Verfasst am: 27.03.2007, 05:35 Titel: Ospolot gegen Schulprobleme - wer hat Erfahrung?
In den letzten 2 Wochen wurden bei unserem Sohn beim Kinderarzt einige Tests durchgeführt, weil er in der Schule Probleme hat (Konzentration, Arbeitstempo, Teilleistungsschwäche...)
Wir waren uns nicht wirklich sicher, ob das von seiner Rolando-Epi kommt, oder doch eher unter ADS einzuordnen ist...
Der Arzt war mit den Ergebnissen der Tests sehr zufrieden, hat jedoch eine störung in der seriellen Verarbeitung festgestellt.
Da Cedric auch nicht wirklich ein Träumer ist, was bei ADS ja wohl sehr ausgeprägt ist, geht er davon aus, das die Schulprobleme wohl eher mit der Epi zusammenhängen.
Er hat vorgeschlagen, jetzt doch mal Ospolot auszuprobieren, nicht wegen der Häufigkeit der Anfälle sondern eben wegen der Schulischen Geschichte.
Eigentlich wollte ich, so lange sich die Anfälle in Grenzen halten, auf Medis verzichten, auf der anderen Seite will ich ihm aber nicht die Chance nehmen, sein vorhandenes Potenzial umsetzen zu können.
Ich bin zufrieden und brauche keine einsen und zweien auf dem Zeugniss, ich akzeptiere ihn so wie er ist.
Er akzeptiert sich leider nicht und ist sooo oft traurig, das seine Noten nicht besser sind...
Jetzt brauche ich Eure Hilfe...
Hat irgend jemand Erfahrung im Zusammenhang mit Ospolot und Schulproblemen?
Hat sich vielleicht unter Ospolot bei euren Kindern schulisch etwas zum positiven verändert?
Können sie sich besser konzentrieren?
Haben sich die Teilleistungsstörungen gebessert?
Ich bin einfach so unsicher, ich will nichts falsch machen obwohl ich weiß, das Ospolot ja ein eher "harmloses" Medikament ist...
Ich hoffe, Ihr könnt mir meine Zweifel nehmen und mir ein paar positive Dinge berichten.
Vielen Dank im Voraus, lieben Gruß,
Ela _________________ Ela (*10/74), Michel (*12/74) und Cedric (*4/98) Neurodermitis, Kindliche Migräne? (liegt i.d. Familie), ADS, Rolando-Epilepsie und ein absolut liebenswerter, sensibeler Schatz!!!
Hallo,
wenn er tagsüber Absencen hat was Ihm zunehmend den Schulaltag
erschwert solltest Du wirlich darüber nachdenken. Das kann man leider nur ausprobieren und dann hat man Gewissheit. Ob es dann die Schulprobleme löst ??? Ich denke da spielen soooo viele Faktoren mit.......Falls Du dich für das Ospolot entscheidest können wir uns gerne austauschen, Nebenwirkungen etc.
Liebe Grüsse,
anni
Hallo Ela,
ich habe keine Erfahrung mit Ospolot und Schulproblemen, aber bei meinem Sohn könnte ich mir absolut nicht vorstellen, dass es funktioniert, denn Max hat auf Ospolot 16 Stunden durchgeschlafen und war sonst sehr kurzatmig und aggresiv.
Aber die Nebenwirkungen sind ja bei jedem Kind unterschiedlich. Wahrscheinlich kannst du es nur ausprobieren.
LG
Barbara _________________ Max, *1-2003, Polymicrogyrie links mit daraus resultierender Hemiparese rechts und fokale Epilepsie, rezeptive und expressive Sprachentwicklungsstörung
Carla-Maria *3-2000, 36 SW.; 1930g, 44cm - ADHS
Cedy bekommt jetzt seit einigen Wochen Ospolot (150-0-150).
Ich hab das Gefühl, es "schadet" mehr, als es nutzt.
Seit dem ist er unheimlich reizbar und seine Atmung hat sich auch ein wenig verstärkt. Eigentlich sollten wir noch weiter hochdosieren, aber ich habe dankend abgelehnt .
Er hat das Medikament ja auch nicht wegen der eher seltenen Anfälle bekommen, sondern wegen der allgemeinen Schulsituation...
Die hat sich auch nicht grade verbessert, ganz im Gegenteil: in Mathe rafft er im Moment überhaupt nichts und er schafft auch seine Hausaufgaben nicht mehr in der vorgegebenen Zeit (was bisher ganz gut klappte).
Am Freitag habe ich noch mal ein Gespräch mit seinem Kinderarzt. Der meint, es wäre dann wohl doch eher ADS.
Ich hoffe jetzt natürlich nicht, das, wenn wir das Ospolot wieder ausschleichen, sich seine Krämpfe verstärken, dann hätten wir ja mehr als das Gegenteil von dem erreicht, was wir wollten...
Ich muss wohl das Gespräch abwarten. Mal sehen, wie´s weiter geht.
Hauptsache, ich hab nicht zu viel Schaden angerichtet .
Gruß, Ela _________________ Ela (*10/74), Michel (*12/74) und Cedric (*4/98) Neurodermitis, Kindliche Migräne? (liegt i.d. Familie), ADS, Rolando-Epilepsie und ein absolut liebenswerter, sensibeler Schatz!!!
Hallo Ela,
das hört sich aber gar nicht gut an. Die Nebenwirkungen, die du da beschreibst sind wirklich wie bei uns damals. Spreche auf jeden Fall mit dem Arzt am Freitag. Ich finde es komisch, dass sie ihm das Ospolot hauptsächlich wegen der Schulprobleme gegeben haben. Kann es sein, dass da jemand nur etwas ausprobieren wollte? Für mich hört sich das irgendwie komisch an.
Ich drück dir die Daumen, dass alles gut wird.
LG
Barbara _________________ Max, *1-2003, Polymicrogyrie links mit daraus resultierender Hemiparese rechts und fokale Epilepsie, rezeptive und expressive Sprachentwicklungsstörung
Carla-Maria *3-2000, 36 SW.; 1930g, 44cm - ADHS
Hallo Ela , für mich hört es sich nach einer Überdosierung an .
Mein Sohn ( 8 J. und 38 Kg ) bekommt 50-0- 100 . Bei der Eindosierung war er sehr müde und kurzatmig das hat schon ein bisschen gedauert.
Vielleicht einen Neurologen hinzuziehen ?
LG,anni
Hallo Ela,
Lena bekommt ja auch Ospolot , aber wir haben es viel langsamer und in kleineren Schritten eingeschlichen.
Sie ist nun mit ihren sechs Jahren bei 75-0-75 mg und wiegt dabei 19 kg.
Wir hatten das Ospolot auch versucht herunterzudosieren, als das aber nicht gut klappte, haben wir es wieder herauf dosiert, es hat aber fast vier Monate gedauert, bis der Spiegel wieder so gut im Körper war, dass man sagen konnte, es wirkt richtig.
Vielleicht etwas langsamer und länger einschleichen?
Ich habe auch mal gehört, dass die Atemprobleme manchmal kommen, wenn man zu schnell eindosiert...
Liebe Grüße
Erica _________________ Mama von Lena (11 Jahre), Frühchen, benigne occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, nächtl. Bradykardien, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, Herzrhytmusstörungen, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, etc.
für mich hört sich das auch eher nach "Versuchskaninchen" an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich auf die schulischen Probleme so auswirken kann, dass es mit Ospolot besser geht als ohne.
Mein Sohn bekommt das Ospolot seit 1998. Nunmehr 9 Jahre.
Am Anfang hat man mit der kleinsten Dosierung begonnen. Mittlerweile musste die Medikation natürlich an die Größe und das Gewicht angepaßt werden. Er ist jetzt 1,65m und wiegt 58 kg. Er bekommt jetzt 3x 1 Tbl. Ospolot 200mg.
Er hat bis heute keine übermäßige Atmung entwickelt. Das Einzige ist, dass er bei Anstrengung schneller k.o. ist als andere Kinder.
Auf sein Verhalten hin haben wir bis heute keine großartigen Veränderungen feststellen können. Zumindest nicht so, das man meinen könnte, es käme vom Ospolot.
Wir haben auch schon versucht, nach längerer Anfallsfreiheit das Ospolot abzusetzen, aber das ist leider sofort gescheitert. Nach ein paar Tagen ging alles von vorne los.
Es soll bei ihm auch eine Art von Rolando sein, die angeblich mit der Pubertät verschwinden soll. Aber da ist heute noch nichts von zu bemerken, obwohl er schon mitten in der Pubertät ist. Im Gegenteil, wenn er dann krampft, ist es jetzt noch schlimmer als vorher.
Ich würde das Ospolot an deiner Stelle auch wieder absetzen, zumal es ja anscheinend nichts gebracht hat. Warum soll man etwas nehmen, was nichts bringt.
Viel Erfolg weiterhin.
Gruß
Heike _________________ Heike, Uwe, Marc (1995) Asperger Autismus(F84.5), Epilepsie, Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (F84.5), Neurodermitis;seit 2007 in einer Wohngruppe der Mansfeld-Löbbecke Stiftung in Goslar, Anica (1997) gesund, Sternenkind Luca *+13.07.2001(Anencephalus 17.SSW) und Nesthäkchen Finjas (2005) Neurodermitis und unser schönstes Geschenk
Ich denke schon, das cedric da ein bisschen Versuchskaninchen spielt -
der Arzt konnte ja auch nicht wirklich zwischen der Rolando und ADS differenzieren.
Ist natürlich auch schwierig, denn da spielen ja so viele Faktoren eine Rolle...
Es war ja einen Versuch wert, hätte ja auch anders ausgehen können .
Ich hoffe jetzt nur, das wir das Ospolot problemlos wieder ausschleichen können,
vielleicht besser langsamer, als wir es hochdosiert haben...
Man, ich bin echt bald mit meinen Nerven am Ende!
Was wir nicht schon alles versucht haben.
Die osteopathische Behandlung hat auch nix gebracht.
Mal sehen, was der Doc morgen erzählt, irgendwie muss das doch bald mal klappen .
Ich meine, ich könnte ja mit einem nicht so tollen Notendurchschnitt leben!
Aber Cedy leidet da so drunter, das er nicht vorwärts kommt.
Da können wir üben und machen und tun... und es geht meist trotzdem in die Hose .
Im Moment wiederholen wir das 1x1, er hat alles wieder vergessen.
Und Freitag schreibt er Mathe - das geht gar nicht!!!
Ich bin echt mit meinem Latein am Ende! Da hat man schwarz auf weiß, das er ein intelligentes Kerlchen ist,
und kommt trotzdem nicht von der Stelle. VERDAMMTE SCH....
So, genug gejammert, nützt ja eh nix!
Ich berichte dann, was der Doc gesagt hat.
Danke für´s "zuhören",
Gruß, Ela _________________ Ela (*10/74), Michel (*12/74) und Cedric (*4/98) Neurodermitis, Kindliche Migräne? (liegt i.d. Familie), ADS, Rolando-Epilepsie und ein absolut liebenswerter, sensibeler Schatz!!!
Hallo,
warst Du denn schon in einem SPZ ?
Ich denke Du solltest ihn mal gründlich durchecken lassen. Kinderärzte sind
leider nicht genügend ausgebildet um so eine Diagnose zustellen. Hat er denn bevor er das OSpolot verschrieben hat ein EEG gemacht ?
Lass dir morgen gleich eine Überweisung fürs SPZ geben !
Es muss ja nicht heißen, dass die Gabe von OSpolot falsch war, aber das hat ein Neurologe zu entscheiden kein KA
LG,anni
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