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Sylke
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BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Man muss ja auch unterscheiden zwischen der eigentlichen Gebärdensprache, und halt nur die unterstützenden Gebärden.

Werde mal die Frau von der Frühförderung dann mal fragen nach den GuK1 Karten....hab heut per Mail ja schon ein paar "Einblicke" erhalten und bin begeistert.

Kimy ahmt so viel nach was sie aufschnappt.....damit könnte sie vielleicht endlich ein bissi was ausdrücken

_________________
Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05), Dravet-Syndrom ( und Mercy - ihr Anfallsmeldehund )
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Simone_Annabelle
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BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

Sylvia Gudra hat folgendes geschrieben:
Hallo Bea,

mit 3,5 Jahren hat unseren Stephan auch niemand verstanden. Er hatte seine eigene Sprache, die wir Eltern irgenwann einigermaßen verstanden haben. Ein Beispiel "Addle" war Wasser. Ich war permanent nur am "dolmetschen". Das Jahr Regelkindergarten war furchtbar für ihn. Nach einem Jahr haben wir ihn dann auf einen Sprachheilkindergarten getan. Das Beste, was wir tun konnten. Die Erfolge waren / sind gigantisch.

Heute ist Stephan 6 Jahre alt und die Logopädin hat gemeint, sie könne sich ihn sogar auf einer Regelschule vorstellen. Die Erzieherin meinte aber, er wäre auf einer Sprachheilschule erst mal noch besser aufgehoben, da schon noch defizite vorhanden sind.

An Weihnachten hat er vor einer vollen Turnhalle ein Gedicht vorgetragen - ohne unser Wissen. Der Nikolaus hat gefragt, wer sich traut. Ich habe geheult wie ein Schlosshund. Ich habe jedes Kind erwartet - aber nicht meinen Sohn.

Ich möchte dir einfach Hoffnung machen. Da kann auf einmal so viel sich tun. Bei uns haben die Fortschritte so mit 4 1/2 Jahren angefangen. Da habe ich auf einmal gemerkt, dass mein "dolmetschen" nicht so oft nötig war Very Happy.

Also, ich wünsche Euch viel Kraft bei eurem weiteren Weg. Aber gebt die Hoffnung nicht auf. Die Logopädin (damals war Stephan gerade mal 3 Jahre alt) hat gesagt, es wird ein sehr steiniger Weg. Er war sehr steinig, aber es hat sich gelohnt durchzuhalten und immer zu hoffen.

Den Sprachheilkindergarten + zusätzliche Logo kann ich nur jedem empfehlen.

Gruß sylvia
Ich will dir einfach Hoffnung machen.


Liebe Sylvia,

darf ich Dich fragen, was in einem Sprachheilkindergarten passiert? Bin nur neugierig bzw. dabei mich zu orientieren. Meine kleine Annabelle ist fast 2 und hat gutes passives Verständnis, versucht Wörter zu sagen, hat aber durch ihre schlechte Mundmotorik (und vielleicht noch andere Gründe) eine recht schlechte Aussprache. Wir machen Logopädie nach Padovan, was zuerst einmal die Entwicklung unterstützen soll - also keine Logopädie im herkömmlichen Sinne.

Vielen Dank für die Information - lg, Simone

_________________
Simone 07/1970, Roberto 04/1969, Sophie 12/1998, Annabelle 07/05 partielle Monosomie 3p.25 - global entwicklungsverzögert, macht aber ständig Fortschritte
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maximama
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BeitragVerfasst am: 24.05.2007, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bea,
ich muß den anderen auch zustimmen: Gebärden fördern und unterstützen die aktive Sprache. Da gibt es wirklich genügend Studien.
Unser Max ist fast 4 1/2 und hat nur einen Wortschatz von 30 bis 40 Worten und versteht aber auch alles. Er kann sich im KiGa und hier zuhause super verständigen. Hauptsächlich mit Körpersprache und die Guk Karten haben ihm dabei auch sehr geholfen. Im KiGa werden sie sogar richtig im Alltag für alle Kinder eingebaut, da Max einfach diese Unterstützung braucht und es für ihn toll ist zu sehen, dass die anderen Kinder sie auch lernen. Er versucht auch immer die Gebärden mit Lauten zu verbinden und wenn dann ein Wort kommt ist das auch sehr deutlich.
Wir haben in der Logo verschiedene Arten der Gebärden ausprobiert und Max hat für sich selber entschieden, dass die GuK Karten am besten für ihn sind. Auch findet er das Lautalphabet ganz toll, das eigentlich erst für Schulkinder ist.
Man muß wirklich schauen, was das Kind annimmt, denn sie wollen ja sprechen.
Wenn deine Tochter mit Gebärden nicht klar kommt, dann versucht doch einfach mal das Lautalphabet. Vielleicht macht ihr das ja Spaß.

LG
Barbara

_________________
Max, *1-2003, Polymicrogyrie links mit daraus resultierender Hemiparese rechts und fokale Epilepsie, rezeptive und expressive Sprachentwicklungsstörung
Carla-Maria *3-2000, 36 SW.; 1930g, 44cm - ADHS
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Fernando
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BeitragVerfasst am: 24.05.2007, 05:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Simone,

es ist so, dass als erstes mal im Sprachheilkindergarten die Gruppen wesentlich kleiner sind. Es sind bei uns in jeder Gruppe 12 Kinder. Es ist eine Erzieherin und 1 Praktikantin da, zusätzlich noch eine Sprachtherapeutin (stundenweise). Es ist so, dass die Kinder 1 x pro Woche von der Sprachtherapeutin Einzel-Förderung (Logo) bekommen und ansonsten wird das eben in den Kindergarten-Alltag mit eingebaut. Es wird sehr viel gesungen und großen Wert auf Sport / Bewegung gelegt, 1 x pro Woche schwimmen. Dienstag Schwimmen, Mittwoch Logo, Donnerstag Sport und Freitag Waldtag. Montags wird dann oft noch gekocht Very Happy .

Da alle Kinder Probleme mit der Sprache haben, wird keines gehänselt. Die Kinder entwickeln in diesem Kindergarten ein tolles Selbstbewusssein. Oft gehen Sie "Eis essen" und dürfen dann natürlich auch das Eis "selber bestellen", was ja viele Kinder mit Sprachproblemen sich nicht trauen. Sie machen kleine Vorführungen, wo die Kinder lernen in ein Mikro zu sprechen. Ich hätte vor 2 Jahren nicht gedacht, dass mein Sohn jemals in ein Mikro spricht.

Jedes Kind hat einen für sich abgestimmten Therapieplan.

Jeden Donnerstag bekommt er 2 Therapiemappen mit nach Hause. Eine Mappe für die Sprache und eine Mappe für sonstige Förderung. Das heißt aber auch von Donnerstag bis Sonntag sind Hausaufgaben zu machen. (Sprachübungen, ausmalen, Lieder und Gedichte mit dem Kind lesen....).

Der Kindergarten geht von 8:15 Uhr bis 12:30 Uhr.

Wir haben noch zusätzlich 1 x pro Woche Logo.

Wenn du noch Fragen hast, beantworte ich sie dir gerne.

Liebe Grüße von Sylvia
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Simone_Annabelle
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BeitragVerfasst am: 24.05.2007, 06:28    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sylvia,

hört sich sehr gut an; leider habe ich keine Ahnung, ob es Ähnliches auch in Wien gibt.

Der ganze Ablauf hört sich sehr strukturiert und professionell durchdacht aus, und der Aspekt mit der Steigerung des Selbstbewusstseins ist sicher nicht zu unterschätzen.

Mit welchem Alter hat Stephan begonnen in den Kindergarten zu gehen?

lg, Simone

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BirgitW
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BeitragVerfasst am: 24.05.2007, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Simone,

es gibt in Wien zumindest eine Sprachheilschule (www.sprachheilschule.at), aber wie es mit Kindergaerten aussieht weiss ich nicht. Aber vielleicht ist das ein Startpunkt!

Liebe Gruesse,
Birgit

_________________
Mama von Gabriel (*2002, Sauerstoffmangel waehrend der Geburt; allgemeine Entwicklungsverzoegerung; komplexe Wahrnehmungsstoerung: Magensonde zw. 15 Monaten und 2,5 Jahren; derzeit non-verbal, aber verwendet Gebaerden) und Julian (*2004, gesund) und Florian (*gerade noch 2008 ;o) und ein gesundes, ganz liebes und braves Baby)
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Fernando
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BeitragVerfasst am: 25.05.2007, 07:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Simone,

Stephan ist mit 3 Jahren in den Regelkindergarten gekommen. Da ihn dort niemand verstanden hat, hatte er es sehr schwer. Die Erzieherinnen haben die anderen Kinder nicht "aufgeklärt". "Das verstehen die so oder so nicht", und haben ihn wie ein Papagei nachsprechen lassen. Leider habe ich das erst nach ca. 9 Monaten zufällig mitgekriegt. Dann wusste ich, warum er diesen Kindergarten so hasste.

Ich habe ihn dann mit 4 Jahren in den Sprachheilkindergarten. Dort ist er jetzt seit 2 Jahren. Früher werden die Kinder dort nicht genommen.

Da Schule und Kindergarten in einem Gebäude sind, wird die Umstellung für Ihn jetzt nicht schwer sein. Er kennt die Gegebenheiten schon sehr gut.

Liebe Grüße Sylvia
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bea68
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BeitragVerfasst am: 25.05.2007, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alle zusammen,

hier ist es auch so, dass man nur für 2 J. Anspruch auf ein Platz im Sprachheilkindergarten hat, da wäre Hannah erst nächstes Jahr dran. Leider soll der zuständige Sprachheilkindergarten für sie echt schlecht sein (Aussage des eigenen Personals dort!!!). Aber da Hannah schon seit 2 Jahren in eine reguläre Krabbelgruppe geht haben wir für August einen Integrationsplatz ergattern können. Wir machen eine Einzelintegration in der Kita der Gnadenkirche, dort haben sie sowieso den Arbeitsschwerpunkt Sprache und dort ist 3 Mal in der Woche eine Logopädin vor Ort, die auch mit Hannah arbeiten würde, zusätzlich zu der Logopädie im SPZ. Wir hoffen sehr das Das was bringt.

LG Bea

_________________
Bea, Mayer-Rokitanski-Küster-Hauser Syndrom, Posttraumatische Belastungsstörung und chronischer Schmerzpatient, GdB 60%, EM-Rentnerin und Markus mit Hannah geb. 11/03, entwicklungsretadiert, Dyspraxie, auditive Wahrnehmungsstörung und grenzwertiger Hochwuchs, geistig behindert, GdB 80% H,B, G. PS 2. Lena Marie geb. 3/07, gesund. Adoptivkinder.
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