Verfasst am: 16.03.2007, 11:07 Titel: Behinderte Nachbarn nicht erwünscht
Hallo,
ganz traurig habe ich heute einen Artikel in der Ludwigsburger Kreiszeitung gelesen, aus dem hervor geht, daß wieder einmal in einer Kommune ein Wohnprojekt für behinderte Menschen nicht erwünscht ist.
Als besondere Gefahr werden Menschen mit Down Syndrom dar gestellt.
Als Adoptivmutter einer jungen Dame mit DS trifft mich dies ganz besonders. Einen entsprechenden Leserbrief werde ich mir noch überlegen.
ich kann Deine Traurigkeit sehr gut verstehen. Ich kenne persönlich viele Menschen mit Down Syndrom und finde, dass sie alles andere als gefährlich sind. Im Gegenteil, sie gehen meist sehr gefühlvoll mit ihren Mitmenschen um und haben eine "besondere Antenne" für Stimmungen.
Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall einen Leserbrief schreiben .
Liebe Grüße
Birgit _________________ Idealismus. Die Fähigkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sein könnten, wenn sie nicht so wären, wie sie sind.
Liebe Brigitte,
ich bin nicht nur traurig, ich bin wütend...
wo leben wir denn??? in welchen Jahrhundert??
wenn ich gut deutsch könnte, würde ich auch schreiben.
Das Einmischen lohnt sich
Liebe Grüße
RosaD _________________ Rosa(1966)mit Anne(11.2000) Mikrocephalie, Epilepsie, Skoliose eine glückliche Maus seit 7.07 PEG
und Laura(6. 2003) gesund
traurig ist es und vielleicht findest du ja in deinem Leserbrief die richtigen Worte um ein paar Anwohner zum Umdenken zu bewegen.
Nachvollziehen kann ich die Bedenken der Anwohner aber trotzdem. Das erwachsene behinderte Menschen grad Kindern im Kindergartenalter Angst machen, auch wenn sie nichts wirklich böses tun, kann ich verstehen.Ich hätte als Kind auch Angst bekommen, wenn jemand distanzlos auf mich zu gekommen wäre. Ein miteinander ist da wohl nur hinzubekommen, wenn sich die beiden Einrichtungen umfassend miteinander befassen und isch damit vorsichtig annähern, denn vor dem was man kennt, braucht man keine Angst haben.
LG Ela _________________ Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
muß erst mal meine Tränen wieder in den Griff kriegen, dann schreibe ich auch eine Leserbrief. Natürlich bin auch wütend über diese Aktion, aber Trauer spüre ich viel deutlicher in mir.
Aber es wird nur ein Leserbrief , der sicherlich nur wenig Gewicht hat. Ich kann es einfach nicht nach voll ziehen, daß so etwas immer wieder passiert.
War es nicht erst vor einem Jahr ähnlich in Bargteheide? Beate hatte es gepostet.
Wo bleibt nur die Liebe unter den Menschen und die Freude an einem bunten Miteinander?
Sicher gibt es auch bei behinderten Menschen, genauso , wie bei nicht behinderten Menschen, mal Problemfälle- aber warum gleich von Anfang alles nieder machen ohne mal genauer hin zu schauen, sich richtig zu informieren.
Ein tolles, integratives Wohnprojekt- es könnte so toll werden und eine Bereicherung an seinem Standort.
mir fehlen bei soviel Intoleranz auch die Worte.
Können wir denn nicht alle einen Leserbrief schreiben....gemeinsam....wir aus dem REHAkids-Forum?
Da wäre ich sofort dabei....gemeinsam sind wir stark!
WO BELIBT DIE MENSCHLICHKEIT. Wo bleibt die sprichwörtliche "christliche Nächstenliebe".
Gruß Hajo _________________ Ich leide an einer sehr seltenen Form der Neurofibromatose Typ1 mit progressiven Verlauf, Depressionen/Ängsten , Spastiken unbekannter Genese, sehr starken Schmerzen.
Ich habe mich hier Angemeldet weil ich einige Frage zu NF1 und AD(H)S gefunden habe und habe damit eigene Erfahrungen die ich gerne weitergeben will.
DEIN Leserbrief wäre da wichtig! Egal wie klein....
Und verweise mal die Redaktion auf den letzten Satz: "Die Ausprägung reicht von leichter Lernbehinderung bis Schwachsinn". Der ist auch so unqualifiziert wie die Beschreibung der Physiotherapeuthin von Menschen mit DS!!!! "Schwachsinn" - den Begriff muss ich mal sacken lassen.
Wärst du bitte so lieb und stellst den Link zu der Zeitung rein?! Dann schreibe ich denen auch was.
Liebe Grüße an dich, Brigitte - lass dir die Tränen trocknen und gemeinsam kämpfen,
Martina
Meine Freundin Beate sagt immer: "Man sieht sich zweimal."
Die Reaktion der Anwohner in V-S verwundert mich um so mehr, als es dort bereits ein großes Berufsbildungswerk gibt, in dem
a) wohl auch Anwohner ihre Arbeitsstelle haben werden und
b) die Bevölkerung mit dieser besonderen Thematik doch vertrauter sein müßte.
Einen großen Sack voll sonniger Grüße an alle Traurigen hier!
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