Verfasst am: 08.05.2007, 13:20 Titel: Schulische Integration nicht möglich!
Hallo,
ich hatte ja schon einige Beirtäge geschrieben, was Louisa Integration in den Kindi betrifft. Das hat nun ja im 2.Jahr endlich recht gut geklappt. Immerhin konnte Louisa jetzt schon auf 4 Vormittage aufstocken und nahm sowiet möglich an allen Aktivitäten teil und der Kindi / Betreuerin ist sehr engagiert. Die KInder haben Louisa gut akzeptiert und Louisa ht gute Fortschritte gemacht.
Nun wünschten wir uns eben auch eine schulische Integration, was das Land ja propagiert. Gestern haben wir das Aus bekommen. Alles haben sich bemüht, aber das LAnd bewilligt nicht genung Mittel um einen 1:1 Betreuung zu gewährleisten. MAn hatte uns eine schon bestehnde I-Klasse mit 15 Kindern, davon 3-4 I-Kinder mit zwei Lehrern angeboten; aber das reicht weinfach nicht für Louisa und es gibt auch sonst wenig Entgegenkommen was die räumlichen Möglichkeiten betrifft. Für uns ist somit klar, dass Integration nur für sehr leicht behinderte oder entwicklungsverzögerte Kinder stattfinden kann, aber nicht für alle. Man verwies uns dann sofort auf Mäder.
Louisa war nun 2x zur Probe im SPZ in LUstenau, wo auch Leiterin und Lehrerinnen sehr bemüht sind. DOrt gibt es Klassen mit Sonderförerbedarf und die wäre auch recht klein. Zwei Lehrer auf (mit Louisa dann ) 6 Kinder. Wir versuchen jetzt noch eine dritte Betreuerin dazuzubekommen, da Louisa wirklich viel Hilfe V.a. im Graphomotorischen braucht. Kognitiv kann Louisa gut mithalten, aber die Unruhe und Verhaltensstörungen machen ihr das Leben sehr schwer.
Das SPZ ist sicher keine schlechte Lösung, aber von unserem Recht auf Integration haben wir nicht viel gesehen!
LG
MArtina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
Hallo Martina,
das tut mir sehr leid für Euch.....da sieht man wieder einmal, das sich die Dinge auf dem Papier immer alle toll anhören, aber im täglichen Leben gehen die Uhren eben anders....
Drück Euch die Daumen für die zusätzliche Betreuerin !!!
Herzallerliebste Grüße
Heike
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Verfasst am: 08.05.2007, 17:04 Titel:
Hallo Martina
Es tut mir echt leid dass das ganze nicht klappt. Bin ja gespannt wie es bei uns klappt . Martina kommt im Herbst in den Kindergarten. Ich hoffe dass es mit dem SPZ jetzt wenigstens klappt und Loisa viel Spass in der Schule hat.
Lg Geli _________________ Geli mit Martina 06/2003 MMC HC ACM II und Daniela 03/05
Hallo,
ich finde es halt echt traurig, dass in der Presse und von den Polotikern immer so getan wird, als ob mords was passiert in der Behinderten-Integration......und dann stehtst du da und möchstest integrieren und alle zucken bedauernd mit den Schultern.....beim Land hat man mir auch gleich geraten, Louisa doch ins Behindertenheim (MÄder) zu tun, da wäre sie doch "versorgt"....schon mal was von INTEGRATION gehört?????????
Under Kindi hat für Louisa extra im 2.Jahr eine Gruppe 5-jähriger gebildet, damit Louisa dann mit dieser Gruppe (15 Kinder) danach eingeschult werden kann, das wäre die perfekte Lösung zur sozialen Integration gewesen. Viele Nachbarskinder gehen auf diese Schule (5min von uns entfernt) auch Louisas Bruder geht dahin. Auch die Betreuerin im Kindi ist enttäuscht.
Ich denke Louisa ist in der Sonderschule Lustenau schon gut aufgehoben, aber es war nicht das was wir und gewünscht haben für sie. Und ich muss sie dann jeden Tag 4km bringen und holen.
Naja-Euch anderen allen viel Glück bei Einschulen und Kindi etc!!!!!!!
LG
Martina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
ich hab versucht mich in diesem Dokument, dass ich erwaehnt hatte, durch den Gesetzestext durchzuwuehlen. Natuerlich ist der Text so kompliziert gewaehlt, dass er schwer verstaendlich ist, und es fuer den rechtlichen Laien (trotz Doktor in Physik, er hilft hier nicht , will damit nur sagen, ich bin nicht komplett daemlich) echt schwierig ist herauszufinden, welche Rechte man nun hat.
Ich hab aber bisher nichts gefunden, dass ein Kind aufgrund von Geldmangel abgelehnt werden kann.
Aber ich hab diesen Text gefunden, den fand ich ganz interessant...
"Wuenschen die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten die Aufnahme des Kindes in eine Volksschule, Hauptschule oder Unterstufe einer allg. bildenden hoeheren Schule, und bestehen keine entsprechenden Foerdermoeglichkeiten an einer derartigen Schule, welche das Kind bei einem ihm zumutbaren Schulweg erreichen kann, so hat der Bezirksschulrat unter Bedachtnahme auf die Gegebenheiten im Rahmen seiner Zustaendigkeiten Massnahmen zur Ermoeglichung des Besuches der gewuenschten Schulart zu ergreifen und - im Falle der Zustaendigkeit anderer Stellen - bei diesen die Durchfuehrung der entsprechenden Massnahmen zu beantragen."
Paragraph 8 Abs. 3 Schulpflichtgesetz
Ich finde hier nirgendwo, dass man bei zu wenig finanziellen Mitteln auch einfach ablehnen kann....
Was ich hier lesen kann summiert sich auf "wuenschen die Eltern"......"Aufnahme in Volksschule"......."HAT der Bezirksschulrat......Massnahmen zur Ermoeglichung......zu ergreifen"
Aber vielleicht versteh ich auch nicht die kleinen Nuancen des Textes, mit denen dann doch eine Ablehnung argumentiert werden kann, wer weiss...
Liebe Gruesse,
Birgit _________________ Mama von Gabriel (*2002, Sauerstoffmangel waehrend der Geburt; allgemeine Entwicklungsverzoegerung; komplexe Wahrnehmungsstoerung: Magensonde zw. 15 Monaten und 2,5 Jahren; derzeit non-verbal, aber verwendet Gebaerden) und Julian (*2004, gesund) und Florian (*gerade noch 2008 ;o) und ein gesundes, ganz liebes und braves Baby)
HAllo Birgit,
danke für deine Zeilen....es ist nicht so, dass Louisa abgelehnt worden wäre. Man bietet uns ja eine Integration an. (siehe oben 15Kinder 3-4 I-Kinder plus zwei Lehrer) nur das reicht für lOuisa nicht um adequate Förderung und Sicherheit zu gewährleisten. Wir dürfen sie schon bringen........und man wird sie dort auch festhalten/beaufsichtigen, aber eben nicht mehr und wer geht mitr ihr zur Toilette? Wer isst mit ihr? Wer geht Treppen mit ihr??? Das konnte nicht zur Zufriedenheit aller geklärt werden. Und mir ist das auch zu unsicher, wenn ich immer befürchten muss, dass Louisa alleine im Pausenhof rumrennt oder so.
Und das Angebot war noch nicht mal schlecht, denn in einer I-Klasse mit zwei Lehrern dürfen bis zu 25 Kinder sein!!!
Wir haben uns schon auch informiert, keine Angst.
Fahrdienst wir sicher nicht genehmigt, gibt es nicht. Den gibt es nur zum Behindertenheim in Mäder, 10km von hier.
LG
Martina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
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Verfasst am: 09.05.2007, 20:46 Titel:
Liebe Martina,
dabei will man doch einfach nur, dass sein eigenes Kind auch eine Chance bekommt. Das was unseren Kindern hilft, bezahlt keiner.
Und wie groß Integration oder Förderung unserer besonderen Kinder immer geschrieben wird....., und doch reicht es oft nur zu Kompromissen.
Uns ergeht es ähnlich. Ein Jahr suche ich nun schon nach einer Schule für unseren Sohn. Aber das "Richtige" scheint nicht möglich zu sein. Bin am Verzweifeln.
Wie verhät sich das mit einem schulhelfer? Bei uns gibt es sowas. Ich dachte genau der kümmert sich dies?
Lieben Gruß Andrea _________________ Christoph (11/01), Frühchen 29+6, V.a. Temporallappenepilepsie, ADHS und Wahrnehmungsstörungen
Hallo Martina, naima komtm auch diesen Sommer zur Schule und geht in die Integration. Die Klasse wird 20 Kinder und zwei lehrkräfte haben, aber auch das reicht für Naima nicht. Wir haben einen Integrationshelfer (oder auch Einzelfallhelfer) beim Sozialamt beantragt. Der ist dann den ganzen Tag nur für Naima zuständig. Und wehe, sie lehnen den ab...
Gibt es bei Euch diese Möglichkeit nicht? kennst Du andere Eltern, die ihre Kinder in der Integration haben ud wie läuft das da? Ich würde nicht kampflos aufgeben, sondern frech einen Widerspruch schreiben, auf das grundgesetzt hinweisen, die Gleichbehandlung und Chancengleicheit aller und einen Integrationshelfer einfordern.
Ich kann mal schauen, was ich bei mir noch so finde an Argumenten, die man in Österreich auch anwenden kann. ich schick Dir die in den nächsten Tagen. _________________ Liebe Grüße
Doreen und Roland mit Silas (08/96), Jalon (01/99), Naima (Down Syndrom 08/00) und Elisei (doppelte Lippen-Kiefer-Gaumenspalte 11/03) http://www.lkgs.net/
Hallo Doreen und Andrea,
wir wohnen in Vorarlberg/Österreich, da gibt es wohl andere Regelungen. Eben diesen I-Helfer gibt es nicht zur ständigen Begleitung.
Wie gesagt in den letzten Richtlinien war vermerkt, dass die Klassen max 25 Kinder stark sein dürfen mit 2 Lehrern. Mehr gibt es nicht.
SObald man erwähnt dass das Kind mehr braucht wird man auf SPZ oder eben Mäder(Behindertenheim) verwiesen.
Im Kindi war es ja auch so. Mein Recht auf INtegration wird immer von der Gruppenfähigkeit den Bedürfnissen begrenzt. Ich durfte Louisa das erste Jahr auch nur stundenweise bringen, weil sie eben nicht gruppenfähig war. In Vrlbg müssen sich nicht mal Heilpädagoginnen um ein I-Kind kümmern. Da hatten wir Glück, das zufällig grad eine frei war und zu uns kam.
Eben, das ist ja der Ärger. Es wird wenig für Behinderte getan mit dem Verweis auf die Integration. Alles sind gleich unwerden gleich behandelt...aber eben das hat wieder einen Haken, denn wenn eben dein Kind anders ist, dann...???
PFFFFFFFFFFFFFF
LG
MArtina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
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