Verfasst am: 15.06.2007, 11:29 Titel: Wie mit der Angst umgehen?
Also eigentlich bin ich eher ein Verdränger, wenn es darum geht,
mir um Jonas Prognosen Gedanken zu machen.
Momentan schaffe ich es aber nicht, mir kommt ständig die Angst hoch,
daß mit ihm etwas nicht stimmt.
Momentan häuft sich das alles immer so, suche dann immer einen Grund, warum er jetzt mehr krampft, mehr schläft, wieder einen Infekt bekommt u.s.w.
Zur Zeit habe ich aber wirklich große Angst, daß das Vorboten für eine
neue problematische Phase sind, was wir ja schon öfter hatten, bis jetzt aber immer überstanden haben.
Keiner weiß, was Jonas Erkrankung weiter ergiebt, da ja auch keiner definitiv weiß, was er hat.
Jetzt rede ich wieder um den heißen Brei.
Habe einfach Angst, ihn zu verlieren, ohne ihm die wirklich schönen Seiten
des Lebens zeigen zu können.
Traurige Grüße
Jutta _________________ Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-) Unsere Galerie
Hallo Jutta,
diese Angst kann Dir leider niemand nehmen, auch wenn ich es noch so gern möchte.....laß Dich einfach mal virtuell ganz, ganz doll drücken......mehr weiß ich jetzt auch nicht zu sagen.
Wenn Du solche großen Ängste hast, dann zeig Deinem Kind jeden Tag eine schöne, neue Seite des Lebens.....genieße jeden Tag, jede Stunde mit ihm.......
Du hast ein ganz besonderes, ein ganz wertvolles Kind und die Zeit mit ihm ist unendlich kostbar - genieße sie und mach Euch beiden nicht das Leben unnötig schwerer als es ohnehin schon ist........
Ich weiß, ich kann jetzt so sorglos daherplappern...... aber ich versuche nur, Dich aus diesem dunklen Loch herauszuholen....
Ich wünsche Dir ganz viele fröhliche Stunden mit Deinem Sohn und sorglose Gedanken.....
Herzallerliebste
Grüße
Heike
Hallo Jutta,
ich kenn das auch, DU bist da nicht alleine mit deinen Ängsten!!! Sei lieb gedrückt!
Ich "erwarte" irgendwie immer das Schlimmste.......aber gestern waren wir mit Dorian und einem Freund im Schwimmbad, wie eine normale Familie und es war so schon mal mit Louisa eine solche normale Stunde zu verbringen...und ich/wir haben es sehr genossen. Auch die Buben waren friedlich , obwohl sie schon nach einer guten Std wieder gehen mussten, was ja nichts ist im Wasser, in dem Alter!!!!!
Diese Stunde Spass und Normalität gibt mit aber jetzt wieder jede Menge Kraft für das Nnächste Drama.....
LG
Martina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
es stimmt leider, die Angst kann Dir niemand nehmen. Ich erinnere mich als ich mal im Mukoviszidose-Zentrum im Praktikum war, waren dort Kinder, die vor einer Lungentransplantation standen. Die Kinder und die Eltern wurden von Psychologen auf die Transplantation vorbereitet. Dazu gehörte leider auch der Gedanke, dass das Kind die Operation nicht überlebt. Den Eltern und Kindern hat es oft sehr geholfen. Hast Du mal überlegt zu einem Psychologen zu gehen? Am Besten einer, der sich mit Eltern schwer behinderter Kinder auskennt. Denn Deine Angast tut dem Kind ja auch nicht gut. Ich erinnere mich, dass meine Mutter wegen meinen epileptischen Anfällen auch immer Angst hatte, es könne ja etwas passieren. Die Angst verunsichert ein Kind und die Beziehung zu den Eltern wurde zumindest bei mir langfristig nicht besser. In der Frühförderung und in der Reha haben dann meine Eltern durch Psychologen lernen müssen anders damit umzugehen.
Liebe Grüße
Charlotte _________________ Charlotte (1982): Sonderpädagogikstudentin, schwere Epilepsie, Asthma und diverse andere "Strickfehler"
Unser ganzes Leben gleicht einer Reise. Es kommt nicht darauf an, die Hindernisse zu umgehen, sondern sie zu meistern. (Augustinus)
Hallo Heike, Martina und Charlotte,
damke für eure Worte.
Weiß schon, daß ich aus dieser Angstsituation wieder raus muß.
Bin im Normalfall auch eher ein Optimist, auch mit dem Tod habe ich mich beruflich oft auseinandersetzen müssen und eigentlich davor keine Angst.
Nur jetzt im Zusammenhang mit Jonas, fällt es zeitweise schwer "einen kühlen
Kopf zu bewahren"
Sehe dann halt immer vorangegangene Zeiten, wo aus diesen Symptomen kritische Phasen entstanden sind.
Nun das mit dem Psychologen habe ich mir auch schon überlegt, alleine um für
Jonas einfach das beste geben zu können.
Liebe Grüße
Jutta _________________ Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-) Unsere Galerie
Hallo Jutta,
ich habe meine Ängste verarbeitet in dem ich Janns Geschichte niedergeschrieben habe und sie mir dann immer mal wieder durchgelese um mir vor Augen zu halten, was er alles erreicht hat. Niemand hat damit gerechnet , dass er es so weit bringt, auch wir nicht. Heute bin ich einfach nur dankbar dafür ,dass wir Jann schon so lange halten konnten und ich glaube Angst habe ich keine mehr. Ich bin der Meinung er wird uns auf seine Art und Weise signalisieren, wann es genug ist und ich hoffe , dass ich dann bereit bin ihn gehen zu lassen. Also wenn Angst, dann eher davor, dass wir in dem entscheidenen Moment nicht an uns selber denken sondern nur danach gehen , was für Jann das Beste ist.
Aber im Moment gehe ich davon aus, dass er uns noch lange bleiben wird, unser Löwe ist ein KÄMPFER
ich geben den anderen recht die angst kann dir niemand nehmen, aber besser damit umgehn, das kannst du schon, denn angst ist fast wie ne sucht, bist du mal in der mühle drin, dann wird dein gehirn immer mehr rezeptoren, für die angst anlegen, ist ne kompliezierte geschichte, so genau kann ich das ncith erklären
ein pschologen kann dir raushelfen, vielleicht gibt es gesprächskreise, die dir helfen.
es gibt auch für schnelee kurzfristige unterbrechen der angst medikamente, damit kommst du im kopf erstmal wieder auf ein geundes level und kannst darauf dann aufbauen,
sprich mit deinem hausarzt drüber der kann dir helfen und denke nciht dass du alleine bist oder angst eine bagatelle ist, die man doch kontrolieren kannst
ich habe auch unendlich viel angst gehabt und kann heute lachen und frei leben die angst so habe ich nimmer
natascha _________________ natascha mit julia 93, gina 97 mageneingangfehlbildung mit reflux (hiatushernie) morotrische defizite, maria und anna 02, zehenfehlstellung, empfindliche lungen, maria extrem mit narbenbildung nach lungenentzündung, die 4 sind das wundervollste chaos dieser welt
Hallo Jutta,
Ich gehe zu Psychologin, nicht zu oft( die Kinder bestimmen die Termine mit ),
das hilft mir weiter, manche Fragen, die sie mir stellt , hohlen mich wieder raus...
das geht nicht nur um die Angst....Ich empfinde es als Riesenhilfe...
Die Angst darf nicht stärker sein ,als ich
ganz Liebe Grüße
RosaD _________________ Rosa(1966)mit Anne(11.2000) Mikrocephalie, Epilepsie, Skoliose eine glückliche Maus seit 7.07 PEG
und Laura(6. 2003) gesund
Hallo Sylvi,
habe bei eurer Homepage schon mal kurz reingelesen, finde das klasse, wie du das alles meisterst, Hut ab.
Hallo Nastascha,
also das mit dem Gesprächskreis ist ne gute Sache, muß mich mal umhören, ob es bei uns sowas gibt.Naja, was Medis anbelangt, Antidepressiva sind nun nicht gerade harmlos und denke ich in einer erklärbaren Angstsituation nicht nötig,
eher bei manifestierten Depressionen.
Liebe Grüße
Jutta _________________ Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-) Unsere Galerie
hi jutta
weist du, abklärbar ist alles irgenwie, aber dadurch nciht behandelt, du weist woher deine angst kommt, gut so, aber dardruch wird sie leider nciht besser,
gespärchskreise findest du oft bei therapheuten, und nicht jeder der zur therapie geht, redet mal so drüber. ich würde einfach mal mit dem hausdoc drüber reden,
geh auf das problem zu.
ich drück dir dolle die daumen
lg natascha _________________ natascha mit julia 93, gina 97 mageneingangfehlbildung mit reflux (hiatushernie) morotrische defizite, maria und anna 02, zehenfehlstellung, empfindliche lungen, maria extrem mit narbenbildung nach lungenentzündung, die 4 sind das wundervollste chaos dieser welt
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