Anmeldedatum: 21.03.2007 Beiträge: 336
Wohnort: frankfurt am main
Verfasst am: 17.05.2007, 20:41 Titel:
Hm,also daß das Saugen die Sprachentwicklung beeinträchtigen soll,er isst ja doch auch normal,von daher....
In Naturvölkern werden die Kinder vier bis fünf Jahre gestillt.
Ich glaube nicht, dass es einen Unterschied für ihn zwischen selbstgekochten oder angerührten Brei macht.Denke eher, dass da ihre eigene Überzeugung mit eingeflossen ist.
Wenn Du doch die Milchflasche weglassen möchtest,was ich weiterhin für unnötig halte,würde ich ihm abends zur gewohnten Flaschenzeit etwas ganz Schönes stattdessen anbieten,z.B. extra lange Schmuse-Kuschel-Sing-Märchen-Einheit,vielleicht tröstet ihn das über seine Flasche hinweg.
Schönen Abend noch!!
Ute _________________ Ute(6/76)mit Tom(1/99),Feli(6/06)*VSD,Mitral-und Aortenklappeninsuffizienz,Fehlbildungen im Urogenitalbereich, vesico-ureteraler Reflux II.°beidseitig, auffälliger Anal-und Genitalbereich,V.a. shuddering attacks, starke Bindegewebsschwäche-syndromale Hinweise* und Emma 9/08
ich denke, Du könntest froh sein, daß Phil überhaupt so gut Milch trinkt und so gut saugen kann (ist doch ein guter Anfang für die Sprachentwicklung). Annika hat, seit sie 8 oder 9 Monate war, jegliche Milch abgelehnt und saugen konnte sie eh nie so richtig. Statt Trinkmilch habe ich als Alternative nun für sie morgens Müsli mit Milch und abends Griesbrei, Milchreis oder auch Müsli mit Milch. Vielleicht solltest Du die Flasche erst mal so lassen und über den Tag hinweg die anderen Getränke immer und immer wieder mit Trinkhalm oder Trinklernbecher anbieten. Annika trinkt auch etwas aus einem Glas und da hat es ihr geholfen, daß sie in der Krippe die anderen Kinder hat daraus trinken sehen, da wollte sie es eben auch tun. Da war der Anreiz ein anderer, als wenn immer ich es mit ihr versucht habe.
Viele Grüße Petra _________________ A. (12/04) ICP, spastische rechts- und armbetonte Tetraparese, Hypotonie, Epilepsie, Colitis ulcerosa, komb. Entwicklungsgstörung, ASD II; T. (12/07)
Aryan hat bis letztes Jahr noch seine Milchflasche getrunken ... unser Kleiner war schon geboren und Aryan war 4,5 Jahre alt, als wir es dann endlich schafften, ihn von der Milchflasche wegzubekommen. Leider trinkt er jetzt keine Milch mehr, nur als Kakao
Ich überlege jetzt schon, wann ich unseren Kleinen dann von der Flasche "entwöhnen" soll, ich glaube nochmal so lange möchte ich das nicht mitmachen. Aber unser Nikhil ist sowieso anders in Sachen Essen und Trinken als Aryan, bei ihm mußten wir ja froh sein, daß er überhaupt was isst, während wir bei Nikhil aufpassen müssen, daß er nicht zuviel isst. Komische Situation
Für Nikhil mache ich auch Milchbrei - ich verwende nur den Getreidebrei ohne Zucker z. B. Dinkel, Reis, Hafer, 3-Korn. Meistens zerdrücke ich eine Banane, rühre dann Milch unter und ein bißchen von dem Getreidebrei dazu und schon ist unser Brei fertig. Manchmal nehme ich auch Joghurt anstatt Milch. Nikhil isst den Brei sehr gerne (aber der isst ja alles gerne ).
Die Fertigbreie, wo man nur Wasser zufügen muss, würde ich persönlich nicht nehmen. Ich finde, die sind viiiieeel zu süß.
Viele Grüße
Birgit _________________ Birgit 08/67 ND, Gleitwirbel und Ajay 08/70 mit
Aryan *01/02
Nikhil *05/06 HF Autismus, Wahrnehmungsstörungen
Armaan *10/08 Hydronephrose links (operiert im April 2009), Vesikorenaler Reflux rechts
warum soll er denn den Brei essen ? Er ist doch kein Baby mehr, selbst wenn man die Entwicklungsverzögerung berücksichtigt. Kannst Du ihm nicht etwas von eurem Essen geben ? Zerdrückte Kartoffeln und Möhren oder Bananen für den Anfang ?
Tja, da rede ich so schlau daher und selber ? Tom hat bis April 2006 komplett die Milchflasche getrunken (Hipp). Dann habe ich ihm von heut auf morgen keine Milch mehr gegeben, sondern ein Saft-Wasser-Gemisch ins Fläschchen. Dazu habe ich ihn immer wieder zum essen animiert. Gefüttert, gefüttert, gefüttert. Es war sehr mühselig.
Bis heute isst er nicht selbständig und 'vernünftig'. Das Fläschchen mit Getänk verlangt er täglich sehr oft. Er ruft dann: "Mama willst du ein Bier!" - Meint natürlich: ich will ein Bier - so nennt er seine Flasche.
Das soll aber nichts über unsere Lebensgewohnheiten/Trinkgewohnheiten aussagen !!!
LG
Michaela _________________ Michaela (1967) mit T.
mit Tom (2003), frühkindlicher Autismus (auf hohem Funktionsniveau), getesteter IQ 61
A. (98), Asthma bronchiale und L. (94)
ich finde das ein bißchen komisch von der logopädin..phil ißt doch ansonsten normal, oder? das ist doch super!
und ihr habt die logo nur einmal gesehen, hab ich das richtig gelesen..ist nix dauerhaftes? hmmm...geh doch mal woanders hin.
ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, warum ein bis zwei flaschen milch am tag die sprachentwicklung hemmen sollen.
also unsere logo hat das nie erwähnt, und sie weiß, daß eri noch fläschelt.
was denkst du denn selber? da würde ich am ehesten drauf hören. wenn du im grunde meinst, daß phil die flasche noch braucht, dann laß sie ihm.
fachidiotie gegen mutterinstinkt!
öööh, wir sind da natürlich auch kein beispiel, eric trinkt auch morgens eine flasche milch und hat weder sprachverständnis noch spricht er. wer weiß....vielleicht sollte ich ihm stattdessen mal brei füttern...wehe, er spricht dann nicht dann gib mir mal die nummer von der frau damit ich mich beschweren kann!
Hallo,
wenn ich Eure Antworten so lese, glaube ich auch, dass es wichtiger ist ihn am Tage von der Saugerflasche wegzubekommen und wir zunächst dort unsere Energien reinsetzen sollten. Denn wenn er das schafft, kann er ja auch später seine Milch morgens/abends zu den Mahlzeiten aus Tasse oder Becher trinken. Denn gegen Milch trinken ist ja nicht einzuwenden.
Das Argument der Logopädin, dass er dadurch selbst mit dem Löffel essen lernt, greift ja auch nicht, das können wir auch beim Mittagessen üben. Ich glaub sie hat nicht so ganz mitbekommen, dass Phil ansonsten "normal" ißt (Brot, Mittagessen vom Familientisch usw.)
Ich bin froh, dass Ihr mir noch mal geholfen habt meine Gedanken zu sortieren!
Britta _________________ Britta mit Phil 11/2004(hypoton,motorisch und mental verzögert)Autismusspektrumstörung
Abgeschlossene "Helmtherapie"(cranio-orthese) , und Luca 08/99 (hb)
Britta,
ich würde da eher auf mein eigenes Gefühl hören.
Wenn Phil doch schon Sachen von euch mit isst, braucht es doch die ganze Brei-Sache garnicht mehr.
Die Idee, ihn tagsüber von der Saugerflasche wegzukriegen fänd ich jetzt auch als 1. Schritt logischer
Du schreibst ihr habt schon verschiedene Trinklernbecher versucht.
Hast du auch schon Flaschen mit Trinklernaufsatz versucht?
Irgendwer hat in diesem Thread schon die Nuk-Flaschen mit dem festen Aufsatz erwähnt.
Er hätte noch seine Flasche und müsste sich "nur" an einen neuen Aufsatz gewöhnen.
Unsere hatten die kleinen Nuk-Flaschen mit Trinklernaufsatz und Henkeln dran und dann erst die Trinklerntasse.
Hallo Britta,
die Sprachentwicklung wird natürlich nur gestört, wenn die Kinder STÄNDIG mit der Nuckelflasche zwischen den Zähnen rumsitzen/laufen - aber das ist ja bei Euch nicht so. Die ein-oder andere Milchflasche zu trinken, hat da m.E.keinen Einfluss (dann würde ja ein Schnuller mit 2 1/2 auch grundsätzlich nicht mehr erlaubt sein).
Vielleicht hat sie eher seine Selbständigkeitsentwicklung im Blick gehabt - es ist natürlich ein Unterschied, ob das Kind Interesse entwickelt, selbst mit dem Löffel zu hantieren oder an der Flasche zu saugen, auch die Körperhaltung und die gesamte Sozialentwicklung ist ja da eine andere.
Aber eine Flasche Milch zwischendurch sollte in Phils Alter immer noch drin sein.
Früher wurden die Kinder mit 4 Jahren noch gestillt und waren ja auch nicht alle sprachgestört.
Zum Brei: Ich füttere abends oft einen angerührten Fertigbrei (es ist halt eine Glaubensfrage), da muss ich mich nicht "ärgern", wenn Linus doch zu müde ist und nur noch brüllend nach meiner Brust verlangt und die Breischale genervt vom Tisch fegt
Wenn er noch fit ist, schafft er auch schon mal ein Butterbrot.
Zu trinken gibt es Wasser aus dem Glas oder der Trinklerntasse. (Er lehnt als Brustkind jegliche Flaschensauger ab, daher musste ich notgedrungen früh mit dem Glas beginnen).
Wichtig ist doch, dass die Kinder viele unterschiedliche Erfahrungen machen können - dann werden sie ihren Geschmack und die entsprechenen Vorlieben schon ausprägen.
Und nichts ist schlimmer und belastender für den Familienalltag als ein täglicher Kampf ums Essen (Trinken).
Lass Dich bitte nicht verunsichern,
höre lieber auf Dein Gefühl, jede Familie hat eine andere Esskultur und das ist auch legitim.
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