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wie schafft ihr es mit dem Wiedereinstieg im Job?

 
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dani.star
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Beiträge: 230
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BeitragVerfasst am: 06.06.2007, 20:26    Titel: wie schafft ihr es mit dem Wiedereinstieg im Job? Antworten mit Zitat

der gestrige anruf meines arbeitgebers bezüglich einer stelle für mich verwirrte mich und macht nun mein herz ganz schwer. cry

mein erziehungsurlaub geht nur noch bis oktober. wir entschieden uns damals für 1jahr ohne zu wissen was es mit finnja für ein ausmaß annimmt. geplant ist dass dann mein göttergatte zu hause bleibt.

ich bin erzieherin mit einer 40h stelle und nem unbefristeten vertrag.
es sind noch 4monate und ich kann mich damit noch nicht anfreunden wieder voll einzusteigen. aber ich muss, da es finaziell anders nicht geht, da ich mehr verdiene und wir ja ab oktober keine erziehungsgeld mehr bekommen! ich werde mir auch das gehalt von 30h mal durchrechnen lassen.

das wird ein 24h dienst sein in einer jugendgruppe. ich würde so gerne zu hause bleiben solange finnja sondiert werden muss. ich will sie begleiten- die ganzen therapien und so. die ständigen kh-aufenthalte. ich weiß, dass es für ihren papa auch wichtig ist viel zeit mit ihr zu verbringen. doch ist es nochmal was anderes mit mama dani... auch für finnja

ich bin mir nicht sicher kontinuität und flexibilität körperlich wie geistig und emotional geben zu können- auf arbeit. wenn niemand krank oder im urlaub ist wäre ich mit den teamsitzungen nur 3x die woche auf arbeit (2x 24h und 1x 4-6h). hört sich an und für sich gut an. wie gesagt wenn alle da sind! die arbeitszeit ist auch gedanklich lukrativer als täglich 8h zu arbeiten und abend wenig von finnja zu haben...

kita kommt nicht in frage wegen infektanfälligkeit, sonde und unklarer zukunft!!!

bin ganz durcheinander

ach mensch, im lotto müssten wir gewinnen!!!

wie meistert ihr euren einstieg, mit welchen prioritäten usw.

grüßle, dani

_________________
ich kann kein neues leben anfangen,aber täglich einen neuen tag

finnja 8.10.06:CHARGE-SYNDROM mit augendefekte-links blind,2 CI,hypoton,ASD II,bronchusstenose,tachypnoe,laryngomalazie,skoliose,kyphose,mikrozephalus,button!kleine wundertüte
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Andrea5
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BeitragVerfasst am: 06.06.2007, 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

ich habe zwei Kinder und war zwischen den beiden berufstätig.
Jan ist 11/98 geboren worden und bin nach ca. 13 Monaten nach
der Geburt wieder eingestiegen. Mein damaliger Chef hat mich ge-
fragt, ob ich wieder einsteigen möchte mit damals 16 Stunden (war
nicht ganz die Hälfte der Wochenarbeitszeit). Es waren damals himm-
lische Zeiten. Ich mußte manchmal Spätdienst bis 18:30 Uhr machen,
aber es gab eine Liste, wo ich mich als erstes Eintragen konnte
(Kollegen hatten keine Lust auf Spätschicht gehabt, ich konnte es
machen, weil mein Mann Schichtgänger war und die einzigste Be-
treuungsperson während meiner Berufstätigkeit war). Nach dem
in von Hamburg-Süd nach Hamburg-Mitte versetzt (Dt. Telekom AG,
bin Beamtin) gab es trotzdem einen guten Job dadrüben mit (Gleitzeit
ohne Kernzeit). Etwas später kam Jan bis 14 Uhr in den Kindergarten,
meine Arbeitszeit war Anfang zu Arbeit von 06:00 bis 09:30 bis Ende
Arbeit zwischen 13:00 und 15:30 Uhr.

Als ich bei Ben 01/04 im Juni 2006 wieder angefangen bin, kamen
schlimme Zeiten auf. Ich bin jetzt im Schichtdienst rund um die Uhr
mit 2 bis 3 Tagen die Woche dran. Gleitzeit wurde stark eingeschränkt.
Wir haben einen neuen Dienstplan bekommen. Meine Änderungswünsche,
die sonst immer berücksichtigt worden sind, sind für 2008 hinfällig ge-
worden. Nach dem Motte, du kannst mit deinen Kollegen tauschen.
Bloß die Änderungswünsche müßte ich zu 100 % tauschen. Da darf
nichts schiefgehen, sonst habe ich ein echtes Kinderbetreuungsproblem.
Ich habe zwar eine Kinderbetreuung zu Niedernknien (Ben als I-Kind
von 06:30 bis 16:30 Uhr, Jan zwei Tage im Pädagogischen Mittagstisch
bis 16:00 Uhr, eine Tagesmutter, die sich einige Wochenden im Jahr
bis 18:00 Uhr, Omas, die sich bei der Wochendarbeit von mir um Jan
kümmern, mit Ben geht es leider nicht, das wird den Omas zuviel,weil
die schon 71 bzw 76 Jahre alt sind) Die Tage, die sie mir nicht tauschen
wollen, sind Tage mit Spät und Nachtdienst, wo mein Mann selber diese
Schichten hat). Ich bin mit meinem Anliegen zum Betriebsrat gegangen.
Der meinte, sie müssen mir diese Schichtwünsche genehmigen, da
wir eine Betriebsvereinbarung haben Vereinbarung Familie und Beruf.
Das hat mein Chef wohl vergessen. Um Schichtdienst kommen ich
zwar nicht herum, aber wenigsten wird er machtbar gemacht, hoffe
ich. Ich versuche mich intern weiterzubewerben, um einen Job ohne
Schicht zu bekommen. Mit Wochendarbeit bis 18 Uhr kann ich noch
leben, aber nicht mit familienfeindlicher Arbeit. So sieht aber leider
die Realität aus, wenn trotz Firmenprädikat Familienfreundlichkeit, es
bei einigen Leuten noch nicht durchgedrungen ist. Wiedereinstieg kann
gut klappen, aber auch an den neuen Gegebenheiten scheitern.

Ich wünsche Dir viel Glück, das es so klappt wie man es sich wünscht!

Liebe Grüße
Andrea
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Doreen mit Friederike
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Beiträge: 3952
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BeitragVerfasst am: 07.06.2007, 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

ich kann dich gut verstehen. mein Erziehungsurlaub ist auch zu Ende und ich muss wieder rabeiten gehen. Unter www.nettolohn.de kann man sein Gehalt ausrechnen lassen.

Es gibt für dich nicht allzu viele Alternativen.

1. unbezahlten Urlaub beantragen und ALG II beantragen

2. verminderte Stundenzahl arbeiten und ebenfalls Grundsicherung bei der AfA beantragern. wenn ihr ein geringes Einkommen habt, dann steht euch das auch zu.

Beantrage aber eine vorübergehende Verringerung deiner Stundenzahl beim AG, damit sich dein eigntlicher Arb.vertrag mit 40h nicht ändert. So hast du die Möglichkeit, später wieder 40h zu arbeiten.

Ich werde 30h arbeiten und zahle keine Lohnsteuer. Wir haben uns den Feibetrag ( MZ "H" vom Schwerbehindertenausweis) eintragen lassen und auch noch den Pflegepauschbetrag. So habe ich ein höheres Netto.

LG
Doreen

_________________
Charlotte, 16.08.2000, ehem. Frühchen 31.SSW und Friederike, 15.07.2004. extrem. Frühgeb. in der 24.SSW (720g., 33 cm), nach Hirnmittellinienzyste HC, shuntversorgt , entwicklungsverz., sehbehindert, Minderwuchs, Balkenagenesie
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Martin T.
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Beiträge: 645
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BeitragVerfasst am: 07.06.2007, 13:47    Titel: Lotto ist gut, Vertrauen ist besser! Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

das mit dem Lotto habe ich auch schon gedacht und nach 3 Spielen einen 3er gehabt - war also ein Nullsummenspiel ... und das Projekt abgebrochen ... Crying or Very sad

Deine Gedanken kenne ich aus den Gesprächen zwischen Andrea und mir. Einmal, vor einem Urlaub von Andrea und Lou, wo ich dann "allein" auf Leon aufpassen sollte und dann, als Leon mit 3 Jahren eigentlich in den Kiga sollte.

Die neue Situation wird sicherlich eine ganz enorme Umstellung für Euch alle, aber so wie ich es verstanden habe, hast Du Vertrauen in Deinen Mann, dass er es gut machen wird und ich denke, dass ist die wichtigste Voraussetzung für ein Gelingen. Ich denke auch, dass Deine konzentrierten Arbeitszeiten für solch ein Modell geradezu ideal sind.

Ich will Dir Mut machen, Euren Weg zu gehen und Vertrauen in Deine beiden zu haben, dass alles - manchmal - auch ohne Dich läuft. Dass es für Dich schwer wird, in keine Frage, aber auch das wirst Du schaffen!

Liebe Grüße
Martin

_________________
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Jann
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BeitragVerfasst am: 07.06.2007, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,
ich sollte am Dienstag eigentlich meinen neuen Job starten und was passiert. Daja hat die Windpocken bekommen. Da ich sie selber noch nicht hatte, mußte ich im Laden anrufen, da ja die Ansteckung doch recht hoch ist. Gott sei Dank hat meine Chefin sehr verständnisvoll reagiert. Jetzt fange ich also nächste Woche an.

Ich war jetzt ca. 2 1/2 Jahre zuhause und habe die Zeit mit den Kiddys genossen. Vor Janns Geburt war ich gute 5 Jahre selbstständig im Blumenhandel.Hatte ein kleines Geschäft. Mir war jedoch immer klar, dass ich es aufgeben werde wenn wir einmal Kinder haben würden. Das war von Anfang an so geplant, da Holgers Job sicherer war. Kurz vor der Entbindung verkaufte ich den Laden. Der neue Besitzer hat mir dann gleich einen 400,-€ Job angeboten. Zum einen weil ich die Stammkunden alle kannte, zum anderen sollte ich in seinen anderen Filialen für frischen Wind sorgen.
Als dann Jann zur Welt kam, war ich glücklich, dass ich den Laden nicht mehr hatte. Mein neuer Chef hat sehr sozial reagiert und es mir offen gelassen, wann ich wieder anfange. Da bei Jann nicht abzusehen war, ob er überhaupt jemals oder wann er nach Hause käme bin ich dann , als er 3 Momate war mit 9 Stunden pro Woche wieder eingestiegen. Ich habe in der Zeit damals viel Kraft daraus geschöpft. Ich konnte zwischendurch mal abschalten und ich glaube es hat mich davon abgehalten durchzudrehen.
2003 kam dann meine Tochter zur Welt. Auch nach ihrer Geburt fing ich relativ schnell wieder an zu arbeiten, dass hat alles immer super geklappt. Jann hatte ja die Betreuung zuhause und Daja ging immer im Wechsel eine Woche zu Oma die andere zu einer Freundin.
Vor fast 3 Jahren ging es Jann dann eine Zeit sehr schlecht und er hatte viele lange Klinikaufenthalte. Ich mußte sehr oft und kurzfristig meine Dienste absagen. In der Firma hat zwar nie jemand was gesagt, aber mir selber war es unangenehm. Also kündigte ich und blieb dann bis jetzt erst mal zuhause.

Ich glaube es ist auch eine Einstellungssache. Wenn jemand arbeiten möchte, bekommt er es auch meistens geregelt. Das Schwierigste ist meistens doch eher das Loslassen. Gerade hier meine ich aber, sollte sich auch ein gesunder Egoismus einstellen. Denn mit unseren besonderen Kindern leben wir ja doch ein sehr viel komlpizierteres und anstrengenderes Leben. Wir werden ganz anders beansprucht und immer wieder stark auf die Probe gestellt. Auf Dauer kann so ein Leben nur funktionieren wenn man bereit ist Kompromisse zu machen bzw. auch Hilfe anzunehmen. Damit habe ich mich anfangsauch schwer getan. Heute bin ich glücklich, dass wir diesen Weg für uns gefunden haben und damit alle zufrieden sind.
Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr auch die für euch bestmögliche Lösung findet und euch damit gut arrangieren könnt. Viel Glück

LG
Sylvi

_________________
Sylvia (Baujahr 1972), Holger (Baujahr 1970),
Jann (Baujahr 2001) Cerebralparese, Tetraspastik, Saug-Schluckstörung, Aphyxie, Reflux, blind, schwerhörig, Krampfkind, absaug- z.T. auch sauerstoffpflichtig..., Daja (Baujahr 2003)
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Mireille
Erzieherin
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Beiträge: 860
Wohnort: Görlitz, Sachsen

BeitragVerfasst am: 07.06.2007, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also ich hatte vor der Geburt von Millane im 30h Dienst gearbeitet, allerdings in einem Heim mit Schichten.
Das kam für mich nicht mehr in Frage. Zum Glück ergab sich eine andere Stelle in einer Kita mit geregelten Arbeitszeiten. Angefangen habe ich mit 20 h. Inzwischen gehe ich seit 3 Jahren wieder 40 h arbeiten. Es hat sich alles eingespielt. Mein Mann geht nun in Schichten, kann diese aber relativ flexibel gestalten und wir haben Oma und Opa in der Hinterhand für die Nachmittagsstunden, wo noch keiner zu Hause ist.
Wie es dann wird, wenn Millane in die Schule geht kann ich nicht sagen. Weil da ja die Ferienzeit abzudecken ist....Doch kommt Zeit, kommt Rat...sag ich immer.

Liebe Grüße

_________________
Mireille
Millane 07/01 Balkenaplasie, Hydrocephalus, Hydranenzephalie und noch vieles mehr
Bianca 10/91
Andreas
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