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Welchen Glauben habt Ihr und warum?
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Angela&paul
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Anmeldedatum: 12.03.2007
Beiträge: 1068
Wohnort: nordsee/niebüll

BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 09:09    Titel: Welchen Glauben habt Ihr und warum? Antworten mit Zitat

hallo

wir sind zwar alle getauft aber ich kann mit der kirche und dem "lieben gott" nichts anfangen.allerdings finde ich es wichtig an irgendetwas zu glauben.(ich bin noch auf der suche Wink ).

darum interessiert es mich an was ihr glaubt und warum.

lieben gruß angela

_________________
Moritz´98 , Lena´01 sprachent.verz., Paul´04 Teraspastik,Epilepsie,starke stato-motorische Entwicklungsstörung(stand eines 9 monati. Babys)
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RenateT
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Anmeldedatum: 07.08.2005
Beiträge: 2786
Wohnort: Kemmel (BE)

BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angela

ich hatte gehofft, dass ich nicht die erste in der Reihe sein muss, aber du wartest bestimmt auf Antwort...Also dann versuch ich´s mal.
Ich habe schon immer an Gott geglaubt, so wurde ich einfach erzogen. Aber dieser Glaube hatte keinen Einfluss auf mein Leben. Heute dagegen spielt er eigentlich die Hauptrolle. Das kommt ganz kurz gesagt dadurch, dass Gott in meinen Teeenagerjahren ganz persönlich bei mir angeklopft hat und mir klar wurde, dass ER eine persönliche Beziehung zu mir will. Ich war ergriffen davon, dass Gott mich liebt und sich für mich ganz persönlich interessiert.
Dazu gehört noch viel mehr. Man kann das nicht in zwei Worte fassen, aber wenn du mehr wissen willst, kannst du mir gerne eine PN schicken.

Liebe Grüsse

Renate
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carmen62
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Beiträge: 250

BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 15:30    Titel: Glaube Antworten mit Zitat

Hallo Angela
Mein Glaube ist nicht durch die Kindheit geprägt worden,komme aus sehr unreligiösem Hause.Ich habe mich mit 14 Jahren selbst taufen lassen,Taufpaten habe ich mir auf der Strasse gesucht.Religiösität wird immer von den Eltern weitergegeben.Ich bin 25 Jahre mit einem Moslem verheitatet,bin aber nicht zum Islam übergetreten.Unsere Kinder sind in beiden Religionen aufgewachsen,Sie tendieren mehr zum Islam.Ich prakteziere aber den Islam mit aus,wir machen jedes Jahr Ramadan,wir feiern das Opferfest.Ich bin sehr tolerant anderen Religionen bzw. Glaubensgemeinschaften gegenüber.Menschen ,die sich jeglicher Glaubensrichtung entziehen,haben es glaube ich ,schwerer im Leben.
.Auch die Angst vor dem Tod ist stärker ausgeprägt.Da der Glaube hier in Deutschland immer rarer wird,haben Sekten ein leichtes Spiel.Man sollte sich über den Zulauf der Sekten ernsthafte Gedanken machen.In meiner Familie wurden immer Probleme unter den Tisch gesoffen,ich bin die einzige in der Familie,die den Glaube in sich trug.Ich habe Probleme ,die auf mich zu kamen,als Herausforderung angenommen und versuche das Beste daraus zu machen.
Meine Familie würde auf diesen Text bezogen sagen:[b]Die ist nicht mehr zu retten
Carmen

_________________
Sohn( 2,5 Jahre ):Mikrodeletation (CATCH22);Pachygerie;Hemiparese;Autismus
Entwicklungsstörungen
Tochter 2002 verstorben operativ:Hochgradige Pulmonalartesie/Extremform
Tochter( 22 Jahre):Aoteninsuffienz
Söhne( 21 und 19 Jahre) gesund
Mutter:Pulmonale Hypertonie
Man muss das Leben vorwärts begehen und rückwärts verstehen
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ritap
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BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin in einem streng katholischen Haus aufgewachsen, noch dazu aufm Kuhdorf, wo einer dem anderen in den Kochtopf schaut. Da war in meiner Kindheit keine Diskussion möglich, ob und warum man glaubt, ob man in die Kirche geht oder nicht. Es war einfach so, fertig.
Als Teenager bin ich dann ne Zeitlang gar nicht mehr zur Kirche gegangen. Diesen Zwang und dieses Vermitteln eines strafenden Gottes, damit konnte ich nix anfangen. Kirchliche Hochzeit, das war auch ziemlich viel Show, auch wenn wir einen sehr netten Pastor im Nachbardorf gefunden haben, der im Gegensatz zu unserem Dorfpastor kein Problem damit hatte, dass mein Mann evangelisch ist und wir auch gerne noch nen evangelischen Pastor dabeihaben wollten.
Irgendwann ist mir dann ein supertoller evangelischer Pastor begegnet, der Pfarrer Rettich aus Kevelaer. Trotz kathloschem Wallfahrtsort, der Mann war klasse! Ihn konnte ich endlich mal alles fragen, was mich seit Kindheit interessiert hatte. Und wir haben sehr ausgiebig und kritisch darüber diskutiert.
Seitdem hab ich so ne etwas eigene Art von Glauben. Ich würde nie Gott infrage stellen, aber ich fress nicht alles kommentarlos, was die "Institution Kirche" serviert. Z.B. gibt mir eine persönliche Beichte gar nix. Das lass ich einfach weg. Oder ein strafender Gott, Kindern so "serviert". Einfach grässlich, ich hab meinen Kindern immer gesagt, dass Gott wie ein Freund ist, dem man alles erzählen kann, mit eigenen Worten.
Aber mir ist schon wichtig zu wissen, dass es irgendetwas gibt, an das ich glauben kann und auf das ich vertrauen kann. Auch wenn ich das nicht immer sehe.

Und ich ärgere mich heute noch, dass ich am Weltjugendtag nicht abends aufm Marienfeld war. Als ich das im Fernsehen gesehen hab, lief mir wirklich eine begeisterte Gänsehaut übern Rücken.
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IrisM
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BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hatte eine nicht all zu sehr geprägte Kindheit was den Glauben anging. Klar Taufe, Kommunion.... dann hatte ich mit 12 Jahren einen schweren Verkehrsunfall mit Koma, Schädelbruch..... die volle Pallette und zu allem Überfluß sind leider drei gute Freundinnen von mir dabei ums Leben gekommen. So betrieben meine beste Freundin noch eine Freundin und Mitinsassin des Kleinbusses jedes Wochenende "Selbstherapie" in dem wir bei einander übernachtet haben, viel geweint und geredet haben. Da kam dann die Frage nach Gott und dem Warum und Sinn des Lebens schon deutlicher zum Vorschein. Dann kam das Ministrieren und mein erster Freund. Er war bzw. ist es ja noch - ev. Methodistisch und hat mich im Glauben sehr geprägt! Mir ging es dann bei einer Evangilisation wie Renate. Eigentlich sah ich mich schon als überzeugte Christin, doch dort, hatte ich das Gefühl, als wenn Jesus mir selbst die Hand auf die Schulter gelegt hätte und so entschloß ich mich vor der gesammten Versammlung zu bekennen, dass ich Christ bin und es war wie ein Gefühl, auf Wolken zu gehen. Ich habe auch meine Hochs und Tiefs im Glauben, aber ich weiß, dass alles was mir passiert seinen Sinn hat und ich nicht über meine Kräfte belastet werde (auch wenn ich mir da nicht immer so sicher bin - grins).

Ich grüße Euch mit einem Vers aus dem Römerbrief: Wir wissen aber, dass denen die Gott lieben alle Dinge zum Besten dienen!

Liebe Grüße Iris

_________________
Iris (75) Daniel (75) Silas 19.09.2003 Microcephalie-Epilepsie-Spastische Hemiparese re, Kai 20.07.06, Meera (Golden Retriever) 4.09.2007
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Lena_21
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BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Ich bin katholisch getauft worden und zur Kommunion gegangen. In der Erziehung hat jedoch weder Gott noch die Kirche je eine Rolle gespielt und heute muss ich sagen, dass ich absolut keinen Bezug zu meiner (oder irgendeiner anderen Religion) habe. Manchmal finde ich das sehr schade, denn manche Dinge sind so noch viel schwerer zu ertragen und zu begreifen. Der Tod ist da ein gutes Beispiel. Zu gerne würde ich es als selbstverständlich sehen, dass es ein danach gibt...leider kann ich es mir einfach nicht vorstellen. Für mich gibt es da einfach nichts, außer einem Weiterleben im Sinne von Erinnerungen an den Verstorbenen und Werten, die er weitergegeben hat und die andere in sich tragen und wieder weitergeben. Das ist mein "Leben danch". Vielleicht bin ich zu rational. Ich kann mir auch einfach nicht vorstellen, dass es einen Gott geben soll, der das alles, was hier auf Erden passiert, zulässt. Religion und Glauben sind für mich bis jetzt absolut fremd und befremdlich geblieben und spielen in meinem Leben keine Rolle. Meines Erachtens muss man nicht gäubig sein, um ein guter, toleranter und hilfsbereiter Mensch zu sein. Diese Grundsätze, die ja auch die Bibel vermitteln will, sehe ich als selbstverständlich und habe auch nicht das Bedürfnis sie irgendwo "nachzulesen".

LG
Lena

LG
Lena

_________________
geb. 1984; FSJ 2003/2004; Nebenjob bei der Lebenshilfe (Reiseleitung/-begleitung, Einzelbetreuungen und integrative Kindergruppe), seit 2009 Realschullehrerin
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BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Ich bin mit 13 Jahren evangelisch getauft worden. Durfte mehr oder weniger mit entscheiden. Allerdings, glaubte ich an Gott bzw. an etwas mächtiges aber an die Kirche glaube ich nicht. Ich gehe auch nicht zur Kirche. Für mich ist die Kirche nur ein Verein, für den ich monatlich viel Geld bezahle.( Im Moment nicht) Aus der kirche kann ich aber aus beruflichen Gründen auch nicht austreten, sonst hätte ich das Geld schon längst monatlich in Marlon"s Sparschwein geworfen.
Ich persönlich habe seit ich soviel trauriges erfahren musste und noch viel traurigeres hier lesen musste(durfte) doch große Zweifel , ob es "ihn" wirklich gibt.
LG MONI
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Gudrun D.
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Beiträge: 958
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BeitragVerfasst am: 08.04.2007, 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Kann man denn" Ihn" für alles verantwortlich machen? Meistems denken wir doch erst an ihn, wenn es uns schlecht geht. Können wir dann sofort Hilfe erwarten? Ist das nicht sehr unverschämt von uns?

Warum erst dann kommen und immer nur rumwettern.?

Sollten wir nicht auch mal in Guten Zeiten an "Ihn" denken.

Besonders Heute in der Osternacht?

Wie oft, hat er uns schon geholfen?

_________________
Seid lieb gegrüßt und gedrückt von
Gudrun!


Mit Benjamin Pflegesohn 28 Jahre CP.Tetraspastik, Ohne Sprache. schwerst behindert! und drei lbl. erwachsenen Töchter.
und 2 Enkel 5 und 2 Jahre alt. http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....al.php?user_id=4363[/URL]
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 08.04.2007, 01:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin evangelisch und glaube auch nicht an Gott direkt. Ich bete auch nicht. Bin getauft und konfirmiert.
Allerdings ist mir der christliche Glaube auch nicht ganz fremd. Ich glaube, dass es nach dem Tod weiter geht. Ich glaub nicht, dass wir nur verwesen und das wars dann. Also der Körper schon, aber die Seele nicht. Ich glaub, dass verstorbene Menschen im Himmel wieder zusammen kommen und es dort zeitlos ist. Die ganzen Sternenkinder z.B. können im Himmel zusammen wieder spielen. Dass Verstorbene zu Gott gehen, glaube ich aber nicht, weil ich auch nicht glaube, dass wir da her kommen. Wenn ich mit jemandem spreche, der nicht da ist, dann zu Leuten, die verstorben sind. Z.B. sag ich auch "Fröhliche Weihnachten, Oma", obwohl sie seit 7 Jahren tot ist oder ich sag "Mensch, Udo (Onkel), schade, dass du heute nicht dabei warst", aber ich spreche nicht zu Gott. Und ich glaube, dass es bei diesen Menschen auch ankommt. Ich akzeptiere aber jeden Menschen mit einer Religion genauso wie Atheisten. Ich würde nie jemanden für seinen Glauben verurteilen.
Da ist für mich jeder gleich.

_________________
LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)

Nur wahre Freunde hinterlassen Spuren im Herzen.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: 08.04.2007, 01:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gudrun,

wie wäre es, wenn wir mal gegeneinander aufrechnen, was "er" so alles macht. Einigen geht es gut, einigen schlecht, was bleibt ist jeden sein Bild von ihm, bzw. sein eigener Egoismus.

Viel mehr bleibt nicht..... es sei denn, Baldrian is gut gegen Hunger... man hat ihn zwar, regt sich aber nicht so drüber auf..... aber ob es einem dadurch tatsächlich besser geht.. ?

Smile Helmut

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Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.
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