Hallo,
unsere Zwillis werden am 29.06. d. J. 6 Jahre alt und daher zur Ein-schulung "Muss-kinder". Klar ist inzwischen, dass unser Sohn Juli zurück-gestellt wird. Auch Jani würden wir gern noch ein Jahr im KiGa lassen. Den "Sprachtest" in der Schule hat sie gut gemeistert. Vor zwei Wochen war das "Schulspiel" und vor einigen Tagen rief uns der Schulleiter an, Jani solle zur Schule. Wir sollen ihr einen Tripp-Trapp für die Klasse kaufen. Ihren Ranzen tragen, weil sie es nicht schafft und wenn sie die schweren Türen in der Schule nicht öffnen kann, muss das eben ein Mitschüler tun. Ich habe mich wahnsinnig aufgeregt!
Jani hat in Gruppen noch Probleme sich lange genug zu konzentrieren und still zu sitzen, kann sich in Konfliktsituationen nicht durchsetzen, sie ist 101 cm gross, ihr Gewicht ist gerade mal normal. Die Erzieherinnen im KiGa sehen sie evtl. schulfähig mit den obigen Einschränkungen. Sie hat ausschließlich jüngere Freunde, von gleichaltrigen wird sie aufgrund ihrer geringen Körpergröße nicht richtig wahrgenommen.
Mal davon abgesehen, dass ich mich über den Schulleiter aufgeregt habe, der unsere Auffassung und die der Erzieherinnen komplett ingnoriert ....
Der SL "braucht" Schüler/ innen für eine dritte 1. Klasse und ich habe den Eindruck gewonnen, dass dabei die Entscheidung zum Wohle des Kindes auf der Strecke bleibt.
Wir hatten ja vor, dass sie noch ein Jahr im KiGa bleibt und ihr einen Englisch-Kurs oder Flötenunterricht zu spendieren und ihre Konzentrations-
fähigkeit zu fördern.
Wie würdet ihr die Frage der Einschulung sehen?
Vielen Dank für eure Geduld mit dem langen Text!
Chrissi _________________ unsere Kids: Zwillis * 01; Frühchen 34; Sohn Entwicklungsverzögerung in vielen Bereichen, ohne Diagnose
Hallo Chrissi, ich bin erstaunt, dass Du eine Rückstellung hingekriegt hast. Hier in NRW ist das nicht möglich. Ich wollte Julian auch zurückstellen lassen, hatte alle Gutachten, die man braucht, selbst der Schulleiter der GS war der Meinung, aber hier entscheidet das der Schulrat und der stellt Kinder nur noch aufgrund erheblicher gesundheitlicher Bedenken zurück (z.B. Krankenhaus, Krebserkrankung, dringende OP mit langem KH-Aufenthalt etc.).
Im übrigen bin ich heute froh, dass er nicht zurückgestellt wurde. Die Entwicklung, die er jetzt im 1. Schuljahr gemacht hat, hätte er im Kiga nie gemacht.
Zu Deiner Tochter: Kannst Du nicht versuchen, einen Integrationshelfer über die Eingliederungshilfe zu bekommen. Dann hätte Deine Tochter keine Probleme mehr mit schweren Tonis oder Türen, einen Stuhl hat gefälligst die Schule zu stellen oder die Pflegekasse und nicht die Mutter. Das würde ich auf keinen Fall finanzieren. Julian ist mit seiner I-Helferin super klar gekommen.
[quote="Nicole S"]Hallo Chrissi, ich bin erstaunt, dass Du eine Rückstellung hingekriegt hast. Hier in NRW ist das nicht möglich. Ich wollte Julian auch zurückstellen lassen, hatte alle Gutachten, die man braucht, selbst der Schulleiter der GS war der Meinung, aber hier entscheidet das der Schulrat und der stellt Kinder nur noch aufgrund erheblicher gesundheitlicher Bedenken zurück (z.B. Krankenhaus, Krebserkrankung, dringende OP mit langem KH-Aufenthalt etc.).
Da muss ich dir doch leider wiedersprechen
Wir haben im letzten Jahr für Claus auch eine Rückstellung bekommen.
Der Schularzt wollte die Meinung vom SPZ (per Telefon da noch keine Berichte vorlagen) unsere Meinung (JA) und das war es.
Claus ist "nur" Entwicklungsverzögert bzw. Autist.
wäre nicht eine Vorschule eine Alternative?
Mein Sohn (Anfang Juni geboren) sollte damals mit gerade so 6 eingeschult werden.
Er hat dann (auf Empfehlung der Amtsärztin, die bei uns die Schuluntersuchung durchführte) für 1 Jahr die Vorschule besucht. Das hat ihm unheimlich geholfen und wir hatten in der Schule keinerlei Probleme.
Das ist zwar schon einige Jahre her, aber ich weiß aus einem anderen Forum, dass Vorschule noch immer aktuell ist.
Es gibt nur noch die Möglichkeit das Kind einzuschulen und wenn es nicht kommt, wird es ausgeschult und in den Kindergarten zurückkommen odere es wird die 1.Klasse zu Ende machen und dieses Jahr wiederholen ohne das es ein Zeugnis gibt .Ich glaube dies schimpft sich integrative 1. Klasse.
LG
Heike _________________ Heike *73,Ferdi *57,
Miriam*94 Asthma,ND
Saskia*96 gesund;
Matthias *05 SEV und allgemeine Entwicklungsverzögerung;
Tobias *99 Lesestörung; Emotionale Störung und Sprachstörung
Dominik *01
ND,Asthma,Entwicklungsverzögert,ADHS , Dystrophie
Jan *09 meine Galerie
wie groß wäre denn die dritte Klasse?
Wenn sie zahlenmäßig eher klein wäre, könnte es doch ein Vorteil für Deine Tochter sein.
Einen Integrationshelfer würde ich auch versuchen zu bekommen.
Ich möchte auch nur noch mal erwähnen, daß Kinder, die hier in die GB-Schule gehen müssen, eine Zurückstellung nur in den allerseltensten Fällen bekommen.
Da interessiert es auch niemanden, außer die Eltern, ob es das Kind schafft oder nicht...
Vielleicht sollten wir unsren Kindern manchmal etwas mehr zutrauen?
Das ist jetzt kein Aufruf zum Verbot von Rückstellungen , aber manchmal kann es für die Kinder auch gutgehen!
LG - Angela _________________ unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom
Hallo Chrissie,
ich hatte den gleichen Gedanken wie Angela.
Ich kenne deine Tochter nicht und die Situation nur aus dieser einen Beschreibung, aber es könnte auch eine Chance für deine Tochter sein, mit den Gleichaltrigen zur Schule zu gehen. Ich hatte letztes Jahr solche Bauchschmerzen, meinen Sohn zur Schule gehen zu lassen, er hatte auch wirklich starke Einschränkungen, aber es hat ihm so gut getan! Er wollte aber sehr gerne zur Schule, und er wollte sich selbst beweisen, dass er es schafft.
Wie ist das denn bei Jani? Hat sie schon mal was geäußert?
Wisst ihr evtl. schon, welche Lehrkraft die Klasse bekommt?
Die Konzentrationsprobleme würde ich nicht überbewerten, die sind bei vielen Kindern leider an der Tagesordnung.
Hallo,
eine Vorklasse oder einen Schulkindergarten gibt es hier nicht.
Zur Zeit sollen 58 Kinder für die erste Klasse angemeldet sein; ich weiß aber, dass mindestens 3 Kinder nicht eingeschult werden. Tendenz der Nichteinschulungen eher steigend ... Also ich rechne mit 2 großen Klassen. Dabei sind zwei Mädchen, die Jani schon mehrfach geschlagen, geschubst haben usw. und ihr schon mehrfach die Kleidung zerrissen haben. Mit einer würde sie den gleichen Schulweg haben ... und sie hat keine Freundin, die mit ihr zusammen gehen könnte. Nächstes Jahr wäre es für sie aus dem Blickwinkel besser.
Die Konzentrationsprobleme nehmen bei ihr zur Zeit eher zu, was mir auch Sorgen macht.
Sie würde gern zur Schule gehen, kann das aber logischer Weise nicht beurteilen. Sie wünscht sich vor allen Dingen eine Zuckertüte.
Chrissi _________________ unsere Kids: Zwillis * 01; Frühchen 34; Sohn Entwicklungsverzögerung in vielen Bereichen, ohne Diagnose
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