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Wohnort: Bei Aachen
Verfasst am: 29.03.2007, 07:35 Titel: Probleme mit dem Verhalten, wie reagieren?
Hallo,
mein Sohn Daniel 3 Jahre 3 Monate ist sprachlich entwicklungsverzögert. Er ist in seiner Entwicklung 1 Jahr zurück. Ich gehe mit ihm zur Logopädie und Ergotherapie. Er hat eine Wahrnehmungsstörung. Ich weiss nicht, wie sie sein Verhalten beeinflusst.
Mein Problem ist er macht Quatsch im Strassenverkehr und reagiert nicht auf Anweisungen.
Im Moment findet er es lustig sich loszureissen und so zu tun, als ob er vor ein Auto läuft. Ich erschrecke mich zu tode. Ich habe in schon ganz oft erklärt, dass er sich verletzt und dann im Krankenhaus liegt, wenn in ein Auto erfasst, aber es nützt nichts.
Schlimm ist es, wenn ich mit Kinderwagen mit kleinen Sohn und Daniel unterwegs bin. Dann bekomme ich die Situation schlecht unter Kontrolle.
Zähneputzen ist ein Kampf. Meistens dauert es eine halbe Stunde bis er sich die Zähne putzt, oft gebe ich auch entnervt auf, weil er sich auf den Boden schmeisst und ich nur mit Gewalt die Zähne putzen könnte.
Mit Drohungen keine Süssigkeiten und kein Saft erreicht man nur manchmal etwas.
Habt ihr einen Rat für mich?
LG Brigitte
Vorallem beim Zähneputzen solltest du mit einem konsequenten Verhalten einigen Erreichen können...
Also, einmal ankündigen, wenn es dann nicht geschieht, gibt es am nächsten Tag oder wenn es morgens ist an diesem Tag nichts Süßes. Und das ist dann keine Drohung sondern die Konsequenz., Tip: Es kann ja grade dann mal etwas sehr leckeres geben. ( ist erstmal etwas Hart, zahlt sich jedoch aus!) Und vorallem zieh es so durch. Er hatte schon mehrfach Erfolg. Da musst du nun erstmal Glaubwürdig auftreten. Und er muss merken, dass es sein Problem ist und nicht deines. Also nimm es so hin dass er keine Zähne putzt, ( zumindest vor ihm) und bereite einen leckeren Nachtisch., Wenn er dann auch will gibst du ihm eben zurück, dass er ja erstmal Zähneputzen muss. ETC.
Mit dem Straßenverkehr kann ich nun sagen an die Hand nehmen. Aber ob das so geht weiß ich ja nicht.
Gruß Christina
Hallo
Die Zähne würde sich Philipp nie selber putzen, er beisst mir Vorliebe auf allen Zahnbürsten herum.
Deshalb übernehmen wir Eltern das Zähneputzen für ihn. Seinen Kopf halte ich mit dem linken Arm fest, seine Hände, die dann immer die Zahnbürste packen wollen, halt eich ebenfalls mit links und mit der rechten Hand putze ich in windeseile seine Zähne. Natürlich beisst er immer wieder auf die Zahnbürste, die ich dann wieder befreien muss....eigentlich jedesmal ein Kampf, aber wir haben keine Alternative.
Und mit 3 schon selber die Zähne richtig putzen, das können auch normal entwickelte Kinder nicht. Zahnärzte empfehlen, bis 7 den Kindern mindestens einmal täglich die Zähne noch selber zu putzen.
Ob dein Sohn die Konsequenzen am nächsten Tag noch richtig einordnen kann? Ist das nicht schon zu weit weg, vom Zähneputzen.
Vielleicht spricht er ja auf eine positiven Punkteplan besser an. Wenn er die Zähne geputz hat, bekommt er einen Sticker. Ihr macht vorher ab, was es ab 3 Sticker, ab 5 Sticker etc gibt.
LG Christine _________________ Christine 64, F 65, C 92, A 95, O 96(Asperger Autist), J 98 & Philipp 01 (frühkindlicher Autismus, Sprachbeginn mit 4 1/2, noch immer 1-2 Wort Sätze, Microdeletion 22q13.33 Phelan Mc Dermid Syndrom)
unsere Vorstellung http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....3943&highlight=#73943
Hallo Brigitte,
jetzt habe ich mich vom Computer ein bisschen durcheinander bringen lassen
und fange nochmal an... (Wenn man den falschen Link kopiert... )
Liebevolle Konsequenz ist wohl immer wieder ein Thema, mit unseren
besonderen und "normalen" Kindern...
Beim Zähneputzen hatte bei uns eine elektrische Zahnbürste Erfolg, damit
läßt Michael sich gern die Zähne putzen!
oh, den Kampf mit dem Zähneputzen kenne ich auch. Wir hatten ca drei Wochen Kampf: Silas am Boden liegend ich über ihm kniend mit den Knien noch die Arme fixiert und dann denn Mund auf"gedrückt" oder die Nase zugehalten.... furchbar, doch dann war es vorbei, seit her macht er es super, erst wir, dann darf er noch selber - ach ja und seit einem Weile hat er eine Kinder-elektrische-Zahnbürste, mit der putzt er sowiso ewig lange.
Für die Straße weiß ich leider auch kein Patent...Ich habe immer eine Hand am Wagen, die andere Hält Silas fest.... manchmal reicht auch ein echt panischer Schei....
LG Iris _________________ Iris (75) Daniel (75) Silas 19.09.2003 Microcephalie-Epilepsie-Spastische Hemiparese re, Kai 20.07.06, Meera (Golden Retriever) 4.09.2007
Ich finde positive Verstärkung wirklich sinnvoll. Vielleicht bringt es euch ja etwas, wenn ihr einen Plan an eure Badezimmertür klebt und ihr nach dem Putzen gemeinsam eine Sonne oder sowas eintragt? Dann hat er eine unmittelbare Belohnung.
Ansonsten glaube auch ich, dass du einfach versuchen musst, konsequent zu sein. Wenn er die Zähne nicht putzt, dann bekommt er eben solang nur zuckerfreies, bis er sie eben putzt. Wichtig finde ich auch, dass du dich nicht verrückt machst. Mache ihn freundlich darauf aufmerksam, wenn es Zeit ist, Zähne zu putzen. Wenn er nicht will, dann werd nicht wütend, sondern zeig ihm einfach in einem ruhigen Ton die Konsequenz auf: "Es tut mir leid, aber ich KANN dir dann nichts Süßes mehr geben." Zeig ihm, dass er darüber entscheidet.
Das mit dem Straßenverkehr ist echt hart. Da würde ich auch nicht sagen wollen: Aus Fehlern lernt man.
Wir habeb diese Erfahrungen mit dem Zähneputzen auch schon gemacht. Nico hat sich teilweise auch so gewehrt, dass ich ihm die Zähne wirklich mit Gewalt putzen musste. Fand ich auch total doof, doch es ging nicht anders. Ich habe ihm dann auch den Kopf mit Arm und Schulter fixiert und beide Hände mit der linken Hand festgehalten. Doch dann haben wir etwas anderes entdeckt. Nico hört gerne Lieder.
Im Kindergarten singen sie den Schubiduwa-Tanz. Kennt den jemand?
Auf jeden Fall singen wir diesen jetzt immer beim Zähneputzen, und immer abgeändert. Normal heisst es bei dem Lied:z.B." der kleine Finger tanzt den Schubiduwa-Tanz".Wir haben daraus gemacht: Wir tanzen jetzt den Muh-Muh- Tanz oder Meh-Meh-Tanz. Also alles Tierlaute. Nico ist dann fasziniert und macht auch gut mit.
Seitdem ist das Thema Zähneputzen wirklich ein Kinderspiel!!
So wie du beschreibst, habe ich auch durchgemacht. Dann war ich auf Kur Amrum mit meinem Sohn und er versuchte immer wieder wegzulaufen. Und ich hab nicht reagiert.Und als wir wieder zurück waren, wollte er nochmal versuchen. Ich bin dann echt mit ihm an Straßen gegangen wo nichts los war, also keine Autos oder Verkehrsberuhigter Straßen. Und jetzt klappt es prima.Ich muss immer noch manchmal "STOPP" schreiben. Aber es ist noch an Grenzen.
Mit dem Zähne putzen sag ich nur elektrische Zahnbürste.
Dieser Feldwebelartige Umgangston ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig,
ich zucke jedenfalls immer noch zusammen, wenn ich Michael ein "STOPP" oder
ein "NEIN" hinbrülle... Und doch geht es nicht anders...
beide Probleme hatte bzw.hab ich auch .
Auf der Strasse hab ich das Glück ,das Julius Angst vor Autos hat (warum auch immer)
und wenn ich ruf "da kommt ein Auto " bleibt er meist stehen und ich kann ihn wieder einfangen.Ganz arg ist es wenn ich ihm hinterher renne ,da denkt er dann wir würden fangen spielen.
Beim Zähne putzen hilft inzwischen schon das ich sag ,das es keine Geschichte gibt (es ist zwar immer die selbe,aber es hilft).Wenn ich ihm sagen würde das er am nächsten Tag keine Süßigkeiten gibt wär ihm das momentan egal,und am nächsten Tag gibt es dann Theater weil es keine gibt ,er erkennt da trotz Erklärungen keine Zusammenhänge.
Mein Sohn ist auch Sprach-und Entwicklungverzögert,da müssen Konsequenzen immer gleich stattfinden das er sie versteht .
Oftmals vergesse ich das auch und schrei ebenfalls "BLEIB JETZT STEHEN" oder " STOP" .Nutzt aber meist nix.
Also mein Rat an dich ,mich und uns alle "Ruhig bleiben "
Liebe Grüsse
Silvia _________________ Das Leben sollten wir leben,und nicht die äußeren Zwänge
Silvia (1965)& Julius-Paul(2003)Leichte Inteligenzminderung, Sprachbehinderung .......
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