also wir wohnen auch in einem Haus mit 42 Partien und ich habe 3 Schichten kennengelernt.
Die einen sehr freundlich, keine Berührungsängste, stellen offen Fragen, eben total lieb. Dann die Nachbarn, die auf Grund einer Verklemmtheit Tarik nicht beachten und ziemlich reserviert sind. Und meine schlimmsten Erlebnisse sind die Nachbarn die mich anpöbeln, da wir einen Behindertenparkplatz vor der Tür haben, und nun ein Parkplatz weniger vorhanden ist. Unser Therapiehund stinkt und es ist eine Zumutung mit diesem im Fahrstuhl zu fahren (hier im Haus leben 7 Hunde, aber nur unser stinkt halt)
Unsere Rehakarre steht im Treppenhaus vor unserer Wohnung und nachdem man uns unzählige male die Reifen zerstochen hatte, haben wir jetzt Hartgummibereifung.
Wir wohnen jetzt 51/2 Jahre hier, aber auch die schlimmsten Nachbarn werden mal müde und hier hat auch ein ziemlicher Wohnungswechsel statt gefunden und nun sind ja neue da, auf die man hacken kann. Wir gehören jetzt langsam zum Hausinventar und seit 1 Jahr haben wir auch ruhe, aber ich hatte eine Zeit da ging es mir echt super schlecht.
LG Stephie _________________ Kilian 1993, gesund, Tarik 1997, Frühchen 26SSW, Diplegie, Cerebralparese, Autismus, 2 Retriever gehören auch dazu
wir wohnen jetzt in einem Viererkomplex. Hier haben wir keine Probleme. Unser Vermieter wohnt direkt nebenan. Alle sind nett zu uns, obwohl wir teilweise schon sehr laut sind. Unser Sohn hat seine regelmäßigen Wutanfälle, die leider nicht gerade leise ablaufen.
Aus der alten Wohnung sind wir ausgezogen, da wir viele Probleme mit unseren Nachbarn hatten. Unser Sohn ist Autist. Er hat Probleme mit sozialen Regeln und Normen. Als er noch klein war, fanden die Nachbarn ihn noch alle süß und konnten mit seinem Verhalten umgehen. Wir hatten mit allen Nachbarn ein sehr gutes Verhältnis. Das schlug dann aber mit der Zeit immer mehr um. Je älter unser Sohn wurde, umso mehr mussten wir uns für sein Verhalten rechtfertigen. Wir sind durch die Hölle gegangen. Unsere gesamte Familie wurde gemieden und auch der kleine Bruder wurde nicht mehr eingeladen. Unsere direkte Nachbarin war PSYCHOLOGIN und über uns wohnte eine PHYSIOTHERAPEUTIN, die mit behinderten Menschen arbeitet. Beide hatten null Verständnis. Die anderen Nachbarn hielten sich zwar aus den ewigen Diskussionen heraus aber man merkte, dass auch sie auf Abstand gingen. Das war eine schreckliche Zeit und wir sind dann umgezogen. Wir legten Wert auf wenig Nachbarn ohne Kinder. Denn mit den Kindern gab es durch die Behinderung ewig Streit und logischerweise gibt es dann wieder Reibungspunkte mit deren Eltern. Leider müssen wir für diesen für uns wichtigen "Luxus" (wenig Nachbarn) viel Geld bezahlen. Gerne würde ich in einem kleinen Mehrfamilienhaus für weniger Geld wohnen aber wir sind mit dieser Behinderung für ein Mehrfamilienhaus nicht geeignet.
Aber so, wie wir jetzt wohnen, bin ich wirklich zufrieden und stehe auch nicht ständig unter Druck und muss auch nicht mit eingezogenem Kopf durch die Gegend laufen.
ich war ziemlich fertig deswegen. Hab hier abends teilweise nur geheult. Aber wie gesagt, hier findet gerade ein Generationswechsel statt und seit meine Eltern vor 1 1/2 Jahren die Wohnung gegenüber bezogen haben, hat sich das alles total beruhigt. Außerdem möchte ich den Ausblick über die Kieler Förde nicht mehr missen.
LG Stephie _________________ Kilian 1993, gesund, Tarik 1997, Frühchen 26SSW, Diplegie, Cerebralparese, Autismus, 2 Retriever gehören auch dazu
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