Verfasst am: 19.05.2007, 07:46 Titel: Worte für Helfer!
Worte für Helfer
Wenn ich Dich bitte mir zuzuhören, und Du beginnst, mir Ratschläge zu geben, dann hast Du nicht getan, worum ich Dich gebeten habe.
Wenn ich Dich bitte mir zuzuhören, und Du fängst dann an mir zu sagen, dass ich es nicht so fühlen sollte, dann trampelst Du auf meinen Gefühlen herum.
Wenn ich Dich bitte, mir zuzuhören, und Du glaubst dann, Du müsstest noch was unternehmen, um mein Problem zu lösen, dann machst Du mich klein und schwach, so seltsam das auch klingt
Hör mir zu! Alles worum ich Dich bitte, ist, dass Du mir zuhörst. Nichts sagst oder tust, sondern nur zuhörst!
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Ich kann alles für mich selber tun. Ich bin nicht hilflos oder unfähig, bloß weil ich leide oder Angst habe. Vielleicht mutlos oder zaudernd, aber nicht hilflos.
Wenn Du etwas tust, was ich selber kann oder selbst für mich tun müsste, dann trägst Du zu meiner Unzulänglichkeit bei und vergrößerst meine Furcht.
Aber wenn Du als simple Tatsache akzeptierst, dass ich fühle, was ich fühle - egal wie komisch das auch sein mag - dann kann ich aufhören, Dich von der Richtigkeit meiner Gefühle überzeugen zu wollen, und kann stattdessen versuchen herauszufinden, was sich hinter meinen Gefühlen verbirgt.
Und wenn das klar ist, sind meine Antworten auf meine Fragen offensichtlich und deutlich. Dann braucht es keinen Rat!
Bitte, höre mich und höre mir zu! Und wenn Du dann erzählen willst, warte eine Minute. Dann bist Du an der Reihe und ich werde Dir zuhören.
__________________ _________________ Michaela (25), Papa Markus (31) und Kevin(*23.10.2006-Di Georg-Syndrom)
sind dies Deine eigenen Worte oder hast Du sie irgendwo gelesen?
Für mich hören sie sich an, als sei eine Menge Negatives geschehen, das so zum Ausdruck gebracht wird.
Auch ich habe immer wieder die schmerzliche Erfahrung gemacht, mir die falschen Zuhörer , für mich und meine Belange, ausgesucht zu haben.
Aber auch sie sind Menschen und reagieren, nach ihren Erfahrungen und auch das muss ich dann akzeptieren. Ich denke nicht, daß ich einfach fest legen kann, wie Jemand, dem ich mich anvertrauen will, zu reagieren hat.
Ich muss lernen, mir die Menschen besser an zu schauen, aus zu suchen, bevor ich mich ihnen anvertraue, so manch Einer will mir vielleicht gar nicht wirklich zu hören und sich mit meinen Problemen auseinander setzen.
Es ist leider so, daß wir Eltern besonderer Kinder einen ganz anderen Hilfebedarf haben, wie Eltern mit gesunden Kindern.
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