Verfasst am: 12.03.2007, 21:23 Titel: zu wenig I-Plätze in Hannover! Elternzusammenschl. gewünscht
Liebe HannoveranerInnen,
wer von euch hat für sein/ihr Kind einen integrativen Kindergartenplatz oder sucht in diesem oder nächsten Jahr einen integrativen Platz?
Hintergrund meiner Frage ist folgender:
Vom Gesundheitsamt der Region Hannover weiß ich, dass für dieses Jahr August wieder einmal viel zu wenig I-Plätze in Hannover vorhanden sind. Viele Eltern, die ihr Kind gerne in einen integrativen Kindergarten geben möchten, werden keinen Platz bekommen.
Ich glaube, dass es Sinn machen würde, sich da als Eltern zusammen zu tun und gemeinsam für die Einrichtung ausreichend vieler I-Plätze zu kämpfen /sich einzusetzen.
ich selbst habe im letzten Jahr (ab Dezember 2006) gemeinsam mit der Kindergruppe Wittekids einen Integrativen Krabbelplatz für meinen Sohn Lukas eingerichtet (Einzelintegration). Dasselbe werden wir nun im Kinderladen unseres Vereins versuchen.
Fazit: Wenn ihr bereit seid euch ein bisschen mehr einzusetzen, als nur einen Antrag zu stellen und auf Wartelisten zu stehen, habt ihr gute Chancen selber in Zusammenarbeit mit interessierten Kinderläden oder Kindergärten einen oder mehrere I-Plätze einzurichten. Ich glaube, dass niemand da ein größeres Interesse dran hat als betroffene Familien selbst. Wer also soll sich um die Schaffung solcher Plätze kümmern, WENN NICHT WIR SELBST????
Bei allen anderen mahlen die Mühlen langsamer. Wenn wir selber uns einsetzen läuft das unter Umständen innerhalb eines halben Jahres oder eines Jahres. Die rechtlichen und finanziellen Bedingungen sind im Moment sehr günstig!!!!
Wer Interesse hat, melde sich bitte bei mir. Ich kann euch genauer informieren, wie die Schaffung eines I-Platzes in Kindergarten und evtl. Krabbelgruppe funktioniert.
Freue mich auf hoffentlich rege Diskussion oder Antworten
Eure Elke _________________ Elke und Rafael mit Moritz (12/02) und Lukas (04/05). Lukas hat nach einem pränatalen Schlaganfall eine Hemiparese rechts sowie Epilepsie.
wir wohnen nördlich von Hannover und unser heilpäd. KiGa hat, glaube ich, auch nur einen I-Platz, aber soweit ich weiß, es wurde auch schon im "Ortsblättchen" darüber berichtet, sind die Bestrebungen da einen weiteren Platz zu schaffen.
Noah wird ab August in diesen KiGa gehen, allerdings in eirie kleine heilpäd. Gruppe, somit habe ich mich mit den I-Plätzen nicht auseinandergesetzt.
Liebe Grüße
Birgit
P.S. Falls Du Unterschriften sammelst - immer her damit !! _________________ Birgit und Axel mit Noah 06/04 (de-Grouchy II) und Lara 08/06.Beide zum anbeißen !!)
hmm, an Unterschriften habe ich noch nicht gedacht. Wäre aber mal -außer dem praktischen Versuch neue Plätze zu schaffen - eine gute Idee. Müsste man nur überlegen wer genau was fordert und von wem. Wäre aber sicher eine Idee, um mal eine breitere Öffentlichkeit mit dem Thema zu erreichen oder mal alle suchenden Eltern zusammen zu bekommen.
Werde mal darüber nachdenken.
Liebe Grüße
Elke _________________ Elke und Rafael mit Moritz (12/02) und Lukas (04/05). Lukas hat nach einem pränatalen Schlaganfall eine Hemiparese rechts sowie Epilepsie.
Verfasst am: 13.03.2007, 14:11 Titel: ja zu mehr I-Plätzen!!!
Hallo Elke,
wir hatten für Leon schon die Zusage eines - aus unserer Sicht tollen - I-Kindergartens, als wir vom Jugendamt eine Absage erhielten. Was dann folgte war von Seiten der Behörden an Dummheit und Unverschämtheit kaum noch zu überbieten. Auch von unserem jetzigen OB kam (noch vor der Wahl!) ein Brief, den ich vielleicht doch mal hätte veröffentlichen sollen ... Die Wendung kam, als wir den Landesbehinderten-Beauftragten sowie einen Rechtsanwalt einschalteten. Uns wurde daraufhin zugesagt, der nächste frei Platz sei für Leon. Dazu kam es dann leider nicht mehr ...
Wir haben aber noch eine Eingabe beim Landesbehinderten-Beauftragten laufen, der das Thema ebenfalls voranbringen will. Es wäre sicherlich sinnvoll, wenn wir ihm Futter bieten könnten, indem wir eine ganze Reihe von Betroffenen benennen?!
Vielleicht sollte man das Thema doch mal in der HAZ publik machen ...
Aus meiner Sicht sollten alle betroffenen Eltern gleich Druck machen:
- sich sofort unter Umgehung des Sachbearbeiters an den Leiter des Jugendamtes wenden
- sich der Hilfe eines RA bedienen
- eine Eingabe an den Landesbehinderten-Beauftragten machen
vielleicht klappt es ja mit einer gemeinsamen Aktion vom Forum aus?! Ich bin dabei, das wäre in Leons Sinne!
Beste Grüße
Martin
PS es gibt grundsätzlich zu wenig I-Plätze in Hannover - die meisten I-Kinder kommen wohl erst mit 5 und dann für ein Jahr in den Kindergarten, also gibt es nur ein Drittel der notwendigen Plätze! Und das bei einem Recht auf Kindergartenplätze ...
PPS ich finde Deinen Anstoß gut, denn wir haben erlebt, wie die betroffenen Eltern gegeneinander ausgespielt wurden. _________________ Papa von Sternen-Löwe Leon Julius - geliebt von uns allen und immer in unseren Herzen
dass es so rau in Hannover zugeht habe ich nicht gewusst und bin ziemlich geschockt. Ich habe ja selbst erlebt, dass es nicht einfach ist, einen I-Platz zu bekommen, aber bisher haben wir wohl Glück gehabt und offensichtlich die richtigen Schachzüge gemacht (zusammen mit dem Verein für Kinderkultur e.V.).
Es wäre schön, wenn sich mehrere Eltern zusammen tun könnten, um gemeinsam für mehr I-Plätze zu kämpfen. Ich habe den Eindruck, dass da die Eltern selbst gefragt sind. Unterstützung gäbe es da von verschiedenen Seiten und politisch ist die Situation im Moment auch glaube ich ganz gut (war jedenfalls schon mal schlechter).
ALSO LIEBE HANNOVERANER, WO VERSTECKT IHR EUCH???
MELDET EUCH DOCH MAL DRINGEND!!!! _________________ Elke und Rafael mit Moritz (12/02) und Lukas (04/05). Lukas hat nach einem pränatalen Schlaganfall eine Hemiparese rechts sowie Epilepsie.
Es ist für Kindergärten sehr schwer, Integrationsplätze genehmigt zu bekommen, weil es unzählige rechtliche Hürden zu nehmen gilt. Wir wollten zum kommenden Kindergartenjahr ein Kind mit einer Nierenerkrankung (wird sondiert) aufnehmen, die Anfrage unseres Vorstandes wurde sofort abgeschmettert. Da gibt es genaue Vorschriften, wie groß die Räume sein müssen, welche Ausstattung sie haben müssen etc. Eine Hürde, die kaum zu überwinden ist.
Vor Jahren gab es mal ein zusätzliche Kind, für dass unser Kindergarten eine Sondergenehmigung hatte (damals habe ich aber noch woanders gearbeitet). Die Sondergenehmigung gab es aber nur deshalb, weil das Mädchen aufgrund einer Leukämiererkrankung wegen der Infektionsgefahr keinen normalen Kindergarten besuchen konnte (wir sind ein Naturkindergarten und jeden Tag bis mittags in der Eilenriede, bei schönem Wetter oft auch nachmittags).
Im Prinzip müsste man sich mit dem Anliegen an den Fachbereich "Jugend und Familie" der Stadt Hannover wenden, der für die Kindertagesstätten zuständig ist. Am wirkungsvollsten ist es, sich direkt an den Amtsleiter zu wenden.
Man könnte das im Rahmen des Petitionsrechtes machen, welches im Grundgesetz verankert ist.
Also die untragbare Situation schildern und einfordern, dass mehr Integrationsplätze geschaffen werden. Dazu so viele Unterschriften wie möglich. Ich unterschreibe gerne mit, auch wenn mich das Thema Kindergartenplatz nicht mehr direkt betrifft. Ankündigen, dass man sich an eine höhere Stelle (Bundesregierung?) oder an die Presse wenden wird, wenn nichts passiert. Nur wenn man Druck macht, wird sich etwas ändern!
Auch mal an die Kinderladen-Initiative wenden die haben auch diverse Integrationsplätze und Kinderläden sind oft an Integrativplätzen interessiert, weil ihnen das mehr Zuschüsse bringt, wodurch ihre Existenz sicherer wird. http://www.kila-ini.de/
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
ein Teil des Problems besteht ja darin, dass die allermeisten Eltern erst damit konfrontiert werden, wenn das Kind in den Kindergarten soll - wenn man erst dann von den Problemen und Hürden erfährt, ist es faktisch zu spät, sich rechtzeitig zu wehren ...
Aber das Grundübel besteht eben darin, dass es gar nicht ausreichend Plätze gibt. Wenn dieses gesellschaftliche Problem gelöst würde, wäre ein großer Teil der Folgeprobleme ebenfalls gelöst.
Vielleicht können wir ja HIER im Forum Beispiele zusammentragen, die wir dann an den Landesbehinderten-Beauftragten und an den Leiter des Fachbereiches Jugend und Familie weiterleiten.
Parallel dazu sollten wir über weitere Aktionen wie eine Petition, einen offenen Brief an OB und Regionspräsident etc. nachdenken. Ein Bekannter von mir hat auch gute Kontakte zur HAZ ...
In diesem Sinne
Beste Grüße
Martin _________________ Papa von Sternen-Löwe Leon Julius - geliebt von uns allen und immer in unseren Herzen
ich bin begeistert, dass hier nun doch eine kleine Debatte entsteht. Ich spiele mit dem Gedanken eine Art Selbsthilfegruppe für Integration oder so etwas ähnliches zu gründen. Vielleicht auch zunächst mal bei einem persönlichen Treffen alle interessierten Eltern an einen Tisch zu bekommen.
Wegen des von dir beschriebenen Falles schreibe ich dir noch einmal eine PN. Habe dazu aber auch noch folgende Fragen:
Mit welcher Begründung wurde das vom Jugendamt abgeschmettert?
Ging es um die erweiterte Betriebsgenehmigung?
Habt ihr mündlich oder schriftlich angefragt?
In unserem Fall haben wir auch erst immer Ablehnungen bekommen und dann nach zähem am Ball bleiben doch alle Genehmigungen, die wir brauchten. Das Ganze dauerte 6 Monate.
Ich glaube, dass wir hier vieles nur so halb öffentlich debattieren können und wollte das Forum auch nur nutzen, um Kontakte zu knüpfen. Alles andere erledigen wir vorsichtshalber lieber privat, um keine schlafenden Hunde zu wecken.
Wollte heute mal anfangen, alle Hannoveraner REHAkids User per PN anzuschreiben. Vielleicht melden sich ja einige.
Wir sollten Ideen sammeln und bündeln und dann tatsächlich mal eine gemeinsame Aktion starten, oder auf breiter Front weiterkämpfen.
Danke für deine Ideen.
LG
Elke _________________ Elke und Rafael mit Moritz (12/02) und Lukas (04/05). Lukas hat nach einem pränatalen Schlaganfall eine Hemiparese rechts sowie Epilepsie.
Fälle sammeln, finde ich gut. Möglichst breit gefächert den Bedarf ermitteln (das Gesundheitsamt kennt den Bedarf eigentlich, darf aber ja keine genaueren Angaben machen), Einrichtungen ausfindig machen, die gerne integrativ arbeiten möchten....
Es gibt viel zu tun.
Öffentlichkeitsarbeit finde ich auch wichtig. Klingt nach einem größeren Projekt, für das ein paar Leute benötigt werden.
Liebe Grüße
Elke _________________ Elke und Rafael mit Moritz (12/02) und Lukas (04/05). Lukas hat nach einem pränatalen Schlaganfall eine Hemiparese rechts sowie Epilepsie.
Mit welcher Begründung wurde das vom Jugendamt abgeschmettert?
U.a. wohl deshalb, weil unsere Räumlichkeiten ungeeignet und zu klein wären (wir sind im Lister Turm), was sonst noch als Grund angegeben wurde weiß ich nicht.
Zitat:
Ging es um die erweiterte Betriebsgenehmigung?
Habt ihr mündlich oder schriftlich angefragt?
Was und wie angefragt wurde, kann ich nicht sagen, um so was kümmert sich der Vorstand (Kinderläden sind ja von der Rechtsform her meist Vereine) und nicht wir Erzieher/Innen. Unsere Vorsitzende hat nur erzählt, dass das Jugendamt gesagt hat, dass wie keine Chance haben, das durchzubekommen.
Liebe Grüße
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
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