Verfasst am: 19.03.2007, 12:20 Titel: KISS - Atlastherapie, Reaktionszeit
Hallo,
ich war mit meinem Sohn wegen eines Verdachts auf KISS beim Orthopäden, dieser hat eine Atlas Therapie durchgeführt.
Paul hat im motorischen und sprachlichen Bereich ganz tolle Fortschritte gemacht. Auch sein Verhalten hat sich geändert. Er ist rundum ruhiger und zufriedener geworden. Den Höhepunkt seiner Fortschritte hat er in der 4. Woche gemacht.
Und plötzlich war nach 4 Wochen von einem Tag auf den anderen alles wieder wie früher. Motorische und sprachliche Fortschritte waren weg, sein Verhalten ist wieder sehr schwierig und er ist total unzufrieden.
Hat jemand ähnliches bei seinem Kind beobachtet? Ist das nur vorübergehend? Ist eine erneute Behandlung nötig?
Ich werde den Orthopäden morgen anrufen.
Möchte jedoch eure Erfahrungen hören!
Hallo Meike,
mein Sohn Noah - 3 Monate - war mit 8 Wochen zur Atlastherapie. Mir wurde gesagt, dass bei Säulingen meist nur eine Sitzung nötig ist. Als Reaktionszeit wurde mir vier bis sechs Wochen genannt. Die ersten drei Wochen nach der Sitzung kein Impfen und keine KG. Ich habe aber schon mehrmals gelesen, dass mehr als eine Sitzung auch nicht ungewöhnlich sind. Oftmals - zumindest bei den Babys - ist wohl aber auch nur eine Sitzung ausreichend.
Guck doch mal im Internet unter KISS-kid, KISS-info etc.
die Reaktionszeit bei KISS hängt von vielen Faktoren ab. Die geschilderten Symptome können auch auf einen plötzlich einsetzenden Wachstumsschub hindeuten, da sich das Nervensystem jedesmal wieder neu "eichen" muss, wenn es einen Schub gegeben hat. Die Muskelarbeit - hier respektive das so genannte "Gammasystem" - hat dann manchmal enorme Schwierigkeiten sich insbesondere bei den Halte- und Stellreaktionen (das heißt übersetzt der "Sicherung des Köpers im Raum") adäquat auf die neue Situation einzustellen. Genauso wie ein Wachstumsschub kann das kurzfristige Erlernen einer neuen Bewegung oder gar Fortbewegung dieses Phänomen der Verschlechterung provozieren. Das Zurückgreifen auf "alte Schablonen" macht es dann hinfällig und einen erneuten Besuch beim Orthopäden erforderlich.
In meinen Augen ist es gut, keine zu großen Therapiepausen im Hinblick auf die Physiotherapie zu machen. Es wird zwar immer noch hartnäckig behauptet, das gesamte Geschehen rund um die Kopfgelenke "müsse zur Ruhe kommen", aber gerade diese Ruhephase ist es, die es in meinen Augen den Kindern sehr schwer macht. Die alltäglichen Reize (wie z.B. "falsches Hochheben" etc.) bleiben kontinuierlich vorhanden und die "Überlagerung" durch physiologisch und qualitativ hochwertige Bewegungsmuster bliebt aus, da man dem Kind das "ersparen" möchte.
Ich befürworte daher schnellstmögliche Stabilität der Kopfgelenkesregion. Die Physiotherapie "rupft" ja auch nicht an dem Kopf, was ich jedoch gerade von einer Mutter gehört hatte, die mir berichtete, dass das Geschwisterkind in einem Anfall von Liebkosung den Kopf etwas unsanft umarmte....na, ein Schelm, wer böses dabei denkt!
>>>Und du fühlst, dass du lebst
Weil du tanzt und fliegst, du schwebst
Weil du lachst, weil du weinst und liebst
Du bist ein Wunder
Du bist ein Wunder<<<
Andreas Bourani "Wunder"
wir haben nach vielen Jahren der KG schweren Herzens aufgehört. Eigentlich hätte ich gerne gehabt, dass mein Sohn weiter in KG gehen kann, aber selbst die KG meinte, dass wir im Moment nicht mehr weiterkommen. Durch Zufall sind wir dann auf die Atlastherphie gekommen und haben auch schon wunderbare Erfolge. Allerdings muß ich bestätigen, dass wir im Abstand von 3-4 Wochen zur Behandlung gehen. Mit einer Behandlung ist es sicher nicht getan. Du sagst KG? Unsere KG sagte schon vor der Atlastherapie NEIN. Was istjetzt richtig? Ich vertraue unserer KG wirklich, denn sie hat unseren Sohn 6 Jahre lang behandelt. Erst seit er zur Schule gekommen ist ist er nicht mehr in KG.
Jeder Fall ist individuell und ich kann übers Internet natürlich nicht pauschal sagen, was für Dein Kind das Beste ist. Außerdem weiß ich nicht, was er genau für Symptome hat und was in der KG genau gemacht worden ist! Daher kann ich wissen, welchen Weg ihr am besten gehen solltet. Wenn man aber "alle 3-4 Wochen zur Behandlung geht", dann sollte man überprüfen, ob es nur an den Kopfgelenken liegt. Wenn ein Kind mit Kopfgelenks-Problematik so behandelt wird, als ob das Problem nicht das Symptom sondern ausschließlich die Ursache ist, dann sehe ich das fraglich. Ein solches Problem hat immer Hintergründe und eine reine Symptomen-Behandlung bringt nichts - in den meisten Fällen ist das so!
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Andreas Bourani "Wunder"
Auch wir machen mit Stephan in regelmäßigen Abständen (3-4 Wochen) die Atlastherapie. Sobald die Zeit ran ist bemerken auch wir, dass Stephan sehr unruhig wird und sich selber gegenüber aggressiv. Nach seiner Sitzung ist er wie ausgewechselt. Er bekommt die Atlastherapie nun schon fast 1 Jahr.
LG Bianca _________________ Liebe Grüße Bianca und dicke Knuddelgrüße von Stephan und Lea Fabienne
Wir sind seit 5 Wochen mit Niklas ( 3 Jahre )bei Dr. Coenen in Behandlung und Niklas ist seit dem 3 mal behandelt worden und wir müssen auch noch öfters hin.
Niklas hat oder hatte 4 Funktionsstörungen .
Eine am Kopfgelenk , eine an der Wirbelsäule , eine am Kiefer und eine an der Hüfte .
Verändert hat sich seit der Behandlung nur das er besser laufen kann, Treppen besser steigen kann ,besser schläft und immer müde ist .
Sein Sprechen ( er spricht nur ein paar Worte) hat sich nicht verändert und er vergißt wie früher auch immer noch alle Dinge die wir nicht täglich tun.
Ich habe den Verdacht das bei Niklas mehr als nur KISS dahintersteckt . _________________ LG
Brigitte+Niklas
Brigitte (geb.67)
Niklas (2004) frühkindlicher Autismus ,ohne Sprache,aber unser großer Sonnenschein und ACM Typ 1 , ist entwicklungsverzögert ,Asthma bronchiale, ein KISS -Kind und hat einen Makrocephalus , Neurodermitis
Unsere Galerie : http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=9579
Hallo,
unser Linus (13 Monate, hypoton, Macrocephalie) hat im Herbst letzten Jahres eine Atlasbehandlung bekommen. Der Erfolg war erst da, ließ dann aber nach ca. 3 Wochen wieder nach. Zunächst habe ich an dieser Behandlungsmethode gezweifelt, nun jedoch auf eigene Faust noch mal einen anderen Orthopäden aufgesucht. Dieser riet mir, die Behandlung in Intervallen durchzuführen und wir vereinbarten Atlasbehandungen im Abstand von 14 Tagen.
Schon nach der zweiten Behandlung setzte sich mein Sohn kerzengerade alleine hin und ist nun geradezu begeistert von der Bauchlage.
Der Orthopäde riet mir zwischen den Intervallen immer weiter zur KG ( nur 1 Tag Pause) um die Muskulatur möglichst schnell zu kräftigen, um sie als Stabilisator zu nutzen.
Nach der 3. Sitzung meinte er, es gäbe nun "atlasmäßig" nichts mehr zu behandeln .Den Einduck habe ich auch.
KG machen wir natürlich weiter, denn da gibt es jetzt noch einiges aufzuholen.
Der Orthopäde riet mir zwischen den Intervallen immer weiter zur KG ( nur 1 Tag Pause) um die Muskulatur möglichst schnell zu kräftigen, um sie als Stabilisator zu nutzen.
mal eine Frage: wie begründet er den Tag Pause? Was sagt er denn genau dazu?
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Andreas Bourani "Wunder"
nach der ersten Behandlung (im Herbst) fragte mich der (neue) Orthopäde nun, wie sich Linus nach der ersten Anwendung verhalten habe.
Ich sagte ihm dann, dass er am gleichen Tag reichlich müde war und einen ungewöhnlich langen Mittagsschlaf gemacht habe.
Da riet er mir zu einem Tag Pause nach der Behandlung. Ich muss gestehen, ich habe dann auch nicht weiter nachgefragt, dies so nur unserer PT mitgeteilt und die fand das auch o.k.
Die 14-tägigen Intervalle kamen ebenfalls aus meiner Beobachtung zustande, dass der positive Effekt dann allmählich nachließ.
Insgesamt habe ich sowieso den Eindruck, als müsse diese Atlastherapie sehr individuell gehandhabt werden, Aussagen über die Anwendung haben wohl nur allgemeinen Informationswert.
Vielleicht tun sich deshalb auch die KK so schwer, die Therapie mit in den Leistungskatalog aufzunehmen Lieber noch 5 Jahre KG finanzieren als 3 X 21,50€ und dann geht es voran...
Zum Glück denken die meisten Versicherten doch ein wenig mit.....
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