Verfasst am: 17.04.2007, 09:48 Titel: Probleme im Kiga
Hallo Ihr Lieben,
ich hatte gestern im Heilpädagogischen Kiga einen Termin. Wir (Blinden-FF,Logopädin und Motopädin +3 Erzieherinnen vom Kiga) haben uns zusammen gesetzt um zu überlegen ob wir unterstützende Kommunikationsmittel für Luca einsetzen, da er nicht sprechen kann.
In dem Gespräch kam dann heraus, das Luca dort alles ablehnt, d.h. er spielt nichts, er weint oft, will nicht essen/ trinken und wäre sehr traurig.
Aber was macht er dann von 8:00-14:00 Uhr?
Er kann auch nichts alleine spielen!!! Er kann es nicht, alleine! Aber wenn dort keiner mit ihm spielt und ihn beschäftigt und wenn sie es wollen und er lehnt es ab was hat es dann für einen Sinn das er dort ist? Selbst Dinge die er zu Hause sehr gerne macht, lehnt er dort ab!
Das kann doch nicht nur an ihm liegen? Geben die sich keine Mühe?
Der Gedanke das er die ganze Zeit dort sich selbst überlassen ist, bricht mir das Herz.
Steht im eigentlich eine Einzelbetreuung zu?
Bin völlig am Ende seit dem Gespräch gestern, verunsichert und misstrauisch.
Was kann ich denn nur machen? Was würdet Ihr denn machen?
einen Rat kann ich Dir nicht geben. Das muß aber ein ganz schöner Schock für Dich gewesen sein. Konnten die Dir das nicht früher sagen ? Mußte dafür erst eine Sitzung einberufen werden ? Ist den Mitarbeitern so ein Verhalten bekannt ? Was denken die, wie es weiter gehen soll ?
Wahrscheinlich schwirren Dir ohnehin diese Fragen druch den Kopf.
Sicher ist es das Beste sich erstmal Gedanken darüber zu machen, evtl. die Fragen aufzuschreiben. Und dann ganz schnell ein erneutes Gespräch führen.
Alles Liebe
Michaela _________________ Michaela (1967) mit T.
mit Tom (2003), frühkindlicher Autismus (auf hohem Funktionsniveau), getesteter IQ 61
A. (98), Asthma bronchiale und L. (94)
seid ihr über die Problemdarstellung rausgekommen?
Die Feststellung, dass da irgendetwas schief läuft, ist das eine, aber: welche Lösungsvorschläge habt ihr denn diskutiert?
Christoph _________________ Jonas, 28.04.2002 - 29.11.2006, David, 12.05.2004 und Mia, 12.09.2007
Hallo Kerstin,
gab es bei dem Gespräch auch was positives?????
so kenne ich das gar nicht. Anne war auch nicht immer einfach(weinen , Bauchschmerzen und ....) aber Jedes Gespräch war für mich Positiv ,ich hatte das Gefühl ,es wid mit den stärken von meinem kind gearbeitet....
Ich würde noch mal nachfragen und einfach offen über die Verunsicherung sprechen.Ich drücke euch beiden die Daumen.
lg RosaD _________________ Rosa(1966)mit Anne(11.2000) Mikrocephalie, Epilepsie, Skoliose eine glückliche Maus seit 7.07 PEG
und Laura(6. 2003) gesund
Das kennen wir von früher, daß unser Sohn nicht in Kiga wollte. Weinen , weglaufen, traurig ohne Ende.
Welche Krankheit hat dein Sohn ? Im heilp Kiga eine Einzelintegration durchbekommen ist sehr schwirig ,aber nicht unmöglich. Wie groß ist die Gruppe ?
Ich bin dann hingegangen und habe mir alles vor Ort angeschaut . Oft sind die Ursachen für die Eltern leichter zu erkennen , als für die Erzieherinen. Wenn es nötig ist gehe für 1-2 Wochen mit . Dann nur 2x wo , dann 1x wo.
Bei uns war die Einzelintegration eine Rettung . Jetzt geht er sehr gerne hin und ist immer traurig wenn es Wochenende ist. Wir sind aber in einem Regelkiga mit kleineren Gruppe. Die reduktion von Zeit ( nur 3,5 Std pro Tag ) hat auch eine Rolle gespielt. Aber für die 3,5 Std hat er immer Einzelintegration. Die I-Helferin und die Erzieherinen machen es sehr gut und wir sind alle mit der Lösung sehr zufrieden.
Ich glaube vieles lässt sich vor Ort klären, wir müssten den Erzieherinen alles beibringen, wie sie unseren Sohn aus seiner Welt zurück holen können und richtige Hilfestellung geben.
Wir haben die Erfahrung gemacht , daß heilp. Kigas da etwas schwirig sind . Sie halten sich für Profis und "haben es schon immer so gemacht " und lernen sehr ungern etwas neues dazu.
Aber wie gesagt , es ist kein Weltuntergang, obwohl es am Anfang so klingen mag und man möchte den kleinen am liebsten nur bei sich zu Hause behalten .
Auch wenn Du die Einzelintegration durchbekommst dauert es meist 4-6 Monate so das bis dahin muss du die Einzelintegration spielen, und keiner kann es so gut wie Du , weil Du deinen Schatz am besten kennst.
LG, Angi _________________ Die Vergangenheit ist Geschichte,
Die Zukunft ein Geheimnis,
Und dieser Augenblick ist ein Geschenk.
Angi und Sohn 2002 mit Autismus ( HFA ) , Bruder 2005 gesund
wie lange ist denn Dein Sohn jetzt im KiGa? Kann ja eigentlich noch nicht so lange sein? Dann würde es doch vielleicht Sinn machen, noch mal von vorn zu beginnen, also mit der Eingewöhnungszeit , in der Du auch stundenweise und mit abnehmender Tendenz dabei sein könntest, um zB zu beobachten, was genau da im Kiga abläuft, mit ihm gemacht wird, etc. Ich finde es schon ein bisschen merkwürdig, dass ein Termin in großer Runde zum Thema UK anberaumt wird, in dem dann ganz andere, viel grundlegendere Probleme zu Tage gefördert werden. Und um Christophs Frage zu wiederholen: welche Lösungsvorschläge hat das Kiga-team präsentiert? Darüber hat man sich doch sicherlich Gedanken gemacht? Noch merkwürdiger finde ich, dass eine Therapeutin im Gegensatz zu den Erfahrungen der Erzieherinnen sagt, dass sich Dein Sohn immer sehr freut, wenn sie kommt, um mit ihm zu arbeiten/spielen, und er auch immer mitmacht. Hat sie das auch während des Termins so geäußert oder nur Dir gegenüber unter 4 Augen? Was sagen die anderen Therapeuten?
Ich wünsche Dir und vor allem Deinem Sohn, dass sich die Sitaution im Kiga ganz schnell zum Besseren wendet,
ich möchte auch ein paar Sachen aufgreifen, die schon genannt worden sind. Felix ist immer guter Dinge wenn er in den Kiga kann. Aber auch bei ihm ist der Knoten fürs mitmachen erst geplatzt, als es mal nur 4 Kinder waren und der Rest wegen Urlaub und Krankheit nicht da war.
Vielleicht wäre wirklich ein kurzer Tag 8-12 mit dir nochmal in Begleitung sinnvoll. Es wäre wirklich schön, wenn er eine einzelintegration bekommen könnte.
Ach Mensch das ist ja ein guter Schock, das glaube ich. Aber es gibt bestimmt ein Lösung, dass es ihm doch Spass macht!!!
Liebe Grüße
Maren _________________ Maren und Felix (05/02) Mukolipidose Typ II, entwicklungsverzögert, kleinwüchsig, extrem weitsichtig, muskuläre Hypotonie, schwere Lungenbelastung, Tracheostoma, Heimbeatmung, PEG und Mila (09/04) gesund
Wir haben eine Eingewöhnung von ca. 6 Wochen gehabt und alles hat sehr gut ausgesehen.
Unser Sohn ist jetzt 4 Jahre alt, er ist ein Frühchen aus 24 SSW, blind, kann nicht sprechen außer Mama Papa Heija und für Fremde noch undefinierbare Babysprache , aber er hat ein sehr gutes Sprachverständnis! Er ist sehr entwicklungsverzögert. Er liebt Musik über alles, aber selbst das würde er dort ablehnen, es ist mir ein Rätsel.
Die Frühförderin hat das gestern direkt gesagt vor allen das esmit ihr und Luca wunderbar klappt.
Es worden keine Lösunger erarbeitet, weil der Termin wegen der UK anberaumt war.
Ich finde, wenn dein Sohn sich nach 8 Monaten noch nicht in er Einrichtung heimisch fühlt, dann gibt es da sicher ein Problem mit den Betreuern. Es kann doch nicht sein, das gar niemand eine Verbindung zu ihm aufbauen kann. Das mal bei Einzelnen die Chemie nicht stimmt, das kennen wir doch alle. Schade, dass sie dich nicht schon früher angesprochen haben. Ich denke, dein Ansatz in der Einrichtung ein paar Tage zu hospitieren ist sicher vernünftig. Außerdem würde ich das Gespräch mit der FF suchen, die kommen ja anscheinend auch von außerhalb und haben vielleicht auch einen anderen Blick auf die Dinge. Schau dir die Sache doch mal im KiGA Alltag an und sonst würde ich mir ersthaft einen Gedanken machen, die Einrichtung zu wechseln, wenn es da für euch die Möglichkeit gibt.
Lass den Kopf nicht hängen, liebe Grüße
Kristina _________________ Kristina und Justus mit Lukas ('94), Jonas ('97) und Niklas ('00) ehemaliges Frühchen, 27. SSW spastische Hemiparese rechts
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann. (Francis Picabia)
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