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Entwicklungsverzögerung? Wie geht Ihr damit um?

 
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Peppels1975
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Anmeldedatum: 26.11.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 18.03.2007, 18:12    Titel: Entwicklungsverzögerung? Wie geht Ihr damit um? Antworten mit Zitat

Hallo, ich suche nun nach 4 Jahren den ultimativen RAT!

Unser Florian ist 4 wird 5 und ist in vielen Bereichen verzögert. Feinmotorisch ist er top, doch er kann z.B. nicht wo runterhüpfen, ist sehr ängstlich, traut sich wenig zu, hat Gleichgewichtsprobleme. Er ist ebenso sprachverzögert und geht seit 1,5 Jahren 2x die Woche in die LOGO! Er geht in den Regelkindergarten, wurde dort auffällig, da er weder mit den Erzieherinnen redet, noch mit den Kindern und den Tag am liebsten am Maltisch verbringt.

Wir haben ein tolles Netztwerk um uns herum, eine tolle Kinderärztin, eine super Logophädin und nun bald eine Integrationskraft im Kindi...

Trotzdem bricht mein Leben regelmässig zusammen, wenn diese derben Rückschläge kommen, mein Kind einfach altersgerechte Dinge nicht bewältigen kann.

Er macht tolle Fortschritte, jeden TAG, hat soviel dazugelernt und bemüht sich sehr, doch die alltäglichen Dinge belasten...

Heute waren wir im Schwimmbad, er liebt es, man darf ihn nicht loslassen, mit Schwimmflügeln, das ist OK. Heute, er heulte vom ersten Augenblick... Da kommt wieder einmal der Gedanke, irgendwann muss er schwimmen können...

Er hat bald Geburtstag, will zwei Nachbarmädchen einladen und 2 Raufbolde aus seiner Kindergartengruppe die noch nie hier waren. Dann will er in so ein Kinderland. Mein FAZIT: Die Mädels ziehen ab, die Jungs auch und mein Floh steht alleine da, da er einfach nicht so impulsiv und mutig ist... Wie erkläre ich ihm das, wie löse ich das?

Wir finden so schwer Freunde für ihn, er ist ein Basteler und Spieler, kein Rumtober und Raufbold, doch die Jungs hier, sind alle so?

Interpretiert man in ein Kind mit knapp 5 zuviel rein?

Ich brauche echt Hilfe, Erziehungshilfe, um meine 1000 Fragen beantwortet zu bekommen.

Wann erziehe ich mein Kind und wann überfordere ich IHn, wann darf ich streng sein, oder ist das zuviel, welche Erzeihungsmassnahmen sind OK; welche überlasten ihn und und und ...

Wo finde ich Hilfe, wer kann mir da beistehen?

Die Therapien sind super und echt OK, aber wo bleibt mein Rat?

Darum interessiert es mich, wie ihr das managt, habt Ihr HIlfe bei euren Fragen?

Ich kann nicht mehr unterscheiden was ist normal! Fühle mich selbst schon wie die weltbeste Ergo und Logotherapeutin, sehe mein Kind immer mit Tränen in den Augen wenn er sich selbst zuviel Druck aufbaut oder von Kindern auf der Strasse stehengelassen wird...

Ich will einfach wieder normal sehen und fühlen, nicht immer durch diese THERAPEUTENBRILLE!

Vielleicht könnt ihr mir nen Tat geben... Wie ich das alles besser bewältigen kann...

Gruß Dani
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tina40
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Beiträge: 3859
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BeitragVerfasst am: 18.03.2007, 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani!
Erst einmal herzlich willkommen und den ersten Schritt hast du doch gerade geamcht: Du hast euch vorgestellt.
Ich habe bei meiner Tochter schon das Problem, dass sie wenige Freunde hat und irgendwie gerät sie immer wieder in die Position des "Prügelknaben"..ich habe heut noch mit meiner Schwester überlegt, ob man ihr nicht durch eine Verhaltenstherapie helfen müßte..aber wieder eine Therapie???
Was du schreibst über sein Verhalten im Schwimmbad-er braucht halt länger- je eher wir unsere Kinder an diesem Punkt annehmen und abholen könne, um so eher finden sie sich in dieser Situation zurecht.. Es braucht eben seine Zeit- die anderen Kinder sollten dabei nicht unser Maß sein..ich gebe zu, ich bin seit elf Jahren die Mama eines besonderen Kindes und habe auch einige Zeit gebraucht, meinen Weg zu finden und ich bin sicher, auch du wirst deinen Weg mit Florian machen..
Hier im Forum wirst du auch immer auf Menschen treffen, die bei dir sind und versuchen werden, deine Fragen zu beantworten..
Noch eine Frage von mir: Wie sind denn die Therapiegespräche? Gehen die Therapeuten auf deine sorgen und Fragen ein??
Liebe und hoffentlich aufmunternde Grüße Tina

_________________
H(02 96)spastische ,armbetonte Hemiparese rechts;Strabismus konvergenz rechts;Epilepsie,mentale Retardierung und Legasthenie;und S(01 99)gesund
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bettina_mal3
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Anmeldedatum: 04.02.2007
Beiträge: 740

BeitragVerfasst am: 18.03.2007, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

meine große macht mir hier auch die meisten Sorgen.Die großen sind beide entwicklungsverzögert.Lara ist sehr ängstlich,gerade in neuen Situationen,braucht lange bis sie sich überwindet und dann ständige Sicherheit.Zudem fällt sie mit ihrer Art immer wieder auf und ich habs Leid,immer wieder der Lehrerin klar machen zu müssen,das es eben keine Boshaftigkeit ist sondern sie sich das eher sehr zu Herzen nimmt und ziemlich leidet,das sie einfach nicht anders kann.
Ich habe jetzt seid September letzten Jahres eine sozialpädagogische Familienhilfe,die mit 2 Kollegen zu uns kommt.Beantragt hab ich sie beim Jugendamt.Sie hilft mir,mich im Muttersein zu unterstützen,fährt meine Mädels zum reiten,spielt mit der großen einmal in der Woche.Ihr einer Kollege spielt einmal die Woche mit meinem Sohn,fährt mit ihm Rad oder zum schwimmen und der andere Kollege wird dann denke ich mit der kleinen was unternehmen(die uns die wenigsten Sorgen macht,weil sie ein gutes Jahr weiter ist in der Entwicklung)
Wenn ich das möchte,fährt jemand mit zu Arztterminen,Rezepte holen oder auch mal zum einkaufen.Ich bin echt froh um die Unterstützung.Bin leider trotz meinem Freund(der nicht der Vater von den Kids ist) die meiste Zeit alleine,da er nicht in der Nähe wohnt.

_________________
Liebe Grüße von Bettina(Rheuma,ADHS und andere Strickfehler)mit
L.J.(2/99) ADHS,V.a.Asperger Syndrom,Dyskalkulie
L.F.(4/00) ADHS,Abscencen, auditive Wahrnehmungsstörung
H.J.(9/02) ADHS,Infektasthma,Neurodermitis
P.K.(6/08)NF1 genetisch gesichert.Von der Entwicklung aber topfit
N.K.(7/10)
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Andrea5
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Anmeldedatum: 12.10.2006
Beiträge: 2973
Wohnort: Seevetal

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

erst einmal herzlich willkommen in diesem Forum.

Es ist eine schwierige Frage, wie geht man mit entwicklungsverzögerten
Kindern um? Jeder Tag ist eine neue Herausforderung.

Ich habe zwei Kinder, die entwicklungsverzögert sind. Jan 11/98 hat
Probleme im feinmotorischen Bereich (mochte mit 4 und 5 Jahren gar
nicht malen oder klettern, inzwischen hat sich das wesentlich gebessert,
langsam ist er immer noch, damit muß eben leben) Ben 01/04 stark
sprachverzögert (das macht mir am meisten Sorgen, ist genau das
Gegenteil von seinem großen Bruder, mal und klettert gerne).
Ich bin immer froh wenn Ben neue Wörter und Sätze (meistens Drei-
wortsätze) spricht. Ben seine ehemalige Frühförderin hat mir mal
gesagt, Eltern sind die besten Therapeuten und z. B. KG, Logo u.a
ist die sinnvolle Ergänzung dazu. Man muß nicht alles durch die
Therapeutenbrille sehen, sondern jeden Tag von neuen erleben. Ge-
nauso wie bei nicht entwicklungsverzögerten Kindern, die neu dazu-
lernen. Vielleicht findest Du unter "Kontakte" in diesem Forum das
Passende für Dein Kind und Dich.

Lieber Gruß
Andrea
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kachiya
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Beiträge: 1162
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

auch von mir ein herzliches Willkommen. Du schreibst von Dingen, die wohl noch auf uns zu kommen. Mein Sohn (3) ist grobmotorisch zurück, in anderen Gebieten entwickelt er sich unauffällig. Er geht schon seit zwei Jahren in eine Regel-KITA, das klappt auch prima. Nur im Bereich Bewegung hängt deutlich er hinterher, aber er ist eben noch in der Familiengruppe (Altersspanne 1-4), die Kleinen sind doch noch etwas langsamer als er.
Nur irgendwann wird er wechseln, entweder in die Elementargruppe oder eine andere KITA. Wir werden den Wechsel möglichst lange herauszögern, da er sich auch sehr wohl in seiner Gruppe fühlt. Er hat einen besten Freund in der KITA, der motorisch zwar fit, aber recht ängstlich ist. Die beiden ergänzen sich ganz gut und verstehen sich bestens.
Ich hoffe, dass du durch den Austausch hier im Forum Antworten auf deine Fragen findest. Wenn du dir in Sachen Erziehung unsicher bist, dann suche eine Beratungsstelle auf, die können dir sicherlich Tipps geben. Ich gehe in Zweifelsfällen gerne zu einer Mütterberatungsstelle.
Ich habe da auch einen Buchtipp für dich: "Kinderjahre" von Remo H. Largo. Aus dem Buch kannst du herauslesen, dass Strenge und Erziehungsmaßnahmen grundsätzlich wenig nützen, sondern dass man seinem Kinder vertrauen und die vorhandenen Kompetenzen des Kindes erkennen und respektieren sollte. Dann respektiert das Kind auch, dass in manchen Bereichen noch Unterstützung benötigt. Basis ist eine gute und sichere Bindung von Anfang an, die aber immer wieder neu angepasst werden muss (langsames Loslassen). Das war jetzt der Inhalt in Kürze.

Ich wünsche dir viel Spaß hier.

LG,

_________________
Katja mit Sohn (*01/04, zart, klein und nicht so stark wie andere Kinder)
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IrisM
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BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

leider kann ich Dir nicht den super Ratschlag geben, denn bei uns ist es eher das Gegenteil. Silas ist sehr sehr wild und umtriebig, er kann fast nicht zum Essen an den Tisch sitzen und so überlege ich mir ständig, wie bringe ich ihn dazu sich zu konzentrieren und ruhig zu beschäftigen....
Ich habe das Buch gelesen: Die fünf Sprachen der Liebe für Kinder. das warsehrnett zum lesen und hatte so manche "gute Idee" mit drin. Nun möchte ich mir gerne noch ein Buch von meiner Nachbarin leihen - sie schwört darauf, ich weiß leider noch nicht wie es heißt, falls ich es bekomme, kann ich es ja noch nachtragen.

Viel Erfog beim "Erziehen" und der Suche nach dem richtigen Konzept.

LG Iris

_________________
Iris (75) Daniel (75) Silas 19.09.2003 Microcephalie-Epilepsie-Spastische Hemiparese re, Kai 20.07.06, Meera (Golden Retriever) 4.09.2007
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