht. Ich habe mir dafür fertige Ampullen und ein Fläschchen mit Spühaufsatz in der Apotheke besorgt.
Dann darf sie auch immer schön zuckerfreien Kaugummi kauen, ich finde, das hilft ihr wirklich!
Beim Baden achte ich in der Zeit darauf, dass kein Wasser in die Ohren kommt, das dann nicht ablaufen kann und dass sie in dieser Zeit viiiiiiel trinkt!
So fahren wir in den letzten Monaten eigentlich sehr gut, Sarah spricht inzwischen auch viel, viel mehr und hat sich sehr gut entwickelt.
Nachdem unsere Ohrenärztin immer mehr zur OP drängte, war ich auf eine Empfehlung hin zur Pädaudiologie in der HNO-Klinik gewesen.
Die haben auch absolut von der OP abgeraten und sahen hierfür keine Notwendigkeit , tippten auch auf eine Hausstauballergie als Ursache für das ständige Nasenlaufen, was auch mein Kinderarzt schon dachte. Dies hat sich inzwischen bestätigt und wir haben die entsprechenden Maßnahmen ergriffen, um den Hausstaub einzudämmen.
So, das war jetzt viel, aber ich dachte, es interessiert euch vielleicht zu wissen, wie sich alles entwickelt hat.
Danke nochmal an alle
Karin _________________ Karin 45, Albrecht 39, mit Daniel 11, gesund und Sarah 8, entwicklungsverzögert
Dies alles, weil sie wohl nicht gut hört (60dzb) und dies natürlich wichtig für ihre Sprachentwícklung wäre, mit welcher sie hintendran ist.
Sie hat auch immer wieder Ohrenentzündungen.
Zitat:
Nachdem unsere Ohrenärztin immer mehr zur OP drängte, war ich auf eine Empfehlung hin zur Pädaudiologie in der HNO-Klinik gewesen.
Die haben auch absolut von der OP abgeraten und sahen hierfür keine Notwendigkeit ,
Wie kommt es, dass die Pädaudiologie bei wiederholten Paukenergüssen und einem Hörverlusst von 60 DB!! von den Röhrchen abgeraten hat?
60 DB zählt schon zu mittelgradig bis schwereen Schwerhörigkeit! Mit 60 DB ist es- man wie man uns versicherte - nicht möglich, ohne besondere Förderung oder Hörgeräte richtig sprechen zu lernen. Paukenergüsse bzw. die Röhrchen machen aber immerhin schon 30 bis 40 DB wett.
Was hat Sahra denn derzeit für eine Hörschwelle?
Zitat:
Beim Baden achte ich in der Zeit darauf, dass kein Wasser in die Ohren kommt, das dann nicht ablaufen kann und dass sie in dieser Zeit viiiiiiel trinkt!
Wieso kann beim Baden das Wasser nicht ablaufen? Das Trommelfell ist doch vor dem Mittelohr und da kommt kein Wasser durch. Und die Paukenergüsse spielen sich dahinter ab, werden von vergrösserten Polypen veruracht, da das Wasser dann in den Eustachischen Röhren nicht abläuft..... Gegen vergrösserte Polypen helfen leider auch keine Nasentropfen....
Ist mal eine Rachenspiegelung gemacht worden? Anders kann man die Dinger nämlich gar nicht sehen.
Es ist ja schön dass es Sahra nun gut geht und sie sich sprachlich so schön entwickelt. Behaltet es aber bitte dennoch im Auge. Chronische oder wiederkehrende Paukenergüsse müssen nicht immer schmerzhaft sein und so manche Mittelohrentzündung mogelt sich auch ohne Fieber durch (eigene leidvolle Erfahrung). Und wenn man dann zu lange wartet kann das Mittelohr richtig Schaden nehmen. Ich kenne einen Jungen bei dem nach 4 Jahren wiederkehrenden Paukenergüssen die Hörknöchelchen von dem ewigen eitrigem Zeugs dadrin komplett zerfessen waren, er musste dann künstliche bekommen. Und das ist mal etwas aufwendiger als Röhrchen.
Liebe Grüsse, Anja _________________ Anja mit Tochter (5/02) BPES - Blepharophimose-Ptose-Epikanthus inversus-Syndrom, V.a. HB und Sohn (11/04) tiefe Analatresie mit perinealer Fistel, Hüftdysplasie, muskuläre Hypotonie, ehem. KISS, rezividierende Paukenergüsse und obstruktive Bronchitis
Hier mal nen ganz guter Link zum Thema, wie ich finde, ohne viel Fachchinesisch ...
http://www.eltern.de/forfamily/gesu.....gesundheit/mittelohr.html _________________ Anja mit Tochter (5/02) BPES - Blepharophimose-Ptose-Epikanthus inversus-Syndrom, V.a. HB und Sohn (11/04) tiefe Analatresie mit perinealer Fistel, Hüftdysplasie, muskuläre Hypotonie, ehem. KISS, rezividierende Paukenergüsse und obstruktive Bronchitis
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