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geistige Behinderung = Sonderschule?
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annadra
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 12:47    Titel: geistige Behinderung = Sonderschule? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen. Ich bin Mutter einer etwas über sechsjährigen Tochter,die an grande-Mal Anfällen leidet( sehr selten und wenn nur Nachts) und bei der vor geraumer Zeit, als vorläufiger Abschluß einer langen Geschichte, eine geistige Behinderung diagnostiziert wurde.Unklaren Ursprungs.Nach vielen auf und ab´s ( wenn man sich nicht um alles selber kümmert, läuft nix..)habe ich mich "eigentlich" für eine Sonderschule Schwerpunkt geistige Entwicklung entschieden die mir im Umgang mit Kindern UND Eltern sehr liebevoll erscheint.(Finkenkrugschule )Aber immer noch zweifel ich an der Richtigkeit dieser Entscheidung.
Momentan besucht sie eine ganz normale Kita, hat aber eine Erzieherin(50% )an der Seite die sie extra betreut.Was sie auch braucht denn ansonsten wird sie komplett überfordert und kämpft jeden Tag darum wie die anderen zu sein.
Sie hat ein großes imitatorisches Talent was über ihr Unvermögen (logische Verknüpfungen, Abstraktionen jedweder art sind sehr basal)hinwegtäuscht.
Äußerlich sieht sie völlig gesund aus. Und an manchen Tagen erstaunt sie mich weil sie wie eine fitte 4.5- jährige drauf ist...Beim Feststellungsverfahren hat sie sich wohlgefühlt war aber auch von den anderen Kindern irritiert.Und sagte immer wieder sie sei nicht behindert....
Puh, wie kann ich meine Maus gut unterstützen, wo hole ich sie am besten ab? Fragen über Fragen... Kennt jemand noch andere, gute Schulen in Berlin ? Mit kleiner Klassenstärke, gutem Stellenschlüssel und liebevoller Betreuung? Warum werde ich das Gefühl nicht los meinen Kind seine Zukunft zu verbauen? Als ob ein Arzt glücklicher wäre als ein Bäcker:-)
Hoffe es gibt den ein oder anderen Tip.

Gute, erfüllte Zeit.
Anna
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, ob eine GB-Schule das richtige ist, kommt drauf an wie stark deine Tochter beeinträchtigt ist.
Sonderschulen passen das Lernniveau dem einzelnen Kind individuell an. Wenn man merkt, dass das
Kind nicht gefördert werden kann, weil es zu gut ist, kann man immer noch wechseln! Es ist nicht so,
dass an einer GB-Schule nur gemalt und gebastelt wird. Auch lesen, schreiben und rechnen ist dort möglich.
Eben soweit, wie es dem Kind möglich ist. Dort wird auch viel alltagspraktisches gelernt.
Hättet ihr nicht die Möglichkeit auf integrative Schule? Also behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen?

_________________
LG Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,

ich habe dir eine pn geschickt.

Liebe Grüße
Ela M
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annadra
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Jaqueline,
danke für deine schnelle Antwort.Das mit der integrativen Schule habe ich natürlich auch überlegt. Dort ist leider die Klassenstärke zu groß. Selbst eine gute,integrative Schule für Lernbehinderte Kinder fängt bei 20 Kindern, davon 5 Integrationskinder, an. Und das sprengt den Rahmen.
Oder weißt du etwas anderes?
Emilia, so heißt meine Maus, hat eine geringe Konzentrationsspanne und mißt sich( wie auch jetzt in der Kita) mit den "gesunden Kindern". Das führt natürlich immer wieder zu Frustration... Ich möchte ihr so gern Selbstvertrauen(Hey, ich kann was und bin ein tolles Mädchen!) und ein Bewußtsein für ihr Handycap zukommen lassen. Ich wünsche mir so sehr das sie ohne Druck da abgeholt wird wo sie steht...Wo steht sie ???? Habe ich wohl möglich, mit dieser Entscheidung, das viel größere Problem ????

Ein lieber Gruß
Anna
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,

da ihr in Berlin wohnt, kann ich euch leider nicht weiter helfen, da ich dort nichts kenne.
Ich besuche in der Nähe von Heidelberg eine Schule für Körperbehinderte, an der aber ganz normal unterrichtet wird. Es gibt einen LB-Bereich, aber auch Grundschule, Hauptschule, Mittlere Reife und Abitur.
Letzteres werde ich dieses Jahr hier machen. Realschule und allgemeines Gymnasium sind integrativ.
Die Klassen bestehen aus 8-15 Schülern. Ob es sowas nochmal gibt, weiß ich nicht.

_________________
LG Jaqueline
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annadra
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Werde mich jetzt mal ausklicken... Bis später.
Gruß a.
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,
in Berlin gibt es doch bestimmt auch eine Waldorfschule für Seelenpflegebedürftige, oder ???
David besucht die die 9.Kl der
www.freiemartinsschule.de

und wir sind total zufrieden !
LG Heike
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Chrissy
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo annadra,

das ist immer wieder eine schwieirge Entscheidung. Ich denke, die Argumente mit den kleineren Klassen (-->intensivere Betreuung) wie auch den "schwächeren" Schülern, die sich positiv auf das Selbstbewusstsein Deiner Tochter auswirken können, gewichtest du zurecht sehr stark.

Vor Schuleintritt kann ein A-OSF, das Aufnahmeverfahren für Förderschulen, mehr Klarheit über die Förderbedürfnisse Deiner Tochter bringen. Einmal Förderschule mit Schwerpunkt "geistige Entw." bedeutet ja auch nicht, dass sie für immer dort bleiben muss. Wenn der Förderbedarf sich ändert (wird laufend überprüft), kann sie die Schule immer noch wechseln.

Ich wünsche Euch, dass Ihr bald eine Entscheidung trefft, mit der Ihr glücklich seid.

Liebe Grüße,
Chrissy
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annadra
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heike,
in Berlin gibt es das annähernd (soviel ich weiß), man sagte mir am Telefon diese Schule sei aber auf ADHS Kinder oder Kinder mit extremer Verhaltensauffälligkeit spezialisiert...Glaube nicht das das die richtige Anlaufstelle ist.
Aber danke für den Hinweis.
Gruß
Anna
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annadra
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Chrissy,
das Aufnahmeverfahren für Förderschulen nennt sich in Berlin Feststellungsverfahren. Und das hat die Maus schon gemacht.Wobei ich nach wie vor denke, das es relativ kurz war. Hat nur eine Stunde gedauert und hat auch nicht an der Schule stattgefunden die wir uns ausgesucht haben.Sondern an der für uns Zuständigen.
Das Problem ist, daß diese Tests in einer fremden Umgebung stattfinden, mit fremden Menschen.
Und das mein Kind heute die "Farbenfrage" nicht richtig beantwortet, morgen aber schon schien niemanden wirklich zu interessieren.

Die Momentaufnahme zählt. Doof wenn's ein schlechter Tag ist.

Ist ein Schulwechsel ( falls sie sich gut weiter entwickelt, und das geht ja nur wenn sie sich wohlfühlt und SEIN darf) wirklich einfach ?????
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