ich überlege für Marvin auch das er nächstes Jahr in eine I-Klasse geht, weil ich davon schon viel gutes gehört habe.
Weiß aber noch nicht wirklich viel davon.
Wer von Euch hat damit schon Erfahrungen gesammelt? Wir funktionert so etwas?
LG Jessi _________________ ----------------------------------------------------
Jessi mit Marvin 01/01
Diagnose: Multiple kombinierte Entwicklungsstörung mit muskulärer Hypotonie bei bekannter Chromosenanomalie (5)del(q14q23)
Hallo Jessi,
es gibt zwei Formen der Integration: entweder Marvin ist das einzige I- Kind oder es gibt eine Gruppe von I- Kindern. Diese Kinder werden von einer besonderen Lehrkraft zusätzlich betreut. Wie das genau aussieht, hängt von den einzelnen Schülern ab. Man wird versuchen, die I- Kinder so gut es geht im normalen Unterricht zu fördern. Zeigt es sich, dass das Kind überfordert ist, wird es aus der Gruppe herausgenommen, erhält andere Aufgaben oder bekommt zusätzlich Hilfe. Im Allgemeinen gilt das für die Fächer Deutsch und Mathe, eventuell auch Sachunterricht. In den anderen Fächern werden die Kinder meist gut integriert, was natürlich auch daran liegt, dass in den Nebenfächern nicht so einen hohen Leistungsdruck herrscht.
Vorteile der I- beschulung sind sicher, dass die Kinder unter "Normalen" lernen können, sich also vieles abschauen können und mitgezogen werden. Auch werden die Kinder gerade in den Hauptfächern gefordert und haben die Chance, den Regellernstoff zu erlernen. Auch Fahrtweg und soziale Kontakte (evtl. aus dem Kiga oder so) spielen natürlich eine Rolle.
Nachteilig ist eben, dass die Kinder immer besondere bleiben und dies mitunter hart werden kann- je nachdem welche Behinderung sie haben. Es kann für manche von Vorteil sein, zu erleben, dass sie nicht immer die Schwächsten sind und dass es auch andere Kinder gibt, die ein Handicap haben so wie sie. Und natürlich kommt es sehr darauf an, wie gut und wie oft die besondere Förderung in der I- Klasse stattfindet und ob diese Karft auch Kenntnisse über die Behinderung hat. Natürlich spielen auch Bau und Ausstattung der Schule eine Rolle.
So, das war, was mir zum Thema Integration einfällt. Hast du noch spezielle Fragen?
LG Katrin _________________ Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
mein grosser gesunder Sohn ist nach dem integrativen Kindergarten auf eine integrative Schule gekommen.
Die offensichtlichen Behinderungen sind neben rein körperlichen auch Douwnies, spastisch gelähmte und entwicklungsverzögerte Kinder.
Auch auf dieser Schule hört man Sprüche wie: guck mal, der Spasti.
Aber viel viel seltener als woanders, und immer wieder gibt es hier Kinder die in solchen Situationen reagieren.
Auf 15 Regelkinder kommen 6 Förderkinder.
Schau mal im Internet unter Peter Petersen Schule, Am Roosenmaar.
Für die Kritiker: mein Sohn ist nicht hochbegabt, aber er lernt sehr gut. Auch wenn er gerne statt an seiner Arbeit zu sitzen den kleineren oder den Förderkindern hilft.
Schade, dass es keine integrationsmöglichkeit auf schulischer Basis für meinen kleinen Sohn gibt. Ich wäre sofort dabei.
Habe noch was vergessen:
unter: www.klassenleben.de wird eine Klasse dargestellt, in der Kinder mit Behinderungen integriert sind. Dazu wurde ein Film gemacht, den man hier bei uns auch im Kino sehen konnte. Es ist wirklich beeindruckend, wie toll Integration sein kann
LG Katrin _________________ Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
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