Verfasst am: 06.04.2007, 21:10 Titel: Ich habe keine Kraft mehr, bin am Ende!
Hallo,
ich bin zwar keine so regelmäßige Schreiberin, trotzdem sitze ich öfter hier und lese! Lese von schlimmen Krankheiten oder Behinderungen und auch von noch schlimmeren Schicksalsschlägen. Ich weine sehr oft, wenn ich hier bin, und traue mich dann sogar gar nicht über unsere "Kleinigkeiten" zu schreiben! Aber heute kann ich nicht anders, ich muß mich irgendwo ausheulen! Ich bin am Ende meiner Kräfte und kann nicht mehr! Und hier habe ich leider niemanden, der mich wirklich versteht!
Robin war schon als kleines sehr anstrengend. Er konnte sich noch nie länger als 5 Min. alleine beschäftigen. Als er mit 3,5 Jahren in einen integrativen KiGa gekommen ist, hat er große Fortschritte gemacht. Teilweise konnte er sich dann auch mal bis zu 30 min. alleine beschäftigen und hat gemalt, gebastelt oder mit seinem Autos gespielt. Zum Ende des KiGas hat er es sogar geschafft ein kurzes Spiel zu Ende zu spielen. Er war ein total freundliches und liebes Kind.Trotzdem war er schon immer sehr anstrengend.
Er wurde dann vor 1 Jahr wegen der Schule getestet und hat die Chance bekommen 1 Jahr in die Vorklasse zu gehen. Er hat eine Schulbegleitung bekommen und die ersten 2-3 Monate hat es auch ganz gut geklappt! Aber seitdem geht es rapide bergab!
Es fängt damit an, das er nicht mehr spielt oder sich beschäftigt. Keine 5 Min. noch nicht mal 2 Min. schafft er es bei der Sache zu bleiben. Wenn sich einer mit ihm hinsetzt und was spielen will, hat er entweder keine Lust oder steht nach 3 Min. einfach auf und geht! Er läuft einem den ganzen Tag hinter her und guckt einen an. Er steht neben mir und schaut was ich da mache. Ich räume z.B. die Spülmaschine ein, da fragt er warum ich das mache!?! Ich koche essen, und er fragt, warum ich das mache,...u.s.w. Sein Tag besteht daraus hinter einem her zu laufen und "dumme" Fragen zu stellen. Wir gehen einkaufen, dann stellt er sich neben fremde Leute und starrt die regelrecht an, so das schon oft dumme Kommentare gekommen sind. Währrend des einkaufens nimmt er sich wahllos irgendwelche Sachen aus dem Regal und will die gekauft haben. Hat dann überhaupt kein Verständnis, wenn ich es nicht kaufe! Er schreit mich an, beschimpft mich und schlägt sogar nach mir! Oft sind es Sachen, die ich ihm schon öfter mal gekauft habe, und er sie dann doch nicht gegessen hat, so das ich sie kein zweites Mal kaufe! Aber das will er einfahc nicht verstehen udn schreit dann nur. Ins Spielzeuggeschäft kann ich schon gar nicht mit ihm gehen, da gibt es richtige Schreiereien, wie bei einem 2-Jährigem.
In der Schule wird es auch immer schlimmer, er weigert sich regelmäßig am Unterricht mit zu arbeiten. Beschimpft und schlägt seine Schulbegleitung. Das Verhältnis zu ihr ist miserabel. Schon morgens weigert er sich überhaupt in die Schule zu gehen. Nachmittags geht es dann mit Verweigerungen der Hausaufgaben weiter. Egal wie man probiert ihm zu helfen, ihn zu unterstützen, er flippt eigendlich direkt aus, schreit rum, beschimpft einen. Man bekommt überhaupt keinen Zugang mehr zu ihm. Dabei ist es jetzt nicht so, das er überfordert ist, und den Schulstoff nicht kann. Er weiß die Antworten eigendlich fast immer und kann auch sonst gut in der Klasse mithalten.
Vor ein paar Wochen wurde er nochmal getestet und obwohl er sich "wie immer" verweigert hat, soll er eine Chance auf die Regelschule bekommen. Wenn die Integration bewilligt wird, wird er also in die Regelschule eingeschult. Und obwohl das unser inniger Wunsch war, sehe ich einfach nur schwarz!! Ich weiß nicht, wie er das schaffen soll? Mit seinem Verhalten wird er das nicht lange durchhalten können.
Zu anderen Kindern hat Robin überhaupt keinen Kontakt. Er redet wahllos mit irgendwelchen Kindern am Schulhof (die ihn meißtens gar nicht richtig beachten) und hat wohl auch kein verlangen nach Freunden. Mit seinem Geschwistern gibt es von morgens bis abends nur Streit! Egal was sein kleiner Bruder in die Hand nimmt, Robin nimmt es ihm weg! Er läuft an ihm vorbei und tritt ihn, er sitzt neben ihm und gibt ihm eine Backpfeife, er schubst ihn, er haut ihn oder er fummelt den ganzen Tag an ihm rum, was der Kleine natürlich nicht gut findet! Jeden Tag geht er ins Zimmer von unserem Großen und klaut ihm seine Sachen, verstreut sie durch die ganze Wohnung! Natürlich gibt es wieder Streit!
Wir sind heute nach 6 Tagen Urlaub bei meinen Eltern nach Hause gekommen, und ich bin am Ende! Es war unerträglich mit Robin.
Es fing schon morgens an, das er rumgeschrien hat und gemeckert hat. Kaum waren wir 3 Min. unterwegs ging es mit hunger (1 Biß ins Brötchen) oder durst (20 ml getrunken) los. Egal ob wir im Zoo, im Freizeitpark, beim einkaufen,........waren, überall wollte er sofort was gekauft haben, und wehe ich habe es nicht getan! Er wollte ein Eis, einmal geleckt wollte er es wegschmeißen, er wollte ein Brötchen, einmal gebissen, wollte er es wegschmeißen....................Ich könnte jetzt noch tausende Sachen aufzäheln, aber ich glaub es ist auch so schon lang genug!
Ich weiß einfach nicht mehr mit ihm umzugehen. Wie soll ich reagieren? Ich kann doch nicht nur noch mit ihm zu hause rumsitzen? Ich bin mit meinen Nerven schon so am Ende, das ich nur noch rumschreie! Beim kleinesten Bißchen flippe ich fast aus und reagier sehr wahrscheinlich über! Aber ich finde keinen richtigen Draht mehr zu ihm, ich weiß nicht weiter. Und die ganze Familie leidet darunter! Denn mit seinem Verhalten macht er die ganze Familie rappelig und der Kleine guckt sich alles bei ihm ab! Er benutzt all seine Schimpfwörter, fängt auch schon an zu schlagen und schreit mittlerweile auch sofort rum.
Ich bin mittlerweile soweit, das ich sage, das wenn es mit der Regelschule nicht klappen sollte, das er dann in ein Internat gehen soll. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen. Aus dem lieben und freundlichem Kind ist ein unmögliches, freches böses Kind geworden, was den ganzen Tag mit richtig heftigen Schimpfwörter um sich schmeißt! Ich schäme mich fast nur noch mit ihm wegzugehen. Er blamiert einen überall!!!
Ich schäme mich dafür, aber ich habe mir schon oft gewünscht man würde ihm seine Behinderung einfach ansehen, dann hätte ich dafür eine Ausrede!
Bevor ich hoffendlich ein paar nützliche Tipps von Euch bekomme, wollte ich nochmal sagen, das er sich bei allen gleich verhält. Auch wenn ich es jetzt nur aus meiner Sicht geschrieben habe, ist es bei meinem Mann genauso und auch bei der Oma war es in der letzten Woche so! _________________ Liebe Grüße von
Barbara mit
Maurice, 11/98
Robin 04/00 Hydrocephalus e vacuo, Hemiparese links, Epilepsie, Entwicklungsverzögerung
und Julien 11/04
Liebe Barbara!
Einen wirklichen Tip oder so habe ich auch nicht für euch.Teilweise hört es sich so an als wolle er Aufmerksamkeit erzeugen,aber ohne Dich oder eure Familiesituation zu kennen ist so etwas kaum beurteilbar.Bekommt er Medikamente?Eventuell neue und es ist eine Reaktion darauf?Oder habt ihr mal überlegt mit einem Arzt über die Hilfe mittels Medikamenten zu reden?
Habt ihr denn niemanden der euch Robin mal für ein paar Stunden abnimmt,so das ihr (vor allem du)Kraft schöpfen könnt??
Ist es möglich regelmäßig "Urlaub" in Anspruch zu nehmen indem Robin in die Kurzzeitpflege geht und dort auch andere Erfahrungen macht und andere Verhaltendsweisen kennenlernt.Vielleicht ist es dann auch möglich ,das "neutrale"Personen euch gute Tips geben können oder das ganze analysieren können.
Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und Ruhe.
Es wird bestimmt auch wieder bergauf gehen,auch wenn es momentan für Dich vielleicht nicht absehbar ist!
Versuch Dir auf jeden Fall regelmäßig Auszeiten zu nehmen und Dir etwas Gutes zu tun!
LG Anna
(mit einem nicht weniger anstrengenden Justin ) _________________ Anna,Chris & Justin geb.9.2.03 (23+4 SSW,625 g,32 cm) Extremfrühchen mit multiplen schwersten Behinderungen ,PEG (PS 3)
- ein ewig strahlender Sonnenschein -
und Jona Maximilian 3.11.09 gesund
ach Mensch, da hast Du aber eine anstrengende Zeit hinter Dir !!!
Erstmal möchte ich sagen, dass ich es total süß finde, was Du am Schluss Deines Beitrages schreibst, nämlich, dass sich Robin bei allen gleich verhält. Hast Du schon einmal Vorwürfe zu hören bekommen ??? Kommt mir nämlich irgendwie bekannt vor...
Da ich einige Jahre lang ein Kind mit ADHS betreut habe, muß ich mal nachfragen, ob Robin daraufhin untersucht wurde. Es hört sich alles so schrecklich an, wie bei meinem 'Pflegekind' damals.
Mit einem 'schreienden Kind' müssen wir leider auch oft zurecht kommen. Aber wie Du es beschrieben hast, ist das bei Euch wesentlich heftiger und Dein Sohn ist auch älter als unser Tom. Das ist sicher sehr sehr schwer für Dich.
Und die ganze Familie leidet mit. Es ist so traurig. Habt ihr denn Unterstützung, jemanden an den ihr Euch wenden könnt ?
LG
Michaela _________________ Michaela (1967) mit T.
mit Tom (2003), frühkindlicher Autismus (auf hohem Funktionsniveau), getesteter IQ 61
A. (98), Asthma bronchiale und L. (94)
Hallo Barbara,
ich möchte dir mein Mitgefühl für deine Situation ausdrücken. Ich glaube dir, wenn du sagst, du bist völlig am Ende. Trotzdem, kann es sein, dass, dass Robin vielleicht mit sich selbst ein großes Problem hat und sein Verhalten nur die Auswirkung davon ist? Er ist bestimmt nicht böse, sondern kann vielleicht seine Gefühle nicht anders ausdrücken. In welcher Hinsicht wurde er denn getestet? Ging es dabei nur um die Schulart? Fühlt ihr euch durch den Kinderarzt gut betreut oder hättet ihr gern manches anders?
Ich wünsche dir viel Kraft und die Möglichkeit, wieder die liebenswerten Ansätze in deinem Kind zu entdecken.
Liebe Grüße, Christine _________________ Eltern Andree und Christine, 3 Söhne, alle gesund, Tochter Annemarie (*Nov.2003) CMV-Infektion, blind, entwicklungsverzögert, Epilepsie, Minderwuchs, Hypophyseninsuffizienz
@angelAnna
Er nimmt seit 5 Jahren Orfiril, neue Medikamente sind nicht dazu gekommen.
Meine Eltern sind beruflich immer unterwegs, oft sogar im Ausland, deshalb leider keine Unterstützung. Meine Schwiegereltern wohnen zwar im selben haus, haben aber eine sehr komische Einstellung und nehmen Robin wenn überhaupt mal für 30 Min. bis 1 Std. oder so.
Und "fremde" hilfe möchte mein Mann nicht. Er möchte keine "fremden" Leute auf sein Kind aufpassen lassen.
@Mamatom
Ach Vorwürfe muß ich mir öfter mal anhören, denn wenn man immer alle Entscheidungen alleine treffen muß, kann da auch mal eine falsche dabei sein.
Wie oben geschrieben haben wie leider so gut wie keine Unterstützung.
Robin wurde noch nicht auf ADHS getestet, aber es wird immer mal wieder davon geredet. Testen haben wir ihn noch nicht lassen, weil ich mir nicht sicher bin, ihn dann wieder mit Medikamenten "vollzustopfen" wenn dabei was rauskommt.
@Kinneret
Ja ich glaube auch, das Robin irgendwie selbst überfordert ist und an seine Grenzen gerät. Aber wie kann man ihm dabei helfen?
Ich glaube auch, das ihm eben immer mehr bewusst ist, das er "anders" ist.
Ich kümmer mich um alles immer selber und der Kinderarzt unterstüzt mich dabei gut. SPZ findet uns sehr gut untersucht und therapiert, deshalb waren wir bisher nur 2 x da. Getestet wurde er bisher nur auf die Schulart.
Aber Du hast das genau geschrieben, wie ich es empfinde. Wieder die liebenswerten Züge meines Kindes zu finden! Genau das will ich! _________________ Liebe Grüße von
Barbara mit
Maurice, 11/98
Robin 04/00 Hydrocephalus e vacuo, Hemiparese links, Epilepsie, Entwicklungsverzögerung
und Julien 11/04
Liebe Barbara,
Ich habe ah schon hammerharte Zeiten hinter mir,und kann dich sehr wohl verstehen.Ich hätte mich auch am liebsten 5 mal tägl.unsichtbar gemacht so hat Sara mich blamiert.Wir haben auch das Problem,das man Sara die Behinderung nicht auf Anhieb ansieht.ICH kann dich verstehen.
Aber es geht ja nicht nur um verstehen,sondern vielmehr um Ideen damit umzugehen.Als erstes würde ich mir mal die I-Helferin vornehmen,um zu hören was in der Schule los ist.Ich habe das so verstanden,das es erst seit der Schule so schlimm ist.Das Robin immer um dich herumscharwenzelt kann ja auch bedeuten,dass er etwas mit dir besprechen will,aber nicht so recht weiss wann und wie er anfangen soll.Bei 3? Kindern ist ja auch immer was los.Wenn du weder über die I-Helferin noch von Robin selbst was rauskriegst,würde ich doch mal mit dem Kinderarzt reden,der kennt Robin doch bestimmt gut.Villeicht auch mal gute Freunde oder vErwandte fragen,ob die nicht mal das Gespräch mit Robin suchen,die sind nicht ganz so eng verstrickt und oftmals objektiver.Hat bei meinem Sohn(gesund) gewirkt.
Wünsch dir ganz viel Geduld und Kraft.
Alles Liebe Marion _________________ Marion35+Sara 14,28ssw frühkindlicher Autismus mittelgradige kognitive Behinderung und Jannis 15 kerngesunder Teeni
Liebe Barbara,
für mich persönlich ist es immer wichtig, den Dingen auf den Grund zu gehen. Und wenn bei den Gesprächen nicht wirklich was Verwertbares oder Hilfreiches raus kommt, würde ich schon einen weiteren Test anstreben. Möglicherweise kann man Robin dann auf eine spezifische Art und Weise mit einer entsprechenden Therapie helfen. Zumindest kommt ihr u.U. den Ursachen seines Verhaltens auf die Spur und könnt so den Zweifeln und Vorwürfen entgegen wirken.
LG Christine _________________ Eltern Andree und Christine, 3 Söhne, alle gesund, Tochter Annemarie (*Nov.2003) CMV-Infektion, blind, entwicklungsverzögert, Epilepsie, Minderwuchs, Hypophyseninsuffizienz
Liebe Barbara!
Wenn ich es richtig raushöre,bist du diejenige die sich hauptsächlich um Robin und auch noch um 2 andere Kids kümmert.Das "frau"da an Ihre Grenzen stößt passiert unweigerlich.Aber wer hat etwas davon wenn "Mama"plötzlich ausfällt da sie einen Nervenzusammenbruch hatte o.ä.????
Warum ist dein Mann gg."fremde"Hilfe???
Wir standen auch mal vor der Entscheidung"Kurzzeitpflege"Und wir sind mittlerweile soooo dankbar das Justin dort seinen Urlaub verbringen darf.Es ist ja nicht nur Erholung für die Eltern ,sondern auch Erholung für die Kinder.Es werden neue Erfahrungen gesammelt,all die Zeit dort wird rund um die Uhr nur auf 1 Kind projeziert und Robin kann dort auch sich weiterentwickeln und fortschritte machen.Er bekommt unweigerlich Kontakt zu anderen Kids die dort ein paar Tage/Wochen verbringen.Wir haben ein super Vertrauensverhältnis mittlerweile dorthin und dort wird über jede"Unart"von Justin bereits Bescheid gewußt.Die Zeit tut uns und ihm sehr gut.
Auf Jahre hinweg wird man dieser Belastung ohne fremde Unterstützung kaum standhalten können(ohne vielleicht dem Kind in der einen oder anderen Zeit ungerecht gegenüber zu werden oder "auszuflippen").Auch DU hast das Recht auf Erholung und -Leben-.In diesen paar Wochen kann man wirklich erstaunliche Kräfte schöpfen und es wäre von mir jetzt nur der Rat es zumindest mal zu versuchen.Viel mehr kann ich dir leider auch nicht helfen!Sorry!
Viel Kraft!
LG Anna _________________ Anna,Chris & Justin geb.9.2.03 (23+4 SSW,625 g,32 cm) Extremfrühchen mit multiplen schwersten Behinderungen ,PEG (PS 3)
- ein ewig strahlender Sonnenschein -
und Jona Maximilian 3.11.09 gesund
Hallo Barbara, das ist wirklich und wahrhaftig keine "Kleinigkeit" im Vergleich zu anderen hier im Forum, was du da täglich erlebst. Das ist schon ein ziemlicher Terror, für euch alle und wahrscheinlich für deinen Sohn, der das alles verzapft, auch.
Ich würde mit ihm mal schnell einige Zeit stationär auf eine Eltern-Kind-Station in einem SPZ gehen, damit sie ihn dort auf ADHS und anderes testen und dir auch Verhaltensweisen an die Hand geben.
Ein Bruchteil von den von dir beschriebenen Verhaltensweisen hat unser Janosch heute noch übrig und da bin ich auch schon nach einem WE oft reif für die Klapsmühle und er bekommt jetzt Medis gegen seine Verhaltensauffälligekeiten und ich stationär bald mit ihm eine verhaltenstherapeutische Schulung.
Dir ist wahrscheinlich gar nicht mehr klar, wie weit das, was ihr täglich erlebt, weg ist, von einem normalen Eltern-Kind-Erleben. Ich kenne das auch. Sich noch schuldig fühlen, weil man nicht mehr geschlagen, ständig gehetzt und unterbrochen werden will vom eigenen Kind, ihm dauernd Programm bieten zu müssen, dauernd Beschwerden vom Kiga zu bekommen uvm. Ja, an diese Zeiten erinnere ich mich noch sehr gut. Dein Sohn ist wie meiner aber jetzt schon Schüler und mit Blick auf das Chaos der Pubertät müssen wir vorher schon Lösungen finden, sonst machen wir ja dann noch eine größere Hölle mit.
Dein Sohn selber leidet aber auch in seinem eigenen Chaos. Ich würde ihn wirklich sobald wie möglich genau testen lassen.
Hallo Barbara!
Lass Dich erst mal fest virtuell in den Arm nehmen.
Ganz erschrocken habe ich Deinen Bericht über Robin gelesen! Ich habe mich immer wieder gefragt - was ist da los?, denn so habe den kleinen Mann von unserer Begegnung vor einem Jahr nicht in Erinnerung.
Auch habe ich die Frage, wie sieht neben der I-Helferin die Klassenlehrerin die Situation?
Und welchen Vorschlag macht Dir Dein Mann, diese Situation zu meistern / anzugehen?
Wie wäre es, wenn Du mit Maurice und Julien am Wochenende was unternimmst und Dein Mann sich in dieser Zeit mit Robin beschäftigt. Gewiss ist dies nur ein kurzfristiger Luftholer - aber dieser tut den beiden Jung sicherlich genauso gut wie Dir.
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