Verfasst am: 30.05.2007, 11:40 Titel: Kann Jonas keinem anvertrauen
Also,ich weiß nicht,ob ich das hier so anbringen kann,aber ich lege einfach mal los:Ich habe ein Riesenproblem,Jonas jemanden anzuvertrauen.Zu uns kommt 2X wöchentlich für 3 Stunden ein Pflegedienst.Leider schaffe ich es nicht dann mal wegzugehen und denen Jonas zu überlassen,bleibe immer im Hintergrund,falls mal was ist.Habe einfach Angst,daß die dann nicht richtig reagieren.Ist z.B bei der Nahrungsaufnahme auch so,daß Jonas bei denen viel häufiger erbricht,als bei mir,die reagieren dann manchmal etwas panisch,statt ihn gleich in stabile Seitenlage zu bringen,damit er nicht aspiriert.Na wahrscheinlich bin ich auch etwas überängstlich,weil ich nicht ganz fachfremd bin(18 Jahre Altenpflege)und mir dadurch die schlimmsten Bilder ausmale,was daraus alles entstehen kann.Kann mich oft selbst nicht verstehen,kann aber leider auch nicht aus meiner Haut.Überlege auch oft,was passiert,wenn ich mal verhindert bin,keiner da der Jonas versorgen kann?Hoffe ich habe euch nicht zu sehr mit meinen Problemen zugetextet.
Hoffe trotzdem auf Verständnis,sorry.
Jutta _________________ Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-) Unsere Galerie
Jonas ist ja auch noch sehr klein und das wirkliche Problem ist ja nicht nur das "Nichtloslassenkönnen", sondern die reale Angst, dass etwas passieren könnte.
Vielleicht kannst Du in Zukunft doch einfach mal gehen- erst für 10 min, dann für 20 Min usw. Natürlich mit Handy bewaffnet, damit sie Dich sofort anrufen können bei Fragen oder so.
Ich stelle mir das für den Pflegedienst ganz schön schwer vor, wenn Du so wenig Vertrauen hast, denn die müssen sich ja erst mal richtig reinfuchsen in die Pflege von Jonas. Du machst es schon 2,5 Jahre täglich und die kommen für 2 x 3 Std./Wo.; da wird es dann auch irgendwann mit der Nahrungsaufnahme richtig klappen.
- hast Du mal geguckt, warum er vielleicht bei denen mehr erbricht? Vielleicht können sie es mit Deiner Hilfe in den Griff bekommen?
Wenn die Routine gekommen ist, werden sie evtl. auch nicht mehr so panisch sein und ihn sofort in die Seitenlage legen.
So traurig es sich für uns manchmal anhört - zu ersetzen sind wir alle und das ist ja eigentlich auch gut so! (Natürlich sind wir immer die Besten für unsere Kinder , aber die können wir nur bleiben, wenn wir uns auch ab und zu mal erholen können!)
LG
Susann _________________ Susann 46;T. 24; Sina 22: tuberöse Sklerose, autoaggressiv, autistische Züge, schwermehrfachbehindert; L. 12: Frühchen 31 W 1T, Herzklappenfehler(erledigt)
hast Du Dir schon Gedanken über einen Kindergarten... gemacht?!
Vielleicht ist es für Dich einfacher deinen Sohn "außerhalb" der häuslichen Umgebung loszulassen.
Ich kann Dich sehr gut verstehen, kann auf der anderen Seite aber auch eine vordergründige Nervosität des Pflegedienstes verstehen, auf die dein Sohn vielleicht reagieren kann?!?!
Loslassen muss man üben, ob "gesundes" oder "krankes" Kind. Ich wünsche Dir viel Erfolg und guten Mut- denn nach 2,5 Jahren kannst Du sicherlich ein wenig ZEit für Dich gebrauchen!
LG
Anke _________________ Anke mit Joost (*16.03.04), massiver HC, massive Hirnfehlbidung mit Nichtanlagen, ICP, blind und seinen großen Schwestern Anna (*95), Clara (*02) und Lucas (*08) und natürlich Papa Dirk
Hallo Jutta,
kann mich Susanne nur anschließen.......was macht der Pflegedienst auch für einen Sinn, wenn Du ständig angespannt im Hintergrund auf "Pannen lauerst".....sorry, ist jetzt etwas überspitzt formuliert.
Dein Sohn ist noch so klein und er braucht Dich noch viele Jahre, wie willst Du das durchhalten, wenn Du Dir nicht zwischendurch auch mal eine Pause gönnst ????
Also - kurzer Einkauf, nächstes mal ein längerer Spaziergang und übernächstes mal Besuch bei einer Freundin.... wie wär das ? Im Zeitalter der Handy's ist das doch kein großes Problem ......ich weiß, die anderen können immer so leicht daherquatschen........aber ich denke, Du hast hier ja auch deshalb geschrieben, weil Du diesen Zuspruch brauchst.
Ich selbst habe den gleichen Fehler gemacht wie Du, leider - hätte mich vor 18 Jahren sehr gefreut über so ein Forum und vielleicht hier und da anders gehandelt.....
Hallo Susann,Anke und Heike,
sicher habt ihr recht ich möchte das auch wirklich in den Griff bekommen und den Pflegekräften vertrauen.Das Prpblem mit dem Erbrechen kann ich mir teilweise schon erklären.Die halten Jonas so wie jedes gesunde Kind beim Füttern.Nur bei Jonas wird der Würgereflex im Mund weiter vorne im Mund ausgelöst,als bei den meisten anderen Menschen.Habe schon probiert denen das zu erklären,aber irgendwie scheint das die dann zu beleidigen,mir ist schon klar,daß das Fachkräfte sind,die keine Belehrung brauchen,aber jeder Mensch ist individuell.Naja und ich denke ich kenne ihn dann auch am besten.Na ich hoffe so nach und nach meine Ängste abzubauen und dann mal weggehen zu können.
Vielen Dank fürs Zuhören und fürs Verständnis. _________________ Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-) Unsere Galerie
Ach ja Anke nochmal wegen dem Kindergarten,Jonas ist für Herbst dort angemeldet.Kennt eine der Betreuerinnen da auch schon,da diese 1x wöchentlich zur Frühförderung kommt.Diese Frau kommt mit Jonas sehr gur zurecht. _________________ Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-) Unsere Galerie
Hallo Jutta,
ich kann das auch nicht so gut, ich kann die Anne sehr schwer jemanden anvertrauen. klar haben Sussan, Anke und Heike Recht. ich weiß ja das auch ,aber für mich war das ein riesen Schritt...(loslassen)
Die Anne wird 7.J. alt, ist im KiGa.Da habe ich volles Vertrauen, dennoch ich rufe dort sehr oft an. Die Anne bricht auch oft.
Ganz Liebe Grüße
Rosa _________________ Rosa(1966)mit Anne(11.2000) Mikrocephalie, Epilepsie, Skoliose eine glückliche Maus seit 7.07 PEG
und Laura(6. 2003) gesund
Also Kimberly wem anvertrauen und z.B. einkaufen gehen oder so, das könnte ich auch nicht......auch aus angst das Kimy krampft, oder halt das sie mal wieder kurz atonisch wird und ne Radelle dreht......passiert leider recht oft.
Ich lasse sie aber mit ruhigem Gewissen mal ne Stunde alleine mit meiner grossen Tochter (18)......sie ist in die Situation regelrecht mit reingewachsen und kennt Kimy fast so gut wie ich.
Bei uns gehts jetzt auch los mit Frühförderung.....da hab ich ja auch die Möglichkeit mal zum Frisör zu gehen, einkaufen, Arztbesuch oder so......aber ich werds nicht tun......ausser meine grosse Tochter ist dann zu Haus.
Bei meinen anderen Kids hatte ich nicht das Problem......die waren oft bei Oma, oder auch Tagesmutter. _________________ Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05), Dravet-Syndrom ( und Mercy - ihr Anfallsmeldehund )
Verfasst am: 30.05.2007, 13:47 Titel: Plegeinfo über deine KK
Hallo.
Das klingt ja sicherlich ersteinmal nicht so sehr einfach.
Aber: Um eine wirklich fachgerechte und kompetente amb. Pflege für deinen Liebling zu gewährleisten (ist nicht so sehr einfach) wende dich unbedingt an deine Krankenkasse. In der Regel gibt es dort Auskunft über Pflegedienste, die ordentlich und gut arbeiten.
Ich selbst bin bei der TK versichert.
Solltest du dort auch versichert sein, wende dich an das Pflegekometenzzentrum in Dresden.
Welche Versicherung hast du denn? Schreibe mal hier zurück oder eine PN, das ist noch am einfachsten... dann kann ich Dir über eine Datenbank einen guten Pflegedienst sagen.... nicht alle Kassen geben da so intern gerne Auskunft drüber.
Gruß Ryan _________________ Hallo. Ich bin ein 27-jähriger Rollifahrer aus Wiesbaden.
Ich bin Techniker und arbeite in meiner Freizeit für eine Behindertenorganisation und in einem Sanitätshaus in Wiesbaden im Bereich Hilfsmittelberatung für Kinder/Jugendliche und Widerspruchsverfahren bei MDK-Gutachten bzw. Pflegeeinstufungen für alle Altersgruppen.
Hallo Rosa,hallo Sylke,genau das ist das Problem,daß von Fachkräften da oft Paralelen gezogen werden,z.B :bei einem Anfall,der länger als 3 Minuten dauert Diazepam,das war das 1.,was ich erklären mußte,da Jonas sonst an manchen Tagen mindestens 10 Rectiolen brauchte.Na und so geht das immer weiter und wenn man dann immer was anderes sagt,kommt man sich schon selbst besserwisserisch vor.Leider habe ich auch in der Familie niemand der die Zeit und vor allem auch den Mut hätte,Jonas zu versorgen.
Doofe Probleme,dabei scheint doch heute so schön die Sonne _________________ Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-) Unsere Galerie
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