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Mein "Partner" lässt mich mit Situation allein
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Tania07
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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 08:15    Titel: Mein "Partner" lässt mich mit Situation allein Antworten mit Zitat

Hallo,
ich lese hier bestimmt jeden Tag im Forum mit, habe schon viele Anregungen bekommen. Doch leider ist jetzt mein eigener Leidensdruck so hoch, dass ich gern den Rat hätte, ob es besser ist, sich vom Vater meines Sohnes zu trennen:
Mein Sohn wird Ende diesen Sommers fünf Jahre, seine Diagnose lautet atypischer Autismus mit allgemeiner Entwicklungsverzögerung. Seit er zwei Jahre ist, habe ich die gesamte Lawine, die man dann ja so lostritt, losgetreten, sodass ich jetzt auf dem Stand bin, dass ich Pflegestufe zwei für ihn habe, er seit einem Jahr als 70 Prozent schwerbehindert gilt und seit einem Jahr auch Therapie in einem Autismus-Zentrum bekommt. Die Untersuchungen gingen von MRT bis div. EEGs, Humangenetik, Stoffwechselscreening, Epilepsieklinik und viele andere Arztbesuche bei Kinderpsychatern und Fachärzten.
Zudem habe ich drei Logopädinnen gesucht und "ausprobiert", jetzt wird er von zweien behandelt, die auch noch zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten läuft super, auch mit dem Ämtern oder mit Ärzten habe ich bislang keine Probleme gehabt.
Jetzt wird der Kleine allerdings immer schwieriger. Er haut neuerdings ab, wenn man ihn kurz aus dem Auge verliert, nahm sich beispielsweise vor zwei Wochen sein Fahrrad, ich fand ihn sechs Kilometer weiter auf dem Fahrradweg zum nächsten Dorf.
Was allerdings der Punkt ist und was mich allerdings sehr kränkt, ist, dass mein Partner mit seiner Karriere jetzt so richtig durchstartet, er verlässt jeden Tag das Haus um 8 Uhr und kehrt irgendwann um Mitternacht heim. Das Wochenende lädt er sich voll mit Konzerten. Ich weiß schon lange nicht mehr, wo er ist, was er macht. Er sagt, er versuche verzweifelt, Geld zu verdienen, er würde es für uns tun - ich könne ja jeden Tag, wenn der Kleine im Kindergarten ist, ausspannen und dann jeden Tag etwas "Tolles" mit ihm machen. Ich müsse ja nicht ans Geldverdienen denken.
Mein Partner hat es mit der Behinderung jetzt langsam begriffen, aber seine Mutter hat vor einem Monat gesagt, sie würde den Kleinen erst wieder nehmen, wenn er "besser erzogen" sei. Auf meine Antwort hin, sein Nichthören und seine teilweise gefährlichen Aktionen seien auf die Behinderung zurück zu führen, sagte sie, es fehle dem Kleinen wohl etwas zuhause, er sei verstört, weil ich ja mit ihm nur bei Therapeuten unterwegs sei, ich würde ja alles dafür tun, damit er als behindert in der Gesellschaft gelte. Meine Familie wohnt weit verstreut in ganz Deutschland.
Fakt ist also, dass ich tatsächlich völlig alleine mit dem Kleinen dastehe - außer, dass mir Lebenshilfe und familienentlastender Dienst zur Seite stehen. Jetzt plane ich konkret eine Trennung, habe den Kleinen schon an einer Schule angemeldet und will allein mit ihm dort hinziehen. Heime habe ich mir angeschaut, aber das bringe ich noch nicht übers Herz.Ich denke, durch Organisation ist es auch so alles zu schaffen, oder was meint ihr? Gibt es jemanden, der diese Phase durchlaufen hat und jetzt "erfolgreich" alleinerziehen ist?
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petraghosti35
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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Also bei uns gab es auch Zeiten, da dachte ich ALLEIN ist leichter für mich uns!
Mein Mann arbeitet auch extrem viel, ist viel unterwegs und dann braucht er ja auch "Zeit für sich" - ach und dann will und braucht er ja auch "Zweisamkeit" - nur wo blieb/bleibe ich????
Wir haben hier gar keine Familie und ich habe mich um alles selbst und ALLEINE gekümmert - bei uns ging das schon vor der Geburt los, denn ich lag schon vor der Geburt im Krankenhaus - dann die Geburt, dann monatelang Klinikaufenthalte - er war zwar schon da, aber Entlastung war nicht da (eher Belastung)!
Inzwischen bin ich froh, dass ich nicht alles hingeschmissen habe - denn er liebte/liebt seine Tochter abgöttisch und sie liebt/braucht uns BEIDE!
Amelie kann jetzt inzwischen sitzen und die 2 machen jetzt auch mal was zusammen (Fahrrad fahren, er trägt sie auf den Schultern usw. usw.)
Inzwischen arbeite ich auch wieder etwas und verstehe auch ihn wieder besser - wir haben auch über die "schlechte" Zeit gesprochen - aber ich denke für die Männer ist es eben auch nicht immer leicht!
Und natürlich macht Geld nicht glücklich, aber unsere Therapien kosten auch viel - wir machen Reittherapie, wir wollen jetzt Delfintherapie machen - das muss bezahlt werden!
Ich hatte auch schon Wohnungen usw. fuer mich und Amelie gesucht - war also auch schon weit - es wird immer "Hochs & Tiefs" geben - aber solange sich beide noch lieben!?

Für die Schwiegermutter/seine Mutter kann er aber auch nichts!

Hoffe du findest den richtigen Weg für euch

LG Petra

_________________
Petra(Sept.66); Achim(Aug.60); Amelie (Okt. 03) knapp 500gr. bei Geburt, 29cm lang (wenn ueberhaupt)!
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antje90766
Gast





BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anette,

erst einmal herzlich Willkommen!

Mein Sohn hat frühkindlichen Autismus (hatte als Baby einen inneren Hydrocephalus, Zysten usw) und ich lebe auch alleine mit ihm. Ich habe mich vom Kindsvater getrennt, als Noah 2 Monate alt war. Mein Familie lebt auch nicht in der Nähe. Wie du siehst, geht das also und sogar sehr gut. Mein Sohn hat auch Weglaufproblematik usw..Natürlich ist es nicht immer einfach, aber man wächst ja auch an und mit den Aufgaben und wenn man gute Hilfe hat von der SVE, Therapeuten, Kinderarzt, Fed us w. ist es noch besser.

Bitte gib dein Kind nicht auf! Es gibt immer Lösungen und Wege.

Die Kommentare der Mutter deines Partners höre/hörte ich seit 5 Jahren von Leuten, die wirklich unwichtig für mich sind oder geworden sind. Ich verschwende meine Zeit und Energie nicht mehr mit Ignoranten. Wer es nicht verstehen will oder kann, tut mir eigentlich nur leid.

Du wirst es auch alleine schaffen mit deinem Kleinen, nur darfst du dein Kind nicht aufgeben. Es gibt so viele Möglichkeiten sich prof. Hilfe zu holen und wenn du total ausgebrannt bist, beantrage Mal eine Reha für dich und dein Kind.

Ich weiss, dass du es auch alleine schaffen wirst und wünsche dir viel Kraft deinen Weg zu gehen Very Happy .

Liebe Grüsse, Antje
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Annette Schmidt
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Beiträge: 9977
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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 11:48    Titel: Re: Mein "Partner" lässt mich mit Situation allein Antworten mit Zitat

Hallo Anette!

Bevor ich zu Deiner eigentlichen Frage komme, vorab eine Anmerkung.

Zitat:
Pflegestufe zwei


Bekommt Ihr auch die 460 Euro Ergänzungsleistung? Autisten erfüllen die Voraussetzungen dafür!

anetteb hat folgendes geschrieben:
er seit einem Jahr als 70 Prozent schwerbehindert gilt


Autistischen Kindern stehen die Merkzeichen H, B und G zu, hat Dein Sohn die nicht? Hattest Du die beantragt und wurden die abgelehnt? Mit welcher Begründung? Ab wann ist der Ausweis gültig, ab dem Tag der Antragsstellung oder rückwirkend?
Sei bitte so lieb und beantworte diese Fragen, sollte das so sein, wie ich es vermute (weil es leider fast immer so ist Sad), stelle umgehend eine Höherstufungsantrag, ich kann Dir dabei helfen.

Zitat:

Was allerdings der Punkt ist und was mich allerdings sehr kränkt, ist, dass mein Partner mit seiner Karriere jetzt so richtig durchstartet, er verlässt jeden Tag das Haus um 8 Uhr und kehrt irgendwann um Mitternacht heim. Das Wochenende lädt er sich voll mit Konzerten. Ich weiß schon lange nicht mehr, wo er ist, was er macht. Er sagt, er versuche verzweifelt, Geld zu verdienen, er würde es für uns tun


Wenn man erfährt, das dass eigene Kind schwerbehindert ist, bricht erstmal eine Welt zusammen, nicht nur für die Mutter, sondern auch für den Vater. Das ist eine völlig normale Reaktion. Väter ziehen sich oft zurück, arbeiten soviel es geht, sagen, sie müssen ja Geld verdienen, aber in Wirklichkeit hat es in der Regel andere Gründe. Sie ziehen sich zurück, um zu Hause nicht mit der Situation konfrontiert zu sein. Das hat nichts mit Desinteresse zu tun, auch nicht, sich der Verantwortung entziehen zu wollen, sondern es ist Unsicherheit und Angst vor der Ungewissheit, wie es weitergehen wird. Der Prozess, eine Behinderung zu akzeptieren und damit umgehen zu lernen, dauert oft eine Reihe von Jahren.

Zitat:
Mein Partner hat es mit der Behinderung jetzt langsam begriffen,


Begriffen sicher, aber noch nicht wirklich verarbeitet....

Schau Dir mal das hier an:

http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=3574
(besonders interessant ist die Trauerspirale nach Erika Schuchardt)

Dort gibt es auch ein Thema, wo es um Väter geht. http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....07.html#Zur%20Problematik


Weitere Artikel:
http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....hee/Themen/Trauer/01.html
http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....kel/Eltern/Vaeter/01.html
http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....kel/Eltern/Vaeter/02.html
http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....kel/Eltern/Vaeter/03.html
http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....kel/Eltern/Vaeter/06.html
http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....kel/Eltern/Vaeter/08.html
http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....kel/Eltern/Vaeter/09.html
http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....hee/Themen/Trauer/14.html

Bevor Du irgendwelche Schritte zur Trennung einleitest, solltest Du das Gespräch mit Deinem Partner suchen, gegebenenfalls mit Hilfe eines Profis, in vielen Orten gibt es Familienberatungsstellen. Evtl. würde ich was aus obigen Links ausdrucken und ihm zum Lesen geben.

Sollte das alles nichts bringen, solltest Du wirklich über eine Trennung nachdenken.

Zitat:
aber seine Mutter hat vor einem Monat gesagt, sie würde den Kleinen erst wieder nehmen, wenn er "besser erzogen" sei. Auf meine Antwort hin, sein Nichthören und seine teilweise gefährlichen Aktionen seien auf die Behinderung zurück zu führen, sagte sie, es fehle dem Kleinen wohl etwas zuhause, er sei verstört, weil ich ja mit ihm nur bei Therapeuten unterwegs sei,
.

Es ist leider die gängige Meinung des sozialen Umfeldes, das Kind sei gar nicht autistisch, sondern nur schlecht erzogen, ebenso herrschte früher die Meinung, Kinder bekämen Autismus, weil die Mutter kühl und lieblos ist, aber das ist heute lange überholt.

http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BChlschrankmutter


Hast Du der Mutter Deines Partners nur gesagt, dass Dein Kind Autist ist, oder auch versucht, ihr zu erklären, was das ist und wie sich das auswirkt, ihr Informationsmaterial darüber gegeben? Solange sie nicht begreift, dass Autismus eine neurologisch bedingte Fehlfunktion im Gehirn ist, wird sie wohl von ihrer Meinung nicht abkommen. Mir ging es mit meiner Schwiegermutter ähnlich, aber mittlerweile hat sie ihre Meinung geändert.

Bist Du denn darauf angewiesen, dass die Mutter Deines Partners ihr Enkelkind betreut? Was sagt Dein Partner dazu?

Ich würde ihr vielleicht mal was über Autismus zum Lesen in die Hand drücken und wenn sie nicht bereit ist, sich damit zu beschäftigen, dann würde ich auch keine intensiven Kontakte zu ihr pflegen.

Es kann auch sein, dass auch die Großmutter trauert und nicht damit umgehen kann, dass das Enkelkind behindert ist, das ist sogar sehr wahrscheinlich. vielleicht auchmit ihr noch mal das Gespräch suchen. Was zum Lesen für sie:

http://www.ricardas-homepage.de/Dor.....soziales%20Umfeld/14.html


Zitat:

ich würde ja alles dafür tun, damit er als behindert in der Gesellschaft gelte


Das bekommen Eltern autistischer Kinder leider häufig zu hören (wir auch), weil man dem Kind die Behinderung nicht ansieht. Aber Du weißt, dass es nicht so ist, versuche, dir nichts daraus zu machen, ignoriere es einfach. ich weiß, das fällt sehr schwer, ichhabe Jahre und fachärztliche Hilfe gebraucht, bis ich soweit war.

Zitat:

Heime habe ich mir angeschaut, aber das bringe ich noch nicht übers Herz.


Das kann ich absolut nachvollziehen. Mein Mann und ich mussten diesen Schritt von 2 1/2 Jahren gehen, weil unser Sohn akut suizid- und auch fremdgefährdend war, aufgrund extremer Mobbingerfahrungen an der Erziehungshilfeschule.

Ich habe vier Jahre gebracht, um mich zu diesem Schritt zu entschließen, dann musste ich einsehen, dass es zu Hause nicht mehr geht.
Aber das ist ein Extremfall durch Verkettung vieler unglücklicher Umstände, die meisten autistischen Kinder können mit entsprechenden Hilfen zu Hause betreut werden.

Zitat:
Ich denke, durch Organisation ist es auch so alles zu schaffen, oder was meint ihr?


Du hast Unterstützung durch die Lebenshilfe und den familienentlastenden Dienst, das ist positiv (wir hatten beides nicht, aber mein Mann hat die Herausforderung angenommen und mich tatkräftig unterstützt ).

Ich hoffe, Du findest die richtige Lösung!

Liebe Grüße

Annette

_________________
Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
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Tania07
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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Annette,

Danke für Deine Antwort! Hier ein paar Antworten auf Deine Mail: Auf der "versorgungstechnischen" Ebene gibt es bei mir kein "Zuwenig". Ich bekomme alle Zuwendungen,die mir zustehen. Natürlich gilt der Ausweis rückwirkend, klar bekomme ich auch die 460 Euro.
Zur intellektuellen Verabeitung: Die Spirale von Schuchard war gleich das erste, was ich mir ausgedruckt habe, um meine Emotionen zu verstehen. Zudem habe ich gelesen, gelesen, gelesen. Sehr viel auch in diesem Forum. Wäre ich das Problem nicht auch so rechtzeitig auch über den Kopf angegangen , wäre ich, glaube ich nicht soweit, wie ich jetzt bin.
Da es sich bei der Mutter meines Partners um einen Menschen handelt, den ich als "strunzendumm" bezeichnen würde, macht es auch keinen Sinn, so einer Frau ein Buch in die Hand zu drücken - sie liest nämlich keine Bücher. Diese Baustelle habe ich für mich geschlossen, sehe es auch nicht als meine Aufgabe, dort weiter zu missionieren. Ich habe es ein paarmal versucht - es kam nur dummdreiste Aggression zurück.
Was Partnerschaftshilfe durch einen Dritten anbelangt: Es geht ja nicht nur um die Behinderung, es geht auch darum, dass die Partnerschaft wahrscheinlich einfach schlecht war und dadurch noch schlechter geworden ist. Wäre sie gut, wäre es nie soweit wie jetzt gekommen.
Was mich interessieren würde: Wie schafft man es, aus dieser Opferrolle raus zu kommen und wieder in ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben zu starten - und zwar mit einem Sohn, an dem wenig normal ist. Denn ob man will oder nicht - man ist mit diesem Stigma behaftet "Mutter mit schwerbehinderten und auch noch verhaltsauffälligem schwierigem Kind)Ich würde gerne zu den positiven Beispielen gehören. Ich wäre dann als Alleinerziehende mit behinderten Kind zwar die Randgruppe der Randgruppe. Aber sowas ist doch besser, als noch irgendwelchen Psychologen die Chance zu geben, an mir und meinen Problemen Geld zu verdienen. So sehe ich es!
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petraghosti35
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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

stimmt du musst aus der Opferrolle raus - DU bist keine Randgruppe und schon gar nicht eine Untergruppe davon!!!!

Hör auf so zu denken, dein Kind hat positive Seiten - sieh die!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich rutsche auch schon mal in die Falle: bei uns ist ALLES so schlimm - was für ein SCHWACHSINN!!!
Andere Kinder "Normale" haben auch Phasen an denen sie "ungezogen", "anstrengend", und und und sind!!!!

Ich habe einige Alleinerziehende Mamas - es gibt sicherlich leichteres - aber als Randgruppe sieht sich da keine!
Habe auch eine Bekannte: 2 Kinder, eins davon "Besonders" mit Shunt usw. usw.usw., sie arbeitet und hat jetzt auch den Vater verlassen - ER hat das BURN out Syndrom usw.usw. - sie aber den Stress, die Krankenhausaufenthalte und jetzt die Aufgaben es dem grösseren auch noch zu erklären was los ist!
Aber auch sie fühlt sich nicht als Randgruppe oder Opfer!

Hoffe du findest DEINEN Weg und vielleicht PACK das Problem einfach an

Das Glas ist "halbvoll" - nicht "halbleer"

LG
Petra

_________________
Petra(Sept.66); Achim(Aug.60); Amelie (Okt. 03) knapp 500gr. bei Geburt, 29cm lang (wenn ueberhaupt)!
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Annette Schmidt
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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anette!

anetteb hat folgendes geschrieben:

Natürlich gilt der Ausweis rückwirkend


Mit H, B und G? Die meisten Eltern müssen dafür erst Widersporuch einlegen. Habt Ihr auch die Steuerfreibeträge rückwirkend geltend gemacht?

Zitat:
Da es sich bei der Mutter meines Partners um einen Menschen handelt, den ich als "strunzendumm" bezeichnen würde, macht es auch keinen Sinn, so einer Frau ein Buch in die Hand zu drücken......
.....dass die Partnerschaft wahrscheinlich einfach schlecht war und dadurch noch schlechter geworden ist.


Kann ich nicht wissen, konnte ich so aus Deinem Beitrag nicht herauslesen.

Zitat:
Was mich interessieren würde: Wie schafft man es, aus dieser Opferrolle raus zu kommen und wieder in ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben zu starten - und zwar mit einem Sohn, an dem wenig normal ist.


Dazu kann ich Dir leider keinen Rat geben. Ich bin (zum Glück) nicht in dieser Situation gewesen und habe es nur mit fachärztlicher Hilfe geschafft, das zu verarbeiten, was bei uns passiert ist.

Wenn die Situation aber so ist wie aktuell bei Dir, dann ist es der bessere Weg, sich zu trennen.

Kann es vielleicht sein, dass Dein Partner auch Verhaltensweisen aus dem autistischen Spektrum zeigt? Es gibt nämlich viele Familien, wo auch ein ein Elternteil, meist der Vater, betroffen ist und sich die Beziehung dadurch sehr sehr schwierig gestaltet.



Liebe Grüße

Annette

_________________
Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
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Sabine
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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anette,

du hast hier schon so viele hilfreiche Antworten bekommen, denen ich mich vorbehaltlos anschließen kann.
Dein Mann/Lebenspartner macht es sich sehr einfach, sich durch Arbeit und "Freizeitverpflichtungen" aus der Affäre zu ziehen. Da du mit FED & Co. gut versorgt bist, wäre es sicher auch möglich, mal abends zu zweit etwas zu unternehmen. Und zumindest der Sonntag sollte der Familie gehören, wenn unter der Woche die beruflichen Pflichten so umfangreich sind.
Dadurch, dass dein Mann/Lebenspartner in der Familie ja überhaupt nicht präsent zu sein scheint und dich mit der Versorgung deines Sohnes komplett alleine lässt, ist es kein Wunder, dass du dich mit deinem Sohn überfordert und alleine fühlst.
Da bei euch das "Drumrum" mit Ämtern, Kiga, FED und Betreuung gut funktioniert, ist es jetzt wirklich an der Zeit, etwas für eure Beziehung und das Familienleben zu tun. Die Vorschläge von Annette dazu finde ich auch sehr gut.
Um aus der Tretmühle auszubrechen, könnte dir eine Halbtagsbeschäftigung helfen und vor allen Dingen die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen (vielleicht nicht unbedingt andere Mütter, sondern solche, die mit Kindern ansonsten nicht so viel am Hut haben), abendliche Aktivitäten, die deinen Mann/Lebenspartner dazu zwingen, abends zu einer zivilisierten Zeit nach Hause zu kommen und dich bei der Betreuung abzulösen.
Wichtig ist, dass ihr erst mal miteinander redet. Erzähle ihm ruhig von deinen Trennungsabsichten, da es für dich so nicht weitergehen kann.

LG
Sabine

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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Annette,

Ich habe mich letztes Jahr von meinem Partner getrennt.Er ist zwar nicht der leibliche Vater meiner Tochter,aber ich hatte in etwa die selben Gründe.Nun hatte dein Mann zwar nicht die Wahl sich mit der Besonderheit eures Kindes anzufreunden,und das ist noch nicht mal für die Mütter einfach,aber einfach sein eigenes Ding durchzuziehen kann ja nun nicht die Lösung sein.Hat er sich mal gefragt wie es dir an manchen "schlimmen" Tagen geht?Du bist zwar die Mutter,aber du bist auch ein Mensch,der mal eine Schulter zum anlehnen braucht.

Zur Machbarkeit kann ich dir nur so viel sagen:
Es bedarf eine straffe Organisation,aber es geht.Ich merke nach nun 10 Monaten,daß wesentlich mehr Ruhe ins Haus gekommen ist,und ich auch viel ausgeglichener und vor allem geduldiger geworden bin.Das überträgt sich auch auf Sara.Aus heutiger Sicht,habe ich daß richtige getan.Und das beste daran:Mein Ex-Partner ist mehr denn je für uns da.Aber die Devise lautet,alles kann,nichts muss.
Dadurch,daß ich die Ansprüche,die ich in der Partnerschaft hatte,nun nicht mehr habe,ist er eher betreit vieles mitzutragen,wo er sich früher vor gescheut hätte.Villeicht ist das der Druck der Erwartungen die nun nicht mehr da sind.

Was SchwieMu angeht,hast du glaube ich schon recht,belaste dich nicht noch mit dem Missionieren von Einsichtslosen.

Thema Opferrolle:Da bringt man sich oft selbst rein.Wenn du merkst,daß es auch dich erwischt,such dir Hilfe,ist keine Schande.Auch wenn SchwieMu ma wieder anderer Meinung wäre.
Wünsch euch einen guten und erfolgreichen Weg.Eine Trennung kann manches mal befreiend wirken,und Trennung ist ja nichts endgültiges.

LG Marion

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Tania07
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BeitragVerfasst am: 17.06.2007, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Posting-Beanworter!
Euch allen an dieser Stelle vielen Dank für diese sensiblen Antworten und Anregungen!
Wahrscheinlich ist man selbst der Architekt seines Schicksals - entweder es endet in einer Tragödie oder in einer kleinen Erfolgs-Story...
Ich mag diese Webseite sehr!
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