Verfasst am: 17.02.2007, 10:09 Titel: Wir haben uns gestern Körperbehindertenschule angeschaut
Hallo ihr lieben,
gestern war ich mit Hans, seiner Heilerzieherin und der Leiterin des Kindergartens zur Körperbehindertenschule und hab mir diese zeigen lassen.
Wir hatten ein langes Gespräch mit dem Schulleiter. Diese Schule ist keine Staatliche, sodaß die sich dort die Kinder "aussuchen" können, die sie beschulen können und wollen.
Es handelt sich allerdings um eine Ganztagsschule, was ich bei Hans Krankheitsbild eher als Hinderlich sehe. Aber da gehen sicher die Meinungen auseinander. Der Schulleiter meinte, das sie auch schon Jungs mit Duchenne gehabt hätten.
Er würde dann dreimal in der Woche erst um 15.30 Uhr wieder Zuhause sein. Er bekommt an den Tagen dort zwar auch Mittagessen. Aber ich denke, für so kleine Kinder, die noch dazu beeinträchtigt sind, ist das doch ne gaanz schön lange Zeit.
Irgendwie möchte ich ihn lieber in eine normale Grundschule wissen. Das wäre bei uns auch möglich, denn die Schule ist behindertengerecht. Es ist eine Rollirampe vorhanden und alle Klassen sind ebenerdig. Außerdem könnte ein Wickelplatz eingerichtet werden und grundsätzlich hätte auch der Schulleiter keine Einwände. Ich habe schon mal einen formlosen Antrag auf Integrationshelfer gestellt.
Den Antrag auf sonderpädagogische Untersuchung läuft schon.
Dazu hätte ich aber auch noch ne Frage, die mir gestern bei dem Gespräch aufgefallen ist. Der Schulleiter sagte, das ja nach der Begutachtung dann eine Entscheidung der Landesschulbehörde gefällt wird, die dann auch bindent ist, stimmt das???
Sicher, wir werden ja auch noch gefragt, was wir uns so vorstellen. Aber wird diesem Wunsch entsprochen??
Können wir denn nicht selber entscheiden, solange es möglich ist, wo unser Sohn beschult werden soll. (Klar, es sollte ne vernünftige Entscheidung sein, das sezte ich mal voraus)
Ich kann Dir keine rechtlich bindende Auskunft geben, aber wir stecken auch gerade mitten in diesem Verfahren und uns wurde gesagt, dass man keine Entscheidung gegen den Willen der Eltern fällen kann. Wir waren auch bei sehr vielen Gesprächen mit dabei, haben unsere Sorgen und Wünsche geäußert und schon klargestellt, dass wir keine Entscheidung wollen, die über unseren Kopf hinweg gefällt würde.
Mag sein, dass am Ende des ganzen Verfahrens eine Entscheidung "von oben" gefällt wird, aber auf dem Weg dahin haben wir ein großes Mitspracherecht.
GLG und viel Glück für die Entscheidungsfällung!
AnjaD _________________ Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.
Vaclav Havel
Anja (*1969)mit F. und D. (*1998), D.: ADHS, L. (*2001) vorgeburtl. Schlaganfall, Hemiparese, Epi, GB und Y. (*2004) V.a. ADHS
Guten Morgen Karin,
ich denke, dass es auch eine Rolle spielt, wie die Begebenheiten der Regelschule sind-und da habt ihr ja gute Karten Außerdem szeht auch der Schulleiter der egelschule hinter euch-also,was sollte da schief gehen...?Unsere hannah hat in der Grundschulzeit (diese geht jetzt im Sommer zu Ende )auch eine Regelgrundschule (mit Integrationsangebot für körperbehinderte Kinder) besucht.Es war damals nur die frage, was ist, wenn die Schule sie nicht nimmt,weil sie nicht mehr genügend Plätze frei hat. Aber auch dieses haben wir bei der Einschulungsuntersuchung kurz besprochen-sie wäre dann vor Ort in die Grundschule um die Ecke gegangen-dann hätten wir auch einen Integrationshelfer beantragt. Auf Hannahs Schule sind übrigens auch Rollifahrer..
Ich denke, ihr könnt da recht zuversichtlich sein..und wünsche euch alles Gute für eure Entscheidung
Tina _________________ H(02 96)spastische ,armbetonte Hemiparese rechts;Strabismus konvergenz rechts;Epilepsie,mentale Retardierung und Legasthenie;und S(01 99)gesund
Hallo,
es beruhigt mich ein wenig, das auch die entscheidung der Eltern dann doch noch eine Rolle spielt.
Unser Sohn ist ja auch noch ziemlich fit. Nur kann ich nicht sagen wie lange noch.
Aber ich möchte ja auch gerne eine vernünftige Entscheidung treffen. Ob sie letztendlich richtig ist, kann nur die Zeit beantworten.
Ach ist sowas immer schwierig.
Seine Heilerzieherin meinte auch, die Grundschule sollte versuchen, einen Integrationsstatus zu bekommen, weil sie dann auch finanziell gefördert werden würden. Aber ich glaube, dafür reicht die Zeit nicht mehr. Ich weis zwar nicht, welche Schritte dafür von der Schule her notwendig sind, aber ich denke nicht, das der Schulleiter nun soweit gehen würde.
Andererseits käme es sicher auf einen Versuch an.
heute war der Schuldirketor der Körperbehinderten Schule bei uns und hat uns im Rhamen der Sonderpädagogischen Untersuchung befragt.
Wir haben ihm im groben erklärt, was Hans für eine erkrankung hat und was er kann und was nicht. Worauf man achten sollte und worauf man in der Schule eingehen sollte (Inkontinent, schwach, Turnen)
Alles in allem war es ein gutes Gespräch. ich hoffe, das das Gespräch auch so im Kindrgarten und in der Schule laufen wird.
Er war sehr erstaunt, das es Hans nun im Moment noch so gut geht. (ich ja auch Toi, Toi, Toi)
Ich hoffe, er unterstüzt unseren Wunsch, Hans in die normale Grundschule einzuschulen.
Hast Du Euren Wunsch ganz klar formuliert?
Wir sind jetzt mit dem Verfahren durch, von daher maße ich mir einfach mal ein bißchen Grundwissen an . Es ist so, dass in dem Gutachten zur..... zum guten Schluß nach Auflistung aller Schwierigkeiten usw. die Förderorte (sprich die möglichen Schulen) genannt werden. Außerdem steht in dem Gutachten ein Satz der Art "Die Eltern wünschen eine Beschulung auf der xyz-Schule." Dieses Gutachten geht zum Schulrat, der dann entscheidet. Steht dort nur ein Förderort und der wird noch vom Gutachter befürwortet, dann kann der Schulrat ja im Prinzip gar nicht anders als sein OK geben (wäre er ja auch blöd, wenn er sich mehr Arbeit machen würde, als nötig.... ). Werden dort mehrere mögliche Förderorte genannt, dann hat er ja eine Möglichkeit zu irgendetwas nein zu sagen. Dann hängt es, denke ich, auch wieder mehr oder weniger stark davon ab, was der Elternwunsch ist und in Kombination damit, was der Gutachter geschrieben hat.
Bei uns wurde ich während des Verfahrens irgendwann klipp und klar gefragt "Wünschen Sie denn, dass Louisa unsere Schule besucht?" Ich denke, das ist die Stelle, an der man als Elternteil klar ausdrücken muß, was man will, denn das ist auch das, was im Gutachten steht.
Deshalb: Formuliere ganz klar, was Ihr möchtet! Kein "vielleicht" oder sowas, klipp und klar "Wir wollen, dass Hans die xyz-Schule besucht."
Falls Du noch Fragen hast, stehe ich Dir gerne zur Verfügung, wie gesagt, wir sind jetzt durch damit und ich habe viiiiiiiele nervige Fragen gestellt...
Weiterhin alles, alles Gute für Euch und insbesondere für Hans, auf dass es ihm noch laaaaaaaaange so gut geht!!!!!
GLG Anja _________________ Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.
Vaclav Havel
Anja (*1969)mit F. und D. (*1998), D.: ADHS, L. (*2001) vorgeburtl. Schlaganfall, Hemiparese, Epi, GB und Y. (*2004) V.a. ADHS
Hallo Karin, ich bin Mutter eines autistischen Kindes mit dem Asperger Syndrom und anderen Mehrfach Erkrankungen.
Annika geht jetzt mittlerweile in die 2. Klasse an einer normalen Grundschule.
Wir haben uns nachdem es eineige Probleme an der Schule gab auch nach alternativen umgesehen unter anderem auch eine KB-Schule.
Normalerweise ist es so das es bei dem Einschulverfahren ja mehrere Testungen gibt die bei Euch ja wohl auch schon alle am laufen sind.
Nach dem alle "Ergebnisse" zusmmen getragen sind wird ein Fördrausschuß einberufen bei dem sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und darüber beraten was jetzt das beste für Euren kl. Schatz ist.
Schulpsychologischerdienst=beratend
Eltern =stimmrecht (2)
Direktor der von Euch gewünschten Schule=stimmrecht
Lehrer= stimmrecht
Integrationslehrer =stimmrecht
Wenn Ihr einen guten KA habt kann er jederzeit beratend mit Genehmigung alles anderer an dieser Sitzung teilnehmen und auch seine Sicht der Lage schildern bzw. seine Empfehlung abgeben, bei uns hat es der KA gemacht.
Erst wennIhr dann auf einen Nenner zum wohle des Kindes kommt wird endgültig darüber entschieden wo er beschult wird, so jedenfalls ist es bei uns hier im Saarland.
danke für eure Tipps. Ja wir haben es gestern auch noch mal ganz deutlich gesagt, das es unser Wunsch ist, das Hans auf eine normale Grundschule geht und das der stellvertretende Schuldirektor auch nicht dagegen hat, weil die Schule eben auch behindertengerecht gebaut wurde.
Auch seine Heilerzieherin im Kindergarten will uns unterstützen, weil sie auch denkt, das Hans da gut aufgehoben ist.
Aber wenn ich fragen habe, werde ich mich gerne an euch wenden. Danke dafür.
Hallo Karin,
André hat zum Anfang des Jahres die Schule gewechselt ,von Regel zur KB-Schule.Er kommt erst um 16.00 Uhr nach Hause.Anschliessend fahre ich mit ihm 3 mal in der Woche zur Krankengymnastik.Es ist nicht so das die Kinder in der Schule nonstop Unterricht haben ,wenn die Lehrerin merkt er braucht eine Auszeit,kann er sich auch mal zurück ziehen.Es werden zwischendurch auch die Therapien gemacht.André fühlt sich dort sehr wohl und im nachhinein kann ich nur sagen ich hätte ihn besser von Anfang an dort hin schicken sollen.
LG
Sabine _________________ Wolfgang,Sabine,Dennis 11/94 und André 8/98 (DMD=Duchenne)
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