REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.

  Partner-Links:  

amazon.de www.ernstings-family.de JAKO-O ... ausgewählte Kindersachen! Kinderbutt ...was Kinder mögen! Babybutt Tchibo - Jede Woche eine neue Welt
SuchenSchnellsuche:  

Chat-RaumSmalltalk-Chat  
Chat-RaumThemen-Chat (28.5.-31.5. Pfingstpause)

Behinderte lieber ins Heim?
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Familienleben
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Gerald Dellmann
Neumitglied
Neumitglied


Anmeldedatum: 16.02.2007
Beiträge: 3
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 14:34    Titel: Behinderte lieber ins Heim? Antworten mit Zitat

In meinem Sorgerechtsprozess vor dem OLG Köln wird z.Zt. geprüft, ob es für meine Tochter (13ahre, geistig behindert) besser ist, in einem Heim zu leben als in der Familie des Vaters. Dazu wurde jetzt seitens des OLG ein Gutachten in Auftrag gegeben. Ich halte dies für ein Verstoß gegen Artikel 6 des Grundgesetzes.
Der Rechtsvertreter der Mutter schrieb sogar: "Das Kind ist besser da aufgehoben, wo es unter ihresgleichen ist und das behinderte Kinder eiegentlich nur von ausgebildeten Erziehern betreut werden können."
Wenn ein OLG zum Schluss kommt, dass ein behindertes Kind besser im Heim leben soll, dann rutschen wir zurück ins integrative Mittelalter.
Meine Bitte nun: Wer kennnt Grundsatzurteile, die in die andere Richtung gehen? Wer kann mir ewtas zum Selbstbestimmungsrecht von Behinderten sagen. Das Kind hat im Prozess klar gesagt, dass es zum Vater wolle. Die Aussagekraft wird nicht akzeptiert, da Theresa behidnert ist.
Wer kann mir dabei helfen, wer hat Ideen?

Gerald Dellmann
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
sandy29
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 17.03.2006
Beiträge: 2588
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hoffe Du hast ein guten Anwalt und wenn nicht, würde ich mir schleunigst einen besorgen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, dass Du zum Ziel kommst...

Alles Liebe Sandy.

_________________
Sandy und ihre Mäuse
Für die Jenige die hier mitliest und es an eine Dritte weitergibt ...
Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben, ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg, durchlaufe die Straßen, Berge und Täler, fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freuden, und erst dann kannst Du über mich urteilen...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Brigitte 1953
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 20.09.2005
Beiträge: 6459
Wohnort: Baden Württemberg

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gerald,

die Entscheidung ist auch abhängig davon, wie der Richter die Sachlage einschätzt.

Ich hoffe sehr für Euch, daß er persönliche Erfahrungen mit behinderten Menschen hat, dann wird er sehr wohl Deine Tochter befragen und ihr auch zu hören.

Das Familiengericht muß nun prüfen, was zum Wohle des Kindes am besten ist. Die Argumentation des Anwalts Deiner Ex ist schlichtweg eine Frechheit.

Ansonsten ist es vollkommen okay zu sagen, daß Du Deine Tochter auf alle Fälle noch in Deiner Familie/ Obhut versorgen willst, bis sie aus der Schule kommt.

Danach würde ja sowieso der Berufsbildungsbereich der Werkstatt für Behinderte beginnen und dann ist es auch sicher Zeit, sich die dazu gehörende Einrichtung an zu schauen.

So rein aus dem Bauch heraus denke ich, musst Du keine Bedenken haben. Wenn der RA der Kindesmutter weiter so argumentiert, wird es sicher ein Eigentor. Wink Es ist nicht so leicht, einen Richter zu verdummen. Laughing

Viel Glück und lass es mit Ruhe auf Dich zukommen.

Lieben Gruß

Brigitte

_________________
Unsere Vorstellung -
http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=3073


Nimm die Dinge an, die du nicht ändern kannst.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Sabine
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 20.03.2004
Beiträge: 16056
Wohnort: Menden-Lendringsen

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 17:21    Titel: Re: Behinderte lieber ins Heim? Antworten mit Zitat

Gerald Dellmann hat folgendes geschrieben:

Der Rechtsvertreter der Mutter schrieb sogar: "Das Kind ist besser da aufgehoben, wo es unter ihresgleichen ist und das behinderte Kinder eiegentlich nur von ausgebildeten Erziehern betreut werden können."



Hallo Gerald,

dieser Satz wird alle Eltern hier mehr als verwundern, denn wir pflegen und betreuen ja fast alle unsere oft mehrfach behinderten Kinder zu Hause - und kaum einer von uns dürfte vor der Geburt seines Kindes eine entsprechende Ausbildung absolviert haben.
Warum will deine Ex-Frau dir denn das Sorgerecht verweigern? Welche Probleme sieht sie? Und warum muss erst gerichtlich geprüft werden, ob du deine Tochter angemessen versorgen kannst?
Mich würde auch interessieren, wie schwer deine Tochter behindert ist. Wenn sie sprechen und sich einigermaßen ausdrücken kann, wäre es natürlich wichtig, auch ihre Stimme dazu zu hören - sofern sie über den Sorgerechtsstreit einen gewissen Überblick hat.

LG
Sabine

_________________
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Moni Engel
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 366
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gerald,
ich bin entsetzt über so ein Gutachten.
Warum will die Kindesmutter, dass dein Kind ins Heim kommt ?
Ich betreue und pflege meine inzw. 19 Jahre alte Tochter auch zu Hause.
Etwas anderes käme mir auch gar nicht in den Sinn.
Die Sozialpädagogen des Jugendamtes sind zwar auch der Meinung gewesen Kathi müßte aus Gründen der Selbständigkeit alsbald in eine Wohngruppe, aber das ist natürlich kein Vergleich zu deinem Fall.
Suche dir auf alle Fälle einen guten Anwalt, ich kann dir die Anwälte der Lebenshilfe empfehlen.
Ich wünsche dir viel Glück.
Gruß Moni

_________________
Moni mit Kathi 05/87 Microcephalus, Cerebralparese, Reflux, Gedeihstörung, Skoliose, seit Aug.05 PEG - aber zum Glück sehr selten krank und immer gutgelaunt !!!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Brigitte 1953
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 20.09.2005
Beiträge: 6459
Wohnort: Baden Württemberg

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

das Gericht muß Gutachten erstellen lassen, wiord wohl ein Psychoooge beauftragt und das Jugendamt muß eine Stellungnahme abgeben.

Normalerweise wird in den Gutachten nichts Negatives drin stehen. Bloß weil die Mutter es so will, funktioniert es noch lange nicht.

Wie Sabine schon sagt, die meisten Eltern, die ein besonderes Kind bekommen, haben keine pädagogische Ausbildung.

Es wundert mich auch, daß ein RA sich so ausdrückt. Crying or Very sad Naja, Hauptsache der Rubel rollt.

LG

Brigitte

_________________
Unsere Vorstellung -
http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=3073


Nimm die Dinge an, die du nicht ändern kannst.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Gerald Dellmann
Neumitglied
Neumitglied


Anmeldedatum: 16.02.2007
Beiträge: 3
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Warum die Mutter das Kind ins Heim gegeben hat? Es scheint einfacher zu sein und auch der Unterhalt ist höher - klingt bissig, aber es ist so.
Theresa ist Epileptikerin und auch geistig behindert, kann allerdings laufen, springen, selbstständig essen und trinken, sich selbst waschen und anziehen, kann alleine die Toilette besuchen und auch ihre Wünsche äußern, obwohl der Sprachschatz eingeschränkt ist. Sie schwankt zwischen GB- udn KB-Schule.
Bin mir sicher, dass hier viele sind, deren Kinder weitaus betreuungsintensivere Behinderungen haben. Leider hat die Mutter die Behinderung nie akzeptiert und nach alle möglichen Ursachen gesucht. Das ging so weit, dass sie annahm, der Geist eines Toten würde in dem Kind wohnen und die epileptischen Anfälle auslösen.
Es hat sicherlich auch damit zu tun, dass es für sie nicht erträglich wäre, wenn sie das Kind ohne Berufstätigkeit abgibt und deer Vater schafft es mit Berufstätigkeit.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Iris
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 13.11.2005
Beiträge: 551
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gerald,

Theresa könnte meine Lisa sein. Lisa hat die gleichen Behinderungen wie deine Tochter, wird allerdings schon 17 Jahre alt. Auch sie kann all die Dinge tun, die du über deine Tochter geschrieben hast, muss allerdings beaufsichtigt bzw. angeleitet werden. Auch uns käme bzw. kam nie in den Sinn, Lisa wegzugeben.


Gruß
Iris

_________________
Lisa (06/90) Double-Cortex-Syndrom, Intelligenzminderung, Epilepsie, Skoliose
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
inge u. karl
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 16.05.2005
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

hallo gerald,
unsere zehnjährige pflegetochter laura hat ca. 5 jahre im heim gelebt.
seit september 2006 lebt sie in unserer familie und ich glaube, daß sie trotz ihrer sehr schweren behinderung, (nicht zu vergleichen, mit der deiner tochter) bei uns sehr viel besser aufgehoben ist, als in jedem heim.
für mich stellt sich immer die frage, wo hätte man selbst im kindesalter lieber gewonht, in einem wohnheim, oder bei seinen eltern.
ich denke niemand von uns würde sich für ein heim entscheiden.
aber auch wir mussten uns einen anwalt nehmen. allerdings lenkte das sozialamt bevor es vor gericht ging ein.
ich bin zwar erzieherin, was in unserem fall wichtig war. aber es ist ja deine leibliche tochter, wofür sollst du da eine ausbildung haben. wer kann kindern denn mehr zuwendung geben als die eltern.
ich wünsche dir viel glück
l. g. inge
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

www.tchibo.de
Nach oben
Gerald Dellmann
Neumitglied
Neumitglied


Anmeldedatum: 16.02.2007
Beiträge: 3
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 20.02.2007, 00:02    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank. Alleine Eure aufmunternden Worte helfen schon weiter.
Mein Gott, Inge und Karl, Ihr nehmt ein behindertes Pflegekind auf, während in meinem Fall die Mutter das Kind abschiebt. Ich ziehe meinen Hut vor Euch.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Familienleben Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.14 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber