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Behindertes Kind und gesunde Geschwisterkinder?
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Stefan mit Familie
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Beiträge: 441
Wohnort: Frankenthal

BeitragVerfasst am: 21.02.2007, 00:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

so wie es euch geht, geht es auch uns. Zwischenzeitlich haben wir mit der Stoppuhr gekuschelt. Nicht wegen uns, sondern wegen den gesunden Geschwisterkindern.
Wir gehen davon aus, dass Johanna schon zurückstecken mußte, aber wir versuchen mittlerweile auch einen Johanna - Tag und einen Jérôme - Tag zu haben. Unsere Große (Johanna) macht für Ihr Leben gerne Square Dance (Tanzart), bzw. geht gerne schwimmen. Diese Aktion (Square Dance) unternehmen wir z.b. alleine mit Ihr. Die beiden anderen Kinder bleiben beim Babysitter zuhause. Mittlerweile sieht Johanna auch dies als ein ganz besonderes Ereignis an und findet dies richtig gut, mal alleine mit den Eltern etwas zu unternehmen.
Wir haben auch lange mit Johanna gesprochen und Ihr erklärt, dass z.b. die Fahrten keine aktive Beschäftigung mit Isabelle ist. Mittlerweile sieht sie es genau so. Naja, sie ist auch schon 8 und kann mittlerweile einiges nachvollziehen.

Wie sie kleiner war, war es für uns alle schrecklich. Wie gesagt, teilweise mit der Stoppuhr -

Mittlerweile haben wir auch nicht mehr das Gefühl, das die Geschwisterkinder zu kurz kommen, was wir aber glauben ist, dass Johanna (gerade 3/4 älter als Isabelle) schneller "erwachsen" bzw. "älter" wurde als ein Geschwisterkind das ein gesundes Geschwisterchen hat.

Ich denke, der erste richtige Schritt ist der, das man dies erkennt.

Nebenbei: Johanna hat den Test ausgefüllt (Forschung über Geschwisterkinder, zur Zeit aktuell) und wir haben ihn dannach gelesen ... Johanna ist tatsächlich nicht der Meinung, dass wir sie benachteiligen. Bei den Großeltern sieht es nach ihrer Meinung etwas anders aus)

Gruß Stefan

Edit:
Hier ist der Link zur Forschungsfrage:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....hp?t=21886&highlight=

_________________
Nicolette & Stefan und Kindern
Johanna (`98) partieller Dyslalie auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung, visuo-motorischen Sequenzierungsschwäche,
Isabelle (`99) 24. SSW mehrfach Schwerbehindert, entwicklungsverzögert, ICP und
Jérôme (`03) gesund Smile
Galerie ---> http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=6293
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Falu
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BeitragVerfasst am: 22.02.2007, 18:24    Titel: @alle Danke Antworten mit Zitat

Erstmal danke an alle die mir geantwortet haben,

zu der Frage ja er hat ja die PS3 aber das sind nur Peanutsstunden im Monat wenn man das auf ganze Jahr sieht selbst mit Zusatz.
Meine Eltern können auch nur den kleinen nehmen sind aber auch net so fit das sie riesige Unternehmungen mit ihm machen könnte. Den großen nimmt keiner sonst denn denn er zu schwer ist bzw. keiner richtig mit ihm umgehen kann.

Momentan bin ich ziemlich krank und nur kurz hier drin aber ich melde mich sobald ich gesund bin nochmal ausführlicher

_________________
Liebe Gruesse
Tatjana mit Falu (Bj.98) der mit 7 Jahren durch eine Hirnquetschung ein halbes Jahr im appalischen Syndrom lag und danach nochmal bei null anfangen musste.
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Lilly´s Tante Melanie
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Beiträge: 8
Wohnort: Hambühren

BeitragVerfasst am: 05.03.2007, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

wisst ihr, meine kinder sind 4 1/2 jahre auseinander.

liesa ist gesund. louis hat Muskelhypotonie und neurodermitis. im gegensatz zu manchen anderen kindern ist das ein nichts.

aber es schmeißt auch unser kleines leben manchmal ganz schön durcheinander.

ABER: auch wenn ich dann mal so richtig zeit für die große habe und wir den ganzen nahchmittag spielen. abends kommt dann sowas wie: NIE HAST DU ZEIT FÜR MICH!!!

Freitag hat es mir dann auch mal gereicht. ich habe zeit für die große, ich habe zeit für den kleinen, ich habe zeit für den haushalt, ich habe zeit für meinen mann, der einzige für den ich KEINE zeit habe, das bin ICH!!!!

ich denke es liegt an uns. an uns müttern. könnt ihr euch erinnern, das eure mütter sich mit euch aufs sofa gesetzt haben und zusammen mit euch ein eis geschleckert haben.einfach nur so mal so zwischendurch??
ich kann mich an solche momente nicht wirklich erinnern. ich weiß nur das meine mama immer gearbeitet hat. mein bruder und ich haben viel alleine gespielt. und ich gleube zum schwimmen sind wir erst gefahren als wir denn dann schwimmen konnten. klar schwimmunterricht und so.

ich denke bei 2 kindern kann man es nicht immer beiden gleich tun. frau versucht es so gut wies geht und der rest liegt an den kids.
vielleicht hilft es klar zu sagen heute gibt es mal einen tag nur für dich und morgen nur für nr 2. und dann ist auch mal nur mama dran. ich habe festgestellt, wenn ich von anfang an sage so läuft es heute und morgen dann aber so, dann habe ich auch weniger das schlechte gefühl dem einen nicht gerecht geworden zu sein. Razz
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Chris-Regenbogen
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BeitragVerfasst am: 05.03.2007, 00:23    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Ja! Geschwisterkinder sind unsere größte Herausforderung! Und sie haben das RECHT so zu sein wie sie sind! Ich hatte das Glück das schon ganz früh gesagt zu bekommen! Jan wird immer an die Hand genommen---er ist ein Schoßhüpfer geblieben... Ich bin auch alleinerziehende......Zwillinge Aber ich habe schon im Kindergarten dafür gesorgt, dass Lena zu Freundinnen abgeholt und wieder gebracht wurde. Das im Winter sie---einfach mal so mit zum Schlittenfahren mitgenommen wurde---im Sommer ins Schwimmbad! Regelmäßig waren ihre Freundinnen zu Gast bei uns----Da war dann Hi life---Aber sie war glücklich! Und im Endeffekt weniger Arbeit als mit ihr allein!
Aber auch Stundenweise mal wirklich sagen und planen, JETZT IST ZEIT FÜR UNS! Das ist bestimmt sehr wichtig! Aber bitte mit Plan! So Überfallmassig ist es eine Überforderung! Beziehe das Kind mit ein! Überlege was Spaß macht! EUCH!
Viel Erfolg und liebe Grüße! Chris-Regenbogen

Ps: Jans Zwillingsschwester studiert in Wien und lieb ihren Bruder über alles! Laughing

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Jan 20.9.84-13.7.2009 war durch Toxoplasmos in der Schwangerschaft schwerst mehrfach behindert, blind, Epilepsie, Allergie, Schlafabnoe und dies und das an Zipperlein was grade so vorbeikommt wird mitgenommen...
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Falu
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BeitragVerfasst am: 14.03.2007, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Nochmal an alle die mir geantwortet haben!Smile

Meine Bedenken sind halt auch sehr das der gesunde kleine Mann sich nicht richtig entwickelt. Ich muß dazu sagen er lebte 1 Jahr in der Klinik. Er lief immer nur so mit er sah in der Zeit keinen Spielplatz und kein Schwimmbad.
Selten habe ich ihn zu meinem Eltern gebracht das er mal 2 Tage ein "normales Leben" führen konnte. Ich merke jetzt schon das er viel zu Selbstbewußt geworden ist das ich jetzt mit einem 4 Jährigen diskutieren muß wie es normal nicht sein kann. Versteht mich nicht falsch er es ist ja gut das er Selbstbewußt ist aber er hat dadurch halt auch ein paar Probleme wo ich merke man müßte sich noch mehr Zeit für ihn nehmen aber die ist nicht da.

Wir sind ja auch erst seit Mai 2005 in dieser Situation und ich erwische mich immer wieder dabei das ich mir meinen kleinen Falu wie er vorher war zurückwünsche. Tja heute sagen mir alle Therapeuten und Ärtzte er wäre ein Wunder ........ toll......... was nützt mir das ????...... deswegen habe ich jetzt doch nen schwerbehindertes Kind......... und ich muß damit leben.........und dieser Seilakt zwischen jedem es recht machen kommt noch dazu.

Leicht gestresste aber doch liebe Grüße

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Monika71
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BeitragVerfasst am: 20.03.2007, 01:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Falu,

ich komm auch aus Hessen (Trebur) und ich geh mit meinen Kids schwimmen beim DLRG. Die gesunden Kinder, 7 u. 5 gehen in Schwimmkurs. Simon (5) hat mit 4 angefangen und jetzt sein Seepferdchen geschafft. Meine große schwimmt zeitgleich in Ihrer Alters und Leistungs-Gruppe. Und mit Sophie
geh ich ins Wasser und sie schwimmt nach ihren Möglichkeiten mit mir. Das geht glücklicherweise Zeitgleich und durch den SBA-Auseiß mit B muß ich noch nicht mal Eintritt bezahlen. Vieleicht wäre das auch eine Möglichkeit für Euch.

Liebe Grüße Moni
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Falu
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BeitragVerfasst am: 20.03.2007, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moni,

ich weiß das ich keinen Eintritt bezahlen muß aber das ganze ist ein Kraftakt.
Der Kleine 4 ist einfach noch in einem Alter wo er noch nicht alleine schwimmen kann und ständig beaufsichtigt werden muß. Die Schwimmkurse fangen hier mit 6 an.
Wenn ich mit den 2 ins Schwimmbad will ist das auch noch ein Kraftakt. Wickeltische sind einfach nicht drin bei so einem großen Kind und er ist durch durch seine Fressucht die er nach dem Wachkoma hatte einfach so schwer geworden das ich ihn kaum noch tragen kann. Umziehen wickeln etc. ist einfach mit einem 4 Jährigen zusätzlich sehr schwierig. Klar machbar ist es irgentwie noch aber es artet in absoluten Streß aus danach kann man mich wegschmeissen. Ich denke halt auch es nützt mir nix mit den 2 ins Schwimmbad zu gehen und der Kleine muß absolut selbstständig sein da kann ich net mal schnell den Ball holen oder die Schwimmflügel nochmal aufblasen da einer im Wasser sonst umkippen würden denn Schwimmflügel beim Großen schicken defenitiv nicht. Da brauch ich beide Arme und hinsetzen kann ich ihn nicht auch einfach so.
Er wird zwar immer besser in seiner Motorik aber er hat halt noch einige Probleme.

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Chris-Regenbogen
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BeitragVerfasst am: 24.03.2007, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja! Schwimmbad ist wohl wirlich ein Akt, der sehr viel Kraft fordert und auch nicht ungefährlich ist! Aber wie Sabine schon vorschlug, Spielplatz, Zoo usw. geht da doch schon ehr! Und es gibt dann auch Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen! Kopf hoch! Jetzt wird Frühling und ihr könnt mehr raus gehen!
Viele Grüße von Chris-Regenbogen und Jan Laughing

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rabenstein
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BeitragVerfasst am: 25.03.2007, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Gesunde und behinderte Kinder zu haben, das ist ein Kraftakt, ohne Frage
Aber eine Punkt, der für mich immer ein wenig zu kurz kommt, ict die Chance der behinderten Kinder, sie müssen und können durch ihre gesunden Geschwister ein Maß an Selbständigkeit erreichen, das sie als Einzelkind vermutlich nie erreichen könnten.
Oft sehen solche Entwicklungen reichlich brutal aus, aber unter dem Strich erweisen sie sich als doch recht positiv.
Als Beispiel: eine meiner behinderten Töchter, spastisch, vor allem feinmotorische Probleme, autistische Züge, entwicklungsverzögert, hat mit 6 Jahren, unter lautem Geschrei, endlich gelernt sich ihre Schuhe selbst anzuziehen, damit sie mit den anderen raus kann. Ich hab zitternd daneben gestanden, aber nicht eingegriffen.
Ein wahnsinniger Schritt für sie und so gesehen auch für uns alle

Wir neigen alle dazu, unseren Kindern zuviel abzunehmen. Das muss nicht immer richtig sein

Grüßle

Inge
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